Geopfert in Van🐐🐄🐑
15. juni 2024, Tyrkiet ⋅ ☀️ 25 °C
Schafe und Ziegen sind bei der Einfahrt in die Stadt Van überall präsent. An jeder Ecke sind Tiermärkte. Was geht hier vor sich?
Wir fahren erstmal zur Reinigung und geben 4 Maschinen Wäsche in Auftrag. Dann weiter ins Mechanikerviertel.
Hauptanlass für den Besuch der Stadt soll nämlich Robur sein. Wir kaufen Öl und Dichtringe und stellen dabei fest, dass vier Feiertage anstehen. Das Opferfest steht vor der Tür. Das höchste Fest der Muslime. Dies erklärt auch die vielen Tiermärkte.
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Zurück in der Stadt ist die Hölle los. Parkplätze fehlanzeige und die Leute gestresst. Es wird eingekauft als gäbe es nie wieder etwas😂. Ganz ähnlich wie vor deutschen Feiertagen😅!
Wir erkunden die Stadt, kaufen ebenfalls ein & holen die um 19 Uhr bereits fertige Wäsche ab.
Übernachtet wird im Schrauberviertel. Dort ist es ruhig und wie es aussieht haben wir dieses die nächsten Tage ja für uns😁! Am Morgen geht es ans Werk. Unser treues Zuhause bekommt neues Motoröl. Zudem werden beide Differenzialöle, Dieselfilter, Öldrückgeber gewechselt. Der gewählte Platz ist sehr gut zum Schrauben. Auch wenn mehr los ist als erwartet. Kühe werden nämlich angeliefert. Offensichtlich auf Bestellung wie beim Pizzaservice. Kühe für das Opferfest. Vermutlich geht die Geschichte so:
Frau zum Mann. Du hast eine Werkstatt. Opfer das Tier dort, ich will die Sauerei hier nicht haben🤠!
Also stehen und dann hängen die Tiere dann vor einigen Werkstätten und werden zerlegt. Dazwischen Menschen mit weniger Geld und Kinderwägen welche etwas abbekommen. Ein interessantes Ritual. Mit dem Blickwinkel unter Robur heraus recht spannend😉!
Die Arbeiten gehen gut von der Hand und gegen 15Uhr bringen wir Altöl und alte Filter zum Ort des Kaufes vom Vortag. Die Rückgabe wurde im Vorfeld besprochen. Ein schwieriger Baustein wenn man hier selbst Öle wechselt.
Dann duschen wir noch etwas versteckt im Schrauberviertel und machen uns stadtfein. Wir sind eingeladen. Halit hat viele Verwandte in Hakkari und so kam der Kontakt im Vorfeld zustande. Der freundliche Herr im Ruhestand lebt parallel in Köln und in Van. Wir freuen uns sehr auf das Treffen. Wir möchten wissen wie er in Deutschland aufgenommen wurde. Gastfreundschaft ist ja nicht grad die Stärke der Deutschen. Jeder der nur einen Tag in Kurdistan gewesen ist, weiß was ich meine! Außerdem wie er das Leben in Kurdistan und Deutschland sieht. Er war Gastarbeiter der ersten Generation. Stationen wie die Ford Werke und Zechenarbeit im Ruhrgebiet stehen in seiner Vita. Wir erhalten wertvolle Einblicke, haben gute Gespräche und werden herzlichst bewirtet. Am späteren Abend hinterlässt Halit noch einen Handabdruck und wir verabreden uns für Köln im Winter 2025❤!
Übernachtet wird um die Ecke. Mich zieht es noch in die Stadt. Hier ist noch ordentlich was los. Leber- Und Fleischspieße werden lecker duftend am Straßenrand gebraten. Es ertönt Musik aus Bars. Mädels mit Motorädern machen die Stadt unsicher. Van ist Studentenstadt und recht modern. Mit dem traditionellen Leben des bisher gesehenen Kurdistan hat es nur eins gleich. Die Menschen sind sehr herzlich und freundlich. Selbst in der Stadt bleibe ich nicht allein. Nach einem letzten Stopp in einer Bar mit guter Livemusik und angenehmer Stimmung trampe ich nach Hause. 4Km scheinen mir doch etwas weit. Die Polizei nimmt mich ein gutes Stück mit😅!
Nach kurzer Nacht starten wir am Montag Morgen. Der Van See lockt und wir folgen😊🌊😍!Læs mere





















RejsendeWas ein Tag 🤩🤩