• Halfeti die versunkende Stadt

    May 9, 2024 in Turkey ⋅ ☁️ 27 °C

    Mesopotamien – Die Wiege der Zivilisation

    Mesopotamien: griechisch, Bedeutung Zweistromland. Der Assyrische Begriff für Mesopotamien ist „Bethnahrin“.
    Das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris gilt als die Wiege der Zivilisation. Der Garten Eden soll sich dort befunden haben, ebenso die Geburtsstätte Abrahams.

    Anfänge

    Um das Jahr 10 000 v. Chr. geben die Menschen im Zweistromland das Nomadenleben auf, werden Bauern und fangen an, sich zu spezialisieren. Jeder kann seine Fähigkeiten gezielt einsetzen – zum Wohl der Gemeinschaft wie zu seinem eigenen Nutzen. Erfindungen und Errungenschaften bringen die Menschheit in dieser Zeit weit voran. Statt sich nur von der Jagd und von gesammelten Früchten zu ernähren, zähmen sie Büffel und Pferde und bestellen den Boden.

    Soweit der Textausschnitt zu dieser spannenden Gegend zwischen Euphrat und Tigris. Übrigens, dass Rad, die Sprache & Schrift sollen auch von hier stammen. Zudem die ältesten gefundenen Bebauungen weltweit, welche 9000 Jahre alt sind.

    Wen es interessiert:

    https://bethnahrin.de/assyrer/mesopotamien-die-…

    Und nun zum Reisetagebuch:

    Bei einem Tankstop erfahren wir wiedermal die Gastfreundschaft der Türken. Erst gibt es Wasser, dann Tee. Wir bekommen 20 Liter Trinkwasser und die Dusche wird uns ebenfalls angeboten. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung und das Personal scherzt und hat Spaß. Beim gemeinsamen Bild besteht der Chef auf ein Händeschütteln😉! Übrigens, der aktuelle Dieselpreis beträgt 1,10€.

    Danach geht's nach Alt Halfeti. 1999 wurde dieser Ort zu 2/3 geflutet und viel dem GAP Projekt zum Opfer. Das Projekt ist DAS Staudammprojekt Südostanatoliens und umfasst 22 Staudämme, sowie die Umsiedlung von ca. 60.000 Menschen. Die Flutung brachte Halfeti & Savasan einen sanften Tourismus ein. Türken tanzen zu lauter traditioneller Musik auf den Ausflugschiffen und kehren in den Restaurants ein.

    Wir wandern die 10Km nach Savasan. Die Landschaft ist besonders. Pistazien werden kultiviert. Die schroffen Felsen fallen steil in den gestauten Euphrat. Savasan ist bekannt für seine versunkene Moschee. Nur das Minarett ragt noch heraus. Es ist warm. Vermutlich um die 30 Grad. Im Sommer, so erzählt man uns, sollen es bis 47 Grad werden. Unerträglich auch für die Bevölkerung.

    Zurück geht es per Ausflugsschiff. Mit Herrn Linguini und in Wanderkluft samt Wanderstock sind wir eine kleine Attraktion für die Türken. Herr Linguini wird gefilmt und fotografiert😬!

    Wir treffen noch ein sympathisches Paar aus Jena und Robur bekommt weitere Handabdrücke🙌!
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