• weltreisenocker
  • Quasimone
Current
  • weltreisenocker
  • Quasimone

Südamerika mit dem Van

An open-ended adventure by weltreisenocker & Quasimone Read more
  • Currently in
    🇨🇱 Puyehue, Chile

    Frutillar, Los Lagos

    March 8 in Chile ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute Morgen zeigte sich der Volcán Osorno mit Wolkenhut. Sah richtig klasse aus beim Frühstück am See – oben die Wolken wie ein Deckel, darunter der perfekt geformte Vulkankegel. Ein schöner Start in den Tag.

    Danach ging es zum Wasserfall Salto La Cascada. Der liegt in einem kleinen Waldgebiet und stürzt dort mehrere Meter über dunkles Lavagestein nach unten. Das Wasser kommt aus den Flüssen rund um den Lago Llanquihue und rauscht richtig kräftig durch die Schlucht. Ein schöner kurzer Stopp.

    Anschließend sind wir weiter nach Frutillar gefahren, eine kleine Stadt in der Region Los Lagos. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern gegründet, und das merkt man bis heute. Viele Häuser wirken fast ein bisschen wie in Süddeutschland oder der Schweiz, es gibt viele Cafés, Konditoreien und natürlich Kuchen.

    Besonders schön ist der Jetty am Seeufer. Von dort schaut man über den Lago Llanquihue direkt auf die Vulkane der Region – vor allem auf den Osorno. Ein wirklich toller Blick.

    Toller Tag. Viel gesehen, gutes Wetter und natürlich… Kuchen. 🍰
    Read more

  • Osorno Beach

    March 7 in Chile ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute war ein eher ruhiger Tag am Osorno Beach. Ein bisschen Wohnmobil putzen, kleinere Reparaturen, etwas arbeiten und zwischendurch einfach mal chillen.

    Der Platz hier ist perfekt dafür: direkt am See, mit Blick auf den Volcán Osorno, der bei klarem Wetter richtig beeindruckend aussieht. Immer wieder schaut man hoch und denkt sich: Schon verrückt, wie schön diese Gegend ist.

    Am Abend haben wir uns dann noch einmal alle getroffen. Gemeinsam am Wasser sitzen, quatschen und dabei den Sonnenuntergang über dem See genießen – mit dem Vulkan im Hintergrund.

    Ein ganz entspannter, schöner Ausklang für den Tag. 🌅
    Read more

  • Volcán Osorno

    March 6 in Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute ging es für uns bei Traumwetter zum Volcán Osorno. Schon von weitem sieht man seinen fast perfekten Vulkankegel, der direkt über dem Lago Llanquihue aufragt.

    Der Osorno ist rund 2.650 m hoch und gehört zu den aktivsten Vulkanen im Süden Chiles, auch wenn der letzte größere Ausbruch schon länger zurückliegt. Die ganze Region hier ist vulkanisch geprägt. In der Umgebung sieht man noch mehrere andere Vulkane, zum Beispiel den Calbuco, der 2015 zuletzt ausgebrochen ist, sowie weiter entfernt den Puntiagudo mit seiner spitzen Form und den mächtigen Tronador an der Grenze zu Argentinien.

    Wir sind mit dem Auto bis zur Skistation gefahren und von dort zunächst zur Mittelstation gelaufen. Der Weg führt durch dunkle Lavafelder, Geröll und vulkanischen Sand – alles in starken Grau-, Rot- und Schwarztönen. Danach haben wir noch eine kleine Kraterrunde gemacht. Die Farben, die Weite und die Blicke auf die umliegenden Seen und Vulkane waren einfach klasse. Eine richtig schöne Wanderung.

    Die Abfahrt von Skitalstation war allerdings etwas abenteuerlich. Die Straße ist ziemlich steil, und bei der Abfahrt haben sich unsere Bremsen so überhitzt, dass wir erst mal 40 Minuten Pause machen mussten. Es hat ordentlich aus den Radkästen gedampft. Danach ging es ganz vorsichtig im ersten Gang mit Motorbremse wieder den Berg runter.

    Am Ende trotzdem ein richtig toller Tag – mit großartiger Landschaft und wieder einmal dieser besonderen Mischung aus Vulkanen, Seen und Weite.
    Read more

  • Lago Llanquihue

    March 5 in Chile ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute ging es uns zum Glück wieder besser. Gestern lagen wir noch krank auf dem Campingplatz verteilt herum. 😅 Aber heute? Wieder fit genug zum Weiterfahren und einkaufen (unsere Vorräte waren fast alle).

    Also sind wir los und durch den ziemlich luxuriösen Ort Puerto Varas gefahren. Alles wirkt dort sehr ordentlich und schick. Fast ein bisschen wie ein Ferienort aus dem Bilderbuch. Danach ging es weiter nach Ensenada am Lago Llanquihue. Und dann steht er plötzlich da – der Volcán Osorno. Riesig. Weiß oben drauf. Sieht fast aus wie ein gemalter Vulkan.

