Ulrich Wolff

Joined February 2017
  • Day115

    Ende

    December 2, 2017 in Germany

    Morgens um 11 lande ich in Schönefeld. Heidi und Jonas holen mich ab. Die Wiedersehensfreude ist riesig!
    Ich bin am Ende, die Tour ist vorbei. Bin ich deswegen traurig? Ein bißchen schon, denn es waren ereignisreiche, anstrengende, großartige Wochen und manchmal habe ich mich wieder jung gefühlt.
    Bin ich froh, wieder zu Hause zu sein? Oh ja, denn ich habe meine Frau und meine Kinder vom ersten Tag an schmerzlich vermißt.
    Was hat mich besonders beeindruckt? Die unbedingte, großzügige Gastfreundschaft der Warm Showers Mitglieder. Jeder von ihnen hat mir ein Stück von seinem Amerika gezeigt. Ihnen gilt mein Dank, und natürlich Heidi, die mich gehen ließ.
    Kenne ich jetzt Amerika? Nein, dazu ist dieses Land zu groß und zu widersprüchlich. Ich habe nur einen kleinen Streifen weißes Mittelklasseamerika rechts und links des Weges gesehen.
    Wann geht's wieder los? Vorläufig nicht. Diese Tour war eine einmalige Angelegenheit. Jetzt sind erst mal andere Dinge rund um Haus und Familie wichtiger.
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  • Day115

    Island

    December 2, 2017 in Iceland

    Das ist alles, was ich von Island gesehen habe. Mein Flug von Baltimore hat Verspätung, aber das Flugzeug nach Berlin wartet freundlicherweise, so daß ich direkt umsteigen kann.

  • Day114

    Verpackung

    December 1, 2017 in the United States

    Bei Conte's Bike Shop wird mein Fahrrad fachfähig für den Flug zerlegt und in eine ziemlich kleine Kiste gepackt. Ich hoffe nur, daß ich die Teile zu Hause auch alle wieder zusammengesetzt kriege.
    Anscheinend habe ich auch einen Sponsor gefunden: Der Chef ruft bei Cannondale, dem Hersteller des Rads an. Der übernimmt die Kosten dieser Aktion, ein feiner Zug.
    Ein Auto bringt mich zum Flughafen nach Baltimore.Read more

  • Day113

    Air and Space

    November 30, 2017 in the United States

    Ich habe ein Flugticket nach Berlin für den 10. Dezember. Ich frage bei der Fluggesellschaft an, ob sich das eventuell zu vertretbaren Kosten vorverlegen läßt. Zu meiner Überraschung ist das tatsächlich der Fall. Ich buche für morgen abend.
    Ich spreche mit einem Fahrradladen. Sie werden mein Rad morgen flugfertig einpacken. Ich durchsuche die Stadt nach einer Sporttasche, damit ich mein Gepäck einigermaßen geordnet ins Flugzeug bekomme. Nach ein paar Stunden finde ich eine.
    Nachmittags besuche ich das Air und Space Museum. Als ich das letzte Mal, vor 30 Jahren, in Washington war, hat es mich ungeheuer beeindruckt. Jetzt gibt es Sicherheitskontrollen am Eingang. Die meisten Exponate sind immer noch die gleichen wie damals.
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  • Day112

    DC

    November 29, 2017 in the United States

    Zurück nach Washington. Entlang achtspuriger Straßen wühle ich mich vorsichtig durch den Verkehr in die Stadt. Ich komme durch Viertel, in denen ich offenbar der einzige weiße Mann bin.
    Schließlich noch über den Anacostia River, dann links ab. Ich habe über Airbnb ein Zimmer in einem kleinen Reihenhaus gebucht. Dort gibt es drei Zimmer, zwei Badezimmer, eine Küche und ein kleines Wohnzimmer. Außerdem einen kleinen Vorgarten, an dessen schmiedeeisernen Zaun ich mein Fahrrad anschließen kann. Außer mir ist aber niemand zu sehen.
    Nachmittags mache ich mich gleich auf zur Mall. Sie ist nur 10 Fahrradminuten entfernt. Eine prächtige Straße, vom Capitol zum Washington Monument, gesäumt von Regierungsbauten und Museen.
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  • Day111

    Es weihnachtet

    November 28, 2017 in the United States

    Zurück nach Waldorf.
    Im Straßenbild sind nach den Halloweendekorationen
    nun auch die Thanksgivingdekorationen verschwunden. Dafür kann man jetzt Weihnachtsbäume kaufen.
    Das Wetter spricht dem Hohn. Bei 15 Grad und strahlendem Sonnenschein schwitze ich auf meinem Rad auf beinahe sommerliche Weise.

