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Joined June 2019
  • Day79

    Weinempfang bei 6000km

    Yesterday in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Ich startete den Tag mit einem letzten verliebten Rückblick in die Alpen, bevor mich die größtenteils schottrigen Waldwege nach München geleiteten..Trotzdem ich locker flockig die Talabfahrt genoss, schreit mein Körper nach einer Pause..In München angekommen wusele ich mich auf den gut ausgebauten Radwegen zu Sebastian, der Wein und Grüße zum Empfang bereitstellt..
    Ich freue mich frisch geduscht zu sein und genieße den Luxus einer Waschmaschine bevor wir gemeinsam zum Lederhosen kaufen aufbrechen und anschließend bei gebührendem Abendmahl meine 6000km Marke und die Zusammenkunft in München feiern..Fühlt sich fast schon an wie zu Hause..🙃..
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  • Day78

    Vom Tag als Muskeln Maschinen bezwangen

    September 16 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach zehn Stunden Schlaf erwache ich seicht, die ersten 20km gehen auch sehr leicht..Ein glasklarer Himmel und die sanftkalte Alpenluft, dazu noch der gar himmlische Blumengeruch..
    Der Weg aus dem Inntal ist meine letzte Aufgabe, bevor ich die Alpen als gemeistert zu betiteln wage..
    Jenbach heißt der schaurige Ort, an dem so manches e-bike praktiziert selbstmord..Bei 25% Steigung sehe ich sie reihenweise versagen, es ist auch der Ort an dem meine Muskeln ihre Technik schlagen..Nur sechs Kilometer hält die Steigung an aber nach vier Kilometern komme ich auf Kevin nicht mehr voran..Der Weg er ist steinig, der Weg er ist schwer und das flache Profil von Kevin reicht hier nicht mehr..Für die letzten zwei Kilometer ist Schotter unser Begleiter, die Räder drehen durch, so geht es leider nicht weiter..Ich steige ab von meinem treuen Begleiter und schiebe die letzten Kilometer sehr langsam weiter..Selbst jetzt noch rutscht mir Kevin davon als mir auf einmal bei einer fotopause der Lenker entronn..ich rette ihn vor dem Sturz mit letzter Kraft, natürlich nicht ohne das mir die Pedale eine neue Wunde am Schienbein verschafft..😅..
    Oben am Achensee angekommen bin ich seltsam benommen, ich habe quasi die Alpen erklommen..Denn ab diesem Punkt gehts fast nur noch bergab, bis ich morgen in München bei einer treuen Seele meinen Schlafplatz hab..
    Am Sylvensteinsee werden Tränen vergossen, diesmal nicht weil ich habe die Aussicht so genossen..Viel eher übermannt mich ein Tsunami an Emotionen, denn ich bin wieder in Deutschland wo meine Freunde und Familie wohnen..🙃..
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  • Day77

    Kuhglockenklangteppich

    September 15 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Also es ist immernoch so traumzauberhaft wie die letzten Tage, wobei die atemberaubenden Aussichten mir auch mittlerweile eine Pause vom ganzen Staunen und Hals verrenken gönnen, als ich durch das Brenner Industriegebiet fahre und dann tatsächlich auch relativ viel Hauptstraße beradeln muss..Aber nach ein paar Kilometern bin ich wieder auf Radwege und Nebenstraßen angekommen und habe genug Zeit ins Tal zu starren und mich einmal mehr zu fragen: warum und vor allem wie mäht man auf all den steilen großflächigen Wiesenstücken Rasen.?!
    Was noch..die Anstiege gehen, Überraschung, immernoch kräftezehrend bergauf und die Beschilderung in Österreich wird schlechter..😅..ich habe heute ein paar mal in den verwinkelten Ortschaften verwirrt den Weg gesucht..Vor allem auf der Abfahrt Richtung Innsbruck..Die war nicht mal ansatzweise so spaßig wie ich sie mir vorgestellt habe..Denn sie war so steil, dass ich trotz bremsen nie wirklich langsamer als 40km/h war, bei schlechter Straße und dann auch noch autobeladen und durch die vielen Kurven uneinsichtig..Ich war froh, als ich unten angekommen bin..Ich nehme mal an, die 6km bei teils 25% Steigung aus dem Inntal raus werde ich morgen vermutlich schieben..😅..
    Innsbruck ist genau so, wie es mir von meinem letzten Besuch in Erinnerung geblieben ist..Eine Stadt, die von der Aufmachung eher einem Puppenhaus gleicht, als dass sie wirklich ernst gemeint sein sollte..😅..Ich habe keine Lust mich durch die Touristenströme der Innsbrucker Innenstadt zu kämpfen und suche den direkten Weg zum Inn-Radweg..Hier begleiten mich tosendes klingeln von tausenden Kuhglocken, die zwischen den Bergfronten einen sanften, echoartigen Klangteppich ausbreiten..
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  • Day76

