• Kunterbunte Welt der Wunder

    March 14 in the United Arab Emirates ⋅ ☁️ 24 °C

    Was von außen wirkt wie eine am Boden gelandete, erstarrte Wolke birgt innen eine Wunderwelt der Imagination, die mit gängigen Superlativen nur unzureichend zu beschreiben ist. Die Besucher von "teamLab Phenomena" tauchen ein in eine Wunderwelt projizierter Farben und Formen, sie verschmelzen mit Kunstwerken in steter Bewegung. Das ist betörend und berauschend schön.

    Durch ein nahezu lichtloses Labyrinth schwarzer Gänge geht es von Installation zu Installation. Schon der Auftakt raubt einem den Atem und führt unweigerlich zur Ausschüttung einer satten Dosis Glückshormone: In einem kunterbunten Zauberwald fließen Farben gewaltige Baumsäulen hinauf und hinab. Spiegel verleihen dem imaginären Multicolor-Forst den Eindruck unendlicher Weite. Müsste man das Paradies entwerfen - so würde man es vermutlich gestalten.

    Weiter geht es durch Tunnels, durch die einen Strudel aus Licht zu spülen scheinen. In einem roten Rondell schwebt eine schwarze Scheibe, faszinierend und bedrohlich zugleich. Jede Bewegung im Raum lässt das 200 Kilo schwere Stoffrund, das nur von Luftströmen getragen wird, von seinem Kurs abweichen. Majestätisch.

    Aus dem Gleichgewicht bringt einen ein kugelförmiger Raum, in dessen Mitte ein begehbares Netz gespannt ist. Federnd läuft man über das elastische, durchsichtige Gitter wie über einen unendlichen Abgrund. Eine Ekstase aus Farben und Formen lässt zugleich die Horizontlinie verschwinden - umwerfend im wahrsten Sinn des Wortes.

    Kreativ aktiv werden die Besucher, bevor sie ein gigantisches Aquarium betreten. Fische, Lurche, Frösche oder Fabelwesen dürfen handcolloriert werden, bevor ein Scanner sie zum Leben erweckt und in das Riesenplanschbecken ohne Wasser schickt.

    Nass wird es dann doch noch. Zum Abschluss heißt es Schuhe aus. In einem wadentiefen Pool mit warmem Wasser schwimmen kindergroße Tropfen aus Plexiglas, von innen illuminiert. In ständig wechselnden Farben tanzen sie über die spiegelnde Oberfläche und mit den Besuchern. Ein Meer aus Licht und Glück. Phänomenal - da verspricht der Name dieses grandiosen, völlig abgefahrenen Projektes nicht zuviel.
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