    Dort haben wir auch Norbert und Petra wieder getroffen. Was für ein Zufall… na gut, eigentlich war es verabredet. 😄 Am Abend gab es dann ein kleines Barbecue direkt am See:

    - Baden im See (natürlich nur Thomas/ war kalt)
    - Grill an
    - Glas Wein in der Hand
    - Blick auf den Vulkan
    - und langsam ging die Sonne unter

    Ganz ehrlich: Mehr brauchte es heute nicht. Einfach zusammensitzen, essen, quatschen und auf den See schauen. Der Vulkan wurde im Abendlicht immer rosa… oder war es eher orange? Naja, auf jeden Fall richtig schön.
    Read more

  • Leben ohne DPF

    March 3 in Chile ⋅ 🌧 16 °C

    Schlechter Diesel, große Höhen – und die Quittung kam jetzt.

    Unser DPF-System inklusive Vorglühkerzen war komplett dicht und am Ende nicht mehr sinnvoll zu retten. Die Werkstatt meinte: Entweder ständig wieder freibrennen lassen, mit hoher Wahrscheinlichkeit bald wieder das gleiche Problem – oder alles teuer neu machen.

    Oder eben die südamerikanische Variante: fahren ohne DPF. Gerade hier im Hochland machen das viele, weil Dieselqualität und Höhenlagen dem System ordentlich zusetzen. In Deutschland undenkbar – hier interessiert es ehrlich gesagt niemanden. Und da wir das Auto ohnehin hier verkaufen wollen, haben wir uns entschieden: Wir probieren das Leben ohne DPF. 😀

    Gerade wenn es bald wieder in die Anden geht, dürfte das entspannter sein.

    Ansonsten hat es uns heute leider auch gesundheitlich erwischt. Simone und ich sind ziemlich angeschlagen, vermutlich ein Virus. Nicht ideal, aber sowas gehört wohl dazu. Zwei Tage Ruhe – dann läuft das hoffentlich wieder.

    Da können wir uns auch entspannt um die Papiere für eine längere Aufenthaltsgenehmigung kümmern und die Botschaft besuchen...
    Read more

  • Reparatur

    March 2 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute hieß es erst mal Autoreparatur. Also ab zur Werkstatt. Leider hat es nicht komplett geklappt, weil wohl bei Fiat der Server nicht funktionierte. Dadurch konnte das Auto nicht neu eingestellt werden. Müssen wir morgen nochmal hin. Ein bisschen schade, aber hilft ja nichts.

    Während der Wartezeit sind wir einfach etwas durch die Stadt gelaufen. Ein paar Supermärkte entdeckt, die wir morgen für einen größeren Einkauf ansteuern werden. So nutzt man die Zeit wenigstens sinnvoll.

    Abends haben wir uns dann mit einer herrlichen Pizza belohnt. Wirklich richtig lecker. Vielleicht ein kleines bisschen zu lecker – sie war so groß, dass sie uns später wie ein Stein im Magen lag. 😅 Das war dann nicht ganz so angenehm.

    Mal sehen, was die Werkstatt morgen sagt. Abenteuer Autoleben geht weiter.
    Read more

  • Puerto Montt

    March 1 in Chile ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute sind wir mit unserem defekten Auto gut in Puerto Montt angekommen. Auch die letzte der vier Fähren auf der Carretera Austral haben wir gut hinter uns gebracht. Wir haben dann direkt auf dem Campingplatz eingecheckt und sind danach erst mal mit den Fahrrädern kurz in die Stadt gefahren. Das war nach der langen Zeit in der Natur echt mal wieder was anderes.

    Die Stadt an sich ist jetzt keine absolute Highlightstadt, aber ganz nett. Man kriegt hier auf jeden Fall alles, was man so braucht. Es gibt eine sehr schöne Strandpromenade. Und auch eine riesige Shopping-Mall, in der so viele Menschen unterwegs waren, wie wir schon ewig nicht mehr gesehen haben. Das war für uns fast schon ein kleiner Schock nach der Ruhe im Süden.

    Wusstet ihr eigentlich, dass Puerto Montt ursprünglich eine deutsche Kolonie war? Ich hab mal nachgeschaut, weil man hier im Stadtbild doch einiges dazu sieht. Es gibt an der Plaza de Armas ein Denkmal, das an das Jahr 1852 erinnert. Damals sind die ersten deutschen Einwanderer mit dem Schiff „Susanne“ hier angekommen, um die Region zu besiedeln. Man sieht den Einfluss heute noch an vielen Holzhäusern oder wenn man im Supermarkt plötzlich über das Wort „Kuchen“ stolpert.

    Ein echtes Highlight war aber der Fischmarkt. Es gibt dort super leckeren und frischen Fisch, der echt gut geschmeckt hat und auch sehr preiswert ist. Da haben wir ordentlich zugeschlagen.

    Apropos Fisch, da waren auch eine ganze Menge lebendige Seelöwen unterwegs.

