• Ulrich Wolff
  • Ulrich Wolff

Rom 2021

Ich fahre mit dem Rad von Glindow über zwei große Berge nach Rom. Meer informatie
  • Ein Radweg

    20 oktober 2021, Italië ⋅ ☁️ 12 °C

    Dieses Tal ist an vielen Stellen schmal und immer voll, denn hier muss außer einem ausgewachsenen Fluss (auch bei Hochwasser) noch eine Autobahn, eine zweigleisige Bahnstrecke, eine Landstraße und ein Radweg Platz finden. Aber die Ingenieure haben überall gute und kreative Lösungen gefunden, notfalls wird eben der Radweg unter die Autobahn geschachtelt. Jedenfalls haben sie es geschafft, dass es fast auf der ganzen Sttecke einen separaten Radweg, frei von Autoverkehr gibt.Meer informatie

  • Die Franzensfeste ...

    20 oktober 2021, Italië ⋅ ☁️ 13 °C

    ... ist eine gewaltige Festung, die die Österreicher in den 1830ern errichtet haben. Hiermit hätte man bei Bedarf das ganze Tal absperren können. Es kam aber nie dazu.

  • Verkehr

    20 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 15 °C

    Das Tal erstickt im Verkehr. Auf der Autobahn rollt ein LKW hinter dem anderen. Auf der Eisenbahn fahren die zwei- und dreifach bespannten Güterzüge fast im Minutentakt zum Brenner.
    Aber bald wird alles besser: Seit Jahren wird schon am Brennerbasistunnel gebaut. Er wird 60 km lang, von der Franzensfeste bis nach Innsbruck.Meer informatie

  • Die Etsch

    21 oktober 2021, Italië ⋅ 🌧 12 °C

    Der Eisack mündet in die Etsch, aber ich fahre weiterhin flussabwärts. Rechts und links immer noch hohe Felswände. Im Tal ist die Apfelernte immer noch voll im Gange. Auch mehr und mehr Weinberge tauchen auf. Von den Schildern verschwindet heute das Deutsche und ich muss jetzt wirklich Italienisch lernen. Ein Regenbogen zeigt an, dass heute ein paar kleine Schauer niedergehen, aber ich bleibe trocken.Meer informatie

  • Hoch zum Suganertal

    21 oktober 2021, Italië ⋅ 🌧 15 °C

    Kurz vor Trient biege ich links ab. Ich will zum Suganertal, das mich fast bis Venedig bringen wird. Aber bevor es bergab gehen kann, muss es bergauf gehen. Von einem Tal zum anderen muss man über einen 300 Meter hohen Berg. Der Weg ist offenbar nur für die kleinen Trecker der Weinbauern gedacht, aber nicht für Radfahrer. Stellenweise ist er so steil, wie ich es selbst am Brenner nicht erlebt habe. Das Undenkbare geschieht: Ich muss schieben!
    Irgendwann ist das auch geschafft. In Pergine beziehe ich mein Quartier.
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  • Gutes Wetter

    22 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 10 °C

    Auch heute ist wieder perfektes Radelwetter. Kein Vorwand also für einen Ruhetag. Morgens um 9 liegt noch der Nebel über dem Lago di Caldonazzo. Mit einer tollen Lightshow aus Wolken, Sonne und Bergen löst er sich allmählich auf.
    Ein schweizer Radfahrer kommt mir entgegen. Nach einer mehrmonatigen Tour Mexiko-Chicago-Albanien ist er schon fast wieder zu Hause.
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  • Rallye

    22 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 16 °C

    Auf der Umleitungsstrecke geht's nicht viel besser: Hier findet eine Rallye statt und meine Straße wurde zur Boxengasse umfunktioniert. Sehr vorsichtig fahre ich durch. Oben in den Bergen röhren die Motoren, offenbar jagt man sich gegenseitig die steilen Straßen rauf und runter.Meer informatie

  • Bassano del Grappa

    22 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 20 °C

    Hier mache ich Station. Es gibt eine malerische italienische Altstadt (dt.: viele Gebäude mit Erhaltungsrückstand), die Sonne scheint und die Menschen sitzen auf den Plätzen in den Cafés. Ich setze mich dazu. Nur zu essen gibt es nichts, die Restaurants õffnen frühestens um 19:30 Uhr.Meer informatie

