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Marokko 2026

Nun wird endlich nachgeholt, was ich 2022 wegen Covid nicht machen konnte. Frei nach dem Motto „besser spät als nie“ 🤫💫 Leer más
  • Bouyahya valley aka Paradise Valley

    1 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 13 °C

    Wat soll ich sagen, meins war’s net! So ein Müllloch! Aber im Wasser war ich trotzdem, haha!
    An- und Abreise waren ein Traum! Auch den Cache habe ich net gefunden! Wenn man nach den 2 Hauptparkplätzen weiter rauf fährt, kommen sicher schöne Angebote für die ein oder andere Wanderung. Aber seht doch selbst!Leer más

  • Cave Win Timdwin مغارة وينتيمدوين

    1 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute den besten Tag in Marokko bisher erlebt und das lag nicht an dem enttäuschenden „Paradise Valley“, wo ich noch am Morgen war. Die anschließende Fahrt durch das Gebirge vom Paradise Valley Parkplatz bis zur Cave Win Timdwin مغارة وينتيمدوين ist schon ein absolutes Highlight. Das zeige ich in einem anderen Footprint.
    Auf dem Anstieg zur Höhle lasse ich eine Gruppe junger Mopedfahrer passieren, von denen ich einen, Ali den Afrikaner,unterwegs wieder einsammele, weil sein Kumpel den Berg mit ihm hinten drauf nicht schafft. Am Parkplatz der „Höhle“ angekommen, machen wir erst einmal ein kleines Shooting und der übliche lustige marokkanische Trubel. Dann lädt mich Abdel der Parkplatzfred auf zwei Thymiantee ein und ich latsche die 1km bis zur Höhle hoch. Der Aufstieg lässt die Pumpe arbeiten! Hier oben an der Höhle ist es ein ganz besonderes Ambiente. Es ist ein großer Pool mit eiskaltem Wasser aus der Höhle vorhanden. Der Ausblick auf die Berge und ins Tal ist sagenhaft! Das Wasser, was aus der Höhle in den Pool läuft ist eiskalt und schmeckt hervorragend. Oben angekommen lerne ich Zinelabidin und Abdellatif kennen und wir machen gemeinsam eine kleine Erkundungstour. Ich erkundige mich bei Ihnen nach der Höhle, in die ich ja nur in Badehose ein paar Schritte gemacht hatte und zurückgegangen war, damit ich mir meine Schuhe anziehe und ein ausgiebigen Eindruck verschaffe. Doch dann höre ich, dass die Höhle mit einem Dieter verschlossen ist, da vor einiger Zeit ein Spanier darin ums Leben gekommen ist. Weiter höre ich, dass die Höhle 19 km und weiter in den Berg hineinragen soll, sie jedoch nach dem Tot des Spaniers nicht weiter erkundet wurde. Sehr schade, denn ich als alter Höhlenfred finde ja nichts spannender, als in solche Höhlen zu gehen. Sie bieten mir an ein paar Fotos als Erinnerung von mir zu machen, was ich bejahe.
    Als wir aus der Höhle schreiten, kommt ein Freund der beiden und drückt uns ein kleinen Strunk grün in die Hand, was derart intensiv und toll riecht, dass ich ihn einstecke und behalte. Es handelt sich um eine Königskerze (Gattung Verbascum).
    Ich mache den Vorschlag links neben der Höhle ins Gelände zu gehen und beide kommen mit. Wir führen wirklich erstklassige Gespräche und bleiben immer wieder stehen, um Pflanzen in der Natur oder der Landschaft zu huldigen. Zinelabidin frag mich einmal auf einen Baum zeigen ob ich wisse was um was sie sich handele. Gott sei Dank erkenne ich, dass es ein Agarnbaum handelt und berichte, dass es in Agadir eine Agern Fabrikation gibt (zu der mich ein Cache geführt hat). Wir unterhalten uns über die Vorteile der Anwendung von Agarnöl auf der Haut und die beiden sagen, dass die innerliche Anwendung in Marokko viel stattfindet. Zur Erinnerung mache ich ein weiteres Foto von uns an einer Kante, wo wohl im Winter das Wasser runter läuft mit einem herrlichen Blick auf das Tal. Wir lachen haben eine gute Zeit und treten anschließend den Rückweg an, wo wir etwas Probleme haben wieder auf den ursprünglichen Weg zu kommen. Da wir doch relativ tief runtergegangen sind. Wieder am Pool angekommen werde ich zum Tajineessen eingeladen. 7 erwachsene Männer essen aus einer riesigen Tajine, die schon geköchelt hat, als ich angekommen bin. Jetzt sind es ca. 2 Stunden später. Bei der Zubereitung gab es eine Arbeitsaufteilung. Einer hat sich um das Fleisch gekümmert und jemand anders um die ganze Tajine. Die Jungs sind derart geerdet, freundlich, lustig und einfach gut drauf, es hat komplett gebockt. Im Kreis auf Steinen hockend, essen wir gemeinsam die riesige Tagine mit sehr köstlichen Brot mit Haferflocken und einem schwarzen Korn bestückt, wo ich denke, dass es Kümmel ist. Wir essen trinken und lachen und immer wieder werde ich über die englische Sprache mit einbezogen und auch die andern öffnen sich relativ schnell. Es sind jedoch alles komplett unterschiedliche Charaktere von Menschen.
    Da darauf folgend gebetet werden soll, fragt mich Abdellatif, ob ich zusehen möchte, was ich respektvoll bejahe. Das ist superinteressant! Ich lerne heute mehr über Marokko, den muslimischen Glauben und die grundsätzliche Einstellung marokkanischer Männer, als die komplette Woche davor. Wir unterhalten uns eigentlich non stop und die Kulisse tut ihr übriges dazu. Einfach mal ins eiskalte Wasser springen, kein Problem, einfach mal in der Sonne bei 24 Grad trocknen und den traumhaften Ausblick henießen, kein Problem. Erfahren, warum die Höhle heutzutage nach ein paar Metern gesperrt ist und wie groß sie eigentlich in den Berg hineinragt, kein Problem. Was für ein Tag! Gut, dass ich unterwegs den marrokanischen Mountainbiker aus Agadir auf der Anhöhe getroffen habe und er mir von diesem „Wasserfall“ erzählt hat, aber seht doch selbst!
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  • Dar Nikola - Cache GCAGRWD

    2 de febrero, Marruecos ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich fahre mit dem Chälli durch den Gemüsegarten von Marokko, zumindest kommt es mir so vor und rechts und links sehe ich Gebäude mit weißen planen, klassisch zur Gemüsezucht. Es ist eine äußerst arme Gegend, man merkt es an den Leuten und den Häusern. Die meisten oder viele Häuser sind wirklich aus Lehm gebaut, was ja grundsätzlich nichts schlechtes ist, denn heute geht man ja dazu zurück, aber es zeigt eben auch, wie ärmlich diese Gegend hier ist. Ich parke den Challenger auf einer Hauptstraße an einer Mauer und direkt kommt ein kleiner Junge, ca. sieben Jahre und hüpft vor meinem Auto rum und versucht wirklich, die Fahrer und Beifahrertür aufzumachen, während ich drin noch am Handy beschäftigt bin. Ich gebe ihm aber ein klares und energisches Zeichen, dass er sich verpissen soll. Trotzdem schwenzelt er irgendwie fies um das Auto und schmiert noch mit seinen Händen überall am Fahrzeug rum und versicht wieder die Türen zu öffnen. Lass es gut sein, denke ich mir, ziehe mich in Ruhe um und gehe Richtung Cache durch das Dorf, wo mir wirklich vom Dorfeingang bis zum Haus des Caches (ca. 1km) eine Schaar von 5-6 Kindern unentspannt und dreist folgt. Immer wieder fragen Sie nach Geld (Dirham, Dirham) und machen nervende Geräusche. Da fragt man sich schon, welche Erwachsenen die Kinder derart erziehen, dass sie sich so verhalten. Ich lasse mich jedoch nicht beirren und komme schlussendlich am Cache-Gebäude an, wo die Blagen auch urplötzlich verschwinden. Ich begutachte das Gebäude, denn es ist ein riesiges Lehmhaus, wo ich ja komplett fasziniert davon bin.
    Da ich irgendwie davon ausgehe, dass der Cache sich drinnen befindet und die Haupttür ein wenig offen steht, drücke ich sie auf, werde von einem Hund (Sifi) bellend begrüßt und nach ein paar Sekunden steht ein Mann vor mir. Es ist Mustafa, wie sich dann noch herausstellen sollte. Er spricht überhaupt kein Englisch, nur Arabisch, ganz wenig französisch und ich so gut wie kein Französisch und gar kein Arabisch. Also ist unsere sprachliche Kommunikation stark eingeschränkt. Mit Händen und Füßen und teilweise mit google translate könne wir uns irgendwie verständigen, wobei das Internet nur 10 % funktioniert, folglich kann man sich gut vorstellen, wie das ausgesehen hat. Mustafa nimmt sich alle Zeit der Welt, um mir wirklich jeden Blickwinkel des Gebäudes zu zeigen, das Gästehaus, den Pool, die Bar, die Toilette im Gästehaus, wir gehen wirklich überall hin und ich versinke in Begeisterung und ich denke, dass er das auch bemerkt. Die Details wie die Holztüren oder wie die Dusche im Badezimmer konstruiert ist ist einfach herrlich. Es vergehen sicher 30 Minuten und ich bestaune gerade draußen den großen Esstisch und wie er im und in den großen Baum integriert ist, dass ich Mustafa nach dem Cache frage. Er sing signalisiert mir, dass ich ihm folgen soll. Durch die Haupttür verlassen wir den Innenbereich gehen entlang der Mauer bis zu einer anderen Tür und in dessen Türrahmen hängt eine süße Konstruktion, in der der Cache sich befindet. Ich signiere das Logbuch und mache ein Erinnerungsfoto von mir und Mustafa. Wir gehen noch auf die Rückseite des Gebäudes, wo grad jemand bauliche Arbeiten durchführt und Mustafa zeigt, dass ich kurz hier warten soll. Ich nutze die Zeit und schmuse mit Hunden den See, mit der ich schon ein Herz und eine Seele bin, denn sie begleitet uns die ganze Zeit. Nach ein paar Minuten kommt Mustafa zurück, um mir drei wirklich große und ganz frische Orangen zu überreichen. Da ich mir unsicher bin, krame ich etwas Kleingeld hervor und er signalisiert mir sofort, dass ich die schnell wieder wegstecken soll. Was für ein herzlicher Mensch. Erneut bin ich von der marokkanischen Gastfreundschaft derart überzeugt und begeistert, das ist so herrlich menschlich erfrischend. Ähnlich meiner Erfahrung gestern. Ich nehme ihn in den Arm und winke noch dreimal beim Verlassen und gehe durch das Dorf zurück, wo ich noch weitere interessante Gebäude mit großen Öfen etc. sehe. Gott sei Dank sind keine Kinder mehr sichtbar, bis ich den Chälli betrete, aber seht doch selbst!
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  • Fahrt nach Taroudannt, Cache, Sleep Spot

