September 2016
  • Day16

    Das Ende naht

    September 26, 2016 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Nacht war ganz gut und dir der Morgen begrüßte uns mit einem zarten Sonnenschein. Zwar war es etwas frisch, aber durch fast baldige leichte bergauf würde uns wieder warm werden. So nahmen wir uns erspart Frühstück ein, packten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg. Es sollte sie letzte Etappe dieser wirklich wunderbaren, aber auch recht anstrengenden Wanderung sein. Das erste Teilstück des Weges kannten wir schon, weil wir dieses vor ca. 4 Monaten bereits gegangen sind. Aber das machte nichts. Dir frische Luft und die herrlichen Ausblicken, sind immer wieder toll. So kamen wir auch an der kleinen Eremita nebst deren Quelle vorbei und machten einen Abstecher zum Mirador. Dann ging es erst einmal wie immer (hehe) bergauf über Geröll durch einen Steineichenwald. Hin und wieder sahen wir Ruinen von Gebäuden und alten Köhler Plätzen. Unterwegs begegneten wir unsere zwei älteren Wanderer aus Darmstadt. Und obwohl beides Freunde zu sein scheinen und bereits seit 9 Tagen gemeinsam den Weg gehen, erzählten sie sich etwas ohne Pause. Manchmal sah man keine Wanderer, aber hörte sie. Besonders Spanier haben ein Talent für so etwas. Dann fällt mir immer das Wort "Rhabarber" ein - lach. Ab der Passhöhe ging es wieder bergab und man merkte durch denn Beginn von Zivilisatorischen Einrichtungen, dass wir uns am Anfang einer grossen Siedlungsgemeinde befinden. Der Weg war geteert und man musste Autos platz machen. Ein kleines Stück ging es sogar an der Ma-10 entlang, was aufgrund der schnell überholenden Autos unangenehm war. Dann folgten wir den weiteren Verlaufen Weges mit immer zunehmender Dichte der Siedlungen und Gebäude. Manche Häuser bzw. Landgüter waren sehr schön an zu sehen. Bald erreichten wir unser Ziel, das Refugi "Pont Roma". Der Name bezieht sich auf die nahe gelegene 2000 Jahre alte Römerbrücke, welche wir nach dem Checkin im Refugi besuchten und auch Pollenca wieder in unserer Gedächtnis zurück brachten. Scheinbar hat sich nichts großartig in dieser schönen Stadt verändert. Viele Touristen, alte Gebäude und die 365 Stufen zur kleinen Kapelle. Natürlich sind wir die auch wieder empor gegangen. Ober hat man einen wunderbaren Blick auf Pollenca. Ein wenig Shopping zur Belohnung unserer Wanderung und zurück zum Refugi. Denn dort konnte man erst ab 16-20 Uhr warm duschen. Am Abend gingen wir zum essen erneut zurück in die Stadt, was auf Grund der scheinbar zahllosen Bars und Restaurants kein Problem war. In der Dunkelheit durch die warm beleuchtete Stadt, gingen wir dann zurück zum Refugi. Wir trafen dort unsere zwei älteren Wanderer und verabschiedeten uns von Ihnen. Denn sie führen am nächsten Tag mit dem Bus nach Palma zurück und wir nach Port de Sollèr..Es war wirklich schön diese zwei Menschen an Ses Fontanelle kennengelernt und mit ihnen im Prinzip, zwar jeder für sich, die selben Etappen gegangen zu sein.Read more

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  • Day15

    ist das Kloster noch bewohnt?