    Die liegen da einfach am Hafenbecken oder zwischen den Menschen rum und warten darauf, dass sie ein paar Fischabfälle abgreifen können. Die Tiere haben überhaupt keine Angst vor den Leuten und kommen teilweise richtig nah an einen ran.

    Manchmal wirken die Bullen zwar ein bisschen bedrohlich oder frech, wenn sie so nah sind, aber es ist schon sehr sehenswert, diese Riesenviecher so natürlich mitten unter den Menschen zu erleben.
    Read more

  • Schock beim Einchecken

    February 28 in Chile ⋅ 🌧 17 °C

    Heute Morgen ging es zur Fähre. Beim Einchecken kam dann direkt der Schock. Wir hatten die Tickets versehentlich für morgen und nicht für heute gebucht. Da steht man erst mal blöd da und hofft einfach nur. Wir mussten eine ganze Weile warten und bangen, ob wir noch mitkommen oder einen kompletten Tag am Fährhafen festsitzen. Am Ende hatten wir Glück und durften doch noch drauf.

    Die Überfahrt nach Hornopirén war ok und ruhig. Das Wetter war düster, regnerisch aber irgendwie mystisch.

    Leider läuft unser Auto mal wieder nicht so richtig. Wir haben kaum noch Motorleistung und kommen nur schleichend voran. Das nervt auf den Strecken hier natürlich extrem. Ich hab mal das Diagnosegerät drangehängt. Laut der Anzeige sind wohl der Dieselpartikelfilter und die Vorglühkerzen hinüber.

    Apropos Werkstatt, wir sind jetzt erst mal froh, wenn wir in Puerto Montt ankommen. Das ist momentan unser wichtigstes Ziel. Da gibt es ordentliche Mechaniker, die sich das Ganze mal ansehen können. Die Strecken verlangen hier viel vom Auto ab...
    Read more

  • Therme an der Strasse

    February 27 in Chile ⋅ 🌧 13 °C

    Heute saßen wir wegen der krassen Regenvorhersage fast den ganzen Tag am Laptop und haben gearbeitet. Draußen hat es immer wieder echt ordentlich geschüttet, was die Planung für den Tag natürlich ein bisschen eingeschränkt hat.

    Gegen Abend wollten wir dann aber doch nochmal raus und sind zu einer natürlichen heißen Quelle direkt an der Straße gefahren. Das war jetzt nicht unbedingt super idyllisch gelegen, aber irgendwie war die ganze Aktion schon ziemlich witzig.

    Leider war das Wasser im Pool am Ende gar nicht mal so warm, wie wir uns das erhofft hatten. Es hat einfach zu viel kalter Regen von oben reingemischt, sodass die Temperatur eher lauwarm war. Wir sind deshalb auch nur knapp 15 Minuten drin geblieben, weil man sonst doch angefangen hätte zu frieren. Trotzdem war es mal ein interessantes Erlebnis, so im Regen im Wasser zu hocken.

    Ein guter Nebeneffekt von dem miesen Wetter war aber, dass wir überhaupt keinen Staub von der Straße und den vorbeifahrenden Autos abbekommen haben. Normalerweise wirbelt das hier ja ordentlich, aber durch die Nässe war alles am Boden fixiert.

    Die Straße war aber auch total leer und wir hatten das ganze Becken komplett für uns alleine. Danach ging es fix zurück ins Trockene.
    Read more

  • Um Chaitén

    February 26 in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute waren wir zuerst in Chaitén und haben uns dort den Cementerio de Árboles angeschaut. Das ist dieser Friedhof der Bäume, wo die toten Stämme noch aus dem Boden ragen. Es war wirklich interessant, da mal durchzulaufen und das Ganze aus der Nähe zu sehen. Die Stadt Chaitén an sich fanden wir jetzt nicht so besonders, außerdem ist es dort relativ teuer. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass die alles mit der Fähre rüberbringen müssen und der Transport kostet halt. Wir haben nur ein paar kleine Einkäufe erledigt und sind dann auch schon fix weitergezogen.

    Eigentlich hatten wir kurz überlegt, zum Vulkan Chaitén hochzugehen. Da es aber schon ziemlich spät war und das Wetter auch langsam zugemacht hat, haben wir das dann doch gelassen. Angeblich ist die Aussicht von oben klasse, aber wir hatten ja noch ein anderes Ziel für heute im Kopf.

    Das war der Sendero Los Alerces, ein Wanderweg durch einen Wald mit uralten Bäumen. Die Alerce-Tanne, oder fachlich Fitzroya cupressoides, ist quasi das südliche Gegenstück zu den Mammutbäumen und kann über 3000 Jahre alt werden. Es ist der zweitälteste Baum der Welt und die wachsen verdammt langsam, nur so einen Millimeter im Jahr. Das war echt faszinierend, diese riesigen, alten Tannen hier zu sehen. Es ist ein total schönes Gebiet und es hat sich wirklich gelohnt, da durchzuspazieren.

