I don't know where I'm going, but I'm on my way.
  • Day105

    1/3 Sabbatical & fancy urban Streetart

    Yesterday in Mexico ⋅ ☀️ 27 °C

    Weil es hier so lange ruhig war, gibt's heute einen Bonus.

    Die ersten drei von neun Monaten sind schon/erst um. Zeit für ein erstes kleines Resumee meines Sabbaticals:

    Genauer gesagt sind es schon 105 Tage ohne Büro. Das erste Mal, dass ich über 4 Wochen im "Urlaub" bin. Ich habe 3 Länder bereist, in denen ich noch nie war. Ich habe Bilder, Eindrücke, Erinnerungen und Erfahrungen gesammelt. Mein Fotobuch füllt sich genauso schnell wie mein Telefonbuch. Ich habe Menschen kennengelernt, die ich während der Reise wieder getroffen habe oder bald wiedersehen werde. Denn so schön wie es am Strand und in der Cocktailbar ist, am spannendsten sind die Geschichten über Land und Leute. Ich genieße eine gesunde Mischung aus Sightseeing und Seele baumeln lassen.

    Heimweh habe ich keins, denn ich weiß, dass die Zeit endlich ist und ich schneller wieder im Alltag zurück bin, als ich mir das vorstellen kann. Angst oder Zweifel hatte ich auch nie, denn es verläuft alles nach Plan, auch wenn ich keinen Plan habe. Ich genieße einfach jeden Tag in vollen Zügen. Die Reise ist eine Art befristeter Job für mich, mein Mini-Projekt, dass ich jetzt begleite und durchführe. Immer mit dem Bewusstsein, dass das nicht selbstverständlich ist. Dass ich als Frau allein durch die Welt reisen darf, mit einem deutschen Pass, dem finanziellen Polster und dem Support von Familie und Freunden in der Heimat. Ich freue mich immer über die zahlreichen Rückmeldungen und Telefonate. Und ich freue mich, dass ich euch zuhause eine Freude durch meine Fotos und Berichte machen kann. Ich hoffe, wir können das die nächsten Monate so beibehalten.

    In diesem Sinne: Grüße nach Deutschland. Bleibt tapfer bei dem Wetter, im Büro, auf der Baustelle, in der Schule und bleibt mir schön gesund!

    Die Fotos in diesem Beitrag habe ich in den letzten Wochen in Mexiko gesammelt. Hier sind nicht nur die Häuser farbenfroh gestrichen, sondern auch oft mit bunten Kunstwerken verziert. Die Wandmalerei nennt sich "Muralismo". Nach der mexikanischen Revolution 1910 wurden Künstler von der Regierung beauftragt die mexikanische Identität in Wandbilder »murales« für die Bevölkerung zu gestalten.
    Read more

    Traveler

    Wunderschöne Bilder 🤩

     
  • Day103

    Spanisch Unterricht und Yoga

    February 6 in Mexico

    Nachdem Alex und Rubi sich nach Mexico City verabschiedet haben, bin ich wieder allein. Doch nicht lange. Ich bleibe in Puerto Escondido und wechsel die Unterkunft. In Puerto gibt es 9 verschiedene Strände und Buchten. Also viele Möglichkeiten, um sich eine nette Bleibe zu suchen.

    Für 5 Tage nehme ich an einem Spanisch Unterricht teil. Es ist ein Privatunterricht 1:1 mit Israel de la Cruz, einem Mexikaner und Künstler, der gut Englisch spricht aber auch ziemlich kurios ist. Der Unterricht findet von Englisch in Deutsch statt, was es bereits nicht leicht macht. Und er lernte mir nicht nur einfache Floskeln, sondern direkt die Konjugation aller regelmäßigen und unregelmäßigen Verben. Die Theorie habe ich verstanden und ich habe ein Zertifikat für A1 spanisch. Ob was hängen bleibt? Wir werden sehen.

