• Burkhard Gremler
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Pilgern Rimini - Florenz

Et 11-dags eventyr af Burkhard Læs mere
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    17. april 2026
  • Rimini - San Marino

    18. april, San Marino ⋅ ☀️ 18 °C

    Etappe 1 beginnt mit einer Stadtbesichtigung, dann geht es leider über viel Teerstraße weiter. Die Anhöhe von Covignano wird als Panorama empfohlen - und passt. Allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack auf den Blick von San Marino.
    Die Stadt oben auf dem Monte Titano ist schon von Weitem beeindruckend… und flößt dem Fuß-Pilger Respekt ein. Ich nehme den langen Aufstieg, ein Trampelpfad durch den bewaldeten Fels.
    Die Strecke habe ich selbst gewählt. Ab morgen geht’s auf einem offiziellen Pilgerweg weiter.
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  • San Marino - San Leo

    19.–20. apr., Italien ⋅ ⛅ 13 °C

    San Marino schläft lange. Fast unmöglich, einen Stempel in den Pilgerpass zu bekommen. In der Franziskuskirche klingele ich schließlich bei der Beichte. Das klappt. Allerdings ist der Stempel enttäuschend. Kein Wort von Franziskus…
    Kurz nach der Stadt ist man mitten im Grünen. So soll es sein. In San Marino fast kein Teer und exzellent markiert. Zurück in Emiglia-Romagna wieder mehr Teerstraße, geht aber noch. Die Markierung wird schlechter. Man sollte den KML/GPX-Trail auf dem Smartphone haben.
    In Agenzia gibt es unerwartet eine Bar. Hat sogar offen. Es gäbe auch was zu essen. Ich darf aber auch mein Picknick verzehren. Extra in San Marino noch gestern gekauft. Sonntags sind die Läden wohl geschlossen.
    San Leo ist beeindruckend. Wieder hoch auf dem Felsen. Viel kleiner als San Marino. Die „Jagd“ nach dem Stempel endet im Hotel. Zwei Kirchen, eine Burg - mit Museumsshop, der sogar Buch und Karte zum Pilgerweg verkauft - kein Glück.
    Abendessen in meinem Hotel Belvedere. Sehr nett. Der Wirt weist mich drauf hin dass morgen eine Brücke gesperrt ist. Dahinter wäre aber Novafeltria mit Läden und Bars fürs Mittagessen. Ich plane meine eigene Route. Es soll auch ein Gewitter geben. Da sitze ich lieber in einer Bar als unter einem Baum.
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  • San Leo - Sant‘Agata Feltria

    20. april, Italien ⋅ ☁️ 14 °C

    Am Nachmittag soll es gewittern. Der Wirt in San Leo hat mich darauf hingewiesen dass die Brücke nach Novafeltria gesperrt ist. Da wollte ich eigentlich Rast machen, per meinem KML Track.
    Tatsächlich geht der offizielle Weg eh über die nächste Brücke flußaufwärts, wo es eine Tanke mit Bar und kleinem Laden gibt.
    Ich laufe zügig mit nur kurzer Rast durch. Dann kommt noch nicht mal Regen.
    In die geplante Unterkunft im Kloster käme ich erst 19:30 rein. Im Ort ist nix los. Also buche ich doch noch in einem B&B, sehr gemütlich und familiär. Abends koche ich Maggi Fix Schinkennudeln, die ich als Reserve von Deutschland mitgebracht habe. Was weg ist, ist weg.
    Von der Terrasse genieße ich noch die schöne Abendstimmung.
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  • Sant‘Agata Feltria - Balze

    21. april, Italien ⋅ ☁️ 9 °C

    Ein verregneter Tag, kalt und matschig. Wo ist die Teerstraße, wenn man eine braucht? 😉
    In der Unterkunft gibt’s eine Küche. Statt „Maggi Fix“ ist diesmal Barilla angesagt. Im Ort gibt es nur einen kleinen Laden: die Auswahl ist begrenzt. Gut, ich habe auch keine Lust, großartig zu kochen.
    Die Bar/Pizzeria hat nur am Wochenende Pizza.
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  • Balze - La Verna

