• Womofahrer on Tour
  • Womofahrer on Tour

Norwegen 2026

Die Route: quer durch Schweden, immer gen Norden, bis wir das magische Lappland erreichen.
Unser Ziel ist die spektakuläre Insel Senja. Wir beabsichtigen, uns Zeit zu nehmen, diese wilde Schönheit ausgiebig zu entdecken.
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  • Начало поездки
    29 марта 2026 г.

    29. März 2026: Aufbruch in den Norden

    29 марта, Германия ⋅ ☀️ 10 °C

    Um 13:30 Uhr war es so weit: Der Motor startete und mit ihm unser großes Abenteuer. Ab jetzt lassen wir den Alltag im Rückspiegel zurück, denn für die nächsten zwei Monate ist unser Wohnmobil nicht nur ein Fahrzeug, sondern unser Zuhause – unser Rückzugsort und zugleich das Fenster zu den Wundern Skandinaviens.

    Der Auftakt hätte kaum schöner sein können. Während wir die ersten Kilometer Richtung Norden zurücklegten, zeigte sich das Wetter von seiner freundlichen Seite: leicht bewölkt, mit immer wieder durchblitzenden Sonnenstrahlen.

    Da auch der Verkehr angenehm flüssig blieb, kamen wir zügig voran und erreichten bereits gegen 20:00 Uhr unseren ersten Stellplatz.

    Morgen führt uns die Route weiter bis nach Korsør in Dänemark.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Am Lopausee
    Kosten: 5.- € inkl. Ver- und Entsorgung
    Gefahrene Kilometer: 534
    Start/Ziel: Erlangen – Ammelinghausen
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  • Tag 2, Amelinghausen - Korsør

    30 марта, Дания ⋅ ☁️ 7 °C

    Auch der heutige Tag verläuft herrlich unspektakulär. Wir genießen die Ruhe und lassen uns bewusst Zeit. Nach einem ausgiebigen Frühstück steht lediglich ein kurzer Abstecher in den Ort an, um den Tank zu füllen und beim örtlichen Lebensmittelhändler noch einige Kleinigkeiten zu besorgen.

    Gegen 14:00 Uhr setzen wir unsere Reise fort. Die Route führt uns zunächst durch die Heide, bevor wir nach einigen Kilometern auf die A7 wechseln. Wir kommen zügig voran; die Autobahn ist frei und auch das Wetter meint es gut mit uns. Abgesehen von vereinzelten Schauern bleibt es bei einer lockeren Bewölkung. Um 17:00 Uhr überqueren wir schließlich die Grenze nach Dänemark.

    Zwei Stunden später erreichen wir die Storebælt-Brücke. Obwohl wir dieses beeindruckende Bauwerk schon unzählige Male passiert haben, ist die Überfahrt jedes Mal aufs Neue ein besonderes Erlebnis. Nur wenige Minuten nach der Brücke steuern wir unseren heutigen Übernachtungsplatz am Jachthafen von Korsør an. Wir sind hier bereits Stammgäste und durften an diesem Ort schon viele prachtvolle Sonnenuntergänge bewundern. Dieses Mal zeigt sich die Sonne aufgrund des regnerischen Wetters zwar nur kurz, doch dafür werden wir mit einer beinahe mystischen Lichtstimmung entschädigt.

    Nachdem wir dieses besondere Licht in einigen Fotos festgehalten haben, bereiten wir unser Abendessen zu und lassen den Tag entspannt in unserem mobilen Heim ausklingen.
    Wissenswertes & Fakten:

    Der Stellplatz: Stellplatz am Jachthafen
    Kosten: 23,50.- € inkl. Ver- und Entsorgung
    Gefahrene Kilometer: 433
    Start/Ziel: Ammelinghausen - Korsør
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  • Tag 3, Korsør – Strömsnäsbruk

    31 марта, Швеция ⋅ ⛅ 9 °C

    31. März 2026: Unser Ziel heute heißt Schweden.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir gegen 13:30 Uhr entspannt in den Tag. Da wir uns heute kein festes Ziel gesetzt hatten, ließen wir uns treiben und genossen die Fahrt.

    Nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir die Öresundbrücke. Wie schon zuvor bei der Storebælt-Querung war die Fahrt über die monumentale Konstruktion ein beeindruckendes Erlebnis. Ein besonderer Höhepunkt markierte dabei die Überquerung der Landesgrenze mitten auf der Brücke – ein kurzer, aber markanter Moment auf dem Weg nach Schweden.

    Wenig später hielten wir für einen Tankstopp. Hier wurde bereits deutlich, dass wir in Skandinavien angekommen waren: Der Verkehr nahm spürbar ab und die Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer wirkte zunehmend gelassener.
    Nach weiteren zwei Stunden Fahrt beschlossen wir bei einer kurzen Rast, unser Nachtquartier zu suchen. Ein schneller Blick in die Stellplatz-App genügte, um das Ziel festzulegen. Bei der Ankunft trauten wir unseren Augen kaum: Unser Übernachtungsplatz lag direkt an einem faszinierenden Eisenbahnmuseum.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Skåne-Småland-Eisenbahnverband
    Kosten: Gratis
    Gefahrene Kilometer: 296
    Start/Ziel: Korsør - Strömsnäsbruk Järnvägsstation
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  • Tag 4, Strömsnäsbruk – Kumla

    1 апреля, Швеция ⋅ ☀️ 14 °C

    1. April 2026:

    Wie bereits gestern haben wir auch heute kein festes Ziel vor Augen. Wir lassen es daher entspannt angehen und setzen uns gegen 13 Uhr in Bewegung. Nach etwa zwei Stunden legen wir eine ausgiebige Pause ein.
    Anschließend führt uns die Route weiter am Ufer des Vätternsees entlang. In Askersund halten wir kurz inne, um mit der Stellplatz-App einen Platz zu suchen. Die Wahl fällt schließlich auf einen Platz in der Nähe von Örebro, den wir nun bezogen haben. Ganz wie im letzten Jahr während unserer Wintertour – und auch schon am gestrigen Tag – genießen wir hier die absolute Ruhe und stehen mal wieder völlig allein auf einem Platz, direkt an einem Skilift.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Parkplatz am Skilift
    Kosten: 11,00 €
    Gefahrene Kilometer: 344
    Start/Ziel: Strömsnäsbruk Järnvägsstation – Kumla
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  • Tag 5, Kumla – Stugsund

    2 апреля, Швеция ⋅ ☁️ 4 °C

    2. April 2026:

    Die Reise geht weiter gen Norden. Gegen 13:00 Uhr verlassen wir unseren Stellplatz mit dem Ziel, heute die Ostküste zu erreichen. Die Fahrt verläuft weitestgehend ereignislos – doch das gehört wohl dazu, wenn man den hohen Norden ansteuert: Bevor man in die fantastische Natur eintaucht, gilt es zunächst, die weite Anreise zu bewältigen.