    Danach haben wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz gemacht. Wir haben jetzt einen sehr schönen Stellplatz gefunden, direkt auf einem Campingplatz am Lago Rio Negro. Die Gegend hier ist wirklich nett und es ist schön ruhig.

    Morgen soll das Wetter leider wieder umschlagen und es ist Dauerregen gemeldet. Das ist natürlich schade, aber man kann es ja nicht ändern.

    Wahrscheinlich wird das Einzige, was wir morgen machen, ein Besuch in einer kostenlosen Therme sein. Die liegt hier witzigerweise direkt neben der Straße, was praktisch ist, wenn es sowieso nur schüttet.
    Read more

  • Gletscher, Wanderung und Therme

    February 25 in Chile ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute waren wir bei traumhaftem Wetter unterwegs und haben die Wanderung zum Ventisquero Yelcho gemacht. Das ist eine Aussichtsplattform, von der man einen hängenden Gletscher sehen kann. Der Weg war wirklich super leicht und eigentlich fast nur eben. Es waren zwar insgesamt drei Kilometer, aber die Wege im Urwald waren gut befestigt und führten direkt am Fluss entlang.

    Zum Ende hin hatten wir dann diesen herrlichen Blick auf den Gletscher. Ich habe dort auch mal kurz die Drohne steigen lassen, um ein paar nahe Aufnahmen vom Gletscher zu machen.

    Danach sind wir ein Stück weitergefahren und haben eher durch Zufall gemerkt, dass der Pumalín-Park gar nicht dort liegt, wo Google Maps ihn eingezeichnet hat. Der Park ist in einer ganz anderen Ecke, nämlich hinter Chaitén. Wir sind dann natürlich direkt reingefahren und haben noch eine kleine Wanderung gemacht.

    Das war ein netter Spaziergang mit ein paar schönen kleinen Wasserfällen und viel Urwald. Es war jetzt keine absolute Highlight-Wanderung, aber die Gegend ist insgesamt wirklich sehr schön. Vor allem diese hängenden Gletscher überall oben an den Bergen sehen toll aus.

    Übrigens auch das Refugio Termas El Amarillo war auch nicht an dem Fleck, den Google uns vorher angezeigt hatte. Es ist direkt beim Pumalin Park (5km). Dort haben wir uns erst mal für eine Weile in die 35 Grad heißen Thermalquellen gelegt. Das tat nach den Wanderungen richtig gut und war echt entspannend.

    Es war mal wieder insgesamt ein richtig schöner Tag, der viel Spaß gemacht hat.
    Read more

  • Ventisquero Colgante

    February 24 in Chile ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute waren wir beim Gletscher Ventisquero Colgante wandern, nachdem es gestern viel geregnet hat. Das Wetter war heute zum Glück wieder richtig klasse und die Sonne hat den ganzen Tag geschienen.

    Der Weg zum Gletscher ist sehr gut befestigt, aber es war auch extrem viel los. Man merkt sofort, dass das eine der bekanntesten Ecken hier ist, weil wirklich viele Leute unterwegs waren. Die Wanderung an sich war schon hart und wir mussten einige Höhenmeter und viele Stufen überwinden. Es war jetzt nicht so, dass man das mal eben im Vorbeigehen macht, aber es war absolut machbar und hat sich am Ende gelohnt.

    Oben angekommen hatten wir wirklich nette Blicke auf das Eis. Der hängende Gletscher sieht schon interessant aus, allerdings klebt er durch den Klimawandel auch nicht mehr so richtig oben an den Felsen.

    Danach ging es für uns weiter Richtung Norden über die Carretera Austral. Wir sind heute noch ein gutes Stück gefahren und haben schließlich einen wunderbaren Stellplatz gefunden.

    Wir stehen hier auf einer grünen Wiese direkt an einem Fluss und können auf die Berge schauen. Bei dem tollen Wetter kann es die nächsten Tage gerne so weitergehen.
    Read more

  • Panorama Straße Richtung Norden

    February 22 in Chile ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute sind wir auf der Carretera Austral von Coyhaique aus weiter in Richtung Norden gefahren. Die Strecke bis kurz vor Puyuhuapi war wirklich klasse. Wir mussten ständig anhalten, weil die Landschaft und die Motive am Straßenrand einfach so schön waren. Man sagt ja oft, dass das eine der schönsten Straßen der Welt ist, und das können wir nach der heutigen Etappe definitiv mal wieder bestätigen.

    Unterwegs haben wir eine kurze Wanderung auf dem Sendero Laguna Los Quetros gemacht. Das war eine ziemlich matschige Angelegenheit mitten durch den "Dschungel". Der Wald mit dem ganzen wilden Pflanzenwuchs sah echt interessant aus und hat uns gut gefallen. Irgendwann hatten wir aber keine Lust mehr, weil die Wege durch den ganzen Schlamm echt schlecht wurden. Da sind wir dann lieber wieder umgedreht.