    September 25, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Diese Frage beantworte ich später. Die Nacht in Tossal Verds war okay. Lustig und wieder von Erinnerungen geprägt war die Tatsache, dass es dort ein Strom produzierendes, per Diesel angetriebenes Gerät gab. Es tuckerte langsam vor sich hin und Punkt Mitternacht ging es aus. Plötzlich kein Strom mehr. All die Handys, welche nun nicht mehr geladen werden konnten. Aber auch die Notstrombeleuchtung in den Zimmer ging an. Sie war erschreckend hell. Das lag aber vor allem daran, dass es in dieser Abgeschiedenheit so finster war, dass jede noch so kleine Erleuchtung wie die Sonne wirkte. Ich hängte mein Shirt über die Lampe, was es etwas abmilderte. Morgens das selbe Spiel wie an senden letzten Morgenden auch. Rucksack packen, nichts vergessen uns frühstücken gehen. Dabei noch ein paar mehr Kekse mitnehmen, als uns eigentlich zustand. Dann gingen wir los. Erst wieder eine kleine Etappe zurück, um dann den Abzweig zum Kloster Lluc zu nehmen. Unterwegs konnten wir den Blick auf das Aquädukt erhaschen, was gestern durch die tiefen Wolken nicht zu sehen war. Auf unserer Karte war es eingezeichnet, auf der der anderen nicht. Na dem Abzweig ging es zunächst an diesem wunderbaren Morgen durch einen Wald von Steineichen. So langsam steigt der Weg dann auch an. Was wir wussten war, dass wir bis auf 1250 m Höhe kommen werden. Was folgerichtig mit einem langen Aufstieg verbunden war. Und wenn es nur das gewesen wäre, wäre es auch in Ordnung. Aber der weg wurde zunehmend durch Schotter immer beschwerlichen zu gehen. Aber entschädigt wurden wir durch die wunderbaren Ausblicken und die herrliche Ruhe in der Natur. Einfach fantastisch das zu erleben. Wir erreichten schnaufend und schwitzend den Pass, überquerten diesen in ein kleines Tal und das nur, um dann erneut wieder einen Aufstieg meistern zu müssen. Durch den regen gestern, blühten kleine lilafarbende Blumen mitten auf dem Weg. Wunderschön. Dann begann der Abstieg und saß mit einer teilweise spektakulären Aussicht. Wir quälten uns knapp 2 Stunden auf Schotter und Geröll den Berg hinunter und waren froh, an dessen Ende den asphaltierten Parkplatz von der Touristenattraktion Kloster Lluc erreicht zu haben. Dann ab zum Refugi. Wirklich ein tolles Gebäude mit einer tollen Lage. Blick auf das Kloster. Eine heisse Dusche spülte die Anstrengung von uns ab und wir gingen zu einer kleinen Tour zum Kloster --> Touristen anschauen. Merkwürdige Spezies. Wir trafen natürlich wieder einige andere Wanderer, welche ebenfalls den GR221 gehen. Nach dem Abendbrot gingen wir zu Bett.Read more

  • Day14

    Wer hat Angst vor dem Berg?

    September 24, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Eine unruhige Nacht in einem ansonsten sehr guten Refugi. Das Essen der Hammer und das Frühstück auch. Aber was war denn nun nicht so toll? Hm... die Mitschlafenden. Ein Schnarchkonzert, zwei schreiszenen aus dem Film Scream, Wackelmänner mit Lichtern auf dem Kopf und ein heftiges Gewitter. Das sind Zutaten für eine unruhige Nacht. Aber zum schlafen kam man trotzdem und nach dem bereits erwähnten guten Frühstück, starteten wir um 08:30 Uhr zu einer laut Wanderführer 9,5 Stunden Tour. Es ging zunächst am Leuchtturm bergab nach Port de Sollèr und an unserem geliebten Hotel "Mar Bell" vorbei. Noch in Port de Sollèr entfernten wir uns vom GR221, weil wir in Sollèr Wasser einkaufen wollten. Was wir auch machten und später wieder auf den GR221 zurück kehrten. Auf dem platz vor der korche war Markt in Sollèr und wir nahmen uns vor, in einer Woche diesen dann ausgiebig zu besuchen. Jetzt aber wollten wir den Aufstieg hinter uns bringen. So folgten wir langsam aber stetig den Weg. Kamen durch Biniraix und dem restaurierten Waschhaus und dann zum Einstieg in den Aufstieg - hehe.

    Auf dem restaurierten 600 Jahre alten Pilgerweg nach Lluc, gingen wir bergauf und kamen ziemlich schnell ins schwitzen. Das schwitzen blieb sich bis nach ca. 2 Stunden Aufstieg uns erhalten und als wir oben am Pass waren, kam leichter Nieselregen. Aber das war gut. Wir hatten wirklich tolle Ausblicke. Der Cuber-Stausee hatte wenig Wasser. Ein Zeichen dafür, dass mallorca unter einer gewissen Knappheit zu leiden hat. Worden tragen viele Tiere. Schafe, Ziegen, Kühe, Esel und Touristen. Wir gingen jetzt in Richtung Tossal Verds zum Refugi durch einen Steineichenwald. Der wirkte in dem Licht echt mystisch. Dann begann es zuerst leicht zu nieseln und hörte später wieder auf. Dann jedoch nur, um später kräftiger loszugehen. Zunehmend wurden die Steine rutschiger und es bildete sich Pfützen, welche man ebenfalls noch ausweichen musste. Das machte es doch recht beschwerlich. So langsam wollten wir dann nur noch ankommen. Was wir dann auch schafften und ... Wir waren die Ersten und konnten in einem 4 Bett Zimmer unser Lager aufschlagen. Später teilten wir das Zimmer dann mit den älteren Wanderer, welche wir immer wieder begegneten und sie auch mochten. Schnell geduscht, das leider mit kaltem Wasser aber das war egal.
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  • Day13