    Ein lustiges Erlebnis möchte ich noch erwähnen: Wer schon mal in Schweden war, kennt bestimmt die Autos mit dem markanten roten Dreieck am Heck, die mit maximal 30 km/h dahinzuckeln und oft eine beachtliche Schlange hinter sich herziehen.
    Dahinter stecken meist Jugendliche, denn in Schweden dürfen bereits 15-Jährige gänzlich legal ans Steuer – allerdings nur in einem sogenannten „A-Traktor“. Ursprünglich als landwirtschaftliche Hilfsfahrzeuge gedacht, sind diese heute oft aufgemotzte (oder technisch eher „abgemotzte“) Pkw. Ob alter Volvo oder moderner SUV: Die Fahrzeuge werden technisch auf 30 km/h gedrosselt, die Rückbank wird entfernt und das obligatorische Warnschild wird montiert. Für die schwedische Jugend auf dem Land bedeutet das ein riesiges Stück Freiheit – für uns Urlauber meist eine Geduldsprobe auf der Landstraße! Und selbstverständlich darf eines nicht fehlen: der Einbau einer leistungsstarken HiFi-Anlage. Wenn man schon mit gemütlichen 30 km/h durch die Landschaft rollt, dann wenigstens mit ordentlich Bass und dem passenden Soundtrack. Für die Jugendlichen sind die A-Traktoren eben nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern rollende Wohnzimmer und das soziale Zentrum schlechthin.
    Hier eine Aufnahme von einem Jugendlichen, der die Lautstärke seiner Anlage sicherheitshalber aus einigen Metern Entfernung getestet hat. :-)
    Unterwegs halten wir kurz an, um unsere Vorräte aufzustocken und den Tank mit Diesel zu füllen. Dass wir uns unaufhaltsam nach Norden bewegen, wird auch am Wetter deutlich: Bei gerade einmal 2 Grad Außentemperatur ziehen immer häufiger Schneefelder an uns vorbei, die den vergangenen Winter hartnäckig überdauert haben.
    Bedingt durch den regen Osterverkehr und zwei kleinere Staus kommen wir schließlich erst gegen 19:30 Uhr an unserem zuvor ausgewählten Stellplatz an.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Söderhamn
    Kosten: 15,00 €
    Gefahrene Kilometer: 340
    Start/Ziel: Kumla – Stugsund
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  • Tag 6, Stugsund – Degernäs

    3 апреля, Швеция ⋅ ☀️ 6 °C

    3. April 2026: Planänderung

    Unsere Reise geht weiter: Wir verlassen den Stellplatz und steuern direkt die eindrucksvolle Högakustenbron an. Die markante Hängebrücke spannt sich majestätisch über den Bottnischen Meerbusen und bietet mit ihrem Picknickplatz und Aussichtspunkt den perfekten Rahmen für eine kleine Pause. Obwohl es hier auch Stellplätze für Wohnmobile gäbe, zieht es uns weiter.

    Da uns die Fahrt auf der E4 auf Dauer zu eintönig wird, wählen wir eine Route durch das Landesinnere. Bei bestem Wetter lassen wir die Landschaft an uns vorbeiziehen und unterhalten uns angeregt. Dabei stellen wir fest: Schweden ist zweifellos ein wunderschönes Land, doch der sprichwörtliche Funke will bei uns einfach nicht überspringen.

    Spontan beschließen wir eine Planänderung. Unser Ziel? Der hohe Norden. Wie schon so oft nutzen wir Schweden als Transitstrecke und nehmen Kurs auf Finnland – Tine möchte unbedingt noch einmal nach Rovaniemi.

    Wieder zurück auf der E4 machen wir noch etwas Strecke, bis wir am Abend den Stellplatz eines Wohnmobilhändlers ansteuern.

    Während wir uns nach der Ankunft noch ein wenig die Füße vertreten, sage ich zu Tine: „Wenn der Himmel so klar bleibt, sehen wir heute vielleicht unsere ersten Nordlichter.“

    Und tatsächlich: Kaum ist es dunkel, treten wir vor das Wohnmobil und blicken direkt in den Nachthimmel. Da sind sie – die ersten Polarlichter unserer Reise! Zwar flackern sie noch etwas schwach und die Umgebungsbeleuchtung erschwert das Fotografieren, doch Tine und mir gelingen dennoch die ersten stimmungsvollen Schnappschüsse dieses Naturschauspiels.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz:
    Kosten: 22,00 €
    Gefahrene Kilometer: 340
    Start/Ziel: Kumla – Stugsund
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  • Tag 7, Degernäs – Sangis Motell och Camping AB

    4 апреля, Швеция ⋅ ☁️ 5 °C

    4. April 2026: Auf dem Weg nach Finnland

    Unsere Reise führt uns heute weiter über die E4 bis an die finnische Grenze. Die Stimmung ist hervorragend, denn wir wissen: Der kräftezehrende Teil der Anreise liegt nun hinter uns. In den kommenden Wochen werden wir nur noch gelegentlich längere Distanzen überbrücken.

    Gegen 17 Uhr steuern wir einen kleinen Campingplatz direkt an der E4 an. Wir sind überrascht, begrüßt uns doch der Besitzer in bestem Schweizerdeutsch. Nach einem ausführlichen Plausch beziehen wir unseren Stellplatz und lassen den Abend gemütlich im Wohnmobil ausklingen. Wir stehen zwar etwas eingekesselt zwischen zwei Ferienhütten, genießen dafür aber eine wunderbare Aussicht nach vorn.

