Seit 30 Jahren mein Traum. Jetzt sind wir unterwegs. Yippie! Zuerst an der Ost- und dann an der Westküste, zusammen mit Ella und Dirk.
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  • Day21

    Die Rockys - wow!

    July 25, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 18 °C

    Aufgrund der Zeitumstellung und weil wir gestern Abend erst um 1h30 schlafen gegangen sind, kamen wir heute erst später los als geplant. Trotzdem haben wir den Tag gut genutzt. Zunächst haben wir uns einen Nationalparkpass geholt - 16 Dollar bis morgen um 16 Uhr. Damit durften wir in den Yoho-Nationalpark und auch in den Banff bis zum Lake Louise, der für heute unser Endziel war. Auf dem Weg dorthin gab es Vieles zu entdecken: Vor allem wunderschöne kleine und große Seen - wir besuchten den, den uns unsere Vermieterin in den Shuswap-Eisenbahnwaggons empfohlen hatte: Lake Emerald - den smaragdgrünen See - der seinem Namen alle Ehre machte - entsprechend viele Visitors waren dort. Es war kein Platz mehr auf dem Parkplatz frei und schon weit vor dem See parkten viele Autos an der Straße. Am meisten beeindruckt hat uns wohl heute alle drei die Natural Bridge - ein ehemaliger Wasserfall, der durch das Wasser ausgehöhlt wurde. Nun fließt es drunter durch und wird diese natürliche Brücke wohl irgendwann zum Einstürzen bringen. Ella und Dirk wagten sich für ihre Fotos sehr weit ans Wasser. ich blieb schön auf dem Weg und fotografierte dort auf dem Parkplatz das Nummernschild aus den USA...
    Mittagessen gab es in einem kleinen Ort namens Field - für Ella und Dirk Burger (vegetarisch und mit Hühnchen), für mich pürierte Gemüsesuppe mit Baguette (ich mag es immer noch am liebsten französisch...). Zufällig entdeckte ich nach dem Essen gegenüber unseres Cafés das Café-Restaurant 'The Truffle Pig', das uns auch in Shuswap empfohlen wurde. Dort gab es einen kleinen witzigen Shop, in dem das vierte Foto unten entstand...
    Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Lake Louise und verfuhren uns zu einem Reiterhof, der uns so gut gefiel, dass ich davon gleich drei Fotos mitschicke. Ella hat dort einen neuen Freund gefunden, der dann nicht mehr von ihrer Seite wich. Ich glaube, wir brauchen zu Hause jetzt auch einen Hund ;-)
    Lake Louise ist das Foto mit dem Kanu. Viele Leute liehen sich in der Tat ein Kanu - für 30 Minuten 115 Dollar, für eine Stunde 125 - ein Schnäppchen, sozusagen. Dirk und Ella meinten sofort, sie wollen zurück zum Reiterhof - dort haben 15 Minuten Ausritt 20 Dollar und 45 Minuten 50 Dollar gekostet. Wenn man das aber mal drei nimmt, ist für eine Stunde das Kanu gar nicht mehr so teuer, finde ich.
    Wir sind zum Abschluss noch zum zweitgrößten Wasserfall Kanadas gefahren, dem Takakkaw Falls und auf dem Weg dorthin fließen zwei Flüsse ineinander - ein glasklarer, dessen Wasser blau aussieht und ein Gebirgsfluss, der sehr viel Sediment mit sich trägt und hellgrau schimmert, siehe Foto. Ich habe versucht, den Wasserfall zu filmen - vielleicht kommt so ja ein wenig der beeindruckenden Stimmung und Geräuschkulisse dort rüber. Ach ja und auf dem Parkplatz des Lake Louise haben wir Erdhörnchen beobachten können. Die waren lustig.
    Wie sind jetzt die Rockys - schon ziemlich beeindruckend. Hier ist einfach alles riesengroß. Die Gebirgsseen, die Flüsse, die den Trans-Canada-Highway begleiten, die LKWs und Pickupps, die einem entgegen kommen und dann natürlich die Berge. Ein Gast, der mit uns im Hostel in Vancouver war, erklärte es so: Er sei auch schon in den Alpen gewesen, aber in den Rockys, da gibt es hinter der einen Gebirgskette eine nächste und dahinter wieder eine und so weiter. Wir haben beim Autofahren jedenfalls gut die Höhenunterschiede in unseren Ohren bemerkt - Druckausgleich. Wieder zurück im Lodge durfte Ella sich nach dem Schwimmen noch von der Freundin unserer jungen Rezeptionistin ein superschönes Tattoo auf die Hand malen lassen. Na, das war doch ein erlebnisreicher Tag. Und morgen geht es noch einmal zurück zum Shuswap Lake.
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  • Day20