    Unser geliebtes Port de Sollèr

    September 23, 2016 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Abend im der Can Boi gestaltete sich zunächst recht nett. Es gab typisches Malllorcinisches Gemüse mit Spiegeleier. Für die Fleischesser mit 2 Scheiben gebratener Fleischscheiben. Es hat ganz gut geschmeckt. Aber ich hatte grossen Hunger und so waren wir gestern Abend noch in eine kleinem Supermarkt und haben eine Tortilla gekauft. Welche wir dann auch noch gegessen haben. Dann ging es ins Bett. Typisch für Gemeinschaftsunterkünfte ist die Unruhe. Aber es trat auch Ruhe ein und an der Stelle der Unruhe kam die nächtliche Wärme. Es war trotzdem geöffnetem Fenster zumindest für mich sehr unangenehm Warm. Geschlafen also nicht so gut.

    Aber nun auf den Weg! Natürlich bergauf, typisch in Deià. Im Ortskern haben wir Wasser gekauft und folgten dann dem GR221. Aber wir gingen direkt zum Strand und von dort an der Küste entlang. Wir sind diesen Küstenweg bereits 2014 gegangen und er hat sich etwas verändert. Er wurde an vielen Stellen ausgebessert. Die Blicke auf das Meer waren sehr sehr schön. An der Küste gingen wir auch deshalb entlang, weil wir zu einem kleinen Strand wollten. Angeblich könnte man dort FKK machen. Den Strand fanden wir, trauten uns aber nicht, da einige Spanier anwesend war und wir aus Respekt nicht unsere wundervollen Körper zeigen wollten 😎

    So fingen wir nach einem Bad in Badehose wieder zurück auf den GR221 und folgten diesem bis zum Refugi Muleta bei Port de Sollèr. Der Weg von Deià zum Refugi Muleta dauert nur 3 Stunden und so waren wir bereits um 14:00 Uhr angekommen. Allerdings auch deshalb, weil erneut ein Unwetter heranzog. Das Refugi scheint uns besser als in Deià zu sein, obwohl hier ein 30 Betten Zimmer ist. Und es gibt freies, aber schrecklich langsames WLAN.

    Was allerdings klar ist und uns einiges an Unbehagen bereitet ist die Tatsache, dass es morgen einer der beschwerlichsten und längsten Etappe ist. Laut Reiseführer sind 9,5 Stunden veranschlagt. Das Frühstück gibt es hier ab 08:00 Uhr. Jetzt ein wenig Kopfrechnen - ja wir kommen spät an.

    Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Gelände vom Refugi. Wir haben die Wäsche gewaschen, etwas Pokemons gespielt und Nachrichten im Internet gelesen. Letzteres ist eher immer eine Horrorvorstellung. Das Abendbrot wurde uns serviert mit Wasser und Rotwein. Dazu Spinatlasagne - lecker. Wir unterhielten uns wirklich sehr nett mit zwei Frauen aus Leipzig und gingen noch einmal raus die Nacht und den Leuchtturm bewundern. Es scheint erstaunlich ruhig dem Refugi zu sein.
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  • Day12