    Während Tine das Abendessen vorbereitet, widme ich mich der Wartung unseres Campers. Da wir in Rovaniemi voraussichtlich zwei Tage bleiben werden und es dort keine Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt, möchte ich sicherstellen, dass wir das Weihnachtsdorf mit leerem Abwassertank und vollständig gefülltem Frischwassertank erreichen.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Sangis Motell och Camping AB
    Kosten: 20,00 €
    Gefahrene Kilometer: 360
    Start/Ziel: Degernäs – Sangis
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  • Tag 8, Sangis Motell och Camping AB – Rovaniemi

    5 апреля, Финляндия ⋅ ☁️ 4 °C

    5. April 2026: Weihnachtsdorf

    Kurz nach Mittag hieß es Abschied nehmen vom idyllischen Campingplatz. Vor uns lag eine entspannte, 160 Kilometer lange Etappe mit Kurs auf Rovaniemi – jener Stadt, in der der Weihnachtsmann offiziell residiert und tanzende Polarlichter den Nachthimmel verzaubern.

    Gegen 15:50 Uhr erreichten wir unser Ziel. Der Stellplatz ist wohl eher als schlichter Parkplatz, punktet dafür aber mit Kostenfreiheit. Falls die Fahrzeit für die Strecke lang erscheint: Ein kurzer Tankstopp und die finnische Zeitverschiebung von plus einer Stunde ließen die Uhren etwas schneller drehen. Rein fahrtechnisch sind wir also bereits gegen 14:50 Uhr angekommen.

    Am Abend zog es mich für ein paar erste Impressionen in Richtung des Weihnachtsmanndorfs, um Fotos für den heutigen Bericht einzufangen. Da wir den restlichen Tag jedoch entspannt ausklingen lassen möchten, steht der ausführliche Besuch des Dorfes erst für morgen auf dem Plan – dann gibt es natürlich noch einige Fotos.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: https://santaclausvillage.info/de/
    Kosten: Gratis
    Es gibt eine Webcam mit ausgezeichneter Qualität. Hier der Link:
    https://santaclausvillage.info/live-video-webcam/
    Gefahrene Kilometer: 160

    Start/Ziel: Sangis – Rovaniemi
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  • Tag 9, Rovaniemi

    6 апреля, Финляндия ⋅ ❄️ 3 °C

    Heute legen wir die erste Fahrpause unserer Tour ein. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück lassen wir ganz entspannt die Seele baumeln. Am Nachmittag zieht es uns ins Santa Claus Village. Wir haben Glück: Den restlichen Tag regnet es zwar fast ununterbrochen, doch pünktlich zu unserem Aufbruch hört der Niederschlag auf.

    So können wir in aller Ruhe durch das Weihnachtsdorf schlendern und stellen dabei einmal mehr fest: Am Abend, wenn alles hell erleuchtet ist, entfaltet das Dorf einen ganz eigenen, romantischen Zauber. Im Santa-Claus-Center ist kaum etwas los, sodass wir entspannt durch die Souvenirläden bummeln können.

    Zurück am Wohnmobil genießen wir Kaffee und Kuchen und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Unser Plan, am Abend noch einmal für die beeindruckende Illumination ins Center zurückzukehren, scheitert zunächst am einsetzenden Regen – wir ziehen die Gemütlichkeit unseres Heims auf Rädern vor. Doch als der Regen zu später Stunde nachlässt, greife ich mir schließlich doch noch die Kamera. Ich könnte schlichtweg nicht ruhig schlafen, wenn ich diesen Bericht ohne die passenden Fotos für euch verfassen müsste.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Weihnachtsmanndorf
    Kosten: Gratis
    Gefahrene Kilometer: 0
    Start/Ziel: Rovaniemi
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  • Tag 10, Rovaniemi – Kautekeino

    7 апреля, Норвегия ⋅ ☁️ 1 °C

    Wie gewohnt brachen wir gegen Mittag zu unserem nächsten Ziel auf: Kautokeino in Norwegen. Wir hielten uns die Option offen, bei einer passenden Gelegenheit noch etwas länger in Lappland zu verweilen, doch letztlich zog es uns ohne Zwischenstopp weiter nach Norden.

    Je nördlicher wir kamen, desto tiefer wurde der Schnee, wenngleich die Straßen glücklicherweise von Schnee frei waren – ein deutlicher Kontrast zum Vorjahr, als wir um dieselbe Zeit stundenlang auf spiegelglatten Fahrbahnen unterwegs waren. Unmittelbar nach dem Grenzübertritt nach Norwegen wurden wir bereits von den ersten Rentieren begrüßt. Nach einem kurzen Fotostopp erreichten wir wenig später den Campingplatz, den wir bereits von unserer Frühjahrstour 2025 kannten. Trotz der beachtlichen Schneemengen auf dem Gelände gelangten wir mit etwas Schwung auf unsere Parzelle und machten es uns gemütlich.

    Gegen 23 Uhr meldete meine Polarlicht-App eine echte Chance auf Sichtungen. Also machten Tine und ich uns auf den Weg nach draußen. Zunächst zeigten sie sich nur kurz, um dann für einige Minuten wieder zu verschwinden, bevor sie plötzlich in ihrer vollen Pracht am Himmel erstrahlten.
    Als uns schließlich die Kälte einholte, zogen wir uns in die Wärme des Wohnmobils zurück.

    Ein kleiner Tipp: Haltet das Handy am besten quer. Da ich meist im Querformat fotografiere, kommen die Bilder so am besten zur Geltung.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Campingplatz: Arctic Motel & Kautokeino Camping
    Kosten: 31 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 382
    Start/Ziel: Rovaniemi – Kautekeino
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  • Tag 11, Kautekeino

    8 апреля, Норвегия ⋅ 🌬 0 °C

    8. April 2026: Kautekeino

    Nach einem entspannten Vormittag brachen wir gegen 14 Uhr zur Juhls' Silvergallery AS auf – eine wahre Oase inmitten der Tundra, in der Silber, Persönlichkeit und Ästhetik auf einzigartige Weise verschmelzen. Wer mehr über dieses architektonische und künstlerische Juwel in Kautokeino erfahren möchte, hier ist der Link. https://www.juhls.no/

    Unser Weg führte uns zunächst ein kurzes Stück an der Straße entlang, bevor wir ins offene Gelände abbogen. Dank der fest zugefrorenen Gewässer konnten wir den Fluss und einen kleinen See problemlos überqueren. In der Silbergalerie angekommen, ließen wir uns gut eine Stunde Zeit, um die besondere Atmosphäre aufzusaugen. Obwohl wir bereits im letzten Jahr hier zu Gast waren, beeindruckte uns das Lebenswerk, das die Besitzerin in den vergangenen 67 Jahren geschaffen hat, aufs Neue.