    Um eine Unterkunft in der Nähe der Schule zu bekommen, fragte ich mich durch die Nachbarschaft und wurde an Norberto vermittelt, ein Anfang 60jähriger Kanadier, der seit 3 Jahren ein Haus mit 4 Etagen und vielen Appartements ausbaut. Er ist gelernter Innenarchitekt und integriert viele recycelte Stoffe. Ziemlich spannend und sehr schick! Für 50€ pro Nacht bekam ich mein eigenes Zimmer mit Bad und konnte die Küche mit nutzen. Der Weg zum Playa Carrizalilo war nur 5 Minuten entfernt.

    So verbringe ich die Woche, indem ich morgens an den Strand gehe, mittags zum Unterricht, nachmittags Lernen, Hausaufgaben und Siesta, abends zum Yoga oder mit den anderen Spanisch-/Surfschülern ins Strand-Kino oder zum Abendessen.

    Zum Ende der Woche lernte ich dann am Strand Sanela aus den Niederlanden kennen. Wir verabredeten uns für den Abend und entschlossen spontan die nächsten 2 Wochen zusammen zu reisen. Man bleibt hier wirklich nie allein! Sie schleppte mich auch zu einer Kakao Zeremonie bei Vollmond mit. Es war interessant, der Kakao war lecker, die Meditation erholsam, doch man verpasst nix, wenn man es nicht erlebt.

    Das Wochende bestand dann aus Planung und Recherche im Internet. Denn was auf dieser kleinen Weltreise nie ausbleibt, ist die Organisation. Wie geht's weiter? Wann geht's weiter? Von wo nach wo fliege ich? Gibt's Alternativen zum Flug? Hotel oder Wohnung? Bei schlechtem Internet verbringt man damit schon mal den halben Tag. Ich bin sozusagen mein kleines eigenes Mini-Projekt-Team: Auftraggeber und Auftragnehmer, Projektleiter, Entscheider, Sponsor, Koordinator, Evaluator, .... Und die, die am Ende das Ergebnis genießen kann. 😉
    Read more

    Traveler

    Mal schauen wie wir Dein neu erworbenes Wissen dann in der Praxis einsetzen...😄 und kannst Du vielleicht den schwarz-weißen Hund mitbringen, bitte?🥰

    Traveler

    Falls euch mal wieder was spanisch vorkommt, ruft mich einfach an. 😅

    Traveler

    Na endlich mal wieder ein Hund. 🥰

     
  • Day95

    Glückskind in Puerto Escondido

    January 29 in Mexico ⋅ 🌙 24 °C

    Nach den schlechten Nachrichten, endlich wieder gute. Abgesehen vom Diebstahl hatten wir auf der Reise ohnehin mehr Glück als Pech. So auch wieder in Puerto Escondido. Der kleine Ort liegt an der Pazifikküste im Bundesstaat Oaxaca, in dem ich jetzt eine Weile bleiben möchte.

    Hier treffen wir Rubi, eine Mexikanerin, die seit 3 Jahren in Deutschland (Essen) lebt. Sie ist eine Freundin von Alexandra Nr. 2 und war quasi der Auslöser, dass wir/ich hier sind. Wir übernachten 4 Nächte am Playa Zicatela mit Blick aufs Meer.

    Zusammen fuhren wir nach Mazunte, einem sehr kleinen Aussteigerdorf. Wir waren viel am Strand, tranken Cocktails, Bier mit Salz, waren auf dem Wochenmarkt und hingen in der Hängematte ab. Ich lernte wieder viele neue Dinge über das Land. Und ich habe Heuschrecken gegessen. Die waren scharf und knusprig.

    Doch am Besten waren die 2 gebuchten Ausflüge. Morgens um 7 zum Sonnenaufgang ging es mit einem kleinen Boot aufs Meer, wo 2 Buckelwale schon auf uns warteten. Anschließend gab es unzählige Spinnerdelfine und Schildkröten. So viel Schildkröten die sich an der Wasseroberfläche sonnten, habe ich noch nie gesehen. Auch nicht auf den Malediven. Selbst unser Bootskapitän meinte, wir hatten an dem Tag besonders viel Glück.

    Abends nach Sonnenuntergang ging es an die Laguna de manialtepec. Hier gab es wieder fluoreszierenden Plankton. Und auch hier, wieder eine Steigerung gegenüber Thailand. Das Wasser hat so stark geleuchtet beim Schwimmen im dunklen See, dass wir sogar vergaßen, dass es dort Krokodile geben könnte. 😅

    Rubi und Alex fliegen heute weiter nach Mexiko City. Ich bleibe hier noch mindestens 1 Woche und beginne einen Spanischkurs.
    Read more

    Herrlich [In-olbrich@t-online.]