    Hammerweg Esporles - Deià

    September 22, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Nacht war laut. Weil das Backpackers direkt an der Straße gelegen ist. Aber die Erfindung "Ohrstöpsel" ist auch meiner Sicht die Beste des 20. Jahrhunderts. Wir standen kurz nach 07:00 Uhr auf. Wir wollten zu einem Supermarkt und uns etwas für das Frühstück kaufen. Gesagt getan. Das Frühstück nahmen wir im Garten von Backpackers ein. Sehr idyllisch und völlig ausreichend. Den Kaffee kochten wir uns dort und genossen diesen mit Käse und frischem Baguette. Dann gingen wir los. Durch Esporles ging es schnell und kamen so auch recht zügig auf einen Waldweg, welcher stetig anstieg. Leider verliefen wir uns, weil worden so im Gespräch vertieft waren. Davon kann ich nur dringend auf einer Reise abraten, wenn man auf den Weg achten muss. So verloren wir mindestens 45 Minuten und dann ging es los. Fortan scheinbar nur bergauf. Ich schwitze ohne Ende. Was sollst, das muss ich durch. Den Berg erklommen beschwerlich wieder runter und was soll ich sagen, den nächsten Berg hoch. Dann auch wieder kurz verlaufen und diesmal rechtzeitig erkannt und so mussten wir nur ein kleines Stück zurück gehen. Aber dafür weiter bergauf. Irgendwann durch den Wald und bergab. Eine super überklettert, 2-3 Tore auf und zu gemacht. Gekrönt durch einen herrlichen Blick auf Valldemossa. Dort machten wir auch ein längere Pause. Abschreckend waren die vielen Menschen und die damit verbundene Hektik. Schnell wollten wir wieder los. Und so folgten wir dem GPS-Track und kamen an ein kleines Wärterhäuschen. Der "Ranger" erklärte uns, das der GR221 schon seit 2 Jahren woanders langführt und wir zur Durchquerung des Gebietes uns hätten vorher anmelden müssen. So konnten wir nur den Weg außerhalb des Reservation nehmen. Wieder bergauf, bergauf und bergauf. Langsam ließen unsere Kräfte nach und wir mussten mehrere kleine Pausen einlegen. Oben auf dem Kamm, dem ehemaligen Reiterweg vom Erzherzog Salvador angekommen, gab es bei herrlichen Sonnenschein einen atemberaubenden Ausblick. Wir folgten dem Weg auf dem Kamm und leider durch meine Höhenangst, konnte ich die vielen Ausblicke nicht genießen. An einem Scheitelpunkt verließen wir diesen Kammweg und gingen in Serpentinen in Richtung Tal. Auch hier hatte ich wegen meiner Höhenangst Probleme. Nach ca. 90 Minuten (!) Abstieg, erreichten wir irgendwie erschöpft Deià und das Refugi "Can Boi". Mit nettem fragen konnten wir ein 4 Bett Zimmer erhaschen. Schnell geduscht und noch einmal kurz durch Deià gelaufen. Der heutige Tag war durch insgesamt 9 Stunden Gehzeit geprägt.Read more

  • Day11

    Auf nach Esporles

    September 21, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Nacht war mehr als stürmisch und Gewitter. Es hat sogar im Blitzableiter eingeschlagen und dabei so laut gerumst, dass wir kurz laut geschrien haben. Es regnete und regnet. Auf der einen Seite sehr entspannend, aber auf der andere Seite bedeute das auch, dass die heutigen Wege sehr matschig sein werden. Auch steckten wir fest, dass laut unserer Karte auf Grund von Rechtsstreitigkeiten der GR221 an einer Stelle gesperrt ist. Im Internet haben wir dazu noch gelesen, dass der Streit beendet sei und die Sperrung wieder aufgehoben ist. Wir werden uns vor Ort überraschen lassen. Das Frühstück war sehr gut und die Dame in der Küche mit ihrer zauberhaften Reibeisen-Stimme fand uns schon komisch, was wir alles nicht essen wollten. Sie konnte dabei auch so herzlich liebevoll mit den Augen Rollen. Sehr sympathisch. Einen Hund haben sie auch. Der lief immer irgendwo umher, ebenso die Katze.

