Adishi zum Ersten🌞
August 11, 2024 in Georgia ⋅ ☁️ 15 °C
Wir starten von unserem Stellplatz. Steil fällt der ruppige Weg ab. Bremsen okay, somit haben wir unsere Hausaufgaben offenbar richtig gemacht.
Nach nur 200m steht ein winkendes Pärchen auf dem Weg. Sie stoppen uns und erklären uns woher wir uns kennen. Und tatsächlich, vor ca. 4 Monaten waren wir am Euphrat und tauschten Telefonnummern mit einem Kurden. Dieser rief uns Wochen später an. Genau mit diesem Pärchen an seiner Seite. Wir telefonierten und sagten den zwei deutschen Reisenden, macht Euch bemerkbar wenn ihr einen Bus mit Handabdrücken seht. Hier standen Marie & Daniel nun. Gesehen haben wir uns noch nie, sind uns aber direkt sympathisch. Es gibt also weitere Handabdrücke & wir tauschen Telefonnummern😊.
Dann geht's weiter in Richtung Ushquli. Die Straße ist gut. Das ist noch nicht lange so. Einst eine verrufende 4x4 Piste, wird der Weg nun für den Tourismus "komfortabel" ausgebaut. Der Verkehr hält sich trotzdem in Grenzen und schön ist die Strecke allemal.
Dann folgt der Abzweig nach Adishi. Anne & Kevin legten uns dieses Dörfchen in schwer befahrbarer Sackgassenlage ans Herz. Abgelegene Seitentäler sind eh unser Ding und so muten wir Robur die 9Km, nach einiger Überlegung, zu. Ruppig und teils zugewachsen geht es zu. Am Ende sehr steil. Aber geschafft. Die Kuh- und Pferdewiese wird unser neues Zuhause auf Zeit🏕.
Am Abend frisst die Kuh noch Bianca's Seife & den Spülschwamm. Stinken muss sie jetzt nicht, aber die Kuh macht uns schon etwas Sorgen. Immerhin war das gute Stück ökologisch😅! Der Schwamm allerdings nicht. Der war von der gelben Sorte mit dem grünen Scheuerpad. Naja, wohl bekomms😉!
Ich treffe mich noch mit dem israelischen Pärchen und treffe bei der Gelegenheit zwei Niederländer wieder. Die kommen uns am nächsten Morgen besuchen. Richtig, es gibt Handabdrücke🖐!
Dann geht's los. Wir wollen den Tetnuldi mit seinen 4.858m so nahe wie möglich kommen. Die Besteigung schließen wir in diesem Fall aus.
Tatsächlich wird es die erste entrückte Wanderung im Großen Kaukasus für uns. Schöne Aussichten, teils keine Wege und keine weiteren Wanderer. Wir fühlen uns zunehmend angekommen.
Am Abend gelangen wir über einen steilen Abstieg retour ins Dorf. Hier führt der Kaukasien Trail durch und viele Wanderer trudeln grade in die sehr einfachen Unterkünfte ein. Das Dorf selbst ist hübsch gelegen und die Wehrtürme sind beeindruckend. Fast jede Familie hatte einen. Aufgrund von Ehrenmorden, Blutrache und sonstigen Kriegen war das vielleicht ganz sinnvoll. Heute verfallen die meisten Türme. Kaum jemand kann sich die Erhaltung leisten.
Bei Robur angekommen bekommen wir noch Besuch von Marie & Daniel. Zudem von Luka & Georgi. Letztere haben Tiere auf der Wiese. Luka fragt mich ob ich 300.000€ investieren möchte. Er plant den Bau eines traditionellen Gasthauses. Ich lehne dankend ab und wir machen Handabdrücke🖐.
Dann hält er noch einen Tipp für uns bereit. Er empfiehlt uns einen genialen Weg für den morgigen Tag. Teile davon hatten wir ebenfalls bereits ins Visier genommen. Allerdings war ein Abschnitt für uns ungeklärt. Hier gab er grünes Licht. Mehr dazu, genau😉, morgen.Read more























TravelerFreut uns das es euch so langsam immer besser gefällt 😊