    2 de febrero, Marruecos ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich fahre mit dem Chälli schnurstracks nach Tarudant und mache natürlich zuerst den Rätsel-Cache von Kasim, den ich vor einer Hotelanlage finde. Mich packt so hard die Müdigkeit, dass ich ein paar Meter weiter links abbiege und etwas über einen Schotterweg den Chälli parken und 45 Minuten schlafe. Anschließend ist das Wetter auch nicht mehr so geil, es gibt sogar ein paar Regentropfen und ich bleibe dort im Wagen, Mache mir Bratkartoffeln mit dem Rest Iberico Schinken aus Spanien und Spiegeleiern vom Markt aus Agadir. Duolingo, Netflix und die Social Medien sind meine Freunde und ich verbringe hier die Nacht. Außer einigen Marokkanern mit Ihren Pferde- oder Eselgespannt zeigt sich nur ein Afrikaner, der in der Ruinen neben an zu schlafen scheint und ein Marokkaner mit einer Frau, sündige Felder begutachten. Morgens werde ich von der kräftigen Sonne für einen Erlebnisreichen Tag in Tarudant geweckt, aber seht doch selbst!Leer más

  • Dar Tourkia Maison d'hôtes

    3 de febrero, Marruecos ⋅ ☁️ 17 °C

    Bei meinem Weg zurück zum Chälli stehe ich zufällig vor diesem Gebäude und es zieht mich magisch hinein. Die Bemalungen der Wände, die Türen, das ganze Ambiente. Ich trete weiter hinein und bin einfach nur fasziniert. Als ich an 2 offenen Räumen vorbeigehe, werde ich von einem jungen Mann angesprochen. Es ist Yassin, wie sich noch herausstellen wird. Yassin fragt mich, ob er mir weiterhelfen kann und er erklärt mir, dass es sich hier um ein Hotel handelt und bietet mir an, mich herumzuführen, was ich sehr gerne annehme. Yassin ist ein sehr freundlicher, akurater, ruhiger Mann und ich liebe es, dass er mir hier das Angebot unterbreitet, mir alles ca. 20 Minuten zu zeigen. Ich möchte direkt einen Urlaub buchen! Aber seht doch selbst!Leer más

  • Taroudannt تارودانت‎

    3 de febrero, Marruecos ⋅ ☁️ 18 °C

    Von meinem Sleepspot geht es morgens direkt auf einen Parkplatz aus Park4night, der direkt neben der Kasbah liegt, wie ich erst am Ende meiner Tagestour erfahren werde. Da es hier in der Stadt nur einen Cache gibt, den ich gestern schon bei dem Hotel gemacht habe, bediene ich mich heute Google, um ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Dabei geht es erst wie wild kreuz und quer durch die Stadt und dann 1x mehr oder weniger die komplette Stadtmauer auf der Innenseite entlang. So ein wenig erinnert mich das Gewusel der Einheimischen hier an Casablanca, auch weil so gut wie keine Touristen zu sehen sind und das mag ich ja. Schön authentisch! Ich schlendere durch die Straßen und lande bei einem von mir auserwählten Sehenswürdigkeit, dem „Dar al-Dabbagh“, was ein Markt für Lederarbeiten und Felle ist. Z.b. 2x Ziegenfell klein = 100DH oder 1x Ziegenfell groß = 100 DH oder Camelfell oder wem oder was sonst noch das Fell über die Ohren gezogen wurde. Danke, aber nach kurzer Überlegung wird mir klar, dass ich das nicht unterstützen will, auch wenn mich ein älterer Mann in seinen gemütlichen Laden gelockt hat und die Ware + die o.g. Preise zeigt.

    Das Highlight erlebe ich heute sowieso wieder auf der menschlichen Ebene. Als ich auf der Ostseite am „Bab Targhount“ von innen durch die Stadtmauer nach außen schreite und an eben dieser nach rechts entlang schlendere, mache ich ein paar Fotos und bemerke, dass die komplette Seite der Stadtmauer (zumindest von außen) gerade renoviert wird. Irgendwelche Bauarbeiter geben mir aus der Enfernung Handzeichen, die mir signalisieren, dass ich ein Foto von Ihnen machen soll. Ich nähere mich den 3 Jungs und sie bitten mich ein Foto von ihnen zu machen und über whatsapp zu senden. Gesagt getan! Dabei ist es eigentlich schon urkomisch mit Yassin und seinen Kumpels, weil alle gut drauf sind und nur Quatsch machen. Yassin und ich tauschen unsere Nummern aus und ich sende ihm die Fotos und als wir diese begutachten, lachen wir uns halb tot, da Yassin nur Blödsinn macht, Als ich mich verabschiede und schon in ca. 100 m Entfernung bin, gestikulieren zwei von Ihnen wie wild herum und rufen mir etwas nach. Da ich nicht weiß, was sie eigentlich von mir wollen, gehe ich nochmals hin und sie machen mir klar, dass sie mich auf einen Tee und Essen einladen wollen. Na, bevor ich mich schlagen lass! Mittlerweile sind wir schon zu 6. und es gibt einen 1a Tee und lecker Brot, welches wir in eine Olivenölsud tränken, was echt lecker schmeckt. Einfach und gut ist ja hier eh immer die Devise. Yassin und seine Kumpels sind einsame Spitze. Wir lachen viel und haben einfach eine gute Zeit. Während wir da sitzen und essen kommt ein anderer Arbeiter und erzählt irgendwas von wegen, ich soll hier nicht fotografieren, das wäre verboten und er meint das todernst, dass ich denke, es handele sich um eine Art Vorarbeiter, der mir jetzt hier einen Abriss erteilt. So kennt man das ja aus Deutschland, aber es war nur ein weiterer Kollege, der auch Blödsinn machen wollte und hat mich quasi verarscht. Die anderen reißen sich aber auch gut zusammen, bis mal einer anfängt zu lachen.
    Nach einer guten Zeit des Trinkens, Essens und Lachens verabschiede ich mich ein weiteres Mal, schicke die neuen Bilder an Yassin, mache bei jedem High Five und gehe die Stadtmauer weiter entlang bis zum nächsten Eingang.
    Dort ist es wirklich sehr schön. Erst gehe ich in die eine Richtung und entdecke ein jungen Mann und eine junge Frau, die augenscheinlich am rumturteln sind, mache Fotos von Türen und Kakteen und gehe dann in die andere Richtung, wo ein Hotel zu sein scheint. Ich weiß mittlerweile, das Hotels ind Gästehäuser es hier gerne so richtig krachen lassen mit der Ausstattung und dem Ambiente. So entdecke ich den größten Kaktus oder Kaktusbaum in meinem Leben. Irre! Einfach zu schön!
    Um den Eindruck weiter zu komplettieren gehe ich die Stadtmauer entlang bis zum „Bab Ouled Bounouna“, einem weiteren Tor und ein paar Meter durch die Stadt, wieder zurück zur Mauer, vorbei an einer Schule, vorbei an viel Müll, vorbei an brennendem Müll, bis ich an einer KfZ Werkstatt und dessen Teileverkauf lande. Hier besorge ich mir nochmals ein Diesel-Additiv. Vom Besitzer bekomme ich auf französisch auch erklärt, warum ein Additiv hier überhaupt Sinn macht und zwar, weil wohl teilweise Wasser in die Dieseltanks der Tankstellen laufen und das dann so in den Motoren der Fahrzeuge landet. Da er das Additiv jedoch nicht da hat, schickt er Mohammed, der da zusammengekauert in der Ecke sitzt, mit ein paar Dirham los, um es zu besorgen. Währenddessen unterhalten wir uns mittels der „Google Translate Unterhaltungfunktion“ weiter, doch diese funktioniert nicht immer 100-prozentig und so kommt es vor, dass er ewig lang gesprochene Texte zwei oder dreimal in das Handy sprechen muss, was uns schmunzeln und lachen lässt. Als der Mohammed mit dem Liquid Molly Additiv zurückkommt, zahle ich 75 Dirham und verabschiede mich.
    Der Weg geht weiter vorbei außen an der Stadtmauer vorbei am „Bab al-Balaliyyah Gate“, über den „20 August Place“, wo ich fast von einer verärgerten Frau überfahren werde, hin zum Kasbah Garten, mit seiner kleinen Brücke und dem Wasser. Dort werde ich abermals angesprochen von einem Marokkaner, der sehr gut deutsch spricht, weil er, wie er mir erzählt, 2x in Hamburg gelebt hat.
    Weiter geht’s Richtung Kaspar, bis ich vor einem interessanten Hotel stehe, (Dar Tourkia Maison d'hôtes), doch dazu gibt es einen eigenen Foot Print .