    Blueberrypancakes zum Frühstück mit Lama

    July 24, 2019 in Canada ⋅ ☁️ 14 °C

    Unsere Unterkunft für diese Nacht war nämlich eine ganz besondere: Wir schliefen in schon lange ausrangierten Eisenbahnwaggons mit WC, Küche und Wohnbereich direkt am Shuswap Lake. Ich habe mich fast wie im Himmel gefühlt, das Paradies auf Erden sozusagen. Ich habe mich so unglaublich für die Inhaberin gefreut, dass sie sich so etwas Schönes ausgedacht und 1993 gegründet hat. Es gibt fast jeden Abend ein Lagerfeuer direkt vor den Waggons (train cabooses) am See (also, wenn das Wetter es zulässt - aber es hat ja gestern leider geregnet). Das ganze Gelände, auf dem die Waggons stehen, ist ganz einfach unglaublich - ein Abenteuerspielplatz für groß und klein, mit riesigem Steg, auf dem auch noch eine kleine Hütte steht, mit Hausboot am Anleger. In der Gegend, in der wir uns jetzt aufhalten, gibt es Bären - überall. Bären kennen normalerweise keine Lamas. Auf der Wiese hinter unserem Glacier-Waggon (alle Waggons haben Namen) stand ein Lama, das ganz praktischerweise zum Wiese mähen dort war - bis Dezember waren es sogar noch zwei, aber das zweite ist leider verstorben (it passed away, unfortionately). Und weil den Bären Lamas suspekt sind, kommen sie nicht auf dieses Gelände und wir mussten nur ein wenig schauen, dass wir nicht auf eine Schlange treten (die aber auch nicht giftig sind - aber gesehen haben wir keine).
    Zum Frühstück gab es an der frischen Luft frisch gebackene Blueberrypancakes mit Ahornsirup, die Dirk und Ella super lecker fanden. Die gibt es immer für die Gäste, wenn sie es möchten (für 5 Dollar pro Person für das Frühstück, die haben wir gerne gezahlt). Es war auch ein Gast dort, der seit 26 Jahren dorthin kommt. Ich habe mich sehr nett mit seinem 14-jährigem Sohn (einem Snake-teaser) unterhalten.
    Weiterfahrt in Richtung Rockys. Wir kommen auf dem Weg an wunderschönen Seen vorbei und auch durch den Ort Revelstoke, den ich mir gerne ansehen wollte. Dort gab es - man höre und staune - ein Restaurant mit indisch/deutscher Küche. Die Inhaberin, eine waschechte Inderin ist nämlich in Österreich aufgewachsen (warum die Küche dann deutsch war habe ich nicht so ganz verstanden, aber die Speisekarte war sehr lustig, also haben wir dort - sehr lecker - gegessen). Wir hatten so viel Spaß beim Essen, dass die anderen Gäste ständig zu uns rüberschauten, weil ich so sehr lachen musste. Keine Ahnung, was im Essen war. Es war herrlich - ich habe im Auto noch ständig einen Lachflash nach dem anderen bekommen. Weiterfahrt in Richtung Glacier-Nationalpark. Um die Berggipfel zogen sich dichte Nebelschwaden. Einige spärliche Reste von Gletschern haben wir dann doch noch gesehen. Das haben wir uns vorher anders vorgestellt. Na ja, auf der Rückfahrt von den Rockys wollen wir noch einmal nach Shushwap ins Hostel. Vielleicht ist dann bei besserem Wetter mehr zu sehen.
