• Parapara Peak (1.249m)

    7. februar, New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    06:00 Uhr -
    Der Wecker klingelt. Es ist mir doch noch zu früh. Ich drehe mich nochmal um.

    07:00 Uhr -
    Auf geht's, habe heute Größeres vor! Aufstehen, frühstücken, "Abfahrt".

    07:30 Uhr -
    Bin los gelaufen und wollte mir eine Mitfahrgelegenheit zum Startpunkt der Parapara-Wanderung suchen (die ist immerhin noch 13km entfernt). Daumen raus... Leider kein Glück heute. Ganze drei Autos sind innerhalb von etwa einer halben Stunde an mir vorbeigefahren. Naja, es ist ein langes Wochenende und dann auch noch früh morgens...

    08:00 Uhr -
    Plan B: Ich ruhe mich nochmals aus und warte, bis der Fahrradladen öffnet. Dann werde ich mir ein Radl mieten.

    09:15 Uhr -
    Ein e-Bike ist es geworden. Meine Beine haben heute noch einiges vor, da dürfen sie sich wenigstens auf dem Fahrrad ausruhen. Bin jetzt zwar fast drei Stunden später als ursprünglich geplant unterwegs, dafür bin ich mit dem Fahrrad flexibler und kann heute Abend evtl. noch an den Strand fahren für den Sonnenuntergang (nachdem ich den Sonnenaufgang verpasst habe 😆). Da der Fahrradladen morgen geschlossen hat und ich das Radl nicht zurückbringen kann, darf ich es einen weiteren Tag kostenlos behalten. 🥳

    10:05 Uhr -
    Ich hab es doch tatsächlich geschafft, den voll geladenen Akku auf Vollgas innerhalb von 13km leer zu radeln. Auf der Infotafel stand etwas von 75-100km pro Akkuladung. Damit war wohl ein eher sanfteres Fahren mit weniger Unterstützung gemeint. 😂 Dann Mal auf zur Wanderung. Über den leeren Akku auf der Rückfahrt ärgere ich mich später. 😉

    ***

    Los geht's. Erste "Hürde" direkt am Anfang: Flussüberquerung (nur Barfuß möglich und nur, wenn es die letzten Tage nicht geregnet hat). Die anderen unzähligen Überquerungen gingen mit Schuhen. 🥾
    Die gesamten 10km bin ich nicht nur rauf gelaufen, es war eher eine Kletterei mit ein paar Lauf-Passagen. Eine ganz schöne Anstrengung auf die kurze Distanz! Die Umgebung ist faszinierend. Wild wachsende, verdrehte Bäume, verwurzelter Boden, Sträucher, durch die ich mich kämpfe, neugierige Vögel, die mich begleiten, knöcheltiefe Sumpfe, und was nicht alles...
    "Dora the explorer" ist wieder unterwegs. 😉
    Mehrfach dachte ich, ich sei oben. Und dann kam doch nochmal eine Steigung, und noch eine Steigung, und noch eine Steigung. Wenn es zwischendrin ein Stückchen runter ging, bin ich jedes Mal fast verzweifelt, weil ich wusste, dass ich genau dieses Stück später nochmal rauf laufen muss. Und als ich dann endlich oben war, ging es noch ein ganzes Stück am Kamm entlang.
    Den Tränen so nah wegen der Anstrengung und der gleichzeitigen Freude, es geschafft zu haben, war ich zuletzt, als ich das Stilfser Joch hoch geradelt bin.
    Vorteil beim Radeln: Die Abfahrt kannst es rollen lassen.
    Nachteil beim Wandern: Runter braucht es genau so viele Schritte wie rauf.

    ***

    16:00 Uhr -
    Auf geht's zum Abstieg.

    19:55 Uhr -
    Ich hab es geschafft! Der Abstieg hat sich genau so gezogen wie der Aufstieg. Zwischendrin ging es mal ganz gut voran und dann kam doch noch diese eine Kurve und diese eine Stelle... Dass ich für die 20km ganze 7 Stunden brauche (reine Laufzeit), hätte ich nicht gedacht. Gleiche Länge und ähnliche Höhenmeter wie beim Tongariro Crossing und zwei Stunden längere Laufzeit. Was die Beschaffenheit des Weges doch ausmachen kann...
    Nun darf ich noch mit dem schweren e-Bike ohne Akku die hügeligen 13km zurück nach Takaka radeln.

    20km wandern, 26km radeln; für morgen habe ich mir einen Ruhetag verordnet und den Sonnenuntergang am Meer schaue ich mir auch erst morgen an. Werde eher versuchen noch ein Abendessen organisiert zu bekommen.

    (Auf allen Fotos mit Waldboden ist mein Weg/Trampelpfad zu sehen; oder eben nicht, weil so dicht bewachsen und trotzdem ging's da durch) 😊
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