    Nun geht es schnell zurück durch die Kasbah zum Chälli, weil ich gefühlt seit 2 Stunden dringend pissen muss! Der Wagen wird startklar gemacht und es geht 1x quer durch die Stadt, weil ich bei dem KfZ Fred, wo ich das Additiv gekauft habe, auch noch Scheibenwischer kaufen möchte. Der hat jedoch gerade Mittagspause, also hole ich den rechten Scheibenwischer in einem anderen KfZ-Laden, den ich anschließend per Zufall passiere.
    Nach der ganzen Action vom Hunger geplagt halte ich am Restaurant „Grillade Tinzert“, was voll mit Einheimischen ist und ich die beste Tajine bisher verzehre. Es gab auch nur noch die 1 Kg Tajine mit Lamm für 190 DH, die ich trotzdem nehme und den Rest einfach mitnehme. Fast platzend geht es zurück zum WoMo und an die Shell Tankstelle, wo ich den angeblich für knapp unter 40€ voll tanke und noch das Additiv in den Tank befördere! Nun passt aber aber, aber seht doch selbst!
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  • Tafraoute تافراوت

    4–5 feb., Marruecos ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer längeren und sehr schönen Gebirgsfahrt durch den Anti Atlas komme ich Abends passend zum Sonnenuntergang an.
    Sofort auf den einzigen Cache Nr. GC1C8HJ stürzen und dabei diese unglaublich schöne Kulisse für die Camper entdecken. Nur hatte ich den Chälli irgendwie in eine Häuserreihe hinter dem Stellplatz manövriert und fahre jetzt 1x außen um und durch die Stadt und stelle das WoMo auf sen gegenüberliegenden richtig großen Stellplatz, auf dem hunderte WoMo‘s stehen. Zwischen all den Bergen und jetzt mit dem Horizont eine Traumkulisse, die mich sehr herzlich willkommen heißt!Leer más

  • Tafraoute تافراوت

    5 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 9 °C

    Was soll ich sagen?
    Ich wache in einer traumhaften Kulisse auf. Die Sonne scheint durch das Fenster des Chälli‘s. Ich setze einen Fuß vor die Tür und mache ein paar Fotos. Anschließend entscheide ich mich, eine erste Runde durch Tafraoute zu gehen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Es ist klein und überschaubar. Ich habe das Gefühl, es sind mehr Camper als Einwohner hier. *lach*
    Diese Palmen und dieses traumhafte Wetter *grins*
    Als ich wieder beim Celli bin, habe ich schon einen Bärenhunger. Entscheide mich doch erst dafür noch 1 Stunde Sport auf meiner Yogamatte zu machen und das ist die richtige Entscheidung. Anschließend räume ich Stuhl und Tisch und den Grill raus, damit ich mir ein feines Omelette direkt in der Sonne machen kann. Die sechs Eier in dem Omelette vom Markt in Agadir schmecken exzellent und bilden die Grundlage für die etwas ausufernde 16 km Wanderung durch das Gebirge von Tafraoute. Eigentlich wollte ich nur nach „Aday Tafraout“, ein kleines Dorf kurz vor Tafraoute. Doch nachdem ich mir noch mal dieses Gazellen Bild in den Steinen vom Cash vom Vortag angeschaut habe, zieht es mich irgendwie sehr stark ins Gebirge. Als dann sich auch noch ein Wanderweg auftut, packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und klettere das Gebirge hinauf. Die einzigartige Berg-Fels-kombination, die sich mir hier zeigt, bereitet einfach nur Freude. In der Ferne sehe ich eine blaue Angabe strichne Zisterne, die mich magisch anzieht. Also geh ich dorthin, klettere auf sie und genieße einfach nur die Kulisse. Von dort aus guckt man direkt auf Aday Tafraoute, das Dorf, in das ich eigentlich wollte. Nun sehenixh es halt von oben! 🤗☀️😍💫🫶
    Nachdem mir mein Vater ein Bild von sich und meiner Mutter von 2020 von den blauen Steinen schickt, entscheide ich, den Weg dorthin direkt durch das Gebirge zu nehmen. Immer wieder fotografiere ich unglaublich schöne Felsformation.
    Als ich über ein kleines Gebirge in ein Tal komme, treffe ich Kat, die mir mit ihrer App Gaia GPS hilft, die richtige Entscheidung für den Weg zu den blauen Steinen zu treffen. Ich nehme den direkten Weg über einen weiteren Berg direkt hinter dem Berg, denke ich. Ich traue meinen Augen nicht, als ich ein Auto zwischen den erhabenen Felsen sehe. Es ist Bubaka, ein Marokkaner, der hier ein Zelt aufbaut und Abends etwas kochen möchte. Wir machen ein foto und ich ziehe weiter über den letzten Berg zu den blauen Steinen, aber seht doch selbst!
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  • Tafraoute - Blaue Steine

    5 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 17 °C

    Über die Bergkette kommend sehe ich aus der Ferne schon die blauen Steine, es ist also nicht mehr weit! Je näher ich komme, desto klarer wird mir aber auch, das der einstige Glanz verblasst ist. Hier hat niemand mehr den Pinsel geschwungen die letzten 6 Jahre! Auf der ersten Felsengruppe nehme ich mir die Zeit, setze mich auf mein Handtuch und genieße in Boxershorts die Sonne, während ich einige Walnüsse mit den Händen knacke und verspeise. In der ganzen Zeit kommt sich nur ein männlicher Wanderer vorbei und als ein Pärchen sich in der Ferne zeigt, ziehe ich mich langsam wieder an, um die weiteren blauen Felsen anzugehen. Bis auf eine „neu angestrichene Variante“ sieht es aber alles sehr…na sagen wir mal…mitgenommen aus. Vor allem, weil überall Leute ihre Namen und irgendetwas draufgeschmiert haben. Schade, denn anhand von dem Foto meiner Eltern konnte man die einstige Wirkung gut erkennen.
    Wenigstens möchte ich noch genau den Stein finden, der auf dem Foto meiner Eltern zu sehen ist, dass 2020 entstanden ist. Und nach etwas Suche finde ich genau diesen Stein. allerdings ist auch seine rote kräftige Farbe sehr verblasst, so dass er nur noch rosa da steht. Aber seht doch selbst!
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  • Rückweg blaue Steine

