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  • Day10

    Caminho Rio Minho

    August 28, 2020 in Portugal ⋅ ☀️ 20 °C

    Unser Quartier die Jugendherberge von „Vila Nova de Cerveira“ ist sehr schön, modern und gut ausgestattet. Leider heizt sich das Gebäude tagsüber stark auf, so dass es nachts im Zimmer sehr warm ist. Öffnet man das Fenster, so kommt einem der Lärm der vorbeifahrenden Autos entgegen. Entweder ersticken oder schlecht schlafen. Wir entschieden uns für das letztere.

    Das Frühstück war inklusive und der Zutritt zum Essensbereich wurde uns pünktlich um 08:30 Uhr gewährt. Ein Mann öffnete die Tür zum Raum und eine Frau stand hinter dem Tresen. Er sprach etwas Englisch und übersetzte unsere Wünsche. Dabei sprach sie die Worte nach und lernte so nebenbei eine andere Sprache. Wir waren darüber etwas belustigt und als sie es merkten, lachten beide.

    Danach gingen wir zurück in die Altstadt zu einem kleinen Supermarkt und kauften dort ein paar Brötchen, Wasser und ein paar Schokoriegel - darauf hatte ich heute Appetit. Wir füllten das Wasser wieder in unsere Trinkflaschen und verstauten den Rest in unsere Rucksäcke. Dann gingen wir quer durch die Altstadt und zum „Rio Minho“ hinunter, dem großen Grenzfluß zwischen Portugal und Spanien. Das gesamte Ufer bis zur nächsten Stadt „Caminha“, wurde komplett als Erholungsweg ausgebaut und nannte sich „Ecopista“. Und darauf war man offensichtlich sehr stolz. Denn die Dame an der Rezeption wies uns mehrfach darauf hin, unbedingt den Weg „at the River“ zu nehmen.

    Wir wurden nicht enttäuscht. Das Wetter war herrlich und die Temperatur angenehm. Es wehte ein leichter Wind vom Fluss herüber. Der Weg an sich war rot betoniert. Rechts und links vom Weg waren Gras- und Uferlandschaften angelegt. Hin und wieder kam ein Radfahrer entspannt daher gefahren und einige Jogger waren auch unterwegs.

    Immer wieder genossen wir den Moment und die wunderbaren Ausblicke. Wir gingen über einen kleine Brücke auf ein kleine Insel, gingen auf einem Steg etwas in den Fluss hinein und machten Pause mit mit Blick auf den „Rio Minho“.

    So gingen wir bis „São Sebastião“. Dort wurde der Weg wohl erst gebaut und wir mussten ein kleines Stück durch die Ortschaften gehen. Später jedoch, ging erneut der Weg am Ufer weiter. Da fehlte wohl noch ein Teilstück von diesem wunderbaren Weg.

    Über eine lange Steinbrücke erreichten wir dann „Caminha“. Eine ebenfalls schöne Stadt mit einem sehenswerten alten Stadtkern. Wir schauten uns einige alte Gebäude an und setzten unseren Weg dann direkt an der Küste weiter fort. In der Ferne sah man schon die Flussmündung in den Atlantik. Links war Portugal und rechts Spanien.

    Ein Blick auf den Strand und Olaf kam ins Schwärmen. Wunderbarer weißer feiner Sand, dazu das blaue Meer und im Hintergrund auf einer kleinen Insel, war eine alte Festung (Forte da Ínsua Forte de São João da Ínsua) zu sehen. Was für ein herrliches Postkartenmotiv. Wir gingen aber nicht am Strand weiter, was zwar schön aber auch sehr beschwerlich gewesen wäre. Hinter den Dünen verlief im schattigen duftenden Kiefernwald ein schöner Weg.

    Wir gingen durch den Wald und kamen nach „Moldeo“. Eine kleine Ortschaft die von der Lage an dem wunderbaren Strand profitierte. Jeder freie Parkplatz war mit Autos zugestellt und da es sich recht windig war, waren viele mit ihren Surfbrettern da.

    Leider gab es jetzt keinen Schatten mehr und es wurde etwas warm. Der Weg war immer noch sehr gut zu gehen. Ab und an kamen uns ein paar Pilger entgegen. Die Küste wurde immer felsiger und ein Baden zwischen den Felsen war schlichtweg Lebensgefährlich. Aber das Schauspiel wenn die Wellen sich an den Felsen brechen war herrlich.

    An der kleinen Kapelle „Capela Santo Isidoro“ hatte man mit viel Phantasie den Eindruck, als stünde man an einer schottischen oder irischen Küste.

    Wir näherten uns unserem Zielort „Vila Praia de Âncora“ und auch hier gab es einen herrlichen Strand. Aber auch viele Menschen. Bald kamen wir zu unserem Hostel, das direkt am Strand lag. Nur einmal kurz über die Straße und schon war man am Atlantik. Olaf nutze auch gleich die Gelegenheit für ein erstes Bad im schönen aber doch recht kühlen Atlantik.

    Da unser Hostel eine Küche hatte, haben wir uns etwas zum Essen gekocht und es dann bei einer Flasche Wein auf dem Balkon eingenommen. Leider war unser Zimmer im Erdgeschoss. Aber es war auch lustig die vorbeigehenden Menschen zu beobachten. Das mit der Straße am Hostel ist so eine Sache und wir hoffen, dass es nachts ruhig sein wird.

    Am Abend machten wir noch eine. Spaziergang am Strand in der Abendsonne und kauften ein paar "Churros" die wir genüsslich auf unserem kleinen Balkon mit Meerblick aßen.
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