     
  • Day91

    Murphys Gesetz in Mexiko

    January 25 in Mexico ⋅ ⛅ 29 °C

    Authentisches Reisen in Mexiko? Kann ich! Um das Ende vorweg zu nehmen: Uns geht's gut und wir wurden nicht verhaftet. Jetzt, nachdem wir den Mietwagen unbeschadet in Cancun angegeben haben und in Puerto Escondido angekommen sind, kann ich es auch erzählen...

    Die Geschichte begann einen Tag, bevor Alexandra Nr. 2 in Mexiko landete. Wir hatten einen Mietwagen auf meinen Namen gebucht. Doch leider habe ich einen Tag vor ihrer Anreise meine Kreditkarte durch Eingabe der falschen Pin gesperrt. Somit konnten wir den gebuchten und bereits bezahlten Mietwagen nicht mitnehmen, da ich keine Kaution zahlen konnte. Mit der Kreditkarte merkt Begleiterin durften wir die Kaution nicht zahlen.

    Also mussten wir abends 20 Uhr in Mexiko alles stornieren und bei der Nachbar-Autovermietung einen neuen Wagen buchen. Wir verhandelten einen besseren Preis als beim ersten Wagen, mussten dafür aber einen Teil in bar und 3 Teile auf verschiedene Kreditkartengeräte buchen. Tag 1 unserer gemeinsamen Reise und schon haben wir die Korruption unterstützt.

    Egal! Wir nannten unser Fahrzeug liebevoll "Bert".

    Das Fahren in Mexiko war prinzipiell einfach. Wir hatten nur eine kleine Polizeikontrolle und ich fuchste mich schnell in die Verkehrsvorschriften ein. Auch die Bodenwellen zur Verkehrsberuhigung habe ich (fast) immer gesehen.

    Wir achteten auch immer darauf, dass wir alles im sichtbaren Bereich des Wagens aufräumten und die Türen verschlossen, wenn wir den Wagen parkten. Und wir öffneten nie den Kofferraum da wo wir parkten, damit niemand sieht, ob das was drin ist.

    An Tag Nr. 4 passierte in Tulum, was in Mexiko eben passieren muss. Wir kamen vom Strand und waren noch einkaufen. Spagetti und Garnelen fürs Abendbrot. Wir parkten das Auto direkt vor dem Hostel, neben einer Kirche! Die Strandtaschen und Einkäufe blieben kurz im Kofferraum, denn wir hatten noch einen anderen Weg zu erledigen. Als wir nach 1 Stunde wieder kamen und den Kofferraum öffneten, war alles weg. Strandtaschen, 3 Bikinis, 2 Haarbürsten, unsere Handtücher, ein kleiner Rucksack, einen Aufsatz für meinen Rucksack, Regenjacken, Fleecejacke (die wir wegen der Wärme immer gleich im Auto ließen), 1 Kamera, 1 Schnorchelset... Alles weg. Wert über 500 €.

    Nur mein Beutel mit der dreckigen Wäsche nahmen sie nicht mit. 😅 Zum Glück! Das waren einige Klamotten.

    Wir waren traurig, geschockt und wütend zu gleich. Mit der Hälfte der Sachen können die Diebe eh nix anfangen. Die Polizei riefen wir nicht. Die können nicht helfen und halten am Ende vielleicht auch die Hand auf.

    Die Gauner nutzten die Gunst der dunklen Stunde und brachen gewalttätig in die Beifahrertür ein. Armer Bert. Von da aus konnte man einfach einen Hebel betätigen, um den Kofferraum zu öffnen. Die Beifahrertür wurde durch die Aktion beschädigt und ließ sich dadurch nur noch von innen öffnen und schließen. Das hat die Autovermietung zum Glück am Ende nicht gemerkt. Wir bekommen unsere Kaution anstandslos zurück.

    Die Versicherung übernimmt übrigens solche Schäden außerhalb Europas nicht. Das heißt... Auf geht's zum Shopping.