    22. april, Italien ⋅ ☀️ 8 °C

    Gerade als ich losgehe, hört der Regen auf. So weit, so gut. Den Poncho behalte ich aber noch an, als Wärme- und Windschutz.
    Zwei Kilometer aus dem Ort läuft der Weg frei auf die Wiese raus. Die Markierungen verlieren sich teils im Nebel. An einer Stelle suche ich bestimmt 15 Minuten.
    Für so zwei Kilometer bergab wird der Weg zur Schlammschlacht bzw -rutsche mit fließend Wasser. Zweimal haut‘s mich hin trotz vorsichtigstem Vorantasten.
    Weil es so lange dauert, habe ich im nächsten Ort Glück: der einzige Laden (auf der ganzen Strecke) hat ab 10:30 offen, und es ist 10:37.
    Danach geht’s „normal“ weiter, das Wetter heitert auf. Nach einem langen Anstieg finde ich ein Picknickplätzchen mit Aussicht und Windschutz.
    Das heutige Ziel, das Kloster La Verna, war letztes Jahr der Ausgangspunkt fürs Pilgern nach Assisi, mit Marion, Uli, Rita und Udo. Es ist schön, nach fast exakt einem Jahr wieder hier zu sein. Diesmal aber „Luxus“: Einzelzimmer mit Bad statt Schlafsaal.
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  • La Verna - Badia Prataglia

    23. april, Italien ⋅ ☀️ 12 °C

    Ein schöner Tag: kalt, aber mit viel Sonne. Die Wege sind wieder einigermaßen trocken. Trotz auf und ab gibt es heute keine matschige Rutschpartie.
    Nur ein bis zwei Straßenkilometer, der Rest geht über Bergpfade. Nach zwei Stunden kommt ein kleiner Ort mit Bar und Laden. Zum Picknick gibt es Focaccia überbacken mit Tomate und Gewürzen. Sehr saftig und lecker.
    Mir begegnen so 20-25 Pilger auf ihrem Weg nach La Verna, die also richtig laufen. Ich bin ja quasi rückwärts unterwegs. Und damit fällt mir erst auf, wie einsam ich bisher gelaufen bin.
    Badia Prataglia hat den Charme eines Bergdorfs. Den Stempel bekomme ich in der Kirche, muss aber das Ende der kleinen Messe abwarten. Ich hab‘ ja sonst nichts mehr vor.
    Im Park neben der Kirche gibt es sogar ein paar Mammutbäume. (Das Panorama-Bild ist leider etwas verzerrt.)
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  • Badia Prataglia - Stia

    24. april, Italien ⋅ ☀️ 15 °C

    Bis zur Mittagspause geht es nur durch Wald. Es bleibt bei einer einzigen Fernsicht. Heute begegnen mir nur eine Handvoll Pilger. Allerdings weicht der ausgezeichnete Pfad von meinem KML Track ab. Ich folge den Zeichen, aber die sind unvollständig.
    Mitten im Wald das Kloster Camaldoli. Eigentlich ein Etappenziel, aber knapp neun km war mir zu wenig. Ich laufe weiter.
    Später aber immer noch mitten im Wald das Refugio Asqua: da kann man wohl auch unterkommen.
    In Stia dann etwas Chaos. Im Hotel finden sie meine Reservierung nicht. Ach ja, hab ich ja storniert. Bin stattdessen im Domus Pacis. Davor fängt mich eine Frau mit dem Auto ab:
    >> Du bist der Pilger? Steig ein, ich fahr dich. Das Haus ist leider voll und du bist außerhalb.
    >> Wie weit denn?
    >> Gar nicht! Keine sieben km. Liegt auch am Weg.
    >> Und Abendessen, Frühstück?
    >> Alles da, musst du halt selber kochen.
    >> Ich laufe aber Richtung Florenz.
    >> Hmm, ach dann fahr ich dich morgen nach Stia.
    >> Gut, da kann ich dann morgen einkaufen.
    >> Nö, alles zu wegen Feiertag. Aber hier ist der Coop. Kauf jetzt ein.
    Ich hetze durch den Markt: Picknick, nächsten Abend kochen und noch übermorgen Frühstücken. Am nächsten Ort gibt es weder Läden noch Restaurants.
    Wieder raus stellt sich alles als Missverständnis heraus: die Frau hat ihren eigentlichen Gast gefunden bzw. er sie. Wir verabschieden uns.
    Also kann ich schön Pizza essen gehen in Stia. Ich bin sogar der einzige Gast in meiner Unterkunft. Direkt im Ort, wie geplant.
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  • Stia - Consuma

