• Datvisjvari Pass- Bike adventure Teil 3

    8月10日, ジョージア ⋅ ☁️ 15 °C

    188km liegen nun noch vor uns. Davon 2682 Höhenmeter hoch und 5753 Höhenmeter abwärts.
    Jetzt geht's aber erstmal abwärts. Genauer gesagt 2356 Höhenmeter und 26km bis zum Tagesziel hinab. Die Pfade sind teilweise fahrbar. Einmal überschlage ich mich zur Seite. Aber alles okay.

    In Mutso gibt es ein Khachapuri. Die berühmte georgische Teigspeise gelungen und lecker. Ab hier ist der Weg wieder sporadisch befahren. Zumeist Allradfahrzeuge besuchen den Ort mit seinen Wehrtürmen.

    Für uns geht es weiter nach Anatori. Auf Landkarten noch verzeichnet ist der Ort selbst nicht mehr existent. Wir befinden uns nun direkt an der russischen Grenze.
    Die selbstlosen Einwohner von Anatori. Auf dem Weg nach Shatili kommen wir an den Grabhäusern von Anatori vorbei. Die Bewohner von Anatori wurden im 18. Jahrhundert von einer hochansteckenden, tödlichen Krankheit heimgesucht. Damit sich diese nicht weiter in der Region verbreitet, haben die Bewohner ausserhalb des Dorfes diese Grabhäuser gebaut. Die Infizierten haben sich in darin eingeschlossen, um dort auf den Tod zu warten. Durch kleine Fenster kann man ins Innere der Steinhäuser schauen. Da tut sich uns ein grusliger Blick auf. Es sind viele Gebeine und Schädel ersichtlich. Der einzige Überlebende von Anatori war ein Hirtenjunge, da er zu dieser Zeit in Tushetien als Hirte angestellt war und somit weit weg vom Dorf war. Die Tatsache, wie sich diese Menschen freiwillig geopfert haben, für das Wohl von anderen macht schon nachdenklich und beeindruckt zugleich.

    Wenige Kilometer weiter erreichen wir Shatili. Am Flußufer bauen wir das Zelt auf. Pünktlich zum Regen sitzen wir in einem kleinen Restaurant und essen uns satt. Hunger vorhanden😁!

    Am nächsten Morgen starten wir zeitig. Der Datvisjvari Pass steht heute an. Also nochmal auf 2689m Höhe hinauf. Alles ist fahrbar, wenn auch zum Ende hin recht steil. Oben sitzen Deutschfranzosen in Ihrem Van. Wir bekommen Kekse & Kaffee. Nach so einem Anstieg eine tolle Einladung☺️.

    Dann geht es hinab. Mit Geschwindigkeiten bis 63km/h sind wir sehr schnell unterwegs. So fliegen die Kilometer an uns vorbei und bereits um 16 Uhr sind die 80 Tageskilometer geschafft. Wir übernachten in einem Chalet. Gewitter und Regen sind vorhergesagt.
    Am nächsten Morgen starten wir mit Tag 6 unser Tour. Finale!

    Nach bergigen 80 Kilometern gelangen wir über gut ausgebaute und wenig befahrene Straßen zurück zu unserem Ausgangspunkt. Robur & das kleine Monster von Eddi stehen startklar an einer LPG Tankstelle.
    Wir sind zufrieden und hatten sechs sportliche und schöne Tage 🇬🇪🙌💪😁.

    Insgesamt waren es gut 320 Kilometer mit 8296 Höhenmetern Aufstieg und 8283 Höhenmetern Abfahrt. Schon lang und herausforderd. Für diese Region ist das Fahrrad aber meines Erachtens das genau richtige Fortbewegungsmittel. Ein tolles Abenteuer und sehr zu empfehlen👍.
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