  • Slalom

    23 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Berge sind weg! Ùbergangslos wechselt die Landschaft, und ich finde mich in einer weiten, dicht besiedelten Ebene wieder. Die Landstraßen hier werden oft von einem Radweg begleitet. Um das Fahren interessanter zu gestalten, sind die Radwege oft mit einem Hindernisparcours aus Straßenschildern ausgestattet.Meer informatie

  • 0 müNHN

    23 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 19 °C

    Die Brücke der Freiheit führt einige Kilometer weit über die Lagune von Venedig. Ich bin am Mittelmeer!
    Meine potentielle Energie von 1.300 Metern über dem Meer vom Brenner habe ich damit vollständig verbraucht. Jetzt geht's wieder bergauf!Meer informatie

  • Kein Fahrrad

    23 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 18 °C

    Sofort, als ich nach Venedig hereinkomme, herrscht ein ungeheurer Fußgängerverkehr. Autos sind in der Stadt sowieso verboten, aber auch Fahrräder dürfen nicht einmal durch die Stadt geschoben werden. Notgedrungen suche ich dieses Fahrradparkhaus auf, wo ich für mein treues Rad dieses kleine Zimmer miete.
    Ich packe das Nötigste in zwei Satteltaschen und gehe zu Fuss zu meinem Hotel. Dort bekomme ich das garantiert kleinste Zimmer der Stadt, nur unwesentlich größer als der Fahrradschrank.
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  • Venedig ...

    23 oktober 2021, Italië ⋅ 🌙 15 °C

    ... erweist sich als unentwirrbares Labyrinth von Gassen, Straßen, Plätzen und Kanälen. Tausende Touristen irren ziellos umher. Ich schließe mich an.
    Immerhin kann man schön in der Gaststätte am Kanal sitzen und Menschen beobachten. Nur mithilfe der Satellitennavigation finde ich mein Hotel wieder.Meer informatie

  • Marathon

    24 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 10 °C

    Aus Venedig herauszukommen ist genauso schwierig wie hinein. Zunächst muss ich mein Gepäck durch die halbe Altstadt zum Fahrradparkhaus tragen, obwohl meine Füße noch lahm sind von der Erkundungstour gestern. Dann muss ich mein Fahrrad aus seiner Zelle befreien.
    Auf dem Weg zum Fährhafen sehe ich jede Menge Läufer, denn heute ist ein Marathon in Venedig.
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  • Mit Motorkraft

    24 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute befahre ich die vorgelagerten Inseln, die die Lagune von Venedig von der offenen Adria trennen. Es ist eine Art Haffküste, wie es sie auch an der Ostsee gibt, nur dass der Bodden hier Lagune heißt.
    Dazu muss ich mit der Fähre von Venedig zum Lido übersetzen und später noch zwei Mal eine Fähre benutzen. Es ist das erste Mal seit Glindow, dass ich mich mit Motorkraft fortbewege.
    In den Lücken zwischen den Inseln sind die gewaltigen Sperrwerke angeordnet, die Venedig vor weiteren Überschwemmungen schützen sollen. Im Normalzustand, so wie jetzt, liegen sie unter Wasser auf dem Meeresgrund und sind daher nicht zu sehen.
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  • Am Po

    24 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 15 °C

    Nachmittags erreiche ich den Po. Komische Gegend hier: Tischeben, nur die Flüsse liegen zwischen Ihren Deichen hoch über dem Land, das mit Pumpwerken entwässert wird.
    Mühsam schleppe ich mich durch die eintönige Ebene, bis irgendwann meine Unterkunft am Horizont erscheint.Meer informatie

  • Ein Erholungstag

    25 oktober 2021, Italië ⋅ ☁️ 10 °C

    Der heutige Tag ist einfach: Bei schönem Rückenwind fahre ich nur gut 50 km bis Ferrara, meistens auf den Deichen am Po. Dann beziehe ich mein Zimmer und ruhe mich aus.

  • Bologna

    26 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 15 °C

    Diese zwei hohen Türme wurden schon im Mittelalter in Bologna errichtet, und zwar um die Erfinder der Spaghetti (der lange) und der heute als Bolognese bekannten Soße zu ehren.

