• Abenteuer-Busch-Wanderung

    28 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 21 °C

    Das war bisher meine abenteuerlichste Buschwanderung.

    Ich wollte einen Weg ausprobieren, der nicht auf der handgemalten Karte zu sehen ist. Es gab nur einen kleinen Hinweis "nach Thames" (der nächste Ort). Weder auf der Karte noch auf meiner Wander-App konnte ich sehen, wie lange es dauern würde. Google Maps meinte etwa 6,5 km. Die laufe ich sonst in 1,5-2,5 Stunden. Also bin ich los marschiert, mit dem Gedanken, in Thames ein Stück Kuchen zu essen.

    Der Weg führte an wunderschönen, kleinen Wasserfällen entlang, mit immer wieder kleinen Becken, in denen sich das Wasser gesammelt hat. In meinem Kopf habe ich mir das wunderbar ausgemalt: in Thames werde ich ein Stück Kuchen essen und auf dem Rückweg in einem der Becken planschen. Ich hatte vier Stunden Zeit, das würde schon klappen.

    Aus dem schönen Weg wurde ein kleiner Pfad, aus dem Pfad nur noch ein steiniger, trockener Bachlauf bergauf, bis sich der Weg am Ende komplett verloren hat. Keine Markierungen mehr und alles zugewachsen. Mehrfach habe ich versucht, einen Weg zu finden. Es gab nur zwei Lösungen: direkt umdrehen oder so lange bergauf laufen, bis ich auf einen "richtigen" Wanderweg stoße, den ich auf der Wander-App sehen konnte. Natürlich habe ich mich fürs Durchboxen entschieden. Wollte ja schließlich ein Stück Kuchen genießen. 😂

    Nachdem ich dann endlich auf dem Wanderweg runter nach Thames war, musste ich feststellen, dass der Ort noch ganz schön weit weg ist... Ich bin so schnell Berg runter gelaufen, wie es ging, bis zum Anfang des Weges. Da habe ich festgestellt: bis zurück zum Retreat sind es jetzt immer noch 6,5 km und es waren schon 3 Stunden vergangen. 🙈

    Ich hatte nur noch etwa eine Stunde Zeit, um rechtzeitig zum Abendessen zurück zu sein. Den Kuchen hatte ich gedanklich schon gestrichen und außerdem fiel mir ein, dass ich gar kein Geld mitgenommen hatte.

    Mein Glück: ich habe zwei Typen getroffen, die die Wanderwege aufbereiten. Sie kamen gerade auf ihren Quads aus dem Busch und haben sie auf ihre Trucks geladen. Einer, Dane, war so freundlich und hat mich zurück zum Retreat Center gefahren! ❤️ So war ich nicht nur rechtzeitig zurück, ich konnte sogar noch duschen! Was für ein Abenteuer! 💪🏻

    Im Retreat Center hat mir Tessa dann auch noch heimlich ein paar Stücke von ihrer Schokolade 🍫 zugesteckt, weil sie wusste, dass ich sie gern mag und vermisse. Was für ein Glückstag! ☘️
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