    Dirk und ich haben dann am frühen Abend im Nationalpark noch eine kleine Wanderung zum Bärenwasserfall (the bear creek fall) unternommen. Das hat uns gut gefallen. Dirk hätte ja gerne wenigstens aus der Ferne einen Bären gesehen, aber ich war ganz froh, dass wir keinen getroffen haben. Überall stehen Hinweisschilder, wie man mit Wildtieren umgehen soll und wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen Bären trifft - in Vancouver hingen in der Stadt Schilder, dass man Kojoten nicht füttern soll - das gleiche gilt hier auch für die Streifenhörnchen.
    Übernachtung in Golden. Dieses Städtchen wurde uns von einem Deutschen im Hostel in Vancouver empfohlen - die anderen Hostels, die noch weiter in den Rockys liegen in der Nähe von Jasper und Banff sind nämlich hoffnungslos ausgebucht. Hier sind wir in einem Lodge untergebracht, wie man es aus typisch amerikanischen Filmen kennt. Wir waren noch kurz im hauseigenen Indoor-Mini-Pool. Ich habe im Poolbereich geduscht, wo nur eine Dusche für die Gäste war. Dirk und Ella wollten im Lodge-Zimmer duschen (wo wir eine kleine Badewanne mit Dusche haben), haben sie aber nicht zum Laufen gebracht, wobei wir bei einem interessanten Thema wären: Waschbecken- und Duscharmaturen und Toilettenspülungen, Türgriffe und -riegel.
    Es gibt Waschbecken mit zwei Wasserhähnen (wie in England) - einen für heißes und einen für kaltes Wasser. Dann gibt es Waschbecken mit einem Wasserhahn, bei dem man an zwei Drehknöpfen heißes und kaltes Wasser mischen kann und Waschbeckenarmaturen, bei denen man den Knauf des Wasserhahnes herausziehen muss, damit Wasser herauskommt - auf diese Idee muss man erst einmal kommen - ich habe gedreht und gedrückt, bis Ella mir gezeigt hat, dass man ziehen muss. Okay. Dirk steht also unter der Dusche und aus dem Kran für die Badewanne läuft Wasser. Der Wasserregler drüber lässt sich in alle möglichen Richtungen drehen. Wir ziehen und drücken, aber aus dem Duschkopf über Dirk kommt kein Wasser. Ich bin schließlich zur Rezeption gegangen und habe unser Problem beschrieben. Die nette Dame dort mit dem schönen Henna-Tattoo an beiden Händen hat mir erklärt, dass es unten am Badewannenkran einen Ring gibt, den man nach unten ziehen muss, damit das Wasser oben aus der Dusche strömt. Dirk hat sich sehr gefreut, doch noch duschen zu können.
    Morgen wollen wir dann so richtig in die Rockys zum Lake Louise. Ich bin sehr gespannt darauf. Hier sind wir übrigens wieder eine Zeitzone in Richtung Europa gelandet. Auf dem Trans Canada Highway stand plötzlich ein Schild, dass man bitte seine Uhren umstellen möge.
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  • Day19