    Nachdem wir uns ausführlich umgesehen hatten, traten wir am späten Nachmittag den Rückweg zum Wohnmobil an. Dabei fiel uns ein auffällig intensives Vogelgezwitscher auf: ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling auch hier Einzug hält – selbst wenn die dicke Schneedecke optisch noch ein anderes Bild vermittelt.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Campingplatz: Link
    Kosten: 31 € pro Tag
    Gelaufene Kilometer: 4
    Start/Ziel: Kautekeino - Juhls' Silvergallery AS
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  • Tag 12, Kautekeino - Alta

    9 апреля, Норвегия ⋅ ☁️ 6 °C

    Gegen 13 Uhr verließen wir den Campingplatz mit dem Ziel Alta, das nur etwa 133 Kilometer entfernt lag. Die Fahrt führte uns zunächst durch die beeindruckenden, endlosen Weiten der Finnmark. Auf einer Passhöhe von 350 Metern erwarteten uns noch beachtliche Schneemassen – der ideale Ort für eine kurze Rast, um bei einer Tasse Kaffee das Panorama zu genießen.

    Etwa 30 Kilometer vor Alta wandelte sich die Umgebung; die Szenerie wirkte beinahe mystisch.

    Unser erster Anlaufpunkt in der Stadt war das Industriegebiet Aronneskjosen, um unsere Gasvorräte aufzufüllen.
    Danach steuerten wir einen Übernachtungsplatz an der Nordlichtkathedrale an. Da uns dieser jedoch nicht zusagte, entschieden wir uns spontan für den Stellplatz am Hafen. Hier stimmte die Atmosphäre, und wir beschlossen, für die Nacht zu bleiben. Es gefällt uns, hier bleiben wir.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: https://www.havneweb.no/alta-bf/
    Kosten: 18 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 133
    Start/Ziel: Kautekeino - Alta
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  • Tag 13, Alta – Oksfjordhamn

    10 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 7 °C

    10. April 2026: Alta – Oksfjordhamn

    Bevor ich mit dem heutigen Bericht starte, ein kurzer Nachtrag zu gestern: Als wir gegen 1 Uhr schlafen gehen wollten, wagte ich noch einen Blick nach draußen – und tatsächlich: Polarlichter! Zwar waren sie zunächst nur schwach ausgeprägt, aber dennoch deutlich erkennbar.
    Während Tine sich bereits hinlegte, schnappte ich mir die Kamera und positionierte zudem die DJI Osmo Pocket III für einen Zeitraffer-Versuch. Da es schon sehr spät war, begrenzte ich die Aufnahmedauer auf 20 Minuten – eine Entscheidung, die ich im Nachhinein fast ein wenig bereue. Wie man im Videoclip sehen kann, nahmen die Polarlichter nämlich genau zum Ende der Aufnahme noch einmal richtig an Fahrt auf und wurden beeindruckend stark. Nachdem ich meine Aufnahmen gemacht hatte, ging ich zufrieden ins Bett.
    https://youtu.be/dYqkovn5HNU

    Freitag, der 10. April
    Die Reise geht weiter. Ohne festes Ziel, aber mit einer klaren Richtung: Kurs auf die Insel Senja. Schon kurz nach der Abfahrt aus Alta finden wir uns auf fast menschenleeren Straßen wieder. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und setzt die außergewöhnliche Schönheit der Landschaft perfekt in Szene.

    Obwohl wir diese Strecke schon öfter gefahren sind, wirkt heute alles wie neu: Die Kombination aus strahlendem Sonnenschein, schneebedeckten Gipfeln und freien Straßen ist einfach ideal. Die beeindruckende Kulisse lässt mich immer wieder anhalten, um die Kamera herauszuholen.

    Nach knapp drei Stunden Fahrt entdecken wir einen Stellplatz direkt an der E6. Ein kurzer Blick genügt: Die Lage ist grandios und der Ausblick schlichtweg atemberaubend. Auch wenn der Preis für einen Stellplatz im gehobenen Segment liegt, überzeugt das Gesamtpaket. Neben der Ver- und Entsorgung sind Strom sowie die Nutzung von Waschmaschine und Trockner bereits inklusive.

    Nach fast zwei Wochen „on the road“ ist das die perfekte Gelegenheit. Wir beschließen spontan, zu bleiben, die Füße hochzulegen und die Zeit sinnvoll zu nutzen, um unsere Vorräte an frischer Wäsche wieder aufzustocken.

    Den Tag ließen wir ganz entspannt an unserem Stellplatz ausklingen. Nach ein paar kleinen
    Spaziergängen genossen wir die Ruhe, bis am Abend die Aurora-App Alarm schlug: Ab 23 Uhr sollte es Polarlichter geben.

    Erwartungsvoll blickte ich immer wieder aus dem Fenster, doch der Himmel blieb zunächst dunkel. Um sicherzugehen, dass ich nichts verpasste, trat ich schließlich vor die Tür – und tatsächlich: Da waren sie! Erst noch kaum zu sehen, aber dann ging es richtig los.

    Sofort holte ich Stativ und Kamera aus dem Wohnmobil, während Tine das Spektakel eifrig mit dem Handy festhielt.

    Als ich bemerkte, dass unsere Nachbarn aus Frankreich in ihrem Mobil noch nichts von ihrem Glück wussten, klopfte ich kurz an, um sie darauf aufmerksam zu machen. Sie waren unglaublich dankbar, da ihnen dieses beeindruckende Schauspiel sonst entgangen wäre. Währenddessen ließ ich die Videokamera mitlaufen, dieses Mal etwas länger. Ich freue mich nun über einige fantastische Aufnahmen der tanzenden Lichter.

    https://youtu.be/ciO3otJXfZk

    Da es heute schon sehr spät ist, nur zwei Fotos, weitere werden morgen nachgeliefert. Auch ein Polarlichtjäger benötigt mal etwas Schlaf. :-)

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Link
    Kosten: 31 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 134
    Start/Ziel: Alta – Oksfjordhamn
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  • Tag 14, Oksfjordhamn – Senja

    11 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 9 °C

    11. April 2026: Oksfjordhamn – Senja

    Und weiter geht die Tour! Unser heutiges Ziel: der Stellplatz in Finnsnes, direkt vor den Toren der Insel Senja. Wir brechen um 13 Uhr auf und die Fahrt führt uns erneut durch beeindruckende Landschaften. Nach einer kurzen Pause und mehreren Fotostopps erreichen wir Finnsnes gegen 16:30 Uhr.