    Auf geht's! Wir durchqueren Estellencs auf der Suche nach einem Supermarkt und wurden in einer kleinen Seitenstraße fündig. Dort kauften wir Wasser, was meiner Meinung nach das bisher teuerste Wasser war (1,25€ für 1,5 liter ) und 4 Nektarinen für 2,50€. Dann zogen wir weiter. In Estellencs waren komische Figuren aus Metall ausgestellt. Eine Pferdartige gefiel mir gut. Weiter durch den Wald. Eher immer bergan. Dann durch den vermeiden Teich gesperrten Teil, welcher aber tatsächlich offen und für Wanderer somit zugänglich war. Sämtliche Hinweisschilder waren sehr neu was darauf hindeutet, dass nach dem Rechtsstreit sofort mit der Beschilderung begonnen wurde. Der kleine Ort Banyalbufar erreichten wir nach 2 Stunden und dann machten eine kleine Pause. Was dann folgte waren hoch aktive Schweißdrüsen und Zeitverlust. Der Aufstieg schien nicht enden zu wollen. Endlich dann doch. Wir besuchten dann noch, weil praktisch auf dem Weg liegend, "La Granja" - eine für Touristen hergerichtet, angeblich authentisches alte Landgut und wie sich dementsprechend Lebenssituation zur damaligen Zeit dort gestaltete. Das Landgut versorgte sich autark und so fand sich dort alles an Berufen auf dem Landgut. Schmied, Arzt/Zahnarzt, Alchemist, Bäcker, Koch, Schlachter, Schneider, Weber, Holzbearbeitung etc. Am Ausgang konterte man kostenlos Wein verkosten in (zu) kleinen Becherchen und selbst hergestellte Krapfen essen. So viel man wollte. Eintrittspreis lag bei 15€ pro Person. Dann gingen wir - gesättigt und gestärkt - weiter nach Esporles. Unterwegs durchquerten wir wieder Wälder und gingen auf restaurierten Wegen entlang der Trockenmauern. Ein angenehmes Gehen auf diesen Wegen ist jedoch wegen der Unebenheiten schwer möglich. In Esporles sichten wir unser Backpacker- Hostel auf und checkten ein. Den Abend begingen wir im Garten vom Hostel bei Brot, Käse und Bier - hehe. Morgen wird ein langer Tag werden mit ca. 7 Stunden Gehzeit- ohne Pausenzeit. Dann beginnen auch die Aufenthalte in den Refugi's. Insgesamt 6x werden wir dort die Nächte verbringen.
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  • Day10

    Der Weg nach Estellencs

    September 20, 2016 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Die Nacht in Ses Fontanelle war okay. Es kam gegen 21:00 Uhr noch ein deutscher Wanderer dazu. Er entschuldigte sich auch für sein "zu spät kommen". Niemand der Anwesenden schien in der Nacht geschnarcht zu haben. Aber es war extrem warm in dem Gebäude und so war die Nacht auch nicht die beste. Morgens wurde man von zwei Höhlen geweckt. Wobei der eine an akuter Heiserkeit zu leiden schien. Der von gestern abend hinzugekommene berichtete, dass er ein "Ultra-leicht-Wanderer" sei und immer so lange gehe, bis es dunkel wird. Er sei gestern irgendwie vom Weg abgekommen und habe sich etwas verlaufen. Patrick, der Besitzer der Finca, hätte ihn auf der Straße "aufgegabelt" und gefragt, ob er nicht mit in die Herberge möchte. Er weiß noch nicht wie weit er geht. Irgendwo würde er sich hinpacken, wo es schön. Irgendwie bewundernswert.

    So brachen wir nach dem kleinen Frühstück auf. Wie zu erwarten, ging es meist bergauf den Trampelpfad folgende und später sogar fast kletternd. Oftmals war kein Weg erkennbar und wir suchten die Umgebung nach irgendwelchen Hinweisen ab. Ab und zu gab uns so ein "Steinmännchen" ein Zeichen. Aber manchmal auch nicht und so waren wir froh, dass wir auf eine App zurückgreifen konnten, auf welcher ich vorher die GPS-DATEN geladen hatte. Somit fanden wir immer wieder den Weg. Auf den Felsen zog sich dann das Wetter zu. Wolken versuchten den Gipfel zu umziehen und hallten uns ein. Eine beklemmende Stimmung hatte das zur Folge. Dann begann es zu regnen. Nicht stark aber stetig und wir zogen die Regenponchos an. Sehr hilfreiche Erfindung. So wanderten wir weiter auf schmalen, kaum erkennbaren Pfaden und erreichten später dann sogar trocken Estellencs. Tatsächlich hatte es mit dem Regen aufgehört. Wir suchten unser Hotel und es war wirklich sehr entzückend und stimmungsvoll eingerichtet. Nach dem wirklich unser Zimmer gesehen und die Rucksäcke abgestellt haben, gingen wir etwas in das Dorf. Nicht sehr gross, aber ansehnlich. Wir gingen noch zum vermeintlichen Strand. Welcher allerdings aus einem kleinen Hafen und vielen Felsen bestand. Trotzdem reizvoll. Dann mussten wir auch schon wieder zurück, da ein kräftiges Gewitter aufzog. Wir schafften es gerade rechtzeitig. Morgen gibt es ab 09:00 Uhr Frühstück und wir haben einen langen tag vor uns.
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  • Day9

    Ses Fontanelle wir kommen!