    Trotzdem überwiegen die positiven Ereignisse in Mexiko. Wir fühlten uns schon nach einem Tag wieder sicher, sind aber weiterhin aufmerksam.
    Read more

    Traveler

    😱😱

    Traveler

    😱😵‍💫

    Traveler

    Wie ärgerlich, aber zum Glück hält sich der Schaden in Grenzen, gut das ihr die Kreditkarte und Bargeld (sowie den Lieblingsbikini 😉) nicht im Kofferraum hattet!

    2 more comments
     
  • Day91

    Valladolid

    January 25 in Mexico ⋅ ⛅ 25 °C

    Valladolid ist eine Kleinstadt mit nicht mal 50.000 Einwohnern. Der Name leitet sich von der damaligen Hauptstadt Spaniens Valladolid ab. Auch hier haben die Spanier gewütet und die damalige Maya-Stadt Zaci um 1545 besetzt. In einer Beschreibung hier vor Ort hieß es: "zwei Kulturen, eine neue Identität".

    Das Herzstück Valladolids ist der hübsche Hauptplatz „Plaza e Parque Francisco Canton“ samt Kathedrale „Catedral de San Servasio“. Hier gibt's wieder reichlich Naschereien: Marquesitas mit Käse und Nutella, Churros mit Kondensmilch und gekocher Mait mit Majo und Parmesan.

    Inmitten der Stadt gibt es eine Cenote, die jedoch wegen Renovierung aktuell geschlossen ist.

    Erneut nutzten wir eine Free Walking Tour, durch die wir zum Mercado geführt wurden und lokale Spezialitäten probieren konnten. Vom Schnaps, über Süßigkeiten bis hin zur Chilisoße. Aber auch Obst, Gemüse und Tierprodukte werden lokal und frisch verkauft. So einen sauberen und gut organisierten Markt habe ich noch nie gesehen.

    Am spannendsten war die Herstellung der Longaniza - die berühmte Wurst aus Valladolid. Das Wurstbrät wird durch eine halbe PET Flasche in den Darm gestopft. Ganz schön schlau. Die Wurst besteht aus Schweinefleisch und wird mit Paprika, schwarzem Pfeffer und Knoblauch gewürzt. Ähnlich wie eine Chorizo, aber würziger, dünner und länger. Sie war auf jeden Fall sehr lecker.
    Read more

  • Day90

    Pyramiden von Chichén Itzá

    January 24 in Mexico ⋅ ⛅ 27 °C

    Chichén Itzá dürfte die meist besuchte Pyramidenstätte Mexikos sein. Wir waren bereits 8:30 Uhr da, also noch vor den Reisegruppen. Aber auch dank Covid, ist die Anzahl an Besuchern echt überschaubar und man findet immer einen kurzen Moment für ein kleines privates Foto. Die Ruinen sind abgesperrt, so dass man sie nicht besteigen kann. Trotzdem lohnt sich der Besuch.

    Am Eingang quatschen uns 2 Franzosen und 2 Littauer an und wir teilen uns einen privaten Guide in englischer Sprache, der uns viel über die Maya und Chichén Itzá erzählt. Der Eintritt kostet ca. 25 €, der Guide 10 € pro Person.

    Chichén Itzá ist seit vielen Jahren Weltkulturerbe und seit 2007 darf sie sich auch in die Liste der 7 Weltwunder der Neuzeit einreihen. Für mich ist es nach 29 bereisten Ländern tatsächlich das erste Weltwunder das ich sehe. Und es verdient zurecht den Namen Weltwunder.

    Die Stadt gibt es wohl seit 450 n. Chr. Seither haben die Maya eifrig gebaut, bis sie ihren Konkurrent Ek Balam überholten (zumindest in der Fläche und Anzahl an Gebäuden). Der Name Chichén Itzá bedeutet bei den Mayas soviel wie "am Rande des Brunnens". Der Ursprung dieses Namens liegt in den vielen Cenoten, die rund um die Stadt liegen. Die verschiedenen Pyramiden lagen im Zentrum und die eigentlichen Wohnhäuser im 1547 Hektar großen Umland.

