• Grenzübergang nach Costa Rica

    June 27, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 30 °C

    Heute war Grenztag was immer mit einer gewissen Anspannung einhergeht.
    In Rivas machten wir nochmals einen Grosseinkauf, da wir wissen, das Costa Rica sehr teuer werden wird. Wir nahmen das Risiko in Kauf, dass uns Lebensmittel an der Grenze weggenommen werden, da wir wussten, dass vor allem die Nicaraguagrenze auch bei der Ausreise gerne wieder eine komplette Kontrolle des Fahrzeuginhalts macht.
    An der Grenze mussten wir lange in der Kollonne vor dem Schalter der Immigration warten. Ausgestempelt war dann schnell und einfach. Fürs Fahrzeug mussten wir, dann wieder lange warten, da nur eine Mitarbeiterin für Fahrzeugkontrollen und Röndgen der Gepäcke von Reisenden zu Fuss eingesetzt war.
    Da kurz vor unserer Kontrolle nochmals ein ganzer Car voller Reisender ankam hatte die Mitarbeiterin Stress und überflog unseren Fahrzeuginhalt nur schnell. Wir kamen also zum Glück gut durch.
    Wir dachten schon jetzt haben wir den schwierigen Teil hinter uns, jedoch war dies leider nicht so...
    Der Grenzposten von Costa Rica ist eine Grossbaustelle und alles ist sehr unübersichtlich.
    Eingestempelt war schnell, jedoch fürs Fahrzeug gab es dann ein grosses Durcheinander. Ausfüllen der Papiere ging noch gut, jedoch muss man danach eine obligatorische staatliche Versicherung abschliessen und irgendwie wurden wir von unterschiedlichen Menschen auf der Baustelle hin und her gelotzt.
    Das Problem an dieser Grenze ist, dass die Mitarbeiter keine Uniform tragen und man ofizielle und inofizielle (z.B. Geldwechsler) nicht unterscheiden kann.
    Wir fahren also nochmals zurück an die Grenze zum Posten, der uns die Importpapiere fürs Fahrzeug ausgestelkt hat um ihn nochmals zu fragen wo wir genau durchfahren müssen für die Versicherung.
    Wir bekamen nochmals eine Erklärung und wollten gleich losfahren.
    Eine Frau hielt uns aber auf und wollte auf einmal eine Kontrolle am Auto durchführen. Zivil gekleidet und ohne Ausweis stellte ich mich erst mal quer, jedoch konnte sie sich dann ausweisen und ich öffnete das Auto und den Camper.
    Ich war genervt und die Dame auch, was natürlich keine optimale kombi war. Sie wollte dann, dass wir unseren Wanderrucksack nehmen und uns an der Kolonne fürs röndgen damit anstellen um den Rucksack zu röntgen.
    Genervt zeigte ich ihr, dass der Rucksack doch leer ist und ich mich damit sicher nicht anstelle fürs röntgen. Sie gab zum Glück auf und liess uns ziehen.
    Bei der Versicherung versuchte ich nochmals auszuhandeln, ob unsere Versicherung aus Guatemala welche eigentlich auch für Costa Rica gilt nicht doch anerkannt wird.
    Wenn ich das richtig verstanden habe ist die Versicherung Staatlich und wir müssen diese deshalb obligatorisch abschliessen egal ob wir schon versichert sind. Zudem können wir diese nur für 180 Tage lösen und z.B. 1 Monat ist nicht möglich. Tja nochmals 60$ weg...
    Die Versicherung und Tip wird dan irgendwie onlibe erfasst und man muss nach dem bezahlen prüfen, ob dies auch geklappt hat über eine QR-Code. Nur leider hat das bei uns natürlich wie immer nicht geklappt und wir müssen nochmals zurück zur Versicherung um das zu klären. Schlussendlich lag es aber nur am QR-Code welcher nicht funktionierte.

    Hier machte ich dann einen im Grunde fatalen Fehler und lies vor lauter Zollpapieren und Aufregung meinen Pass liegen...
    Zum Glück bemerkte es ein Sicherheitsbeamter und erwischte uns noch vor dem Wegfahren um ihn zurückzugeben.

    Jetzt kann aber nichts mehr schief gehen und ich muss nur noch aus der Baustelle fahren und gut ist. Leider war dies falsch gedacht...
    Ich fuhr einfach langsam aus dem Areal und dachte jetzt ist gut, jedoch verfolge mich plötzlich ein Polizeifahrzeug und eine Polizistin (Zivil gekleidet natürlich...) rannte uns hinterher. Ich stoppte und fragte was los ist?
    Die Polizistin war sichtlich wütend und wies mich darauf hin, dass sie noch ein Papierchen vom Zoll von mir einziehen muss. Sie wollte ihn aber nicht einfach entgegennehmen und verlangte von mir, dass ich zurückfahre. Ich gab zu verstehen, dass es kein Problem ist und ich kurz wende und zurückfahre.
    Sie wies mich wütend zurück und verlange von mir, dass ich die Strecke alles rückwärts durch die Baustelle fahren muss...
    Ich gab einige schweizerdeutsche Fluchwörter und Beleidigungen von mir, welche sie zum Glück nicht verstand und fuhr rückwärts zurück.
    Wenn also in nächster Zeit jemand die Grenze passiert auf der Baustelle steht vor dem Ausgang auf der rechten Strassenseite welche nicht befahrbar ist ein Container welcher nicht beschriftet ist und bei dem niemand draussen steht und die verantwortliche Polizisten in Zivil gekleidet sind und dort müsste man einen kleinen Zettel mit Datum und Stempel drauf abgeben🥴.

    Aber jetzt dürfen wir endlich passieren und nach Costa Rica einreisen nach 4h!
    Es war definitiv der längste und mühsamste Grenzübergang bis jetzt auf dieser Reise und das obwohl die Einreise nach Nicaragua mit der ausgibigen Kontrolle auch schon extrem mühsam war...
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