    Übrigens sind wir jetzt kurz vor Puyuhuapi angekommen und haben leider eine blöde Nachricht erhalten. Der Nationalpark Queulat mit dem berühmten hängenden Gletscher hat morgen Ruhetag und ist komplett zu. Das war erst mal eine kleine Enttäuschung, weil wir uns das fest vorgenommen hatten. Aber gut, so ist das eben manchmal beim Reisen.

    Wir haben uns jetzt entschieden, einfach bis Dienstag hier im Ort zu bleiben und zu warten. Die Tour zum Gletscher wollen wir auf alle Fälle machen, wenn wir schon mal hier oben sind. Morgen lassen wir es dann eben ruhig angehen und schauen uns ein bisschen im Dorf um. Das ist ein nettes Fleckchen Erde hier, da lässt es sich auch mal einen Tag länger aushalten.
    Read more

  • Dia del Pionero

    February 21 in Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute waren wir beim Dia del Pionero in Coyhaique. Das Wetter war wirklich klasse und wir hatten den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein. Es war schön, die vielen Leute in ihren originalen Trachten zu sehen. Die Stimmung war total relaxet und trotzdem feierlich. Ein richtig netter und entspannter Tag.

    Dieses Fest erinnert an die Gründung der Stadt im Jahr 1929. Coyhaique ist ja eigentlich noch ziemlich jung. Die feiern da die ersten Siedler, die damals in die Wildnis hier gekommen sind, um das Land zu bewirtschaften. Es ist schon interessant, wie wichtig den Leuten ihre Geschichte hier ist, auch wenn das alles noch gar nicht so lange her ist.

    Übrigens waren die Kostüme echt sehenswert, vor allem die vielen Leder-Sachen und Hüte der Gauchos. Man hat gemerkt, dass die Leute richtig stolz auf ihre Traditionen sind. Überall gab es Musik und die Pferde waren auch typisch traditionell geschmückt bzw. Zurechtgemacht. Es hat einfach Spaß gemacht, da einfach rumzusitzen und den Umzug anzuschauen.

    Ein schöner Einblick in das Leben, auf die Menschen hier und ihre Werte.
    Read more

  • Coyhaique

    February 20 in Chile ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute waren wir in Coyhaique unterwegs. Das ist eine echt entspannte Stadt, aber halt wirklich eine richtige Stadt mit vielen Menschen und großen Einkaufsläden. Es gibt hier eigentlich alles, was man so braucht. Das war nach der Zeit in der Natur mal wieder ganz interessant zu sehen.

    Eigentlich sollte an diesem Wochenende hier ein Festival stattfinden. Das wurde jetzt allerdings so verschoben, dass es nur noch am Samstag läuft. Von daher konnten wir den Tag heute gut nutzen und erst mal die ganzen fälligen Einkäufe erledigen.

    Danach haben wir einige Reparaturen am Auto gemacht. Wir mussten zum Beispiel das Dach abdichten, da hat es uns neulich nämlich ordentlich reingeregnet. Das war nicht so klasse. Ein paar andere Sachen am Wagen haben wir dann auch direkt mit erledigt, wenn man schon mal dabei ist.

    Apropos Wetter, da hatten wir heute richtig Glück mit dem strahlenden Sonnenschein. Das war erst der zweite Tag, der sich so richtig schön warm angefühlt hat. Wir konnten deshalb lange draußen sitzen und das Wetter genießen.
    Es war also insgesamt alles sehr entspannt und ruhig heute. Es tat mal gut, die ganzen praktischen Dinge zu erledigen und einfach mal ein bisschen abzuschalten.

    Abends kamen dann wieder Norbert und Petra sowie Franz und Manuela auf dem Campingplatz dazu und wir haben gemütlich lange draußen gesessen und Wein getrunken.
    Read more

  • Ab in eine andere Welt...

    February 19 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute sind wir von Puerto Río Tranquilo nach Coyhaique gefahren. Die Fahrt fühlte sich an wie der Wechsel in eine ganz andere Welt. Wir haben das raue Patagonien mit seinen Gletschern und den einsamen Gegenden verlassen und sind in einer richtigen Stadt gelandet. Hier gibt es jetzt Asphaltstraßen, viele Geschäfte und deutlich mehr Menschen. Sogar das Klima und die Pflanzen wirken hier oben schon ganz anders als im tiefen Süden.

    Der Weg hierher hat uns allerdings einiges abverlangt. Besonders die 100 Kilometer Schotterpiste auf der Carretera Austral waren wirklich anstrengend. Das war wohl die schlechteste Strecke, die wir bisher hatten, und sie hat unserem Auto alles abverlangt. Es hat überall geklappert und gerüttelt. Als dann endlich der Asphalt begann, war das eine unglaubliche Wohltat für unsere Ohren und sicher auch für das Fahrzeug.