    Zweite Etappe in die Rockys

    July 23, 2019 in Canada ⋅ 🌧 21 °C

    Das Hostel in Penticton ist super. Total gemütlich - im Aufenthaltsbereich, der wie ein großes Wohnzimmer gestaltet ist, steht ein Klavier. Ella fragte gleich, ob sie darauf spielen darf. Heute morgen war es ganz ruhig im Hostel. Als Ella sich kurz vor 10 Uhr dann ans Klavier setzte, erwachte das Hostel zum Leben. Die Leute kamen aus ihren Zimmern. Es war eine schöne Stimmung. Jetzt sieht man auch Frauen. Gestern haben wir bei der Ankunft nur Männer gesehen - viele Mexikaner, die hier auf den Plantagen arbeiten - überall auf der Fahrt gab es Obststände und auch größere Obstläden, die biologisch angebautes Gemüse anboten. Leider müssen wir schon bald weiter. Ich habe mich eben sehr nett mit einer Frau aus Vancouver unterhalten, die mir gestern von den mexikanischen Arbeitern erzählt hatte und habe gestern Abend noch Martin kennen gelernt, einen der Arbeiter, dessen Frau und älteste Tochter (30) auch Susanna heißen. Als Dirk und ich gestern vom Strand nach Hause ins Hostel sind, haben wir einen Schlenker durchs Städtchen gemacht. Abends war es noch sehr warm, wie in Südfrankreich im Sommer und es waren noch einige Leute unterwegs. In der Stadt gibt es mehrere hübsche kleine Galerien, die natürlich schon geschlossen hatten um 22 Uhr - aber die Stadt ist mir sympathisch.
    Jetzt wollen wir weiter durch das Okanagan-Valley fahren zum Shuswap Lake, ins nächste Hostel. Leider regnet und gewittert es momentan. Jetzt kann Ella gar nicht mehr schwimmen gehen, bevor wir weiter fahren - vielleicht dann beim nächsten Stopp.

    P.S.:
    Wir sind noch kurz durch die Stadt Penticton gelaufen und weil die Stimmung dort so nett war, lade ich mal ganz einfach ein kleines Video mit zwei Straßenmusikantinnen hoch, die ich sehr sympathisch fand. Ich habe auch noch gar nicht erzählt, dass wir abends am Strand ein Murmeltier gesehen haben - a groundhog. Eine Frau am Strand erzählte, dass es in Penticton viele Murmeltiere gibt und dass man sie auch tagsüber öfter sehen würde. Ich war leider nicht so schnell, das Tierchen mit dem Tablet zu fotografieren, aber mit dem Handy habe ich zwei ganz schöne Fotos gemacht (weiß aber noch nicht, wie ich die hier aufs Tablet bekomme und habe in den Abendstunden, wenn ich schreibe auch wenig Lust, damit herumzuexperimentieren, mit Bluetooth oder so - wahrscheinlich geht es ganz einfach...). Und Ella hat in einem Schaufenster noch ein sehr witzigs Regal entdeckt. Und wir mögen alle die oft sehr kunstvollen Wandgemälde in den Städten. Und damit man mal eine Vorstellung davon bekommt, wie schwierig es sein kann, sich beim Parken durch den Schilderwald zu arbeiten hier ein Beispiel dafür in einer der vielen mit Blumenampeln schön geschmückten Straßen, wie es sie hier in allen Städten gibt.
    Zum Mittagessen gab es gestern Maiskolben mit gesalzener Butter, den ein großer Obst- und Gemüseladen am Okanagansee anbot. Und dann sind wir fast die ganz Strecke bis zu unserer Unterkunft an diesem See entlang gefahren. Unser neues Hostel liegt am Shuswap Lake. Dort sind wir im strömenden Regen angekommen. Dirk hat die Einfahrt dann auch nur durch Zufall gefunden.
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  • Day19

    Erste Etappe in die Rocky Mountains

    July 23, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 19 °C

    Morgens im Hostel noch die letzten Hostels für den Rest des Urlaubs reserviert und dann zur Horseshoe Bay, um die Fähre nach Vancouver Island für die letzte Woche zu reservieren. Da es mir noch nicht so gut geht, fährt Dirk heute. Dichter Verkehr in Vancouver zur Mittagszeit - kein Spaß! Aber bei der Reservierung der Fähre klappt alles gut und auf der Fahrt nach Penticton auch. Das Hostel hier ist sehr schön und liegt nur fünf Minuten vom Strand entfernt. Hier beginnt das Okanagan-Valley - mit preisgekrönten Weinkellereien - klimatisch ist es hier wie in Südeuropa - unglaublich! Wir sind alle ziemlich geschafft, deshalb nur noch ein paar Fotos und dann: Gute Nacht!Read more