    5–6 feb., Marruecos ⋅ ☀️ 16 °C

    Den Rückweg von den blauen Steine nehme ich auf dem direkten Weg, da sich schon so langsam aber sicher die Müdigkeit der stundenlangen Bergkletterei bemerkbar macht. Ich passiere einige nicht mehr verwendete Bauerngrundstücke und 2x2 Hundies, die aber nicht schmusen wollen.
    Aus der Ferne sehe ich „Hut des Napoleon جبل اكرض اوضاض“ und eine in einem neongelben Oberteil kletternde Person. Ich verfolge die Person während meines Spaziergangs und stelle fest, dass wenn diese weiter so zügig absteigt, dass sich unsere Wege unten wahrscheinlich treffen werden und genauso kommt es auch. Ich erkundige mich höflich, ob er ganz oben gewesen ist, was er verneint. Wir kommen ins Gespräch und gehen zusammen zurück in die City. Dabei stellt sich heraus, dass Jorg aus Breda kommt und ein sehr netter und Gesprächiger Zeitgenosse ist. Als wir in die Stadt eintreten treffen wir einen Mohammed, den Jorg zu kennen scheint und dieser fragt mich nach einer Weile, ob ich an der blauen Steine war, was ich bejahe. Er erzählt etwas davon, dass wir doch ein Foto gemacht haben, was ich verneinen muss, bis rauskommt, dass sein Freund Bubaka ihm das Foto geschickt hat. Von Mohammed erfahre ich auch, dass Bubaka das Zelt für Kunden aufgebaut hat und das Abendessen ebenfalls für die Kunden ist, die dann dort an der Stelle übernachten werden. Der Hammer, finde ich und stelle damit fest, wie gut die Marokkaner vernetzt sind und sich austauschen über die Touristen, Wahnsinn.
    Da ich eine starke Wärme im Gesicht und dann noch Jucken an den Händen verspüre, wird mir klar, dass ich von den Wahlnüssen eine anaphylaktischen Schock habe und verabschiede mich von Jorg, obwohl wir noch gemeinsam zu Abendessen wollten. Auf dem Rückweg passiere ich wieder einmal den Detleffs Camper von Toni und Isabella und Toni meint noch, was ich einen Sonnenbrand im Gesicht habe. „Ne, ne!“ sagte ich „Ich habe einen. Anaphylaktischen Schock und muss schnell zum Camper meine Mittel schlucken!“.
    Am Camper angekommen, versuche ich es erst einmal mit einer derben Menge Wasser und etwas Kühlung an der frischen Luft, da die Sonne mittlerweile untergegangen ist und es 14° hat. Ich esse dann noch eine 2 Liter Suppe und schaffe es so wirklich, ohne Medikamente den Abend zu überstehen, aber seht doch selbst!
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  • Tafraoute تافراوت

    7–8 feb., Marruecos ⋅ ☀️ 16 °C

    Schon früh morgens öffne ich 1-2 Äuglein und erblicke den noch stockfinsteren Tag. Die Uhr zeigt 05:20 Uhr an, doch nach etwas Klicki Klacki auf dem Handy schlafe ich im muckelwarmen Chälli, dank Dieselheizung, um 06:40 Uhr nochmals ein und schlafe bis um 08:30 Uhr.
    Mein Gott, habe ich einen Müll zusammengeträumt. Irgendein großzügiges Hotel am See, meine Eltern, die Ex Freundin, alles dabei! Nachdem ich die Augen richtig auf habe, sehe ich, wie in genau diesem Moment die Sonne zum Fenster herein scheint. Im Bett mache ich eine 180-Grad-Wendung, um mit dem Kopf zum großen Seitenfenster auf der Fahrerseite zu liegen und öffne dieses behutsam. Die Wärme im Wagen und die schon kräftige Sonne im Gesicht starten den perfekten Tag im 2. Anlauf.

    Normalerweise würde jetzt eine gut gemeinte Runde Duolingo auf dem Programm stehen (3x XP und so) oder noch einen vergessenen Footprint erstellen oder einen abschließen, so lange die dazugehörigen Emotionen noch frisch greifbar sind. Doch heute liege ich einfach so da und genieße die herrlichen Umstände.
    Der Schweizer Nachbar rumpelt aus seinem alten Hymer Camper, geht zur Front seines Fahrzeugs und steckt sich eine Zigarette in den Mund. In der prallen Sonne schieben sich, für eine kleine Zigarette, riesige Rauchschwaden um seinen Kopf, herrlich anzusehen!

    Ich packe es an und bereite alles für ein Omelette vor, welches ich in Ruhe vor dem Chälli mit der Sonne im Rücken verspeise.

    Dann heißte es Sachen packen und den Aussichtspunkt auf Tafraoute ansteuern, den ich auf googlemaps entdeckt habe. Und es liegt genau auf der gegenüberliegenden Seite, wo ich zuvor die 16km abgerissen habe, perfekt also! Mit meinem Vater am Ohr spaziere ich viel zu weit raus und klettere einfach irgendwo den mit riesigen Felsplatten bestückten Berg rauf. Nun gut, denn auch von hat man eine grandiose Aussicht auf den Anti Atlas etc.. Es geht ein bisschen wild auf undankbar, wo ich teilweise jeden Schritt überlegen muss, da ja Felsen und Berge das eine sind, aber sandiger Kies gemischt auf Fels liegend und das direkt am Abgrund ist nicht so meins! Oben angekommen entschädigt der Blick für alles, vor allem weil absolut niemand zu sehen istvukd ich mich schön nackt von allen Seiten bei 20 Grad und Sonne braun backen lassen kann. Es tut so gut! Ich notiere mir in meinem imaginären Notizzettel dies wieder des Öfteren zu machen. Check ☑️

    Nach gut einer Stunde ziehe ich mich an und gehe auf Tafraoute blickend rechts den Fels hinunter. Alles easy beasy. Unten sehenixh auch 2 Camper und einer guckt gespannt, wenn ich also abstürze, der ruft Hilfe 😆
    Unten noch den entspannten Sand- und Kiesweg bis zum Chälli und dann erst mal im Stuhl sitzend den Pfannkuchen von der afrikanischen Mama mit dem Kräuteröl vom Mercadona, was ich noch hatte. Lecker lecker! 🤤

    Zum Ende des Tages gehe ich noch auf den hinteren Markt und bezahle mit 143DH mal wieder viel zu viel für etwas Gemüse und Obst. Ein halbes Hähnchen gibt es für 30DH. Anschließen Chille ich mein Leben mit Footprints und Reiseplanung etc. im Chälli, aber sehr doch selbst!
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  • أيت منصور Ait Mansour

    8 de febrero, Marruecos ⋅ 🌬 12 °C

    Heute verlasse ich Tafraoute mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

    Ich verabschiede mich von meinen lieben Nachbarn aus Hamm, Josef aka Jupp und Ulla. Wir tauschen nochmals Nummern aus und weg bin ich, zumindest bis zur ollen Versorgungsstation, wo vor mir ein riesiger Phoenix mit Roland und Ulla steht. „Zum Glück“ kann ich da nur sagen, denn ich habe nur noch fünf Dirham klein und in den Wasserautomaten kommen wahlweise fünf oder zehn DH. Roland ist so lieb und wechselt mir 20 DH. Für 25 DH bekomme ich den Tank vom Chälli halb voll, sehr dürftig…am Automaten steht, dass das Wasser 1:30 oder 03:00 Minuten läuft, was beides nicht stimmt! Da nimmt man besser eine der umherfahrenden mobilen Tankwagen. Aber
    „besser Wasser als kein Wasser“, denke ich mir und fahre noch fix an der Tanke vorbei und lasse den Chälli für 297,33 DH volllaufen und gebe dem Zapffred 300 und sage:“Stimmt so!“

    So! Jetzt aber nichts wie weg! Am Ortsausgang sehe ich noch einen Camper an einer Wand stehen und denke mir:“Der holt bestimmt Wasser!“ Auf Park4Night sehe ich dann, dass es dort eine Trinkwasserstelle gibt, na super! Egal! Weiter geht’s auf der R107 raus aus der Stadt und links ab den Berg hinauf. Der Chälli klettert mit allem, was er zur Verfügung hat, vorbei an all den lustigen Baustellen. Je weiter ich nach oben komme, desto mehr Serpentinen gilt es zu nehmen. Das Wetter dreht innerhalb kürzester Zeit von schön sonnig zu komplett wolkenverhangen und grau. Es fallen sogar ein paar Tropfen.

    Als ich an am Ait Mansour Tal mit seine wunderschönen Dattelpalmen ankomme, stelle ich den Chälli rechts an einem handgemalten Verkehrsschild ab und gehe eine gute Stunde zu Fuß durch das Flußbett und die nächsten 2 Dörfer. Dabei esse ich das erste Mal in meinem Leben wilde Datteln, die ich überall auf dem Boden finde. Sie schmecken einsame Spitze! So kann man das Spazieren richtig genießen. Wo es im Flußbett aufgrund eines Wassersystems zu feucht wird im wechsele ich auf die Straße, die P1927. Ich spaziere weiter durch Douar Tiouri und gehe in Douar Tamalout rechts bergauf in die Häuserreihen. Dort treffe ich eine feine und verschmuste Hundedame. Nach einer kleinen Kuscheleinlage nehme ich mir noch einen Moment, um von der kleinen Aussichtsplattform einen Blick auf den Dorfteil auf der gegenüberliegenden Hangseite zu erhaschen. Das große rote Gebäude fällt ins Auge.