    September 19, 2016 in Spain ⋅ ☀️ 12 °C

    Der gestrige Tag in Sant Elm wurde mit einem herrlichen Sonnenuntergang gekrönt und es gab einige Pokemons - hehe. Unser Apartment war so ausgestattet, dass wir uns Nudeln mit Tomatensauce kochen konnten. Das alles genossen wir dann zum Sonnenuntergang mit dem Blick auf das Meer. Die Nacht war sehr ruhig und die man hörte bei geöffnetem Fenster das Meer rauschen. Wir können das Hotel Aquamarin bzw. dessen Nebengebäude (Dependance) gut empfehlen. Heute wird es ein spannender Weg zur zum Hotel und Wanderer ergeben ausgebauten Finca Ses Fontanelle. Dort gibt es nichts zu essen und auch in der Umgebung nichts zum einkaufen. Das bedeutet, wir müssen heute morgen einen Supermarkt finden und alles mitnehmen. Strom wird es geben, aber keinen Handyempfang. Kann ja nicht schaden.

    Nach dem wirklich guten Frühstück in Buffet, ging es zu erst zum Supermarkt. Wasser, Brot und die Käse. Etwas Obst haben wir vom Buffet mitgenommen. Dann weiter auf dem geplanten GR221. Ein wenig durch Sant Elm, was wirklich nicht sehr gross ist und eventuell deshalb gerade so viel Charme hat. Gleich darauf ging es auf einem Pfad durch den Wald und immer bergauf. Bald erreichten wir eine Kletterstelle, wo an den Felsen entsprechend auch Halteseile angebracht waren. Eine englische Reisgruppe vor uns schon eine ältere Wanderin von hinten den Felsen hinauf und von vorne zog jemand sie ebenfalls nach oben. Auch für uns war der Aufstieg schweißtreibend und zuerst dachte ich, dass mir meine Höhenangst im Wege sein könnte. Aber es war schaffbar und gut zu meistern. Immer wieder erhielt man unterwegs teilweise wirklich atemberaubende Ausblicke. Bald erreichten wir La Trapa - ein zukünftiges und noch im Ausbau befindliches Refugi. Ursprünglich 1810 von eine Glaubensgemeinschaft von Trappisten-Mönchen errichtete Unterkunft. Von dort aus weiter über teils zerklüftete Felsen mit herrlichen Ausblicken auf Land und Meer. Wir erreichten den offiziellen Zubringer des GR221 und dem weiter folgende auch bald einen Parkplatz, welcher den Weg vorerst (offiziell) beendete. So mussten wir also ca. 2 km an der M-10 entlang laufen und erreichten schließlich viel zu früh Ses Fontanelle. Patrick der Besitzer begrüßte.uns sogleich. Öffnete die Unterkunft und sagte, das mit uns noch zwei andere eine platz gebucht hätten. Sonst wäre niemand weiter da. Ein paar spontan Reisende lassen sich schwer einkalkulieren. Wir könnten also nur zu vier in der 12 Betten Unterkunft sein. Patrick und Britt haben Die Finca wirklich toll ausgebaut. Wir waren sehr begeistert. Von einem kleinen Mirador mit Sitzplatz, hatte man einen wunderbaren Überblick über das Tal.

    Es kamen tatsächlich noch zwei ältere Männer. Aus Dortmund recht sympathisch. Eigentlich waren sie zu dritt unterwegs und hatten so wie wir alle Unterkünfte bereits gebucht. Allerdings nehmen sie sich für die ganzen Etappen nur 6 Tage zeit. Recht sportlich wie wir finden. Es ist so ruhig hier, dass es fast unheimlich und unwirklich erscheint. Wir waren dann zum Abendbrot auf dem kleinen Mirador. Haben uns im Refugi eine Flasche Wein gekauft und genossen diesen bei Brot und Käse beim Sonnenuntergang. Es war wirklich sehr romantisch und schön. Dann geduscht und noch etwas gelesen. Laut Patrick, dem Besitzer der Anlage, wird die morgige Etappe die schwerste werden. Von unserer Planung her liegen wir gut. Mit Absicht haben wir bis Ses Fontanelle geplant, weil dann dieser Aufstieg kommt. Und zum anderen haben wir die Etappe bis zum nächsten Ort auch kürzer geplant. Der nächste Ort ist dann Estellence. Morgen müssen wir dann schon um 07:00 Uhr zum Frühstück und bis 07:30 Uhr ausgecheckt haben. Abs chliessend für den heutigen Tag kann ich sagen: Eine herrliche Etappe mit vielen wunderbaren Ausblicken und einer phantastischen Unterkunft.
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  • Day8