  • Day110

    Am Ziel!

    November 27, 2017 in the United States

    Es ist geschafft! Ich bin am Ziel, ich bin am Atlantik!
    Mittags erreiche ich den Leuchtturm am Point Lookout, dem äußersten Ende dieser Halbinsel. Hier mündet der Potomac River in die Chesapeake Bay.
    Vor 88 Tagen bin ich am Pazifik in Vancouver gestartet, rund 6.200 Kilometer habe ich zurückgelegt. Ich habe die Berge überstiegen und die unendlichen Ebenen durchquert. Ich habe alle technischen Probleme gelöst und alle Motelzimmer ertragen.
    Damit ist es bewiesen: Man kann noch so langsam fahren, mit der nötigen Beharrlichkeit kann man trotzdem ganze Kontinente durchqueren.
    Ich tauche das Vorderrad ins Wasser und trinke auf den Erfolg einen Liter Milch. Ich sitze zehn Minuten lang in der warmen Sonne und schaue auf das blaue Meer unter dem blauen Himmel. Dann nehme ich mein Rad, trete in die Pedale und fahre zurück nach Lexington Park.
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  • Day110

    Saint Mary's City

    November 27, 2017 in the United States

    Auf dem Weg in den Süden besuche ich Saint Mary's City, eine der frühesten britischen Gründungen an dieser Küste und für einige Jahre Hauptstadt der Kolonie Maryland. Es gibt ein Museumsdorf zu sehen, unter anderem mit dem wiederaufgebauten State House von 1676.

  • Day109

    Lexington Park

    November 26, 2017 in the United States

    Ich hatte mir diese Halbinsel als dünn besiedelten Erholungsort am Meer vorgestellt. Das Gegenteil ist der Fall. Am Patuxent River haben die Marineflieger eine Basis. Dort arbeiten 17.000 Menschen.
    Auf den Straßen sind eine Unmenge Autos unterwegs. Für einige Kilometer gibt es einen Rail Trail, aber oft muß ich mit dem Seitenstreifen einer vierspurigen Schnellstraße vorlieb nehmen.
    In Lexington Park habe ich ein Zimmer in einer Mietwohnung in einer Neubausiedlung. Alle Häuser sind aus Holz gebaut.Read more

  • Day109

    Sonntagmorgen in Amerika

    November 26, 2017 in the United States

    Ein sonniger, warmer, herbstlicher Sonntag.
    Der Parkplatz dieser Kirche ist bis zum letzten Platz gefüllt.
    Anders, als in Deutschland, ist den Menschen hier die Religion wichtig. 46 Prozent der Amerikaner besuchen mindestens einmal pro Woche die Kirche.
    Andererseits: 0,7 Prozent sitzen im Gefängnis. Beides sind Spitzenwerte in der westlichen Welt. Gibt es da eine Korrelation? Wie kommt sie zustande?Read more

  • Day108

    Georgetown

    November 25, 2017 in the United States

    Ich verabschiede mich von meinen indischen Gastgebern und folge weiter dem Kanal. Die Joggerdichte nimmt zu, und plötzlich bin ich im Gewühl der Großstadt. In Georgetown verschwindet der Kanal zwischen luxussanierten Hafengebäuden. Immerhin kann ich zwischen Häusern und Hochstraßen noch Schleuse 1 ausfindig machen.
    Ich überquere den Potomac und fahre weiter stromabwärts. Links ziehen das Lincoln Memorial, das Washington Memorial und der Ronald Reagan Flughafen vorbei. All das interessiert mich heute nicht, denn ich will zum Ozean.
    Ich wechsle noch einmal auf die andere Seite des Stroms und fahre über enge, stark befahrene Landstraßen nach Waldorf. Hier finde ich einen Platz für die Nacht.
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  • Day107

    Mile 24

    November 24, 2017 in the United States

    Am Kanal gibt es jede Meile einen Pfahl, der die Entfernung vom Anfang des Kanals in Georgetown angibt. Auch die Schleusen sind sorgfältig numeriert.
    Das gibt Anlaß für allerlei lustige Rechenübungen in langen Stunden des Pedalierens.
    Zum Beispiel dies: Der Kanal ist 184,5 Meilen lang. Seine 74 Schleusen haben im Mittel einen Hub von 8 Fuß 3 Zoll. Wie groß ist die mittlere Steigung des Kanals in Promille?
    Der Potomac wird allmählich breiter. Warmes und sonniges Wetter lockt die Spaziergänger heraus, und zwar umso mehr, je näher ich Washington komme.
    In Potomac biege ich links ab und beziehe ein Airbnb-Zimmer bei indischen Amerikanern.
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