    Nun geht’s aber schnurstracks zurück zum Camper und mit diesem über die wunderschöne P1927 durch das Ait Mansour Tal. Einen kurzen Stop machen ich noch an einem Spot, wo ich kurz ins Wasser springe. Dann
    fährt es sich doch gleich viel erfrischter. 😁
    Ich passiere Douar Tamsaout und Fartimar mit Aguerd Imlalen ohne anzuhalten und mache mich dann auf den Weg zum Canyon, aber seht doch selbst!
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  • Aoukerda اوكرضا - Canyon

    9 de febrero, Marruecos ⋅ ⛅ 16 °C

    Das ist ein Canyon, der seinen Namen verdient! 🫶❤️💫 - Danke Kevin für‘s Herführen!

    Nachdem die Nacht einen so richtig schön durchgeschüttelt hat, fahre ich zum Aussichtspunkt des Canyons und werfe eine Blick hinein. Direkt werde ich von einem Bauarbeiter zum Tee eingeladen, den ich diesmal jedoch dankend ablehne, da ich heute noch viel vor habe.

    Die Fahrt runter nach Aoukerda ist sehr schön anzusehen. Ich fahre vorbei am „window of life“ und komme kurz vor dem Dorf auf der linken Hand, wo genügend Platz ist zum Stehen. Ich packe mein Rucksack mit Badehose, Handtuch, Mandeln und Wasser. In Aoukerda angekommen, rufe ich mir Kevins Worte in Erinnerung, bis zur Moschee und dann links oder war es links zur Moschee? Egal! Die Moschee finde ich und als ich dahinter 2 Marokkaner passiere, machen mir diese unmissverständlich klar, wohin ich zu gehen habe, denn sie wissen wonach die Touris hier suchen, die Durchgangscave! Es ist schon irgendwie magisch, wenn man die Schuhe auszieht, vorsichtig durch das Wasser stapft und dann auf der anderen Seite in diese von der Sonne ins rechte Licht gerückte Schlucht blickt. Aber Obacht, die Stufen, die einen in die Schlucht bringen sind dermaßen rutschig. Gut, dass da ein Geländer bzw. Aber seht doch selbst!
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  • Fask Hot Spring

    9–12 feb., Marruecos ⋅ ⛅ 19 °C

    Passend zum Sonnenuntergang komme ich in Fask und dann an der Hot Spring an, könnte man meinen. 🙂🙏😂

    Zuerst verpassen ich nach Fask die Einfahrt (linke Hand) und drehe um, um dann rechts in den „Offroad Bereich“ zu fahren. Mir wird relativ schnell klar, dass ich nun ca. 7 km diese „Sand-trockener Lehm-Steinstraße“ fahren muss, was laut Googlemaps 45 Minuten dauern soll. „Okay“, denke ich mir, „dann fahre ich easy peasy, bis ich das zum warme Wasser erreiche und dann wird entspannt!“

    Doch ersten kommt es anders, und zweitens als man denkt! 😜

    Ab- und an sehe ich einen Roller oder einen Fahrradfahrer oder in der Ferne sogar zwei LKW, sonst nichts!
    Nach einer Weile des Offroadfahrens, was eigentlich sehr gut, aber mit limitierter Geschwindigkeit funktioniert, komme ich an an eine Stelle mit ein paar Häusern zu meiner rechten und einem Zaun zu meiner linken. Dort hat jemand die Straße mit 2 schweren Eisentonnen blockiert. Ich parke den Chälli, gehe ein Stück vor und stelle fest, dass hier, als es stark geregnet hat, große LKW Spurrinnen im Boden hinterlassen haben, die ich mit meinem KfZ nicht durchfahren kann. Ich mache Kehrt und fahre zur rechten wieder raus und stelle fest, dass in diese Richtung ein unendlich langer Zaun um ein Agiculture Grundstück zu sein scheint. Wieder mache ich kehrt und komme auf die ursprüngliche Strecke zurück. An einer ebenen Fläche und dem traumhaften Sonnenuntergang überlege ich für einen Moment hier stehen zu bleiben und zu übernachten.
    Dann sehe ich einen Mountainbiker, der mir bereits zuvor schon mal aufgefallen war. Es handelt sich um Yassin, wie sich später rausstellen sollte. Als ich anhalte, um Yassin zu fragen, ob er vielleicht weiß, wohin es zur Hot Spring geht, kommt er mir zuvor und zeigt mir ein Bild mit der Hot Spring auf seinem Handy, bevor ich etwas sagen kann. „Yallah yalla“, sagt er immer wieder und macht mir damit klar, dass ich ihm folgen soll. Ca. 20 Minuten tue ich das auch, wobei er immer wieder mit seinem Mountainbike warten muss, weil er viel schneller durch das unliebsame Gelände kommt, wie ich mit dem Chälli. Vorbei an irgendwelchen eingezäunten Grundstücken über eine Brücke wo Yassin mir ein Zeichen gibt, dass man von hier schon die Camper aus der Ferne sehen kann. Es wird dann noch als richtig holperig über im Sand und Lehm befindliche Steine. Dann ist die Ankunft perfekt und ich freue mich riesig, dass es dank Yassin doch noch geklappt hat! 🫶❤️👌😎

    Ich springe direkt raus, um die Lage zu checken und der Freund von Yassin namens Ali sagt: “Come swimming!“ Gesagt getan, ziehe ich mir die Badehose an und gehe das erste Mal in die heiße Quelle. Es tut so dermaßen gut mit meinem angeknacksten Rücken, dass ich 2 Stunden mit Polen und Marokkanern drin bleibe. Genau so habe ich es mir vorgestellt. ☺️
    Richtig entspannt gehe ich die erste Nacht an der heißen Quelle ins Bett. 😇🙏

    An Tag Nr. 2 bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich überhaupt noch länger bleibe, es geht morgens jedoch erst einmal in die Quelle. Dort lerne ich Timo kennen mit seinen 3 Töchtern kennen und einen französischen Nachbarn und Johannes, der mit seiner Frau mit dem Elektroroller da ist, weil sie weiter vorne geparkt haben. Wir unterhalten uns prächtig, dass schnell 1 1/2 Stunden vergehen. Anschließend nehme ich eine kleine Dusche im Chälli und spicke meine Dusche so mit dem halben Sand/Dreck aus der Quelle! 🤣
    Es folgt ein sehr chilliger Tag mit Sport, Frühstück, Anbinden an Timos Skylink, Synchronisation der iCloud (828 Fotos und Videos) und sehr viel sonnenbaden. ☀️
    Es kommen 3 neue deutsche Nachbarn hinzu, die mir aber nur auf die Ferne begegnen.
    Abends penne ich einfach mal um 19:xx auf der Couch ein und Yassin läd mich per WhatsApp noch zum Tajine Essen ein, aber es ist so schön chillig im Chälli, dass ich einen sehr ruhigen Abend verbringe. Die Party am Pool geht bis 02:30 Uhr! 😂😂

    Tag 3: Der Sonnenaufgang ist ein Traum, ich gehe direkt zur Quelle und treffe dort wie jeden Morgen Timo und seine 3 Töchter und den französischen Nachbarn. Ich schaffe es ein paar Bilder zu machen 💫
    Anschließen eine reinigende Dusche im Chälli, um diese noch mehr mit dem Schlamm aus der Quelle zu verdrecken. 😂
    Es folgt ein prächtiges Raw Vegan Frühstück aus rote Beete und Brokkoli.
    Timo fährt mit seiner Familie und der Nachbarin Gitti nach Guelmim in der Supermarkt und ich bestelle 2x Brot. Sie sind eine gefühlte Ewigkeit weg, weil sie die Safariroute komplett 1x raus- und wieder reinfahren müssen. Ich mache schön Duolingski, das erste Mal in der Max Version und genieße das Wetter. Als „die Bande“ zurückkommt beschließen wir bei Gitti ein neues U mit unseren 3 Autos zu bilden, da Gitti‘s Bekannte am Vortag gefahren sind und ich eh weiter weg von der Quelle wollte, falls wieder nächtliche laute Gelage stattfinden. Gesagt, getan habe wir schnell eine gute Formation gefunden und ich mache die Markise raus und Sandwiches für alle, nachdem wir beschließen ein großes Gulasch für später zu machen und wir alle ein kleines Hüngerchen dran haben.
    Ich quatsche noch länger mit Timo vor dem. Hallo auf meinen Stühlen sitzend und wir entscheiden uns auch am Nachmittag nochmals in die Quelle zu gehen, da Gitti noch gar nicht drin war. Zusammen mit Timos Kids haben wir eine riesen Spaß! 🤭💦💫 wir sehen einen großen Käfer 🪲 in der Quelle schwimmen, den 2 Marokkaner erfolglos versuchen zu fangen, Gattung unbekannt. 1x spüre ich ihn sogar unter Wasser an meiner Hand. Es gibt leider kein Foto, aber das war schon eine lustige Kreatur. 🙈

    Meine Haare gleichen mittlerweile einen toten Biber, nach ein paar Tagen am Straßenrand liegend , was wohl am dem Dreck und dem Schwefelgehalt in der Quelle liegt. Aber darum werde ich mich nach der wilden Veranstaltung hier kümmern!