    Um unsere Vorräte aufzufüllen, steuern wir zuerst einen Supermarkt an. Der anschließend geplante Stellplatz liegt nur wenige Meter vom Einkaufszentrum entfernt – doch der Blick auf das Preisschild sorgt für Ernüchterung: 40 € für einen simplen Platz direkt an der Straße? Das kommt für uns nicht infrage.

    Eigentlich wollten wir hier übernachten, um am nächsten Tag entspannt nach Senja überzusetzen. Kurzerhand entscheiden wir uns für eine Planänderung und fahren noch am selben Abend auf die Insel. Ein schneller Blick in die App genügt, um eine Alternative zu finden, die wir eine halbe Stunde später erreichen. Nun stehen wir wieder einmal in einem kleinen Hafen – und genießen die vollkommene Ruhe ganz für uns allein.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz:
    Kosten: 18 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 259
    Start/Ziel: Oksfjordhamn - Senja
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  • Tag 15, Senja Rundfahrt

    12 апреля, Норвегия ⋅ ⛅ 8 °C

    An einem Tag wie heute möchte man die Kamera kaum aus der Hand legen. Kaum hatten wir unseren Übernachtungsplatz verlassen, entdeckten wir bereits die ersten Rentiere am Straßenrand. Nach einem kurzen Fotostopp setzten wir unsere Tour fort.

    Während die Umgebung anfangs noch eher unspektakulär wirkte, änderte sich das Bild schon nach wenigen Kilometern: Die Landschaft wurde schlagartig dramatisch schön. Da es zu Beginn der Strecke kaum Möglichkeiten zum Anhalten gab, ließen wir die GoPro immer wieder mitlaufen, um das Panorama in einem kurzen Roadmovie einzufangen.

    An den markanten Höhepunkten der Route legten wir schließlich weitere Pausen für ausführliche Aufnahmen ein. Wer sich über das markante goldene Gebäude wundert: Dabei handelt es sich um die weithin bekannte „goldene Toilette“, die längst als eigenständige Sehenswürdigkeit gilt.

    Bereits am frühen Nachmittag machten wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht – und hatten erneut Glück. Unser Nachtlager liegt direkt am Meer und bescherte uns einen fantastischen Sonnenuntergang. Obwohl die Sonne selbst hinter den massiven Bergen verschwand, sorgte ihr indirektes Licht für ein spektakuläres Schauspiel, das das Meer noch über Stunden hinweg in ein magisches Leuchten tauchte.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Steinfjord rest stop
    Kosten: 12 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 53
    Start/Ziel: Senja
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  • Tag 16, Senja Rundfahrt II

    13 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 9 °C

    Auch heute zieht es uns wieder hinaus, um die Insel weiter zu erkunden. Unser erstes Ziel ist der Strand von Bøvær. Die Anfahrt führt über eine schmale, recht holprige Straße, die uns schließlich zu diesem malerischen Küstenabschnitt bringt.

    Leider drängt sich vor Ort der Eindruck auf, dass motorisierte Besucher hier nicht sonderlich willkommen sind. Der bei Google Maps verzeichnete Parkplatz ist mittlerweile versperrt, und am Wendeplatz machen unmissverständliche Privatschilder deutlich, dass man als Tourist eher stört.

    Das ist zwar bedauerlich, aber die Perspektive der Anwohner ist durchaus nachvollziehbar: Sobald ein solcher Geheimtipp erst einmal auf Instagram die Runde macht, ist es mit der idyllischen Ruhe schnell vorbei.

    Unser nächstes Ziel: der Aussichtspunkt Bergsbotn, die einzige offizielle Viewing-Plattform auf Senja.
    Nachdem wir die Aussicht noch ein wenig genossen haben, setzen wir unseren Ausflug fort. Unser nächstes Ziel ist der Gryllefjord, der laut Google Maps mit einem besonders schönen Panorama lockt.

    Auf dem Weg dorthin passieren wir einen Trollpark. Obwohl dieser offiziell geschlossen ist, können wir das Gelände ungehindert zu Fuß erkunden. Die Grundidee des Parks ist eigentlich passend, schließlich gehören Trolle ebenso zu Norwegen wie die markanten Berge und die tiefen Wasserfälle. Leider lässt die Umsetzung hier sehr zu wünschen übrig: Die Figuren aus Pappmaché erinnern weniger an charmante Fabelwesen als vielmehr an schaurige Gestalten aus einer Geisterbahn – eine enttäuschende Erfahrung.

    Ein positiver Aspekt des Geländes ist die Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile, die wir direkt in Anspruch nehmen. Danach setzen wir unsere Fahrt in Richtung Gryllefjord fort.
    Der Ort selbst macht jedoch einen eher vernachlässigten Eindruck; beim Durchfahren fallen viele alte und ungepflegte Häuser ins Auge. Doch auch solche Eindrücke gehören dazu, wenn man sich abseits der bekannten Pfade bewegt und authentische Orte erkundet.

    Schließlich beschließen wir, zu unserem Stellplatz der letzten Nacht zurückzukehren. Auch wenn wir heute einige Stationen dabei hatten, die uns weniger überzeugt haben, bleibt das Resümee positiv: Es war dennoch eine schöne Tour. Die Landschaft auf Senja ist schlichtweg atemberaubend und entschädigt mühelos für die weniger glanzvollen Anblicke des Tages.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz:Steinfjord rest stop
    Kosten: 12 € pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 95
    Start/Ziel: Senja
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  • Tag 17, Richtung Vesterålen

    14 апреля, Норвегия ⋅ ☁️ 8 °C

    Als wir gestern nach Mitternacht noch einmal kurz vor das Wohnmobil traten, um frische Luft zu schnappen, wurden wir überrascht: Am Himmel tanzten plötzlich wieder Polarlichter. Zwar zeigten sie sich nur schwach, doch ihr Anblick war dennoch faszinierend und ein wunderschöner Abschluss des Tages.