  • Über den Apennin

    27 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 15 °C

    In meiner Begeisterung über die Bezwingung des Brennerpasses habe ich völlig vergessen, dass ja noch ein zweites Gebirge den Weg nach Rom versperrt: Der Apennin. Der ist zwar nominal viel niedriger als die Alpen, aber dafür ist auch meine Ausgangshöhe viel geringer.
    So zerfällt der heutige Tag in zwei fundamental unterschiedliche Teile. Zunächst folge ich 68 km weit einem Flusstal und arbeite mich dabei 840 m in die Höhe (nicht gerechnet das auf und ab zwischendurch). Schon bald spüre ich meine weichen Knie. Ich brauche mehr Energie! Ich berechne überschlägig, dass ich heute rund 10.000 Kalorien brauchen werde zur Umsetzung von Futter in potentielle Energie. Also den nächsten Supermarkt angesteuert und Energie getankt in Form von Kuchen, Salami, Milch, Joghurt und Schokolade. Das muss dem Körper zwischendurch bei den zahllosen Pausen immer wieder zugeführt werden.
    Der Weg steigt an, die Straße wird immer kleiner und führt am Ende durch einen schönen Herbstwald, der sehr nach Deutschland aussieht. Zwischendurch immer wieder sehr strapaziöse, lange und steile Steigungen. Manchmal hilft wieder nur schieben.
    Nachmittags ist irgendwann endlich der höchste Punkt erreicht, und der Weg stürzt sich in die Tiefe. In diesem zweiten Teil der heutigen Etappe fällt die Straße in unzähligen Serpentinen auf 10 km um 800 m ab. Die Bremsscheiben glühen.
    Der lange Tag findet noch ein gutes Ende, denn in diesem schönen Gutshaus habe ich ein Zimmer für mich reserviert.
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  • Florenz

    28 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 19 °C

    Nachdem schon Leonardo da Vinci und Michelangelo in Florenz gewirkt haben, fand ich es angemessen, der Stadt auch einmal einen Besuch abzustatten. Ich sitze mit einem Getränk in der Sonne vor der Kathedrale und fühle mich inspiriert.
    Nachmittags erreiche ich mein Hotel in Burchio. Es hat auch ein Restaurant, so dass ich auch mal in den Genuss der einheimischen Küche komme.
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  • Toskana

    29 oktober 2021, Italië ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute gibt es immer wieder Momente, die direkt aus dem Wandkalender "Toskana 2021" zu stammen scheinen. Zypressen stehen an den Auffahrten zu alten Villen, die Weinblätter leuchten im Sonnenlicht und das Öl wächst hier an Bäumen.
    Nur der Radfahrer hat es hier nicht leicht. Die Route führt bald auf schlechten, halb zugewachsen Feldwegen, bald für viele Kilometer an vielbefahrenen Landstraßen entlang. Straßen steigen steil in schwindelnde Höhen, nur um sich, dem verschwitzten Radler zum Hohn, anschließend wieder in das Tal zu stürzen.
    Nachmittags beruhigen sich die Dinge. Viele Kilometer folgt der Weg einem kanalisierten Fluss durch die Ebene. Nur die Unterkunft für die Nacht liegt, wie sollte es anders sein, in einem malerischen Städtchen hoch oben auf einem Berg.
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  • Südwärts

    30 oktober 2021, Italië ⋅ ☀️ 14 °C

    Es hat sich eine unerwartete Schwierigkeit aufgetan: Am kommenden Montag ist Allerheiligen, für die Menschen hier ist es ein langes Wochenende und jeder ist mit seiner Familie unterwegs. Entsprechend sind viele Hotels ausgebucht und meine Reiseplanung richtet sich danach, wo ich noch ein freies Zimmer finden kann.
    Radfahrtechnisch ist dieser Tag einfach. Ich befinde mich in einem breiten Tal zwischen Arezzo und Orvieto. Der Radweg folgt auf weiten Strecken dem Kanal, der das Tal entwässert. Das ist zwar auch nur eine Fahrspur mit zwei mal dreißig Zentimeter breiten Streifen aus Splitt, aber es ist ein Radweg, getrennt vom Autoverkehr und es ist eben.
    Nachmittags komme ich zu meinem Hotel an der Autobahnauffahrt. Erste Planungen für Rom und die Heimfahrt. Im Restaurant zum Abendessen herrscht wieder ein unbeschreiblicher Trubel. Alles quatscht italienisch durcheinander.
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