• Gallargues-Le-Montueux

    December 29, 2023 in France ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Nacht war ruhig, angesichts des völlig ausgebuchten Hotels ungewöhnlich. Die meisten Gäste schienen Monteure zu sein, die Autokennzeichen verweisen u.a. auch auf Marokko als Herkunftsland.
    6.30 Uhr Wecken, 7.10 Uhr Aufbruch, Fahrt zum Bahnhof Mulhouse, Hektik, da die Fahrradplätze aussen am Zug nicht gekennzeichnet sind, mit dem TGV um 7.52 Uhr Richtung Süden über Lyon, teilweise mit über 200 km/h.
    An den Fenstern fliegt die Landschaft vorbei, die wir wochenlang durchfahren haben, es wird grüner und grüner. Um 12.30 Uhr Ankunft am Nimes Gare Central. Wir fahren nicht weit, schön wieder hier zu sein in dieser hellen Stadt. Am Amphitheater steht eine schwach besuchte Kirmes, Lanyu möchte auf das Riesenrad. Ich muss anfangs die Augen schliessen um meine Höhenangst in den Griff zu bekommen. Bei der dritten Runde geht es dann. Von oben können wir auch einen Blick ins antike Theater werfen.
    Wir speisen in einem Bistro, Lanyu hat sich mit seiner Pizza Margherita etwas übernommen, ich bestelle Plate du jour, "Fisch and Chips", wie sich herausstellt ohne Chips. Dafür erfreut das Kartoffelpüree mit Kräutern genauso wie das fantastische Ratatouille - formidabel!
    Abmarsch Richtung Westen (da hinten, irgendwo im Südwesten liegt Barcelona), 35 km bis zum gemieteten Apartment. Es ist etwas windig, der Himmel wolkenverhangen, ein paar Tropfen Regen fallen dann und wann, es ist kühl, aber nicht kalt.
    Die Streckenführung leitet uns in einen mit Pinien bestandenen Höhenzug, den wir nur schiebend überwinden können, da die holprige Strecke ummöglich befahrbar ist. Die Streckenangaben von Google-Map für die Fahrradwege kann man einmal mehr schlicht vergessen, besser ignorieren.
    So weit im Osten geht die Sonne dieser Tage eine halbe Stunde später unter als in Zürich, aber im Winter muss man sich jetzt trotzdem sputen, um vor Einbruch der Dunkelheit sein Ziel zu erreichen.
    Wir erreichen unser Ziel, ein Dorf direkt neben der Autobahn nach Montpellier (...und Barcelona :-) und werden wie Freunde willkommen geheissen; wir sitzen am befeuerten Kamin, die Hausdame kocht gar für Lanyu und die gleichaltrige Enkelin Nudeln.
    So lässt es sich aushalten!
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