    Beim Frühstück beschlossen wir, die Insel Senja hinter uns zu lassen und Kurs auf die Vesterålen zu nehmen. Gegen 12:00 Uhr verließen wir unseren Stellplatz mit der fantastischen Aussicht. Unser erster Weg führte uns zurück zum Trollpark – allerdings nicht wegen der Attraktionen, sondern für einen funktionalen Zwischenstopp an der Ver- und Entsorgungsstation. Es ist mittlerweile unsere Routine, jede neue Etappe mit vollem Wassertank und geleerten Tanks zu beginnen. Da wir nie sicher wissen, welche Infrastruktur uns am nächsten Ziel erwartet, nehmen wir dafür auch gerne einen kleinen Umweg in Kauf.

    Die anschließende Durchquerung von Senja verlief absolut reibungslos. Gegen 14:30 Uhr nutzten wir die Gelegenheit, in einem Supermarkt unsere Vorräte aufzustocken und praktischerweise direkt gegenüber im Industriegebiet an einer Gastankstelle Gas aufzufüllen.

    Frisch versorgt suchte ich per App nach einer Bleibe für die Nacht. Unsere Wahl fiel zunächst auf den Polarpark, doch vor Ort folgte die Ernüchterung: Von September bis Juni herrscht dort ein striktes Übernachtungsverbot. Also hieß es erneut: App öffnen und umplanen. Schließlich landeten wir auf einem einfachen Stellplatz direkt an der E6. Die Beschreibung „laut, aber mit Top-Aussicht“ traf den Nagel auf den Kopf. Der Blick in die Natur ist herrlich, und das Rauschen der Straße nehmen wir gelassen hin – da wir ohnehin spät schlafen gehen und der Verkehr nachts spürbar nachlässt, stört es unsere Nachtruhe kaum.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: 68°31'31.0"N 17°33'54.7"E
    Kosten: 10€ pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 189
    Start/Ziel: Senja – Narvik
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  • Tag 18, Richtung Vesterålen

    15 апреля, Норвегия ⋅ ☁️ 9 °C

    Auf dem Stellplatz an der E6 haben wir deutlich erholsamer geschlafen als gedacht; ab Mitternacht ließ der Verkehr merklich nach. Da es auch am Morgen ruhiger blieb als vermutet, konnten wir ausgiebig ausschlafen und uns erst gegen Mittag – wie so oft – wieder auf den Weg machen.

    Obwohl unser Ziel nur 115 Kilometer entfernt lag, sorgten etliche Baustellen dafür, dass wir für die kurze Strecke zweieinhalb Stunden benötigten. Gegen 14:30 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel. Auf der Fahrt überquerten wir die beeindruckende Tjeldsund-Brücke, die das Festland mit den Inseln der Vesterålen und Lofoten verbindet.

    Auch heute ist uns das Glück hold: Der Stellplatz liegt wunderschön auf einer Landzunge direkt an einem kleinen Hafen. Da wir die einzigen Gäste sind, haben wir freie Platzwahl und entscheiden uns für den Logenplatz mit direktem Blick auf den Strand und das Meer. Hier gefällt es uns so gut, dass wir spontan beschlossen haben, zwei Tage zu bleiben.

    Als ich für die üblichen Aufnahmen des Platzes vor das Wohnmobil trat, entdeckte ich zwei Austernfischer. Die Vögel waren so in ihre Nahrungssuche vertieft, dass sie mich erst spät bemerkten – eine perfekte Gelegenheit für einige gelungene Schnappschüsse.

    Den Abend ließen wir gemütlich beim Grillen ausklingen.

    Zu später Stunde hatte ich plötzlich das Gefühl, dass sich Polarlichter am Himmel abzeichnen könnten. Und tatsächlich: Nach ein paar Minuten geduldigen Beobachtens zeigten sie sich erneut. Zwar leuchteten sie auch heute nur schwach, aber das Erlebnis war dennoch etwas ganz Besonderes – schließlich darf ich an meinem Geburtstag Polarlichter bestaunen.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Molovegen 8, 8410 Lødingen, Norge
    Kosten: 30€ pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 115
    Start/Ziel: Bjerkvik/Narvik – Lødingen
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  • Tag 19, Ruhetag

    16 апреля, Норвегия ⋅ ⛅ 10 °C

    Heute bleiben die Räder des Wohnmobils zur Abwechslung einmal stehen – wir gönnen uns einen wohlverdienten Ruhetag. Bei strahlendem Sonnenschein genießen wir die herrliche Aussicht und lassen einfach mal die Seele baumeln. Und während wir entspannen, erledigt die moderne Technik fast wie von selbst die Hausarbeit: Waschmaschine und Trockner vom Campingplatz kümmern sich um die Wäsche.
    Am späten Nachmittag machen wir einen ausgiebigen Spaziergang, bevor wir den Tag am Abend gemütlich beim Grillen ausklingen lassen. So lässt es sich wahrlich aushalten!
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  • Tag 20, Lødingen – Bleik

    17 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 9 °C

    Wir verlassen unseren idyllischen Stellplatz und nehmen Kurs auf die Inselgruppe der Vesterålen. Die ersten 30 Kilometer fordern unsere Geduld, da wir uns überwiegend durch Baustellen kämpfen. Doch man muss den Norwegern Respekt zollen: Wenn hier Straßen saniert werden, dann gründlich und auf ganzer Linie. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.

    Nachdem wir die Baustellen hinter uns gelassen haben, folgen wir der 82 entlang der Ostküste von Andøya. Zunächst hält sich unsere Begeisterung jedoch in Grenzen, da die Landschaft für norwegische Verhältnisse fast schon unspektakulär wirkt. Auch der Leuchtturm in Andenes – der Ort, der vor allem für seine Walsafaris bekannt ist – kann uns nicht recht überzeugen. Da wir der Meinung sind, dass man die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum ungestört lassen sollte, lassen wir das touristische Angebot links liegen.