    Das Highlight der Anlage ist das El Castillo (Schloss), das zu Ehren des Schlangen-Gottes Kukulcàn erbaut wurde. Im Inneren dieser Pyramide befindet sich noch eine zweite Pyramide mit einem Jaguar-Thron. Und in dieser nur 30 Meter hohen Pyramide stecken unglaubliche architektonische Spezialeffekte, dass es einem Sprache und Verstand verschlagen.

    Die Pyramide ist 30 m hoch und hat 365 Stufen. 91 Stufen auf allen 4 Seiten und 1 großer Sockel. Zufall dass es 365 Stufen sind? Wohl kaum. Die Pyramide bildet den kompletten Maya-Kalender ab. Die Berechnungen unseres Guides waren beeindruckend, kann ich aber nicht mehr wiedergeben.

    Jeder Besucher steht mindestens ein mal vor der Pyramide und klatscht in die Hände. Warum? Es kommt ein Echo zurück, das an einen Vogel erinnert. Es klingt nach dem Pfiff eines Quetzals - dem Nationalvogel Mexikos. Der Guide erklärte und das Phänomen damit, dass der obere Teil der Pyramide konkav und die Tür nicht zentral mittig ist. Somit entsteht dieser spezielle Schall. Ein Zufall? Ich glaube nicht.

    Das dritte beeindruckende Phänomen ist der Schatten der Schlange. Im März und September fällt bei Sonnenuntergang der Schatten der Treppen so schräg auf die Pyramide, dass der Körper einer Schlange projiziert wird und dieser direkt in den Schlangenkopf am Fuß der Pyramide fällt.

    Wer sich sowas vor 1500 Jahren ausgedacht muss ziemlich schlau gewesen sein, oder hatte verdammt viel Glück. Ich war sehr beeindruckt!

    Übrigens gab es auch eine große Arena für die Spiele der Pok ta Pok. Das war das Spiel mit den Ellenbogen und Hüften. Der Gewinner wurde getötet und durfte damit in die nächste heilige Ebene aufsteigen. Eine religiöse Handlung zu Ehren zu Ehren der Götter. Toller Preis! Jetzt weiß ich wo das Sprichwort "Sport ist Mord" herkommt.
    Read more

    Traveler

    Wirklich beeindruckend

    Traveler

    Na ob bei Pok ta Pok die Gewinner oder Verlierer Mannschaft geopfert wurde ist nicht ganz sicher überliefert. Da gibt es unterschiedliche Interpretationen. Man stelle sich das aber mal heut zu Tage bei Fußballmeisterschaften vor, das am Ende eine komplette Mannschaft geopfert wird. 🤭

    Traveler

    Das habe ich auch schon festgestellt. Aber es passt zum Rest der Geschichten über die Mayas. Es war eine Ehre in die nächste Ebene nach dem Tod aufzusteigen.

     
  • Day89

    Ruinen von Ek Balam und Cenote X'canche

    January 23 in Mexico ⋅ ⛅ 32 °C

    Angekommen in Valladolid für 3 Nächte, machen wir am ersten Tag einen Tagesausflug nach Ek Balam. Eine wunderschöne Tempelanlage der Maya. Eine die nicht so bekannt, aber dafür gut erhalten und begehbar ist. Ein riesiges Areal mitten im Urwald. Hier kann man erahnen, aber sich keinesfalls vorstellen, wie die Maya vor über 500 Jahren lebten, bevor die Spanier sich das Land unter den Nagel rissen.

    Erbaut wurde die Hauptstadt des Tah-Reiches 300 v. Chr. Es umfasste etwa 12 km², darunter einen heiligen zentralen Kern von etwas mehr als 1 km², in dem die Elite residierte. Es war eine sehr reiche Stadt mit einer Bevölkerung von 12.000 bis 18.000 Einwohnern.

    Am beeindruckendsten war die Akropolis - eine Tempel Pyramide. Wir quälten uns bei 30 Grad Nachmittagshitze in 30 Meter Höhe die 110 nicht normgerechten Stufen (überwiegend ohne Geländer) hinauf und wurden mit einem Ausblick über die unendlichen Weiten des Dschungels belohnt. Was die alten Maya hier wohl so tagsüber machten? Auf jeden Fall eine sehr beeindruckende Architektur. Ähnlich wie bei den Ägyptern wurde hier einiges an Menschenkraft und Ideenreichtum bis hin zu Fachkenntnissen aus der Physik und Mathematik benötigt, die man damals nicht googeln konnte.

