God‘s bridge Canyon - Akchour
April 6 in Morocco ⋅ ☁️ 23 °C
Nach Chefchaouen und einem kurzen Stop an einem Kiosk, um ein weiteres Mal meine Maroc Telecom Karte für 50 DH aufzuladen, fahre ich eine schöne Strecke durch das Rif Gebirge, um den Earthcache GCA9R1R zu machen.
Unterwegs die üblich bettelnden Kinder und einige Frauen, die versuchen, ihre Ofenwaren zu verkaufen.
Am Parkplatz angekommen, bewaffne ich mich mit Wasser und Handy, also nur das Nötigste.
Es geht vorbei an den Bar‘s der Marokkaner, ähnlich wie im Paradise Valley, nur dass hier nicht so voll Müll rumliegt.
Der Aufstieg ist schon etwas anstrengend, aber gut machbar. Da das Wetter heute ja leider sehr zugezogen ist, ist auch die Sicht nicht allzu spektakulär.
An der God‘s Bridge angekommen, mache ich ein paar Fotos und gucke mir das Listing des Caches genauer an. Dabei fällt mir auf, dass das Felsentor unter der Brücke von der Größe her geschätzt werden soll, was von unten natürlich viel besser geht, da man es von der Brücke aus eigentlich gar nicht sehen kann.
Ich gehe nach der Brücke links in das Gelände, was nachdem „Vorsicht Gefährlich - Schild, so bergab geht und dann auch noch eine Gap aufweist, dass ich kehrt mache und wieder nach oben gehe.
Anschließend versuche ich den rechten Weg, der direkt vis-à-vis liegt, sich zwar zuerst vertrauenswürdig zeigt und sich dann jedoch ebenfalls in ein steiles Schotterungetüm verwandelt. Als nach einer begehbaren selbstgebauten Holztreppe auch noch eine weitere, ziemlich lange Treppe, die an 2 Drahtseilen an Bäumen hängt, die jeweils nur mit etwas Erde am Fels haften, kommt, entscheide ich mich nach einem Belastungstest umzudrehen. Ich kraxele wieder nach oben und treffe dort einen der zweit Männer, die ich auf dem Hinweg noch überholt hatte. Nach einem kurzen und sehr netten Austausch, gehe ich zu Mustafa und Mohammed, die am Anfang der Brücke Getränke verkaufen. Mohammed erzählt mir, dass die Treppen ausschließlich im Sommer benutzt werden, wenn hier mehr Menschen sind, die allesamt zum Wasser runter möchten, weil sie dann, in dem zu der Jahreszeit dann, viel flacheren Fluß baden. Ich erzähle ihnen, dass ich schon draufgestanden bin, um einen Belastungstest zu machen und sie lachen beide nur. Nun ja, am Ende habe ich ja die richtige Entscheidung getroffen, gehe den gleichen Weg zurück, den ich gekommen bin und löse an einem Vorsprung noch die Aufgaben des Earthcaches. Der Weg lässt sich zügig zurücklegen und ich passiere sämtliche Stationen, an denen Marokkaner arbeiten, um ihr Sommercamp fertigzustellen.
Kurz vor dem Parkplatz komme ich an eine Stelle mit dem Stausee mit einem kleinen Haus, an dem ein Vater seinen Sohn immer wieder in Gesicht schlägt und der Junge bereits ein vor Tränen übersätes Gesicht hat. Ich schaue da 10 Sekunden zu und fuchtel dann 1x mit meinem Wanderstock in die Richtung des Vater, währenddessen ich ihn frage:“Is that you way of education?“. Ich unterstreiche das noch mit einem bösen Blick.
Er lässt von dem Jungen ab und wir stehen uns regungslos gegenüber. Ich schiebe nochmals ein:“You really need to be a big man to hit this boy like this!“ und frage ihn weiter:“Is that your son?“. Es kommt keine Antwort. Bevor ich mich vergesse, drehe ich mich mit einem „scheiß Motherfucker“ um und gehe. Ich brauche ein paar Minuten, um mich von dem Erlebten wieder abzuregen, komme im Chälli an und beschließe direkt noch weiterzufahren.
Aber seht doch selbst!Read more



























Reisen mit Moni und MarcoDas war ja eine Schwindel erregende Tour in jeder Hinsicht. Ein echtes Abenteuer. Danke fürs teilen.