• Parque Nacional Tierra del Fuego

    3. januar, Argentina ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute sind wir die Ruta 3 bis ganz an das so genannte "Ende der Welt" gefahren. Allein das fühlt sich schon besonders an. Ziel war der Parque Nacional Tierra del Fuego – und ja, es ist wirklich sehr schön hier. Viel Wasser, Wald, Berge und diese typische, etwas raue Feuerland-Stimmung.

    Der Nationalpark ist der südlichste Nationalpark Argentiniens und einer der wenigen weltweit, der sowohl Berge, Wälder als auch Meeresküste schützt. Er liegt direkt am Beagle-Kanal und war früher ein wichtiges Gebiet für die indigenen Yámana, die hier unter extremen Bedingungen lebten. Heute führen kleine Straßen und kurze Wanderwege durch die Landschaft – alles gut zugänglich und auch recht touristisch und gut besucht.

    Wir haben ein paar kleine Wanderungen gemacht. Dabei sind wir auf einen Biberstamm gestoßen – ein gutes Beispiel dafür, wie stark Menschen Natur beeinflussen können. Die Biber gehören hier eigentlich nicht her. Sie wurden in den 1940er-Jahren aus Kanada ausgesetzt, um eine Pelzindustrie aufzubauen. Die scheiterte, die Biber blieben. Da sie hier keine natürlichen Feinde haben, haben sie sich stark vermehrt und ganze Waldgebiete durch ihre Dämme verändert. Sieht spannend aus, ist für das Ökosystem aber ein echtes Problem.

    Am Nachmittag wurde das Wetter dann deutlich schlechter – viel Regen, wenig Sicht. Also haben wir es ruhig angehen lassen und nicht mehr allzu viel gemacht.

    Wir bleiben jetzt zwei Tage hier. Morgen geht’s weiter – je nach Wetter. Feuerland gibt den Takt vor.
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