6. Sep.
Um 7 Uhr gleich zu einer Tankstelle gepilgert. Für einen Kaffee am Morgen gehe ich einen 850 Meter Umweg.
Es ist fast ein Ruhetag. 18 Kilometer (ohne die Umwege) sind für heute geplant. Gut so.
Es ist ruhig, nur ein Generator knattert irgendwo auf der Olivenplantage. Hin und wieder rauscht ein Pickup, SUV, Clio oder Corso an mir vorbei. Alle garantiert viel schneller als 30 km/h.
Der Weg heute - viel Teer und oft einfach geradeaus.
Vor Castuera folgt eine gewohnte, staubige Piste.
Große Überaschung, Fiesta in Ort und die Polizeistation (dort gibt es üblicherweise den Schlüssel für die Herberge) ist nicht besetzt. Passanten erkennen mich als Pilger und möchten mir helfen. Nach einigem hin und her soll der Schlüssel plötzlich im Altersheim sein. Ich flott hin. Dort ist alles verschlossen. Toll. Plötzlich geht eine Hintertür auf und ich spreche die Frau an. Sie hat keine Ahnung, ich soll warten. Eine andere freundlich Frau kommt zurück. Sie kann nicht direkt helfen, sie telefoniert mit meinem Handy rum. Ergebnis, ich soll in einer Stunde wiederkommen dann kommt jemand mit Schlüssel. 13:30 Uhr, 32°C.
Zum Glück ist nebenan eine Bar geöffnet. 15 Uhr, 38°C. Es hat geklappt. Mit Schlüssel gehe ich knapp 1 km zur Herberge zurück. Sie ist groß, sauber und geräumig. Ich bin der einzige Gast.Read more