    Kurzerhand beschließen wir, die Insel auf der gegenüberliegenden Seite wieder Richtung Süden zu befahren. Schon nach wenigen Kilometern blicken wir uns staunend an: Plötzlich befinden wir uns in einer völlig anderen Welt. Die Landschaft ist schlichtweg fantastisch. Nach einem kurzen Fotostopp am Aussichtspunkt Kleivodden steuern wir unser nächstes Ziel an: den Wohnmobilstellplatz am Bleikstrand.

    Dieser Strand gilt als der längste Sandstrand Norwegens, und kaum haben wir unseren Platz eingenommen, sind wir uns einig: Hier bleiben wir für zwei Tage. Der Panoramablick auf die schroffen Berge und das weite Meer ist atemberaubend.

    Als wir am Abend schließlich einen spektakulären Sonnenuntergang bewundern dürfen, ist das ein fantastischer Abschluss eines ereignisreichen Tages.

    Als glanzvoller Abschluss für den Geburtstag meiner Frau würden jetzt nur noch Polarlichter fehlen. Laut Polarlicht-App sind die Chancen für heute Nacht ausgezeichnet.
    Update: Um 1:30 Uhr war mir das Glück dann doch noch hold: Ich konnte ein paar Aufnahmen der Polarlichter machen. Da es mittlerweile – wie auf den Bildern zu sehen – nicht mehr richtig dunkel wird, wirken die Lichter zwar etwas dezenter, aber nicht weniger magisch.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Link
    Kosten: 35€ pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 155
    Start/Ziel: Lødingen – Midnattsol Camping Bleik
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  • Tag 21, Ruhetag

    18 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 10 °C

    Windige Ruhe und gefiederte Entdeckungen

    Wir genießen die Ruhe und die weite Aussicht auf unserem Stellplatz. Da der Wind seit der Nacht kräftig aufgefrischt hat und es am Vormittag beinahe stürmisch ist, machen wir es uns erst einmal im Wohnmobil gemütlich. Erst als die Böen nachlassen, zieht es uns für einen kleinen Spaziergang nach draußen.

    Den restlichen Mittag nutzen wir für kleinere Aufräumarbeiten an Bord, bevor wir am Nachmittag zu einer größeren Runde aufbrechen – der traumhafte Strand lädt förmlich dazu ein. Dabei beobachte ich wieder einmal die Austernfischer bei der Futtersuche. Ein etwas größerer Vogel mit einem markant langen, gebogenen Schnabel weckt meine Aufmerksamkeit. Zunächst vermute ich einen Artgenossen der Austernfischer, nur in schlichterem Federkleid. Eine kurze Recherche im Internet klärt mich jedoch auf: Es handelt sich um einen Großen Brachvogel.

    „Selbstverständlich hält die Umgebung neben der hiesigen Vogelwelt noch viele weitere faszinierende Entdeckungen bereit.“

    Nach dem Abendessen erlaube ich mir einen Scherz und sage zu Tine: „Vom Sonnenuntergang mache ich heute keine Fotos, der sieht doch genauso aus wie gestern.“
    Doch wer mich kennt, weiß natürlich: Bei einer solch beeindruckenden Kulisse kann ich die Kamera nicht in der Tasche lassen. Und so entstehen auch heute wieder zahlreiche Aufnahmen, die das Spiel der untergehenden Sonne festhalten.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Midnattsol Camping Bleik
    Kosten: 35€ pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 0
    Start/Ziel: Midnattsol Camping Bleik
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  • Tag 22, Richtung Lofoten

    19 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 10 °C

    19. April 2026: Midnattsol Camping Bleik – Lofoten
    Bevor wir zum heutigen Bericht kommen, gibt es noch ein Update von vergangener Nacht – beziehungsweise von den frühen Morgenstunden.
    Kurz vor dem Schlafengehen meldete sich mein Polarlichtjäger-Instinkt: Ich musste einfach noch einmal vor die Tür. Als ich Tine erklärte, dass ich mit Stativ und großer Kamera bewaffnet nach draußen verschwinden würde, wünschte sie mir lächelnd viel Glück. Und dieses Glück war mir tatsächlich hold.
    Nach nur wenigen Minuten des Wartens begann am Himmel ein wahres Feuerwerk.

    Obwohl es hier im hohen Norden – wie bereits erwähnt – nicht mehr vollkommen dunkel wird, zeigten sich die Polarlichter in einer beeindruckenden Intensität. Da sie ständig ihre Position veränderten, rannte ich mit dem Equipment mal in die eine, mal in die andere Richtung, um den perfekten Winkel zu erwischen.

    Das Ergebnis sind nicht nur wunderschöne Fotografien, sondern dank der DJI Pocket auch faszinierende Zeitrafferaufnahmen, die dieses fantastische Ereignis in Bewegung festhalten.

    https://youtu.be/mOK4Wjc86Pk

    Nun zum Bericht von heute.
    Schweren Herzens verließen wir unseren idyllischen Stellplatz und setzten die Reise fort. Unser nächstes Ziel: die Lofoten.
    Wie gewohnt brachen wir zur Mittagszeit auf und folgten in aller Ruhe den Straßen 82 und 85, bis wir schließlich die E10 erreichten. Die Strecke lud immer wieder zu Fotostopps ein, doch eine besonders ausgiebige Rast legten wir am Bukkekjerka (samisch: Bohkegeargi) ein. Dieser Ort ist gleichermaßen als heilige Stätte der Samen wie als architektonisch bemerkenswerter Rastplatz bekannt. Die Lage ist dramatisch: eingekesselt zwischen steilen Berggipfeln und dem offenen Meer. Ich hatte das Glück, genau in dem Moment abzudrücken, als die Sonne perfekt in der Scharte zwischen zwei Gipfeln stand.

