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  • Day11

    Auf nach Esporles

    September 21, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Nacht war mehr als stürmisch und Gewitter. Es hat sogar im Blitzableiter eingeschlagen und dabei so laut gerumst, dass wir kurz laut geschrien haben. Es regnete und regnet. Auf der einen Seite sehr entspannend, aber auf der andere Seite bedeute das auch, dass die heutigen Wege sehr matschig sein werden. Auch steckten wir fest, dass laut unserer Karte auf Grund von Rechtsstreitigkeiten der GR221 an einer Stelle gesperrt ist. Im Internet haben wir dazu noch gelesen, dass der Streit beendet sei und die Sperrung wieder aufgehoben ist. Wir werden uns vor Ort überraschen lassen. Das Frühstück war sehr gut und die Dame in der Küche mit ihrer zauberhaften Reibeisen-Stimme fand uns schon komisch, was wir alles nicht essen wollten. Sie konnte dabei auch so herzlich liebevoll mit den Augen Rollen. Sehr sympathisch. Einen Hund haben sie auch. Der lief immer irgendwo umher, ebenso die Katze.

    Auf geht's! Wir durchqueren Estellencs auf der Suche nach einem Supermarkt und wurden in einer kleinen Seitenstraße fündig. Dort kauften wir Wasser, was meiner Meinung nach das bisher teuerste Wasser war (1,25€ für 1,5 liter ) und 4 Nektarinen für 2,50€. Dann zogen wir weiter. In Estellencs waren komische Figuren aus Metall ausgestellt. Eine Pferdartige gefiel mir gut. Weiter durch den Wald. Eher immer bergan. Dann durch den vermeiden Teich gesperrten Teil, welcher aber tatsächlich offen und für Wanderer somit zugänglich war. Sämtliche Hinweisschilder waren sehr neu was darauf hindeutet, dass nach dem Rechtsstreit sofort mit der Beschilderung begonnen wurde. Der kleine Ort Banyalbufar erreichten wir nach 2 Stunden und dann machten eine kleine Pause. Was dann folgte waren hoch aktive Schweißdrüsen und Zeitverlust. Der Aufstieg schien nicht enden zu wollen. Endlich dann doch. Wir besuchten dann noch, weil praktisch auf dem Weg liegend, "La Granja" - eine für Touristen hergerichtet, angeblich authentisches alte Landgut und wie sich dementsprechend Lebenssituation zur damaligen Zeit dort gestaltete. Das Landgut versorgte sich autark und so fand sich dort alles an Berufen auf dem Landgut. Schmied, Arzt/Zahnarzt, Alchemist, Bäcker, Koch, Schlachter, Schneider, Weber, Holzbearbeitung etc. Am Ausgang konterte man kostenlos Wein verkosten in (zu) kleinen Becherchen und selbst hergestellte Krapfen essen. So viel man wollte. Eintrittspreis lag bei 15€ pro Person. Dann gingen wir - gesättigt und gestärkt - weiter nach Esporles. Unterwegs durchquerten wir wieder Wälder und gingen auf restaurierten Wegen entlang der Trockenmauern. Ein angenehmes Gehen auf diesen Wegen ist jedoch wegen der Unebenheiten schwer möglich. In Esporles sichten wir unser Backpacker- Hostel auf und checkten ein. Den Abend begingen wir im Garten vom Hostel bei Brot, Käse und Bier - hehe. Morgen wird ein langer Tag werden mit ca. 7 Stunden Gehzeit- ohne Pausenzeit. Dann beginnen auch die Aufenthalte in den Refugi's. Insgesamt 6x werden wir dort die Nächte verbringen.
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