    Die Landschaft unterwegs war trotzdem wieder sehr schön anzusehen. Das Wetter hat zwar nicht den ganzen Tag über mitgespielt, aber die Ausblicke haben sich trotzdem gelohnt. Man konnte richtig beobachten, wie sich die Pflanzenwelt und die Form der Berge mit jedem Kilometer verändert haben.

    Alles wirkt jetzt ein bisschen grüner und weniger schroff als noch vor ein paar Tagen.

    Apropos Veränderung, wir müssen uns erst wieder an den Trubel gewöhnen. In Coyhaique ist richtig was los im Vergleich zu den kleinen Dörfern der letzten Wochen. Man merkt sofort, dass dies das Versorgungszentrum der Region ist.

    Morgen schauen wir uns die Stadt dann mal genauer an und erledigen ein paar Besorgungen.
    Read more

  • Zurück in Puerto Río Tranquilo

    February 18 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Zurück ging es heute noch einmal durch das wunderschöne Tal des Parque Exploradores nach Puerto Río Tranquilo. Natürlich nicht einfach nur durchfahren – wir haben wieder mehrfach angehalten. Zu schön, um es einfach links liegen zu lassen.

    Besonders spannend fanden wir die kleinen Familienfriedhöfe am Straßenrand. Mitten in dieser Bilderbuch-Kulisse aus Bergen, Fluss und Seen liegen sie dort, gepflegt, ruhig, fast schon ein wenig poetisch.

    Abends haben wir uns dann noch mit Manuela und Franz sowie Petra und Norbert getroffen. Plötzlich war gefühlt wieder die halbe Antarktis-Truppe vereint – ganz zufällig hier im Süden Chiles.

    Ein richtig netter Abend. Schon verrückt, wo man sich überall wiedertrifft.
    Read more

  • Parque Exploradores

    February 17 in Chile ⋅ ⛅ 8 °C

    Endlich wieder raus in die Natur – ab in den Parque Exploradores. Schon die Anfahrt ist schön, aber die kurze Wanderung auf dem Sendero Mirador Glaciar Exploradores setzt dem Ganzen die Krone auf.

    Der Glaciar Exploradores gehört zum nördlichen patagonischen Eisfeld und schiebt sich langsam ins Tal hinunter. Vom Aussichtspunkt hat man einen richtig guten Blick auf die grauweiße Eisfläche. Aber nicht nur der Gletscher war beeindruckend – auch das Tal selbst. Überall kleine Wasserfälle, klare Bäche, dichte Wälder und zwischendurch türkisfarbene Seen. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.

    Heute schlafen wir an einem echten Traum-Stellplatz, mitten in der Natur direkt an einem Gletscherfluss. Das Rauschen im Hintergrund, sonst nichts.

    Und als wäre das nicht schon schön genug, sind Norbert und Petra spontan auch noch rausgefahren. Jetzt sitzen wir hier zusammen und trinken ganz entspannt eine Flasche Rotwein. Ein richtig runder Tag.
    Read more

  • Puerto Río Tranquilo

    February 16 in Chile ⋅ 🌧 14 °C

    Heute war Regentag in Puerto Río Tranquilo. Also kein großes Abenteuer, sondern Arbeiten und Projekte voranbringen. Muss auch mal sein.

    Auch wenn es auf den zwei Bildern vielleicht anders aussieht – es war fast den ganzen Tag nass und eher ungemütlich. Grau, windig, zwischendurch richtig feuchtkalt. Kein Wetter, bei dem man lange draußen bleiben möchte.

    Aber genau dafür sind solche Tage gut. Wir haben viel geschafft, Dinge sortiert, geplant und abgearbeitet. Tut auch gut, wenn man abends merkt: Heute war zwar kein Panorama-Tag, aber ein produktiver.

    Abend saßen wir aber noch nett zusammen mit Norbert und Petra aus der Antarktis und Alex und Michi, die wir heute kennen gelernt haben.

    Morgen darf dann aber gerne die Sonne wieder ein bisschen übernehmen.
    Read more

  • Ausflug mit dem Boot

    February 15 in Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute waren wir noch einmal auf dem Lago General Carrera unterwegs. Nachdem uns das Kajakfahren gestern so gut gefallen hat, wollten wir unbedingt die volle Tour zu den Catedral de Mármol machen. Dieses Mal waren auch die Cavernas de Mármol und die Felsen bei der Isla Los Arrayanes dabei.

    Das Wetter war heute richtig gut aber ordentlich windig und wir hatten endlich direkte Sonne auf dem Wasser, was die Farben der Felsen ganz anders wirken lässt als gestern Abend.

    Der Ausflug fing allerdings etwas eigenartig an. Die Wasserpolizei hat unseren Bootsführer direkt am Steg rausgezogen, weil er wohl von der Nacht davor noch ordentlich Restalkohol im Blut hatte. Da standen wir erst mal wie doof und mussten eine ganze Weile warten. Zum Glück wurde dann ein Ersatzmann gefunden, sonst wäre der Ausflug gelaufen gewesen.