    Gegen 16:30 Uhr folgte der routinierte Blick in die Stellplatz-App. Die Entscheidung fiel schnell auf einen kleinen Hafen, der auch als Fähranleger dient. Kaum eine halbe Stunde nach unserer Ankunft legte die Fähre an – ganze zwei Fahrzeuge rollten von Bord. Abgesehen von einem einsamen Angler blieben dies die einzigen Menschen, denen wir bis zum Abend begegneten. Es herrscht eine absolute Stille, und wir genießen es sehr, wieder einmal ganz allein in dieser herrlichen Umgebung zu stehen.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Link
    Kosten: 20€ pro Tag
    Gefahrene Kilometer: 164
    Start/Ziel: Midnattsol Camping Bleik – Lofoten
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  • Tag 23, Eggum

    20 апреля, Норвегия ⋅ ☀️ 9 °C

    20. April 2026: Lofoten (Eggum)
    Es geht wieder weiter, und unser Ziel ist erneut Eggum. Zuletzt waren wir 2018 während unserer Nordkap-Tour hier, und da es uns so gut gefallen hat, planen wir dieses Mal zwei bis drei Tage ein – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
    Da lediglich 112 Kilometer vor uns liegen, lassen wir den Tag gemütlich angehen. Wir legen immer wieder Pausen ein, um die beeindruckende Landschaft auf uns wirken zu lassen.

    Ein besonderer Stopp ist der Austneset-Aussichtspunkt: Über die architektonisch schön gestalteten Treppen und Holzplanken spazieren wir durch die Natur und genießen die fantastischen Ausblicke auf die Umgebung.

    Zurück am Parkplatz weckt eine Tür mit der Aufschrift „Camper Clean“ meine Neugier. Zu meiner Überraschung ist sie unverschlossen.
    Dahinter verbirgt sich eine vollautomatische Station zur Entleerung und Reinigung von Kassettentoiletten, die sogar frische Sanitärflüssigkeit auffüllt. Ob das Ganze auch funktioniert? Kurzerhand hole ich unsere Bordtoilette, platziere sie im Automaten und drücke die Startknöpfe. Und tatsächlich: Die Anlage verrichtet ihren Dienst – und das sogar kostenlos. Norwegen weiß einen eben immer wieder zu überraschen.
    Frisch gewartet fahren wir die restlichen Kilometer bis Svolvær, um Vorräte aufzustocken und Diesel zu tanken. Da sich in der Nähe eine LPG-Station befindet, füllen wir sicherheitshalber auch gleich unser Gas auf.
    Als wir schließlich Eggum erreichen, ziehen dichte Wolken über die Gipfel. Die tief stehende Sonne taucht die gesamte Szenerie in ein fast schon mystisches Licht. Ein wunderschöner Anblick, der jedoch Vorbote für einen Wetterumschwung am nächsten Tag sein könnte. Wir lassen uns davon die Laune nicht verderben und genießen erst einmal den Abend im Wohnmobil bei dieser gewohnt fantastischen Aussicht.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Eggumsveien 850, 8360 Bøstad, Norwegen
    Kosten: 0€
    Gefahrene Kilometer: 112
    Start/Ziel: Hanøy parking – Eggum
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  • Tag 24, Eggum

    21 апреля, Норвегия ⋅ 🌬 8 °C

    21. April 2026: Lofoten (Eggum)
    Da es heute sehr stürmisch ist, verbringen wir den Tag gemütlich im Wohnmobil. Bei Windstärken von 6 und Böen bis zu 8 ist das die vernünftigste Entscheidung – zumal wir unser Quartier am Morgen vorausschauend an einem windgeschützten Plätzchen aufgeschlagen haben. Solch ein Tag zum „Seele-baumeln-lassen“ ist ohnehin eine willkommene Abwechslung.
    Da das Wetter klassische Aufnahmen erschwert, greife ich zu einem kreativen Kniff: Ich schraube den Polfilter auf das Objektiv, um mit langen Verschlusszeiten zu experimentieren. Zu Tine sage ich scherzhaft: Ich gehe mal Steine fotografieren – die halten wenigstens still, im Gegensatz zu den Vögeln, die hier gerade im Tiefflug am Fenster vorbeijagen.

    Später wage ich mich doch noch einmal hinaus, um die historische Kulisse einzufangen. Oberhalb von Eggum auf den Lofoten thronen die Ruinen der ehemaligen deutschen Radarstation „Borga“ (auch bekannt als „Erbse“). Die zwischen 1943 und 1944 errichtete Anlage diente im Zweiten Weltkrieg dazu, das Nordmeer und die strategisch wichtigen Murmansk-Konvois zu überwachen. Ein beeindruckendes, wenn auch beklemmendes Relikt der Geschichte, das sich trotz des rauen Windes hervorragend für einige Übersichtsaufnahmen anbietet.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Eggumsveien 850, 8360 Bøstad, Norwegen
    Kosten: 0€
    Gefahrene Kilometer: 0
    Start/Ziel: Eggum
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  • Tag 25, Eggum

    22 апреля, Норвегия ⋅ ☁️ 6 °C

    22. April 2026: Lofoten (Eggum)
    Auch heute lassen wir den Tag entspannt angehen. Wir genießen in aller Ruhe die Aussicht und lassen schlicht die Seele baumeln. Am Nachmittag führt uns ein kleiner Spaziergang zur beeindruckenden Skulptur von Markus Raetz.

    Das Werk in Eggum fasziniert durch seine Wandlungsfähigkeit: Während man es umrundet, verändert es sechzehnmal seine Form und damit auch seine Aussagekraft. Aus einer Perspektive blickt man auf ein klassisches Porträt, nur um kurz darauf einen Kopf zu entdecken, der völlig auf dem Kopf steht.
    Anbei ein kurzes Video – bitte entschuldige die unruhige Kameraführung. Da um die Skulptur zahlreiche große Steine verteilt lagen, musste ich beim Filmen sehr auf meinen Tritt achten.

    Nachdem wir dieses optische Spiel ausgiebig betrachtet haben, setzen wir unseren Weg durch die fantastische Landschaft fort. Das Licht hätte für Fotos zwar noch etwas stimmungsvoller sein können, doch angesichts des bisherigen Wetterglücks dürfen wir uns nicht beschweren.

    Nach dem Abendessen zaubert der Himmel ein sehenswertes Wolkenspiel an den Horizont. In der Hoffnung auf einen spektakulären Sonnenuntergang zieht es mich mit der Kamera noch einmal zum Strand. Auch wenn das ganz große Farbspektakel letztlich ausbleibt, ist die friedliche Stimmung am Meer doch immer ein Foto wert.

    Wissenswertes & Fakten:
    Der Stellplatz: Link
    Kosten: 0€
    Gefahrene Kilometer: 0
    Start/Ziel: Eggum
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