Kazchi-Säule & Tschiatura
August 23, 2024 in Georgia ⋅ ☀️ 27 °C
Am Freitag Abend erreichen wir die Natur. Es geht ein Wind & die Luft ist deutlich angenehmer. Tier & Menschen sind glücklich😍.
Am Samstag besuchen wir die nahe Säule von Kazchi. Ein Kloster liegt am Fuße der Säule & auch das hohe Plateau ist bebaut. Da wollte jemand hoch hinaus😀.
Die Mönche staunen nicht schlecht, als wir bei ihnen am Zaun stehen. Wir fragen, ob wir etwas falsch gemacht haben. Sie erwidern, dass von dieser Seite sonst niemand käme. Okay, also alles wie immer😎. Freundlich geleitet man uns über das sonst nur für Mönche zulässige Gelände. Dann kommt der öffentliche Teil. Der Mönch aus Südafrika erklärt uns noch die Geschichte zur Erstehung. Nach oben klettern dürfen wir leider nicht. Trotzdem sehr beeindruckend. Beim rausgehen bemerken wir am offiziellen Ein- und Ausgang ein Schild. Hunde verboten. Gut, dass wir den Lieferanten Eingang genutzt haben😁.
Danach geht's zur Touri Info. Dort gibt es Trinkwasser. Zudem erhoffen wir uns ein paar nützliche Tipps zu Tschiatura. Die Touristen Information ist brandneu und einladend. Allerdings beherbergt diese ein WC und eine Veranda mit einer gemütlichen Bank. Dies ruft die schnapstrinkenden Anwohner, bereits zur Mittagszeit, auf den Plan. Die Dame ist sichtlich erschüttert, als uns einer der mega besoffenen Typen in ihre Räumlichkeiten folgt. Er hat viel zu erzählen. Was auch immer😅. Die arme Frau ist peinlich berührt. Da baut der kleine Ort extra ein schöne Touristen Info um sich bestmöglich zu präsentieren und dann sowas😂.
Sonntag Morgen starten wir dann aus der Natur nach Tschiatura.
Tschiaturas wichtigstes öffentliches Transportmittel in der Stadt waren die vom Bergbauunternehmen betriebenen Seilbahnen, die an verschiedenen Seilbahnhöfen zusammen trafen. Sie verbanden die an den steilen Talhängen gelegenen Wohnquartiere mit dem Tal.
Aufgrund des Verfalls ist bei allen Bahnen der Betrieb, seit 2017, eingestellt.
Insgesamt präsentiert sich die ehemalige sowjetische Bergbaustadt im freien Verfall.
Auszug aus Wikipedia:
Vor dem Ersten Weltkrieg war Tschiatura das größte Manganerzbergbauzentrum der Welt. Der Anteil am Weltaufkommen betrug fast 40 %, der Anteil am Weltexport lag über 50 %. Ab 1879 waren fast alle Felder in der Hand deutscher Unternehmen. Zu ihnen zählten die Oberhausener Gutehoffnungshütte, die Friedrich Krupp AG, der Schalker Gruben- und Hüttenverein, die Gelsenkirchener Bergwerks-Aktien-Gesellschaft und der Hamburger Kaukasische Grubenverein. Der Großteil des exportierten Manganerzes wurde bis 1914 in Deutschland verarbeitet. Nach der Oktoberrevolution diente es dem Aufbau der sowjetischen und der regionalen Schwerindustrie.
Wikipedia Ende!
Die Stadt erinnert mich immer wieder an Wuppertal. Dies nicht zuletzt wegen der Geographie.
Wie in Wuppertal ist es auch hier. Eine damals bedeutende Stadt verliert ihren Status. Nach dem Aufstieg folgt der Fall. In Tschiatura zweifelsohne extremer.
Die Häuser scheinen teils unbewohnbar. Der Schein trügt jedoch und so ist die Stadt sehr wohl lebendig. Pema, ein französisches Liftbau Unternehmen, errichtete kürzlich einige neue Seilbahnen. Mit 0,30€ für die Hin- und Rückfahrt sehr günstig. Wir nutzen die Bahn zum Sanatorium als Ausgangspunkt. Oben angekommen wird unser Weg mal wieder abenteuerlich. Wir durchqueren einen großen Tagebau, werden Zeuge eines Trauermarsches, bei dem die verstorbene Person, im offenen Sarg, durch das Dorf getragen wird. Schließlich erreichen wir eine alte Seilbahnstation. Diese wird aktuell saniert. Die Bauarbeiter, ja hier wird auch Sonntags gearbeitet, stört unser Besuch überhaupt nicht. Wir stapfen durch die Baustelle und schauen uns um. Die Häuser im Umfeld sind völlig abgerockt. Ein Mann aus dem EG ruft mich heran und möchte mir nen Schnaps eingießen. Ich danke ab.
Wir trampen zurück in das Zentrum. Ein freundlicher Truckfahrer nimmt uns auf Anhieb mit.
Nach zwei weiteren Liftfahrten verlassen wir die morbide Stadt. War mal ganz spannend, aber ein Tag reicht dann auch😅.Read more





















Traveler
Bitte eine Probefahrt
Traveler
Das entspricht ja genau deinen Vorstellungen.
Traveler
Ein sehr interessanter Ausflug 😀