• Fastenbrechen im Kollektiv

    27. februar, Oman ⋅ ☀️ 24 °C

    Vier Wochen lang nichts essen und trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang: Das sind die Eckdaten des Ramadan. Im Kern steckt freilich viel mehr dahinter: Der Arm und Reich gleichermaßen betreffende Verzicht soll die Menschen ebenso einander näher bringen wie das gemeinsame Fastenbrechen und Schlemmen am Abend.

    Uns als Touristen trifft das strenge Fastengebot zwar nicht, denn als Reisende mit mehr als 83 Kilometern Distanz zum Zuhause (da qualifizieren wir uns knapp 😜) sind ausgenommen. Doch natürlich tangiert der Ramadan auch uns. Denn tagsüber bleiben uns die herrlichsten Cafès und Wirtshäuser verwehrt: alles dicht. Wir müssen also lernen, tags auf unsere (reichlichen) eigenen Vorräte zurückzugreifen, was wir betont diskret und rücksichtsvoll tun, nicht coram publico.

    So leer die Straßen und Märkte am Tag sind, so voll sind die Supermärkte: Denn sich für den Abend mit Lebensmitteln einzudecken ist erlaubt, und vorgekocht muss schließlich auch werden.

    Kaum sinkt die Sonne gen Firmament, füllen sich überall die Parks, Strände und Plätze. Von den Grills steigen Rauchwolken auf, es duftet wie auf einem Basar, Kinder toben herum, Erwachsene lachen und plaudern. Erst tief in der Nacht werden die Teppiche, Decken und Campingstühle wieder zusammengefaltet.

    An diesen Teil des Ramadans müsste ich mich nicht lang gewöhnen...

    Muss Schluss machen. Die Strandnachbarn bringen uns Leckereien. Wir werden uns mit Datteln revanchieren.
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