    Eat, sleep, bike, repeat

    September 14 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Die ersten 30km des Tages hatten fallende Tendenz..Dennoch stand ich dafür öfter im Sattel als mir eigentlich lieb war..Meist aus purer guter Laune und Energie, dass ich sonst Angst hätte ich würde platzen..Aber eben auch viel zu oft, weil der erste Gang im sitzen einfach nicht ausreichen wollte..😅..Trotzdem ich mittlerweile eine ganz gute Figur am Berg abliefere, muss ich dann heute doch zwei mal absteigen..Kratzt aber nicht mehr am Ego wie zu Beginn der Tour..da hätte ich vermutlich heute den ganzen Tag geschoben..😂..
    An vielen Wegweisern sehe ich die Jakobswegmuschel und dem süßen Moment der Erinnerung an das vergangene Abenteuer schließt sich ein mir selbst gewidmetes genervtes Augenrollen an..Ich hätte durchaus so blickig sein können meinen Pilgerausweis mit auf die Reise zu nehmen..Nur damit könnte man in den Pilgerherbergen und Klöstern unterkommen..Denn hauptsächlich durch Ermangelung an erschwinglichen Unterkünften in akzeptabler Distanz, ende ich heute auf der 1100m Linie vor dem Brennerpass, anstatt dahinter..Aber man lebt ja unsbekannterweise nur einmal und wir wissen ja bereits aus Bulgarien, Berge am Morgen..
    Auf dem Brenner werde ich vielleicht kurz einen stampfenden Freudentanz abhalten..Denn wer die Route nicht ganz so sehr im Kopf hat wie ich: ab morgen habe ich alle vierstelligen Berge der Tour hinter mir gelassen..🙃..
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  • Day75

    Der deutsche Sprachraum hat mich wieder

    September 13 in Italy ⋅ ⛅ 14 °C

    Auch am heutigen Morgen begrüßen mich die Alpen mit blauem Himmel und Sonnenschein..Die Nacht in einer schlecht isolierten Unterkunft war nicht wirklich wärmer als die Nacht davor im Zelt..Aber für 7 Grad bin ich dann doch nicht ausgerüstet..😅..
    Alle Strapazen waren schnell vergessen, als die Kurbel wieder lief und ich die noch verbleibenden knapp 600 Höhenmeter zu meinem höchsten Punkt der Reise und der Grenze zu Südtirol antrete..Der Dolomiten Radweg führt einen durch die malerischen Landschaft entlang einer ehemaligen Bahntrasse, über so einige schlecht zu fotografierende Schluchtbrücken und die alten, kalten, zugigen Tunnel..Ab cortina d'ampezzo sind ganze Fahrradhorden auf der teils wirklich herausfordernden Schotterpiste unterwegs..Dort kommen Zug-, Bus-, und Autowagenladungen an Mountainbikes an..Die meisten davon e-bikes..Ich weigere mich die mid-zwanzig Jährigen auf ihren elektrisch betriebenen Möchtegernmountainbikes zu Grüßen..Die e-bike Omis hingegen bekommen das typische anerkenndende Nicken..Und die soliden Rennradopis ein beherztes buongiorno..Ich bin mir bei manchen sicher, sobald sie vom Sattel absteigen können sie keine drei Meter gehen..Aber auf dem Rad scheint ihre Welt in Ordnung zu sein..
    Ich vertrödele den Tag mit Enten und Kühen fotografieren, schlendere über gepflegte Friedhöfe und lege an jeder erdenklichen noch so flachen Bergpfütze eine Pause ein um den Ausblick zu genießen..
    Hatte ich schon erwähnt, dass die Welt schön ist.? 😊
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  • Day74