    Der neue Fahrer hatte dann auch ordentlich zu kämpfen. Auf dem See waren heute sehr hohe Wellen, was mit dem kleinen Boot echt ungemütlich war. Er musste oft kreuzen und konnte nicht den direkten Weg nehmen, damit wir nicht komplett nass werden. Das hat die Fahrt zwar etwas verlängert, aber am Ende hat alles gut geklappt. Die Stellen waren wirklich klasse und sehenswert. Gestern waren wir ja etwas zu spät dran, aber heute hatten wir ja volle Sonne. Dadurch leuchtete das Blau im Wasser richtig intensiv.

    Ich hab übrigens mal nachgeschaut, wie diese Formationen eigentlich entstanden sind. Das ist schon interessant. Das Ganze ist purer Kalziumkarbonat, also echter Marmor. Über 6.000 Jahre lang haben die Wellen des Sees gegen den Stein geschlagen und die weicheren Schichten einfach rausgewaschen. So sind diese Gänge und Höhlen entstanden. Die unterschiedlichen Farben kommen von den Mineralien im Wasser. Je nach Wasserstand und Lichteinfall sieht das jedes Mal anders aus, was wirklich eine nette Sache ist.

    Danach sind wir wieder zurück nach Puerto Río Tranquilo gefahren. Die Fahrt war wegen der Wellen wieder recht holprig, aber der Ersatzmann hat das gut gemacht.

    Es war schön, die Höhlen jetzt noch mal in Ruhe und bei besserem Licht zu sehen. Der Ausflug hat sich auf alle Fälle richtig gelohnt.

    Morgen soll es schlechtes Wetter geben. Mal gucken. Vielleicht bleiben wir einfach mal einen Tag auf dem Camping Platz...
    Read more

  • Catedral de Marmol

    February 14 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Eigentlich wollten wir heute einfach nur Strecke machen. Die komplette Route kannten wir ja schon – staubig, viel Ripio, ein paar Baustellen. Also Kopf runter und fahren.

    Aber wir sind überraschend gut durchgekommen. Und plötzlich standen wir bei den berühmten Marmor-Felsen am Lago General Carrera. Eigentlich wollten wir nur kurz halten und eine Tour für morgen buchen.

    Die Catedral de Mármol und die umliegenden Formationen gehören zu den bekanntesten Naturwundern der Carretera Austral. Über Jahrtausende hat das Wasser des Gletschersees den reinen Marmor ausgewaschen und diese Höhlen, Bögen und Säulen geformt. Je nach Licht schimmern sie weiß, grau, blau – manchmal fast wie gemalt.

    Vor Ort hieß es dann: Morgen wird es sehr windig, Kajak-Touren eher unsicher. Also kurzer Blick, kurzes Nicken – und wir saßen plötzlich in der letzten Kajak Tour des Tages.

    Und es war genial. 😀 Mit dem Kajak zwischen diesen Felsen zu paddeln, direkt an den geschwungenen Wänden entlang, ist nochmal etwas ganz anderes als vom Boot aus.

    Und dann konnten wir sogar durch eine Marmor Höhle hindurchfahren. Stille, blaues Wasser, Lichtreflexe am Marmor. Einer dieser spontanen Momente, die einen Reisetag plötzlich perfekt machen.
    Read more

  • Richtung Norden

    February 13 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute sind wir das erste Stück in Richtung Norden aufgebrochen. Unser Ziel ist das Ende der Carretera Austral in Puerto Montt, aber bis dahin haben wir noch einige Stopps und Tage vor uns.

    Die nächsten zwei Tage werden wir schon ziemlich viel Zeit im Auto verbringen. Da wir die Strecke vom Hinweg schon kennen. Das Fahren ist anstrengend, aber die Landschaft ist ja zum Glück ganz nett anzusehen. 😉

    Einen Abstecher in eine für uns neue Gegend haben wir heute aber doch noch eingebaut. Wir sind zum Lago Christie gefahren. Das war eine gute Entscheidung, denn die Gegend dort ist wirklich schön und es war kaum etwas los. Der See liegt ziemlich abgelegen, fast schon an der Grenze zu Argentinien.

    Danach ging es wieder zurück auf die Hauptstraße. Das Wetter hat heute auch gut mitgespielt, es war trocken und die Sicht auf die Berge war klar. Die Schotterpisten sind hier teilweise recht holprig, man kommt also nicht besonders schnell voran.

    Übrigens merkt man jetzt deutlich, dass wir uns langsam vom tiefen Süden verabschieden. Die Vegetation verändert sich ein bisschen. Viel mehr ist heute eigentlich nicht passiert, außer dass wir 2,5 Stunden am der Fähre gewartet haben und im Auto saßen.
    Read more

  • Villa O’Higgins

    February 12 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Villa O’Higgins ist nicht nur das Ende der Carretera Austral, sondern liegt auch direkt am Lago O’Higgins. Der See ist tatsächlich der tiefste See Amerikas und einer der tiefsten der Welt. Mit einer maximalen Tiefe von etwa 836 Metern ist das schon eine ordentliche Hausnummer.