    Nach dem Sightseeing besuchten wir die Cenote X'canche, gleich nebenan. Das Wasser war wie immer sehr erfrischend. (Erwähnte ich schon, dass Cenoten mit Süßwasser befüllt sind?) Über dem künstlichen Wasserfall leuchtet ein kleiner Regenbogen und die herabhängenden Wurzeln der Lianen runden das Dschungel feeling ab. Die kleinen schwarzen Fische könnten Schwarze Katzenwelse sein. Korrigiert mich, wenn es falsch ist. 😉
    Read more

    Beeindruckende Bilder [Ines]

     
  • Day88

    Mérida

    January 22 in Mexico ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir fahren weiter nach Mérida, der Hauptstadt von Yucatan. Die Stadt ist mit knapp 900.000 Einwohnern sehr groß, aber des Zentrum gut erlaufbar. Für längere Strecken nutzen wir Uber.

    Hier haben wir an einer Free Walking Tour mit Fernando teilgenommen und uns mit Maria aus München getroffen, die wir in Tulum kennengelernt haben. Wir waren Marquesitas mit Käse und Nutella essen. Ja, Gouda und Nutella. In einem dünnen knackigen Crepes-Teig. Überraschend lecker. Und es gab Bier mit Tequila und Orangenlikör.

    Auf der Tour mit Fernando, einem echten Mexikaner aus Tijuana, haben wir viel Wissenswertes über Mexiko, die Stadt Mérida selbst und Tipps für kostenlose Veranstaltungen, gute Restaurants und Parks bekommen. Dadurch sind wir auch abends in der Kirche "Catedral de Mérida - San Ildefonso" gelandet, in der gerade eine Hochzeit statt fand.

    Interessant fand ich, dass die Tempelanlagen der Maya nach Eroberung der Spanier abgetragen und teilweise wieder verbaut wurden, als Pflastersteine in den Straßen oder für Kirchen und Kolonialhäuser. Fernando hat uns Ecken an der Fassade der Kirche gezeigt, an denen man das erkennen kann.

    Und die Theorie, warum Jaguar schwarze Punkte haben, fand ich auch sehr witzig. Jaguare haben ohnehin einen großen historischen und spirituellen Wert in der mexikanischen Kultur. Es gibt Skulpturen an jeder Ecke. Sie galten es als Kriegsgötter. Doch eine alte Fabelweisheit sagt, dass der Jaguar einst lediglich ein gelbes Fell, ohne Flecken hatte. Er war arrogant, flanierte durch den Dschungel und war unachtsam. Die frechen Affen legten sich mit ihm an und bewarfen ihn mit Avocados, wodurch braune Flecken entstanden. Seine Rache war wiederum einen der Affen zu fressen. Seitdem sind beide Tiere vorsichtiger. Die Affen verstecken sich auf Bäumen und der Jaguar im Gebüsch.

    Den ganzen Monat Januar findet das Mérida Fest statt. Wir hatten also Glück und abends war hier echt viel los auf den Straßen. Das jährliche Festival wird von der Stadt gesponsert und erinnert an die Gründung des spanischen Mérida im Januar 1542. Die meisten Veranstaltungen finden im Freien statt und sind für die Öffentlichkeit kostenlos.

    Übrigens gibt es in Merida auch überall kostenlos WLAN und Strom. In allen öffentlichen Parks und in Hotels und Restaurants sowieso.

    Leider fiel damit das wöchentliche Spiel "Pok ta Pok" der Mayas aus. Jeden Samstag um 20 Uhr werden vor der Kathedrale von Mérida neben der Plaza Grande Nachstellungen der Maya- Zeremonie Pok ta Pok gezeigt. Das Spiel beginnt wie Volleyball, aber ohne Netz. Trommeln und Flöten feuern die Krieger an. Der Ball wird mit den Ellenbogen und Hüften hin und her befördert. Die Schlagarme sind mit einem Lederschutz umwickelt. Beide Seiten versuchen den Ball durch einen Steinring zu befördern, der in rund drei Meter Höhe angebracht ist.
    Read more

    Und das schmeckt? [Ines]

    Traveler

    Ach diese Käsereibe mit integrierter was auch immer das ist Flasche. 😁 Sieht aber spannend aus. Werde ich ausprobieren.