    Weil die Welt schön ist

    September 12 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    "Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude Rad zu fahren" sagte John F. Kennedy einst und ich hätte es wahrlich nicht besser ausdrücken können..Der glückselige Moment der Leichtigkeit, wenn ich morgens den ersten Tritt in die Pedalen gebe, der seichte Fahrtwind, der mir die von der kalten Nacht geschwollenen Augen öffnet, das überwältigende Gefühl von einer Bergkuppe zurück ins Tal zu blicken, wo man grade eben nochmal Mut und Zucker für den furchteinflößenden Anstieg getankt hat und die Gedanken, die frisch und frei neben mir hersausen..Und all das, bei einer Aussicht, die mich heute so gewaltig umhaut, dass ich ein paar mal Tränen in den Augen habe..Aus dem einzig und alleinigen Grund, weil die Welt so ein unglaublich wundervoller Ort ist..
    Es ist offiziell..Die Alpen haben mein Herz gestohlen..🖤..
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  • Day73

    Berggeflüster

    September 11 in Italy ⋅ ⛅ 23 °C

    Ich verlasse das italienische Flachland leicht kränklich, mit schmerzender Kniekehle aber auch mit verdammt guter Laune..Nach gefühlt 4000km bin ich heute das erste mal wieder auf einem Fahrradweg unterwegs..und zwar ein Richtiger, bei dem man weit und breit keine Autos sieht..Ein wahrer Luxus, den der ganze Balkan nicht bieten konnte..ich sehe die Alpen schon den ganzen Morgen, wie sie sich gewaltig am Horizont auftürmen und nach 50km bin ich endlich drin..Bei all dem Dauergrinsen, als ich unter der Autobahn in Felsschluchten von Bergssee zu Bergsee gleite, vergesse ich glatt, das es ab jetzt mehr oder weniger 200km bergauf gehen wird..Aber wer hoch fliegt kann auch lange bergab radeln..Irgendwie so ging doch das Sprichwort..😅..
    Ich bin jedenfalls verliebt und freue mich auf die nächsten Tage..Kevin, die Alpen und ich..Der wohl beste Dreier meines Lebens..😁..
    Mein Zelt schlage ich heute an einem Campingplatz am See auf..Ich gestehe - ich habe den Schlaf in Bodennähe schon etwas vermisst..Der perfekte Tagesabschluss..
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  • Day72

    Glastaubenandenken

    September 10 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    6:54..warum bitte bin ich an meinem Ausschlaftag um 6:54 wach..😂..Ich gönne mir einen Zero Day in Venedig, bevor es ab morgen durch die Alpen geht..Irgendwie ist radfahren entspannter als Menschenmassen..
    Aber ich verstehe, warum es so viele Menschen täglich herzieht..Venedig ist unglaublich..Eine komplette Stadt ohne Autos oder sonstige gängige öffentliche Verkehrsmittel..Dafür ein endloses Labyrinth an kleinen verwinkelten Gassen in die ich mich freudig planlos reinstürze..Nicht selten stand ich in einer Sackgasse, die an kleinen Stufen zu einem Kanal endete..
    Ich weiß nicht wie viele Brücken ich heute überquert habe aber ich Stimme Venedig zu - Räder sind hier vollkommen nutzlos..Rollkoffer übrigens auch..😅..
    Naja ich Stimme Venedig nicht in allem zu..Als ich nach dem Gassenlabyrinth auf einmal nichtsahnend auf den gigantischen Markusplatz stand, war ich so überwältigt von der Weite, dass ich mich auf nahegelegene Treppen setzte um mich an den Anblick zu gewöhnen..offensichtlich darf man auf dem Markusplatz aber nicht sitzen..es gibt eine ganze Armada von in grauen Westen eingehüllten Aufpassern, die einen in Sekundenschnelle darauf hinweisen..Wer auf dem Markusplatz sitzen möchte, muss in ein Cafe..man bezahlt dort 2€ fürs sitzen, 2€ für den Kellner und dann tatsächlich 6€, weil eine Band irgendwo leise im Hintergrund dudelt..Ach ja und da war natürlich der 7€ Cafe noch nicht dabei..😂..unglaublich..ich entscheide mich für eine Zigarette im stehen und ziehe weiter..
    Ich bin ab und an verwirrt, wer das ganze sinnlose Zeug in den Souvenirläden jemals kauft..GLASluftballons beispielsweise..ich meine wirklich.? Muss aber der Renner sein, die gibt's hier nämlich überall..Aber vielleicht sind es genau die Touristen, die sich freiwillig von Tauben anfliegen lassen, sich sogar mitten in die Taubenmenge stellen, auf einmal 20 von den Dingern auf ihnen sitzen, sich kurz freuen aber sich dann wutentbrannt wundern, dass die Täubchen eine Erinnerung hinterlassen, bevor sie wieder losfliegen..Menschen sind manchmal wirklich dumm..kann man nicht anders sagen..😂..
    Nach einem Tag geplantem Verlaufen, quetsche ich mich wieder in den Bus, der mich zurück zu Kevin aufs Festland bringt..Die Alpen rufen..yihaaa..🙃..
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  • Day71