  • Day17

    Ein Sonntag in Vancouver

    July 21, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Letzte Gelegenheit, Wäsche zu waschen vor der Rocky-Mountains-Tour. Danach macht jeder von uns, wonach ihm der Sinn steht: Ella möchte gerne noch einmal ins Schwimmbad im Stanley Park, Dirk möchte eine Fahrradtour machen und ich möchte ins Kunstmuseum. Es gibt eine Sonderausstellung über Giacomelli, die ich gerne sehen möchte, außerdem typisch nordamerikanische Kunst. Wir leihen uns alle drei Fahrräder im Hostel aus und ziehen los. Nachmittags wollen wir uns alle im Stanley Park treffen.
    Vor dem Museum of Art gibt es einen Stand mit Mützen und anderen Kleidungsstücken. Ich suche ein Basecap, das ich beim Fahrradfahren aufsetzen kann, denn es ist sehr sonnig an diesem Sonntag. Der Verkäufer kommt von der Elfenbeinküste. Er ist in Frankreich aufgewachsen und versucht jetzt sein Glück in Kanada. Er schimpft darüber, dass alles in Vancouver so teuer sei, dass man für die Universitäten und Schulen viel Geld bezahlen müsse - nur die Kinder reicher Eltern könnten studieren. Und die Museen seien auch zu teuer: Mindestens 18 Dollar der Eintritt. Früher in Frankreich sei er oft ins Museum gegangen. Giacometti hätte er sich auch gerne angesehen, aber der Eintritt sei zu teuer, das würde ich ja gleich sehen.
    Tatsächlich - 24 Dollar soll der Eintritt kosten. Die einzige Führung für diesen Tag war um 11 Uhr - habe ich also verpasst - und meinen Rucksack darf ich nicht mit hineinnehmen, wenn ich ihn auf dem Rücken trage. Ich soll ihn in der Hand halten. Ich überlege, ob ich noch ins Museum möchte, bezahle dann aber den Eintritt. Giacomettis Werke und sein Leben werden sehr anschaulich präsentiert. Zunächst wirkt seine Kunst bedrückend, beklemmend, aber wenn man sich auf die Entstehungsgeschichten einlässt, sieht, welche Kunstgegenstände aus der Antike den Künstler beeinflusst haben und liest, welche Zeitgenossen ihn geprägt und wen er wiederum selbst beeinflusst hat, macht es plötzlich Spaß, sich in der Ausstellung zu bewegen. Auch die anderen kleinen Ausstellungen habe ich mir noch angesehen - auf drei Etagen - unter dem Dach ziemlich gute Fotogeschichten von Indischen Fotografen.
    Nachmittags dann Treffen bei Ella am Schwimmbad. Ich habe mich im Museum offensichtlich verkühlt - die meisten Gebäude werden hier gut gekühlt. Wenn wir in ein Hotel oder Hostel kommen, schalten wir immer zuerst die Klimaanlage aus. Ich gehe im Hostel abends früh schlafen und Ella und Dirk kochen sich noch Spaghetti.
    Am Strand und auf dem langen Wiesenstreifen vor dem Strand waren übrigens an diesem Sonntag unzählig viele Leute - am Wasser, im Wasser, auf den Straßen. Die ganze Stadt war scheinbar auf den Beinen. Ella erzählte uns später, dass es schon morgens im Schwimmbad brechend voll war. Sie hat einen Platz im Halbschatten ergattert und Tagebuch geschrieben, wenn sie nicht im Wasser war.
    Überall war eine sehr nette und gelöste Stimmung - sehr sympathisch, aber für mich an diesem Tag einfach too much. Im Museum waren weder zu viele noch zu wenige Leute, einige Kunststudenten, die selbst zeichneten und einige Familien mit Kindern - für kleine Kinder ist der Eintritt Sonntags frei und am Eingang stehen Museumspädagogen für sie bereit. Es soll in der nächsten Zeit ein neues Kunstmuseum in Vancouver entstehen; auf dessen ersten beiden Etagen sollen die Ausstellungen dann kostenfrei sein.
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  • Day16