     
  • Day84

    San Francisco de Campeche

    January 18 in Mexico ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach 6 Stunden Fahrt erreichen wir das andere Ende der Yucatan Halbinsel und die Stadt Campeche. Gegründet von Francisco de Montejo y León "el Mozo" im Jahre 1540, nach 3 Versuchen der Eroberung.

    Die alte Mayastadt "Kaan Peech" (übersetzt „Schlange-Zecke“) wurde im 16. Jahrhundert oft von Piraten überfallen. Deshalb ließen die spanischen Kolonialherren umfangreiche Befestigungsanlagen errichten. Es wurde ein sechseckiger Verteidigungswall um die Stadt gezogen, an dessen Ecken jeweils eine mächtige Festung für Schutz sorgte.

    Das historische Stadtzentrum ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe und besteht heute noch aus engen Gassen, bunten Häusern und ist von einer Stadtmauer umgeben. Dieses Zentrum ist keine stiebige Museumsanlage, sondern ein bewohntes und lebendiges Viertel. Vor allem nach Sonnenuntergang öffnen sich die Türen der Bars und Restaurants. Wir könnten hier stundenlang flanieren.

    Wir besuchten die Festungsanlagen, die Kirche, das Maya Museum, die Calle 59 und fuhren mit der Stadtstraßenbahn. Wir tranken Margaritas, Tequilas, Mojito und futterten uns durch die Speisekarte mit Taccos, Enchilada und Quesadilla.

    Die Stadt liegt an der Westküste des Golf von Mexiko. Es gibt zwar keinen Strand, aber die Uferpromenade "Malecon" ist über 1 km lang und bietet tolle Sonnenuntergänge. Das Wasserspiel, was täglich 20 Uhr an der Promenade stattfindet, ist "nett".

    Die Stadt ist bei ausländischen Touristen noch nicht so bekannt und so fallen wir großen hellhäutigen blonden Frauen neben den kleinen Mexikaner sehr auf.
    Read more

    Nach Campeche hat uns unsere Reise durch Mexiko auch geführt, aber so umfangrech waren unsere Speißen und Getränke glaube ich nicht 🤣 [Moni]

    Da kauft man sich braune oder schwarze Schuhcreme und schon fällt man nicht auf und hat noch einen guten Sonnenschutz [Gi]

     
  • Day83

    Laguna de los 7 colores in Bacalar

    January 17 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Von Tulum aus fahren wir weiter nach Süden, ca. 3 Stunden nach Bacalar. Diese Stadt liegt nicht direkt an der Küste, sondern an einer Lagune. Die Lagune der 7 Farben. Schon zu Zeiten der Maya war Bacalar eine Stadt. Der Name bedeutet so viel wie „umgeben von Schilf“. Das Wasser der Lagune wird durch 7 Cenoten verschiedener Größe und Tiefe gespeist, wodurch sie vermutlich auch ihren Namen erhalten hat. Streng genommen sind es auch nicht 7 Farben, sondern eher 7 Blautöne. 😉

    Mit gerade mal 40.000 Einwohnern ist dieser Ort sehr ruhig und entspannt. Eine nicht erwartete Wohltat, nach den bisher vergleichbar großen und touristischen Städten. Hier gefällt es uns sehr. Es gibt zwar keinen Strand, aber genügend Bootsstege, um ins Wasser zu springen, hippe günstige Restaurants mit fantastischem Essen und kleine Boutiquen.

    Im 16. Jahrhundert wurde Bacalar durch die Spanier eingenommen und aufgrund von ständigen Piratenangriffen das Fuerte de San Felipe zum Schutz der Stadt gebaut.
    Read more

    Traveler

    Ä Draum

    Traveler

    Stellt sich nun die Frage welche sieben Blautöne genau. 🧐

     

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android