• San Miguel del Monte/ Part 2

    May 7–14 in Argentina ⋅ ☁️ 15 °C

    Am Schluss unseres Aufenthaltes in San Miguel del Monte kannte uns das halbe Dorf. Um Einkaufen zu gehen mussten wir einen 40 minütigen Spaziergang machen. Es gabe viele nette Leute die uns per Autostopp mitgenommen haben.

    Natürlich war das Glück wie immer auf unserer Seite und unser Gas ging aus, mitten beim Zopf backen. So ging Bigna beim Nachbarscamper klopfen und fragte, ob wir den Zopf bei ihnen fertig backen dürfen. Wir lernten Julian und Sonia kennen. Während der Backzeit verbrachten wir den Abend bei ihnen und tauschten Reisestories aus. Als Dankeschön luden wir sie zu einem gemeinsamen Früstück am nächsten Morgen ein. Da sie wieder nach Hause fuhren bekamen wir noch Diesel für die Standheizung und Trinkwasser geschenkt. Danke vielmal für die tolle Zeit mit euch und die grosszügige Hilfe.

    In San Miguel del Monte konnte man sogar unsere kanadische Gasflasche auffüllen lassen. Dafür brauchten wir aber wieder Bargeld. Wir nutzten zum ersten Mal Western Union um an Bargeld zu kommen.
    Die Anmeldung und das Senden vom Geld ging problemlos. Wir wussten jedoch nicht, dass die Bearbeitungszeit ein paar Stunden dauern kann. Im Westernunionstore wollte uns der Mitarbeiter irgendetwas erklären aber wir verstanden nicht alles. Er rief dann in die Runde ob jemand Englisch kann. So lernten wir Marco kennen. Er wohnt mit seiner argentinischen Frau Marilyn hier. Als er den Pass sah fragte er " isch das en schwizer Pass".
    Auch er half uns sehr.
    Er organisierte eine Mitfahrgelegenheit zum DHL Store in der nächst grösseren Stadt um die Autoteile abzuholen. Dafür sind wir sehr dankbar, denn mit dem ÖV hätten wir ca. 3h gebraucht. Wir wurden von Marco und Marilyn in ihre Wohnung eingeladen und durften unsere Kleider waschen und eine warme Dusche nehmen. Als Dankeschön backte ich einen Zopf und konnte ihnen damit einen kleinen Gruss aus der Schweiz bringen.
    Danke für eure Hilfe und den schönen Nachmittag bei euch. Wir würden uns freuen euch in der Schweiz wieder zu treffen.

    Als wir die Teile abgeholt haben, habe ich diese am selben Abend bis in die Nacht eingebaut. Mit einfachsten Mitteln konstruierte ich ein Werkzeug um die eingepressten Radlager von der Gegenseite herausschlagen zu könne, was erstaunlich gut funktioniert hat. Innerhalb kürzester Zeit war alles wieder zusammengebaut und am nächsten Tag mussten wir nur noch neues Öl einfüllen um wieder Fahrbereit zu sein.

    Neben all den schönen menschlichen Begegnungen die wie hier hatten, haben wir in diesen ganzen Tagen hier auch super tierische Bekanntschaften gehabt. Ein Hund kam täglich zu Besuch bei uns vorbei und Bigna freundete sich mit ihm an.
    Nach täglichen fantastischen Sonnenuntergängen konnten wir oft Wasserschweine und Eulen beobachten. Während dem Tag beobachteten wir die vielen Papageien die in den Eukalyptusbäumen neben dem Camper fleissig Nester am bauen waren.
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