• Heimweh?!

    January 23, 2022 in Gambia ⋅ ☀️ 31 °C

    Disclaimer: Wir sind nicht ernsthaft krank, sonst könnte und würde ich keinen Blogpost schreiben. Auch alle geschilderten Gefühle sind ganz normal und gehören zu einem Nomadenleben einfach dazu. Kein Selbstmitleid also, sondern einfach ein ehrlicher Reisebericht, denn es ist auch nicht immer alles nur Strand, Sonne und "lebensverändernde Erfahrungen" 🤢 Solche Reiseblogs gibt es schon zu Hauf und mich persönlich nerven und langweilen solche geschönten Darstellungen immer nur. Für "alles perfekt" müsst ihr auf Insta gehen 😉

    ❤️😷❤️

    Covid ist gerade abgehakt, da kommt der nächste Immunkiller ums Eck. Mein Bauch macht mir Probleme (keine Details an dieser Stelle) und auch ein bisschen Fieber darf anscheinend wieder nicht fehlen. Mal wieder zwei beschissene Nächte hintereinander und wieder ein Auge drauf, dass es sich nicht um eine der weniger spaßigen Tropenkrankheiten handelt. Dabei wollten wir uns doch jetzt einfach fertig von Covid kurieren, langsam wieder mit Sport anfangen und bis zu unserer Weiterreise wieder richtig fit werden. Ja, hat halt leider nicht geklappt.
    Und wenn sich die negativen Erfahrungen eben schon seit knapp einem Monat aufsummieren, dauert es meist nicht lange, bis sich ein ganz bestimmtes Gefühl einstellt: Heimweh. Das wiederum ist auch irgendwie knifflig, wenn man keine eigenen vier Wände mehr hat. Ich neige zum Beispiel dazu Sätze, wie "Ich will nach Hauseeee..." zu sagen, wenn es mir wirklich elend geht. Tja, aber wo ist das nur?
    In unserer alten Wohnung sehe ich in meiner Vorstellung mittlerweile nicht mehr uns, sondern andere Leute. Bei den Eltern ist es auch nicht, obwohl ein beliebter Satz in meinem Kopf auch "Ich will zu meiner Mamaaaa..." lautet, wenn ich so ernsthaft krank wie neulich war.
    Doch das ist eben manchmal einfach alles nicht möglich. Sei es, weil man mit einem hochansteckenden Virus infiziert ist und nicht von dort weg kann, wo man gerade ist. Oder sei es, weil man kein eigenes Zuhause mehr hat, in dem man sich zu 100 Prozent geborgen und gut aufgehoben fühlt.
    So ist das halt, wenn man so ein Nomadenleben führt wie wir es jetzt tun. Alles nicht so schön, aber eben auch alles ganz normal 🙏
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