    Es folgt das großen Fressen bei uns am Platz! Zu Gitti‘s Gulasch mache ich noch eine Knobibutter mit dem riesigen Baguette, welches frisch vom Supermarkt ist. Die 80er Jahre Musik blubbert die ganze Zeit nebenbei und läd immer wieder zum Tanzen und/oder Mitsingen ein 😎
    Jeder verspeist 2 Schalen Gulasch und das komplette Brot zur Knoblauchbutter ist ratz-fatz alle! Es ist aber auch unfassbar lecker 🤤
    Passen zum erstklassigen Tag gibt es noch eine 1a Sonnenuntergang, den man hinter unseren Fahrzeugen beobachten kann 🫶
    Wir machen ein Lagerfeuer mit Gitti’s Zauberpulver und Markus und seine Frau kommen dazu. Sie waren am Vortag mit einem großen Mercedes Truck gekommen. Die Gespräche und die Musik laufen 🎶

    Da Gitti und ich nochmals zur Quelle zu den Marokkanern wollen, gehen wir vor und treffen dort eine Gruppe von 6-8 Marokkanern an. Ich setze mich rechts neben Abdullah, einen lustigen Kiffer . Zu meiner rechten sitzt Milo, der eine Art starken Raki aus einer PET Flasche trinkt. Yassin ist auch dort, er trinkt und kifft gar nicht, wozu ich ihm ehrlich und stolz gratuliere, er ist erst 22!
    Wir sitzen sicher 1 1/2 Stunden mit den Leuten zusammen, Gitti tanzt teilweise hinter der Gruppe. Es ist sehr lustig, die Marokkaner lachen viel und reden viel Blödsinn, soviel ist sicher! Gastfreundschaft ist eh nichts Neues für uns! 🫶❤️

    Da wir noch vor hatten Nachts nochmals in die Quelle zu gehen, bewegen wir uns kurz zurück, um unsere Badehose und Bademantel zu holen. In der Quelle geht um die Zeit, ca. 02:30 Uhr auch jene ziemlich Party ab. Ein Marokkaner schafftest irgendwie sich in den Ausgang der heißen Quelle zu schieben und hat später Mühe wieder herauszukommen. Musik läuft, es wird mit Licht gearbeitet, Gegröle und Gelache.
    Mir fällt auf , wie unfassbar klar und wunderschön der Sternenhimmel ist und es wird die Idee geboren zurück zu den Fahrzeugen zu gehen und sich mit Decke und Joint bewaffnet auf Gitti‘s Dach zu legen. Gesagt getan, den guten Rum von Gitti gibt es auch noch. Die Zeit vergeht, wir reden und lachen, landen aufgrund der Kälte bei ihr im Wsgen und dann jeder in unseren eigenen Betten.

    Tag 4:
    Ich wache auf und es geht mir nach der feucht fröhlichen Nacht erstaunlich gut, was am Restalkohol oder THC liegen könnte! 🤣🤣

    Ich gehe sehr chillig und langsam zur Quelle. Neben Timo ind seinen Kids kommt eine Darmstädter Mutter mit 2 Kindern dazu. Ich schlafe fast mit geschlossenen Augen im warmen Wasser ein! 🤭 Es ist herrlich und ich genieße es in allen Zügen, da ich bereits spüre, dass es heute weitergeht. 🫶❤️💫
    Noch ein letztes Mal nehme ich mir den großen Eimer von Timo und fülle ihn mit dem 43 Grad heißen Wasser aus der Öffnung der Quelle und gieße es vorzugsweise auf meine rechte Schulter und den Hals, wo ich die Rückenprobleme hatte, die mich so schnell haben herkommen lassen. Immer wieder wandert mein Blick Richtung Auto, um zu prüfen, ob Gitti schon von den Toten auferstanden ist und irgendwo zu sehen ist.
    Ich gehe zurück zum Camper und mache mir erst einmal ein schönes Omelette und bekomme dazu einen Café von Gitti. Wir sitzen bei mir im Wagen und unterhalten uns über weitere mögliche Ziele in Marokko und entscheiden uns gemeinsam den Plage Blanche anzusteuern, da wir beide dort hinwollen. Gesagt, getan räumen wir unseren Kram zusammen, d.h. spülen, Stühle und Grill etc. einpacken, alles verträumen und…verabschieden.

    Es entsteht das 81er Gang-Foto und Gitti und ich fahren los, aber seht doch selbst!
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  • Plage bouche du Oued Draa

    14–15 feb., Marruecos ⋅ 🌬 17 °C

    Kein Cache, kein Footprint, keine Info und trotzdem hat mich etwas genau hierher geführt. Na Gott sei Dank, denn es ist eine der schönsten und naturbelassensten „Lagune“, die ich bisher in Marokko gesehen habe. Die Lagune ist ja eigentlich die Mündung des längsten Flusses Marokkos, der Draa.

    Zusammen mit Gitti fahre ich vom Dromedarmarkt aus Guelmim hierher. Ein Mix aus Sandsturm und perfekt ausgebauten Straßen!

    Da man mit dem Fahrzeug auf dem sehr geräumigen Parkplatz bis an die Mauer fahren kann, sieht man schon vom Fahrersitz die wundervolle Lagune. Direkt springe ich raus und mache ein paar Fotos und ein Video.

    Anschließen heißt es etwas im Wagen chillen, denn das Wetter zeigt sich von seiner sonnigen-, aber auch von seiner windigen Seite. Es hat rund 50 Km/h Windböen, was schon heftig ist.
    Zudem ist Gitti sehr müde und will etwas pennen, was sie dann auch direkt in meinen Bettchen in die Tat umsetzt, während ich Footprints schreibe.

    Anschließend heißt es „ab an den Strand“. Gitti flitzt schon mal vor und ich lasse mir Zeit und genieße den Ausblick und die einzigartige Konstellation der Natur. Es gibt ganze Bereiche vom Strand, die in sehr flaches Wasser eingehüllt sind und durch den heftigen Wind sieht es aus, als würde das Wasser tanzen. 🫶❤️💫
    Langsam gehe ich in Gitti‘s Richtung, die in der Ferne ins Wasser zu gehen scheint.
    Zusammen genießen wir die Natur und das einzigartige Wetter und auf dem Rückweg die untergehende Sonne. ☀️

    Das kann eigentlich nur durch ein hervorragendes Valentinsdinner getoppt werden, lecker Lamm mit frischen Bohnen vom Markt aus Guelmim, mit Kartoffeln und Couscous vom Vorabend 🤤

    Aber seht doch selbst!
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  • Tarfaya طرفاية

    16 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 21 °C

    Tarfaya liegt eh auf meiner Route in die Westsahara und vielleicht wäre es geschickter gewesen, die hier verbrachte Zeit in Essen in Restaurants zu investieren, da ich nicht weiß wie das ab morgen innerhalb des Ramadan mit den Öffnungen aussieht, aber gut.

    Ich komme an den Strand geschlichen und stelle den Chälli zwischen 2 Campern ab und gehe erst einmal die Lage checken. Vorwiegend bin ich hier wegen des Cache mit der Nr. GC8JJ5X, also schleiche ich über den Strand, um das Ziel auszukundschaften. Dabei wird mir mit Blick auf das Wasser und in meine Nautide App schnell klar, dass es gerade den absoluten Höchststand des Wassers hat. Schwimmend würde ich mich trotzdem dem „Casa del Mar“ nähern können. Das Gebäude wurde irgendwann im 1802 von der Briten während ihrer Besetzung hier auf dem Gelsen erbaut. 1876 diente das Haus mehr als 400 britischen Käufern als Geschäftszentrum. Als Tarfaya an strategischer Bedeutung verlor, ging es dem Gebäude ebenso, bis es zu einer Ruine verfiel. Trotzdem oder gerade deswegen ist es für mich das Highlight in Tarfaya, aber seht doch selbst!
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  • Nagjir Beach - LP Schiff

    16–17 feb., Marruecos ⋅ 🌬 20 °C

    Bereits Abends komme ich bei dem von mir auserkorenen Schiffswrack zwischen Foum el-Oued und El Marsa an auf dem brandneuer Parkplatz an.
    Trotz der bereits eingebrochenen Dämmerung, möchte ich noch einen Blick erhaschen und gehe dazu auf die ebenfalls neue Promenade links hinunter, bis sich das Schiff direkt vor mir am Strand zeigt. Außer ein paar Hunden begegne ich nichts und niemanden.