    Flache Gegenwart, bergige Zukunft

    September 9 in Italy ⋅ ⛅ 20 °C

    Der Morgen sah vielversprechend aus..14 Grad, leicht bewölkt, dezenter Wind und vor allem ein unerwartetes Frühstücksbuffet vor meiner Zimmertür..ich liebe es, wenn sowas passiert..😅..ich schlüpfe in meine noch nicht ganz trockenen Klamotten und mache mich auf den Weg nach Venedig..Aber nicht, bevor es eine Reihe Schwachsinnsselfies gab..die sind bisher viel zu wenig entstanden.!
    Während ich durchs Flachland fahre, türmen sich rechts von mir schonmal die Alpen auf..stehen da einfach so rum und warten auf mich..Zum einen freue ich mich tatsächlich darauf..Aber der Anblick alleine reicht schon wieder für ein grinsendes Kopfschütteln a la "du und deine dummen Ideen Franziska"..😂..
    Aber seis drum, heute ist heute und die Alpen sind Zukunftsprobleme..gegen Mittag werden Brillen gewechselt..das heißt, es gab Sonne..🙃..Irgendwann unterwegs packt mich akute Unlust und ich halte auf den letzten 15km dreimal zum grummeln an..Aber auch das gehört dazu..
    Den restlichen Tag widme ich Besorgungen, Wäsche waschen und Entspannung..Venedig ist morgen auch noch da..und auch die Alpen schienen es jetzt nicht unbedingt eilig zu haben..
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  • Day70

    Blubberblasenregen

    September 8 in Italy ⋅ 🌧 19 °C

    150 ebene Kilometer trennen mich noch von der Fahrradverbannenden Stadt Venedig..insgeheim dachte ich mir heute morgen, dass geht ja mit ein bisschen Rückenwind auch an einem Tag..Das mit dem Rückenwind klappte für ein paar Kilometer..Aber irgendwie hat sich dann der Wind gedreht und mit ihm kam der Regen..ein bisschen halte ich ja aus..ein bisschen mag ich sogar..nunja..den ersten in Pfützen Blubberblasen schlagenden Regenerguss habe ich noch in einer Bushaltestelle abgewartet..beim zweiten hatte ich nicht so viel Glück ein trockenes Plätzchen zu finden..der Regen strömte in mein Gesicht und zwar in der Art, dass ich selbst die Straße nicht mehr gesehen habe..Für die Regenhose war ich zu langsam, nach ein paar Sekunden war meine Hose tiefdurchtränkt und die Regenjacke hatte ich zwar an, aber auch die konnte den Regenfluss auf meiner Haut nicht aufhalten, so unerbittlich prasselte es vom Himmel..Viel eher blähte sie sich, trotzdem sie hoch verschlossen war, vor lauter Wind zu einem Fallschirm auf, der das vorankommen nicht wirklich einfacher machte..nach einigen Kilometern finde ich eine kleine Kaschemme am Wegesrand, die mir einen Kaffee und einen Keks serviert..zwei Stunden warte ich unter strengster Beobachtung des Regenradars, bevor ich mich für heute geschlagen gebe und mir die nächstmögliche trockene Unterkunft suche..8km..ich warte auf einen günstigen Moment, in dem es nur stark regnet, Ich aber zumindest noch drei Meter weit gucken kann..hat nichts gebracht..hielt nur 500m an bevor ich mir wieder Nebelschlussleuchten an Kevin wünsche..komisches Gefühl, wenn beim in die Pedalen treten Wasser aus der Hose kommt..😂..
    Den restlichen Tag widme ich einer heißen Dusche und Netflix..
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