    Der See hat diese typische milchig-türkise Farbe, was am Gletscherschliff liegt, der von den umliegenden Eisfeldern hineingespült wird.

    Die Stadt selbst ist eher klein, aber wirklich nett gemacht. Wir haben hier bisher nur super nette Menschen getroffen, die Stimmung ist sehr entspannt.

    Heute stand bei uns eine Wanderung auf dem Plan, die es in sich hatte. Es ging ziemlich steil nach oben und war echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Das Wetter hat glücklicherweise auch mitgespielt, sodass wir eine gute Sicht hatten.

    Wir haben nacheinander die verschiedenen Stationen abgeklappert: den Mirador la Bandera, den Mirador Cóndores und den Mirador del Valle. Von oben war der Blick auf die Seen und die Gletscher richtig schön und die Tour ist absolut empfehlenswert.

    Wir waren zwar nur 3 Stunden unterwegs. Aber durch die Steilheit fühlen sich die Beine jetzt entsprechend an.
    Read more

  • Der Anfang oder das Ende?

    February 11 in Chile ⋅ ☁️ 8 °C

    Heute sind wir in Villa O’Higgins angekommen und damit auch am Ende der legendären Carretera Austral. Es war ein nettes Gefühl, vor dem berühmten Schild zu stehen, das den Endpunkt der Strecke markiert.

    Man fragt sich dort am Pfosten unweigerlich, ob es nun das Ende der 1247 Kilometer langen Straße ist oder eigentlich der Anfang. Das Schild konnte man auf alle Fälle von beiden Seiten aufnehmen, das ist eine ziemlich coole Idee der Erbauer.

    Unterwegs hierher hatten wir wettertechnisch wirklich alles dabei. Es gab kräftigen Regen, aber auch Phasen mit schöner Sonne. Besonders beeindruckend war der frische Schnee auf den Berggipfeln und den Gletschern links und rechts des Weges. Die Landschaft ist hier unten im Süden noch einmal ein Stück wilder. Wir haben fast an jedem Aussichtspunkt angehalten, um Fotos zu machen oder einfach nur kurz zu schauen.

    Die vielen Seen entlang der Strecke hatten ganz unterschiedliche Blautöne, was bei den wechselnden Lichtverhältnissen nett anzusehen war. Es ist war zwar anstrengend zu fahren, aber die Aussichten haben die Rüttelei auf der Schotter Piste akzeptabel gemacht.

    Jetzt sind wir erst einmal froh, diesen südlichsten Punkt erreicht zu haben. Ab jetzt geht es wieder Richtung Norden in die Wärme.

    Wir schauen uns jetzt noch ein bisschen im Dorf und in der Gegend um und überlegen, wie es die nächsten Tage weitergeht.
    Read more

  • Caleta Tortel

    February 10 in Chile ⋅ 🌧 7 °C

    Heute war es ein sehr regnerischer Tag auf dem Weg nach Villa O’Higgins. Das Wetter in Patagonien ist eben unberechenbar, aber wir hatten zwischendurch immer mal wieder Glück mit ein paar trockenen Momenten. Die Fahrt war trotzdem gut machbar (auch wenn die Straße schon in einem sehr schlimmen Zustand ist teilweise, aber noch mit unserem Ducato machbar). Wir haben unterwegs einige Stopps eingelegt, um die Aussicht zu genießen. Besonders die Cascada Empalme Alto war schön anzusehen.

    Danach ging es für uns weiter nach Caleta Tortel. Ich habe mal nachgeschaut, was es mit diesem besonderen Ort auf sich hat. Das Dorf wurde erst 1955 offiziell gegründet, um die Holzindustrie in der Region zu erschließen. Es liegt direkt an der Mündung des Río Baker und ist berühmt dafür, dass es dort keine konventionellen Straßen gibt. Alles ist auf Stelzen gebaut, um den sumpfigen Boden und die Gezeiten zu überbrücken.

    Der Besuch im Dorf war wirklich interessant. Es ist Wahnsinn, wie viele kilometerlange Holzstege die dort verbaut haben. Man läuft die ganze Zeit über Treppen und Brücken aus Zypressenholz. Ich glaube, es sind insgesamt über sieben Kilometer an Gehwegen. Na ja, gefühlt waren es jedenfalls eine Menge Stufen. Es ist ein sehr schöner, uriger Anblick.

    Apropos Wasser: Wir mussten uns dann etwas beeilen, um rechtzeitig weiterzukommen. In Puerto Yungay haben wir zum Glück noch die letzte Fähre nach Río Bravo erwischt. Die Überfahrt war ruhig und die Organisation am Anleger verlief reibungslos.

    Hier in Río Bravo werden wir nun die Nacht verbringen. Direkt an der Fähre für einen Zwischenstopp völlig okay. Morgen geht es dann weiter auf dem letzten Stück der Carretera Austral. Wir sind gespannt, wie die Piste dort beschaffen ist.
    Read more