    „Ziel erfüllt!“, denke ich mir, gehe zurück zum Chälli und entscheide mein Abendessen vorzubereiten (rote Linsen mit den neuen marokkanischen Gewürzen und frischen Knobi). Nach circa einer Minute klopft es an der Tür und ein attraktiver junger Marokkaner in Militäruniform samt Gewehr steht vor mir und begrüßt mich äußerst herzlich. Er fragt nach meinem Pass und wo meine Frau ist. Auf die Antwort hin, dass es keine Frau gibt, scheint er zuerst leicht irritiert und fragt dann umgehend, ob er ein Bild von meinem Auto machen dürfte, was ich bejahe. Auf der einen Seite sind für uns Mitteleuropäer diese Vorgehensweisen natürlich fragwürdig, auf der anderen Seite fühlt man sich sehr sicher und gut aufgehoben.
    Der Armytyp verschwindet ohne ein Wort in die Nacht. 🤷‍♂️🤣

    Nun muss der Topf rote Linsen meinem großen Hunger zum Opfer fallen, denn tagsüber war meine Essensausbeute eher merklich. Dank primär dem Cumin vom Markt in Guelmim, den mir Gitti empfohlen hatte, schmecken die Linsen hervorragend.

    Cumin ist auch als Kreuzkümmel bekannt und ist ein intensives, erdig-warmes Gewürz aus der Familie der Doldenblütler. Es ist ein Hauptbestandteil von Currypulver und unerlässlich für orientalische, asiatische sowie mexikanische Gerichte (z.B. Chili con Carne, Falafel). Cumin fördert die Verdauung (was mir am nächsten Tag klar werden sollte), hilft bei Blähungen und wird oft in Hülsenfrüchten- oder Fleischgerichten verwendet, da sein Aroma beim Erhitzen am besten zur Geltung kommt.

    Als Nachtisch gibt es noch eine doppelte Erwachsenenportion von meinen in Sesam gespickten Ernüssen, yumi! 🤤

    Mit kugelrundem Bauch liege ich auf meiner Couch, als sich noch zwei polnische Camper auf dem Parkplatz dazugesellen, was leider die Hunde von der Promenade dazu veranlasst, komplett durchzudrehen! Besonders einer von ihnen bellt non stop die neuen Nachbarn zusammen. Was er sich davon verspricht ist mir ein Rätsel. Nach über einer Stunde reicht mir dann sein ekalhaft beklopptes Gebälle und ich gehe raus, um ihn mit einem energischen:“Verpiss dich jetzt!“ zum Gehen zu bewegen. Irgendjemand auf der Promenade scheint meine Reaktion zu verstehen und supportet mich mit einem mehrfachen „Husch-Husch“.
    Einer ruhigen Nacht steht nun nichts mehr im Wege! 🫶❤️💫

    Am nächsten zugezogenen Morgen mache ich eine gute Stunde Duolingo und merke bereits wie sich die Linsen vom Vortag melden, was den ganzen Tag so weitergehen sollte. 🤣🤣 viel zu krass! 🤣🤣
    Die Kombination von Cumin und roten Linsen, vor allem in der Menge, sind vielleicht für die Zukunft nochmals zu überdenken. 🤣🤣 Aber es war soooo lecker 🤤

    Mit viel Wasser, noch bereits im Chälli und Wasser im Gepäck, mache ich mich auf, um das Schiffswrack bei Tageslicht zu sehen. Die Tide ist low und das Schiff liegt von der tief stehenden Sonne und dem Nebel in diesem diffusen Licht. Es sieht einzigartig aus. Da ich schon so viele und sehr coole Schiff-LP‘s in Griechenland gesehen habe, wirkt es nur im Vorbeigehen magisch auf mich.
    Im trottenden Schritt geht es den riesigen Strand Richtung El Marsa entlang. Dabei finde ich Muscheln am Strand, die ich so noch nie gesehen habe. Ich beschließe einige mitzunehmen, um sie unterwegs nochmals gegen schönere Exemplare auszutauschen.

    Wieder machen sich die Linsen bemerkbar, aber ich bin ja zum Glück völlig alleine am Strand. 🤣🤣 Wie das treibt! Sowas habe ich seltenst erlebt! 🤭🤣

    Nachdem erledigten Geschäft geht den wirklich schönen Strand weiter bis zu einem hohen Zaun, der vor einer frequentierten Straße liegt und mir nur die Möglichkeit des Rückwegs oder der Durchquerung der üppigen Dünen zu meiner Linken lässt. Ich entscheide mich für die Dünen!
    Nach etwa 5 Minuten wundere ich mich noch, warum wirklich jeder hinter diesem Zaun befindet, auch eine Menge Fußgänger, doch diese Frage beantwortet sich, nachdem ich ca. 10 Dünen überwunden und mich 2x gefragt habe, ob ich doch umdrehe und am Strand zurückgehe.
    Als ich eine Art LP Gebäudetrakt in der Ferne sehe, beschließe ich den Kurs auf dieses zu setzen. Als ich an den Gebäuden ankomme, entdecke ich einige rote Tonnen, die doch sehr signalmäßig und mehr oder weniger gleichmäßig auf erhöhten Punkten verteilt stehen. Sie haben die Aufschrift „Vorsicht Militärgelände, betreten strengstens verboten 🚫!“.
    „Gut, dass ich das jetzt weiß!“, denke ich mir und so lange es kein Mienengebiet, wie im Jugoland damals ist! 🤦‍♂️🤣

    Raus komme ich an einer gottloses Tankstelle, an der ich sicher nicht tanken würde, da diese genauso aussieht, wie eine von denen, von der mir dieser Mohammed aus Taroudannt erzählt hat und wo das Wasser in die Tanks Ligen soll, was das Problem mit dem Sprit in Marokko widerspiegelt.

    Einen Moment überlege ich noch hier etwas zu frühstücken und oder einen Kaffee zu mir zu nehmen, aber wie so oft latsche ich zum Chälli zurück und frühstücke dort eine gute Portion Haferflocken, gemixt mit Mandeln und Feigen, um meinem Magen zu beruhigen.

    Aber seht doch selbst!
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  • El Aaiún العيون

    17 de febrero, Marruecos ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Fahrt von El Marsa nach El Aiún passiert zügig und unproblematisch. Interessiert genieße ich die sandige Landschaft samt der Dünen, die an mir vorbeiziehen.

    In El Aaiún angekommen, passiere ich erst einmal eine freundliche Polizeikontrolle am imposanten Eingang der Stadt und werde von einem riesigen Heuschreckenschwarm heimgesucht! 😇🤣

    Es geht die Straße entlang, rechts rein, vorbei an dem wunderschönen Kongresspalast und dem gegenüberliegenden Mechouar-Platz, wie ich nach einer Recherche herausfinde. Auf Googlemaps ist der atemberaubende Platz nur auf arabisch zu finden.
    Direkt rechts und wieder rechts, finde ich, zumindest für den Chälli, den auserkorenen park4night Parkplatz, welcher hier im
    Footprint auch den Standort markiert. Er befindet sich direkt neben einer Waschanlage und irgendeinem Gebäude, in dem Frauen ein- und ausgehen.

    Ich packe mein Wasser und gehe Richtung „Place Oum Saad“.
    Da es hier keinerlei Caches oder Adventure Lab’s gibt, bediene ich mich der Googlemaps „Sehenswürdigkeiten“ und lasse mich frei und fröhlich treiben.
    Auf dem herrlichen Platz angekommen, kreuzt sich mein Weg mit einer wunderschönen Sahrawiya, (eine sahrauische Frau) was so viel wie „Bewohnerin der Wüste“ bedeutet. Ich begrüße sie mit „Salam aleikum“, was soviel wie „Friede sei mit dir“ heißt und was ich mit einem gleichzeitigen Klopfen auf mein Herz unterstütze. Das entlockt ihr ein verschwitztes Lächeln, was mich etwas verzaubert.

    Diese Standardbegrüßung hat ja bereits in Marokko gut funktioniert und hier in der Westsahara 🇪🇭 natürlich auch. Ebenso klappt sie bei der männlichen Zunft und sorgt auch bei denen für ein ehrliches und offenes Lächeln. Ich mag das einfach! Da hat man gleich einen ganz anderen Start mit den Leuten. 🫶❤️💫
    Mit den Männern kommt man dadurch auch ins Gespräch, die Frauen sind viel zu schüchtern und ich auch. 😁

    Grundsätzlich fällt mir in El Aaiùn auf, dass es vergleichsweise schick ist. Schöne Plätze, schöne Parks und auch schöne Menschen, die gefühlt mehr aus sich machen oder vielleicht auch machen können, wie ich aus Marokko gewohnt bin.