    25. april, Italien ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute bin ich etwas schlapp. Gut dass die Etappe unter 20 km lang ist. Der Weg läuft abwechselnd durch Wald und Wiesen.
    Eine Burgruine unterwegs ist als Privatbesitz abgezäunt. Da hat sich der Abstecher nicht gelohnt.
    Zweimal laufe ich falsch. Gab eigentlich keinen Grund. Tja, bin halt auch mental schlapp.
    Am Ziel erwartet mich eine schicke Herberge, tatsächlich auch mal mit mehr Pilgern belegt.
    Der Gastgeber bietet doch Abendessen an. Da hätte ich auch weniger einkaufen können.
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  • Consuma - Pontassieve

    26. april, Italien ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute geht es schön gemütlich vom Pass runter. Keine krassen Anstiege.
    Ab und an lärmen Motoren: dieses Wochenende findet der Coppa della Consuma für historische Fahrzeuge statt. In Diacceto gerate ich mitten ins Geschehen. Hier ist der Startplatz und das Fahrerlager.
    Der Wald wechselt in Weinberge über. Sehr schön, wie in der Pfalz.
    Das Ziel ist seit langem eine größere Stadt. Pontassieve heißt so weil schon die Römer hier eine Brücke (lat. „Sieve“) über den Fluss Pontas hatten. Oder so ähnlich…
    Ich habe eine Ferienwohnung für mich alleine. Mit Waschmaschine. Bei dem Wetter trocknet alles bis zum Abend auf der Wäscheleine.
    Ich bereite mir ein Risotto mit Pilzen, Muscheln und Zucchini zu. Hauptsache mal keine Pizza oder Pasta.
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  • Pontassieve - Florenz

    27. april, Italien ⋅ ⛅ 23 °C

    Der ausgezeichnete Pfad führt am Arno entlang. Die Alternative, zB aus dem Rother Führer, geht nochmal über einen Höhenzug. Diesen wähle ich.
    Der Vorteil: Man sieht Florenz von oben immer näher kommen.
    Der Nachteil: Eichenprozessionsspinner. An einer Stelle quasi ein 3D Vorhang. Mehrmals lese ich einen Ast vom Boden auf und wedele den nächsten Kilometer vor mich hin. Trotzdem landen noch einige auf meinem Hut und T-Shirt.
    Nach Florenz rein läuft man viel durch Baustellen. An einer muss ich etwa einen Kilometer zurück laufen. Sonst: den Arno durchschwimmen.
    An der Basilica di Santa Croce gibt’s den finalen Stempel.
    Morgen ist ein Ruhetag angesagt. In der Stadt soll es so `ne olle Kapelle und eine alte Brücke geben. Wahrscheinlich Touristennepp, aber wenn ich schon mal da bin… ⛪️ 😊
    Übermorgen geht es weiter von Assisi nach Rom. Aber das wird eine andere Geschichte. Arrivederci,
    Burkhard
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    Slut på rejsen
    27. april 2026