    Tag der Abreise

    September 18, 2016 in Germany ⋅ 🌙 14 °C

    Es geht los. Geschlafen haben wir nicht wirklich viel. Um 02:30 Uhr aufgestanden. Unsere Stimmung war erstaunlich gut. Wir sind noch einmal unsere Checklistenund die Busverbindungen auf Mallorca durchgegangen. Dann zur UBahn und ein paar stationen gefahren. An einer Sammelstelle sind wir dann mir dem Bus zum Flughafen gefahren. Am Flughafen Tegel lange Schlange schon vor der Halle C. Viele Flüge scheinen bereits um 06:00 Uhr loszugehen. Trotz der langen Schlange ging es doch recht zügig. Da waren selbst wir überrascht, denn da wir mindestens 2x im Jahr irgendwo hin fliegen, kennen wir lange Wartezeiten. Sowohl in Tegel als auch Schönefeld. Durch die Sicherheitskontrolle ging es ebenfalls schnell. Den Body-Scanner haben wir uns erspart. Oder lag es daran, dass wir gehofft haben abgetastet zu werden? Man weiß es nicht 😉. Jetzt noch eine Stunde warten, dann abgeben. Mal sehen ob es ohne Tabletten geht. Unsere Stimmung ist leicht aufgeregt, aber sehr gut und entspannt. Bisher verläuft alles super gut. Der Flug war etwas holprig, aber okay. Etwas lange mussten wir auf unser Gepäck warten. Dann nahmen wir den Bus nach Palma de Mallorca und warten nun am Plaza de Espanya auf den anderen Bus nach Port d'Andratx.

    Lange mussten wir nicht warten. Denn die Busse fahren so im 20 minutentakt. Er war recht angenehm gefüllt und im Laufe der Fahrt, wurde er richtig voll. Entlang an der Küste nach Port d'Andratx, nahmen er so manchen betagten Mitmenschen auf und es erweckte sich der Eindruck, dass die "grauen Panther" hier ihre Parteizentrale haben. Endlich angekommen, nahmen wir nach einer kleinen Stärkung den Weg auf. Teil recht gut ansteigend durch manchmal karg und manchmal dicht bewaldete Gebiete. Hin und wieder ein paar Wandergruppen. Insgesamt zwei und somit ertragbar. Die vielen tollen Ausblicke entschädigen für so manch straffen Aufstieg. In Sant Elm im Hotelzimmer angekommen, schnell etwas zum kochen gekauft. Insgesamt ein sehr gelungener Tag. Ich fasse mal die Transportmittel zusammen. UBahn - Bus - Flugzeug - Bus - Bus und unsere Füße. An letztere ein grosses Dankeschön
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  • Day7

    Zwei neue Rucksäcke

    September 17, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute waren wir bei Decathlon unterwegs und haben zwei neue Rucksäcke gekauft. Den grossen 60 Liter Rucksack wollten wir dann doch nicht nehmen denn, je mehr Platz man hat, um so mehr nimmt man (unnützes) mit. Das selbe Phänomen gibt es bei Abstellkammern. So haben wir jetzt einen 40 Liter und einen 30 Liter Rucksack gekauft. Wobei der kleinere auch als Handgepäck durchgeht und man diesen somit am Flugschalter nicht aufgeben muss. Der grosse Rucksack scheint mir auch für meine langen Pilger Touren mehr als ausreichend zu sein. Vom Gewicht her sind beide Rucksäcke super beladen. Der Grosse wiegt 7,7 kg und der kleine 3,5. Das sind tolle Werte und schont Kniegelenke, Becken und Schulter. Wir sind gespannt, wie beide sich auf der Tour machen werden.Read more