    Ich sehe sogar, und das ist das erste Mal, seid ich in Afrika bin, ein Pärchen, welches Körperkontskt in der Öffentlichkeit hat. Er gibt ihr mehr oder weniger eine zärtliche Massage und das in einer öffentlich Parkanlage. Das bringt mich zu dem Schluss, dass es hier freier und offener zugeht, als in Marokko, aber das kann natürlich auch täuschen…
    So! Weiter geht es vorbei an einer Art Kulturzentrum und 1x um das „Lycée hassan II“, was mich in den „Place El Ouahda“ oder „Mohammed-Benkiran-Platz“ bringt, da sind sich Google und das Schild Vorort nicht einig.
    Immer wieder begrüßen mich Leute sehr freundlich und reagieren auch auf meine Kontaktaufnahmen sehr sehr positiv und alle scheinen hier so glücklich! Ja, das ist es! Ich liebe es! 😏❤️

    Ich latsche irgendwo kreuz und quer durch die Stadt und lande wieder am Mechouar-Platz, wo ich diese wunderschöne Katze treffe. Solche Augen habe ich noch nie gesehen. 😍

    Dann geht es zurück zur Waschanlage, in der sie mir doch 100 DH für das Waschen vom Chälli abknöpfen wollen, aber nicht mit mir! Haha! 😂
    Ich handele ihn auf 50 DH runter und verpisse mich, nachdem ich 50 Minuten mit Einheimischen gequatscht und der gute Mohammed sich noch immer nicht in meinem Wagen kümmern will.

    Der letzte Weg führt mich in den Marjane Supermarkt, den ich bereits aus Guelmim schätzen gelernt habe. Es ist teurer als auf den Märkten, aber ich werde 1. nicht verarscht und 2. geht mir keine Pimmelgesicht auf den Sack, das ist auch schon mal viel wert. Ich kaufe 1 Kg Putengehacktges und allerlei anderes sinnvolles Zeug, zahle und räume alles in den Chälli. Dort ziehe ich mir vom Hunger geplagt erst einmal 250g auf mit Butter gespicktem Sesambaguette rein, immerhin war die Tage Weltmetttag, das muss ja freilich nachgeholt werden.
    Beim Verlassen des Geländes bemerke ich, dass es hier ein richtige Small gibt, sogar mit eine originalen Adidasstore, unglaublich. 🤯🤣😜

    Bevor ich die Stadt verlasse geht es nochmals zur Shell Tankstelle, wo ich 64,39L für den Chälli zapfen lasse (ja, es gehen 65L rein) und ich dafür 49€ bezahle. Das ist Rekord auf 50.000 km mit dem Challenger und dazu applaudiere ich Ahmed an der Zapfsäule! ⛽️👏

    Ich düse von dannen und mache kehrt, nachdem ich in die falsche Richtung weggefahren bin. Wer kennt es auch nicht! Du stehst irgendwo und erkennst nicht in welche Richtung dich das Navi senden will und du wählst nach dem 50/50 Joker die falsche Antwort! 🤣

    Dafür entschädigt der grandiose Sonnenuntergang, den ich bei der Offroad-Umfahrung durch einen nicht fertiggestellten Stausee auf die Autobahn erleben darf. Die mir, nebenbei bemerkt, abermals ein lustig netter Marokkaner auf einem einspurigen Fahrzeug weist. Sicher zum 5. Mal in den 4 Wochen, aber seht doch selbst!
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  • Badestelle in Arbâa Mesti أربعاء مستي

    18 de febrero, Marruecos ⋅ ⛅ 22 °C

    Die Fahrt von Guelmim nach Sidi Ifni ist ein Traum. Das ist definitiv das grünste und schönste Marokko, dass ich bisher gesehen habe! 🫶❤️💫

    Bei der Anfahrt auf Arbâa Mesti sehe ich zu meiner Linken einen See und eine Bande Jugendlicher, die dort ihren Badespaß hat. Das bedeutet, dass ich da auch kurz reinhüpfen kann. Den Chälli fahre ich durch das Dorf und dann links über einen Acker, wo ich am Ende schon auf die Trockene Rückseite des Staudamms schaue. Also wieder ein Stück zurück und in der Mitte des Dorfes nochmals einbiegen. In die Straße hatte ich eh schon verdächtig reingeschaut und das erste Bauchgefühl ist ja bekanntlich…ja, ja! 🤣🤣

    Ich stelle den Chälli neben einem Wohnhaus ab, packe die Badehose, esse schnell nochmals Putenhack auf Sesambaguette und Zwiebeln und los geht‘s!
    Es geht vorbei an an ein paar Schafen, die net schmusen wollen. Eine Offroadstraße führt bergab zum See, der nicht gerade sauber aussieht. Ein paar Meter weiter geht es aber und ich sehe schon die Jugendlichen in ca. 100m Entfernung, hinter einem Busch. Sie machen Blödsinn!

    Ich wechsele mir die Klamotten, ziehe die Badehose an und springe rein, geil! 🤩
    Das vermisse ich ja aus der Zeit in Griechenland oder Portugal, schön warm und eben auch überall Bademöglichkeiten.
    Als ich aus dem Wasser komme sind ein Junge und eine Mädchen quasi direkt neben mir und ich begrüße sie freundlich, was sie erwidern. Auf dem Weg wieder nach oben, treffe ich noch eine Mutti mit ihrer süßen kleinen Tochter. Auch die sind beide sehr nett. 🫶❤️💫

    Oben angekommen, mache ich noch einen kleinen Abstecher auf den Damm, um den Ausblick zu checken und eventuell ein Foto zu machen.

    Dann sehe ich die 2 Dromedare samt dem Jungen. „Die muss ich unbedingt noch aus der Nähe betrachten.“, denke ich mir und gehe vom Damm etwas leicht bergab, um zu den Tieren zu gelangen. Auch hier grüßt mich ein Mann mit seinem Sohn überaus freundlich. Sie sind einfach fast alle so herzlich! 🫶❤️💫

    Bei den Dromedare angekommen, nähere ich mich nur noch sehr vorsichtig, da ich nicht weiß wie so ein Muttertier mit Jungem reagiert und außerdem ist so ein ausgewachsenes Tier schon ganz schön groß, also um einiges größer wie ein Pferd zumindest. Weibliche Tiere wiegen 300-540 Kg und haben eine Widerristhöhe von 170-190 cm und da kommt ja noch der Höcker und der lange Hals mit Kopf dazu!
    Das eine Muttertier auf der Ebene über mir kommt zu mir runter und es wird mir leicht anders, bei dem großen wackeligen Tier, was so nah kommt. Ich gehe lieber zwei Schritte zurück! Irgendwie schaukelt das Tier an mir vorbei, stellt sich neben mich und frisst da weiter. Ich gehe vorsichtig näher und reiche meine Hand hin, da ich es schnuppern lassen möchte, was auch funktioniert. Es schnauft ganz schön und dabei kommt auch ein guter Schwall Geruch von dem Tier zu mir rüber, Marke Iltis. Ich stehe einfach nur so weiter da und mein Blick schweift immer zwischen den beiden 2er Gruppen.
    Eine Mutter mit ihren 2 Kindern bleibt lieber etwas in der Entfernung und schaut.
    Ganz oben steht ein älterer Mann, dem ich zuwinke. Er winkt zurück und bewegt sich langsam nach unten. Er scheint schon etwas älter, mit einer krassen Lederhaut und unfassbar vorstehenden Unterzähnen, aber irgendwie sehr hübsch und authentisch. Er kommt zu mir hin und spricht mich mit arabisch an. Mit dem Handy übersetze ich etwas und er nimmt einen Stock auf, geht zu dem Tier mit dem ganz jungen und beginnt es mit dem Stock zu hauen. Das Tier macht tief brummende und schnaufende Geräusche und man merkt richtig, wie der Opa das Muttertier nervt. Ich überlege noch und hoffe nicht, dass der Opa die jetzt zu mir hintreiben möchte, da ich ihm gesagt habe, dass ich noch nie so ein Tier in der freien Wildbahn erlebt habe. Die Mutter beschützt sichtbar ihr kleines, aber der Opa schiebt das Kleine in meine Richtung, was bedingt funktioniert. Das Kleine fängt auch an zu quieken, weil es eigentlich nicht möchte.
    Da der clevere Opa eine Schale mit Körnern zum Fressen mitgebracht hat, kann er das Muttertier damit locken.
    „Das ist auch viel besser als schlagen!“, denke ich mir!
    Es mampft genüsslich die Körner, während das Kleine versucht, irgendetwas aus den Zitzen der Mutter zu saugen. Der Opa kommt stellt sich neben mich und erzählt fröhlich auf arabisch und ich verstehe kein Wort! 🤣🤣
    Was ich übersetzten kann, heißt soviel wie:“ Was willst du?“ und ich sage ihm, dsss ich nur hier stehe, um die Tiere zu beobachten. Ich hab das Gefühl, er möchte nicht, dass ich hier bin, doch er signalisiert mir, dass er mit mir einen Tee trinken möchte, was ich dankend ablehne. Ich sage ihm, dass ich noch nach Sidi Ifni weiterfahren möchte. Gesagt, getan.

    Aber seht doch selbst!
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