• Erfrischende Launen der Natur

    1. marts, Oman ⋅ ☀️ 28 °C

    Der Oman mag ein Wüstenland sein - ein wüstes Land ist er nicht. Zwischen schroffen, kargen Felsen hat sich die Natur manch wunderbare Laune einfallen lassen. Zwei davon haben wir bereits besucht, weitere sollen folgen. Inshallah!

    Man hätte den Eingang zur Schlucht Wadi Shab natürlich auch auf die andere Flußseite bauen können. Aber dann entginge den Besuchern das Übersetzen auf wackeligen Holzkänen - und dem Fährmann ein Rial (2 Euro) pro Person.
    Wir sind früh dran und machen uns in der Kühle des Morgens vor den Touristenmassen auf den knapp einstündigen Weg hinein in den immer enger werdenden Canyon zwischen hoch aufragenden, roten Felswänden. Über Kies, Geröll und große Felsblöcke geht es teils mühsam voran, doch was uns erwartet am Ende, ist den Aufstieg allemal wert: Ein Becken mit kristallklarem, wohltemperierten Wasser, das grünlich schimmert. Gut 20 Minuten schwimmt und geht man von hier aus weiter, erreicht eine Höhle und an deren Ende einen Wasserfall.

    Als Gott, Allah oder wer auch immer das Paradies schuf, übte er wohl hier - und war schon weit fortgeschritten.

    Lauwarmes Wasser auch im Bimmah Sinkhole, einem 20 Meter tiefen Loch in der Erde, das sich auftat, als unterspülter Kalksteinfels kollabierte. Eine natürliche Riesen-Badewanne, zu erreichen über 83 stark überdimensionierte Treppenstufen.

    Die arabische Sprache zeichnet sich ja durch ihre Blumigkeit aus. Weshalb die Doline, die dem Volksglauben nach durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sein soll, Hawiyat Najm heißt: „Der tiefe Brunnen des fallenden Sterns“.
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