    Granville Market & Rooftop Barbecue

    July 20, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 19 °C

    Gestern Abend haben wir zusammen überlegt, was wir noch alles sehen wollen in den noch verbleibenden zwei Wochen und zwei Tagen. Ella möchte noch viel baden. Dafür hat uns Bobby, der Taxifahrer die Seen empfohlen. Jeder scheint hier einen Lieblingssee zu haben. Es ist herrlich, sich mit den Leuten darüber zu unterhalten. Ich möchte gerne noch in den Banff- und Jasper-Nationalpark mit den dazugehörigen Orten Banff und Jasper. Dirk möchte noch die große Hängebrücke im Norden Vanvouvers sehen und natürlich drüber gehen. Das klingt für mich auch spannend. Ich war schon drauf und dran, Vancouver Island zu streichen, als mich nach dem Frühstück eine junge Deutsche, die ich am Beginn unseres Vancouver-Hostel-Aufenthaltes eingeladen hatte, bei uns am Tisch Platz zu nehmen, damit sie nicht alleine essen muss, ansprach. Sie ist zum dritten Mal in Kanada und findet Vancouver-Island unbedingt sehenswert, selbst wenn es nur für drei Tage sein sollte. Auch sie plant ihre Aufenthalte ganz spontan. Ich möchte jetzt für den Rest der Reise alle Hostels buchen und hoffe, dass alles gut klappt.

    Heute Morgen möchten wir alle drei auf den Granville Market. Für den Nachmittag planen Ella und Dirk, zusammen in das große Schwimmbad im Stanley Park zu gehen und ich möchte mir ein Kunstmuseum ansehen.
    Der Granville Market war so groß und es gab so viel zu sehen, dass ich es nicht mehr ins Museum geschafft habe. Wir haben alle zusammen am Hafen gesessen, gefühlt war die halbe Stadt dort auf dem Markt und viele Musiker und interessante Leute. Nachher gibt es noch ein Barbecue auf dem Dach des Hostels.
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  • Day15

    BMW SUV & Canada Place

    July 19, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir haben mal wieder Krachmacher unter uns - diesmal wirklich im Zimmer unter uns, aber morgen reisen sie ab, spätestens dann schlafen wir hoffentlich durch. Heute habe ich Muskelkater in den Armen (vom Yoga) und Ella in den Beinen (vom Schwimmen).
    11 Uhr - Dirk und ich holen den neuen Mietwagen ab. Da er kein Navi hat, der Ford Focus, müssen wir einen BMW SUV-Style nehmen. Ella findet das Auto blöd, weil es von innen schwarz ist. Ich finde es schick. Wollte ich schon immer mal fahren. Wenn man die ganzen Mietwagenkosten aufaddiert für die 28 Tage, hätte man zu Hause auch ein gebrauchtes kaufen können. Darf man gar nicht erst drüber nachdenken. Während wir mit dem Sky-Train zur Avis-Autovermietung am Flughafen in Vancouver gefahren sind und eine ganze Weile brauchten, um das neue Navi in Gang zu setzen, war Ella ganz alleine am Strand spazieren - ist ja schon groß, das Kind. Es war trotzdem ein merkwürdiges Gefühl für mich, dass sie so einfach alleine losgezogen ist, bis zum Schwimmbad im Stanley Park und wieder zurück. Sie fand es sehr entspannend und schön, brachte große Muscheln mit.
    Danach für jeden ein Stück Pizza in der Davis-Street über uns - das ideale Essen für Stadtreisen - und zu Fuß die lange Burrard Street zum Canada Place, dem Business- und Shopping-Zentrum Vancouvers, gegenüber vom Stanley Park und ebenfalls am Wasser gelegen, der English Bay. Wasser gibt es in Vancouver jede Menge: Pitt River, Nord- und Südarm des Fraser Rivers fließen durch die Stadt und dann in die Strait of Georgia. So gibt es hier auch viele Brücken, unter ihnen echte Schmuckstücke.
    Architekten können ihre Kreativität in Kanada offensichtlich ausleben. Ich schicke heute mal ein paar Stadtansichten.
    Auf unserem Weg durch die Stadt haben wir Schülerinnen getroffen, die für eine Europa-Klassenreise in zwei Jahren Donuts verkauft haben. Wir haben natürlich auch etwas gekauft und etwas gespendet. Die Jugend muss unterstützt werden, wenn sie die Welt kennen lernen möchte!
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  • Day14

    Rooftop-Yoga & Stanley Park by bike

    July 18, 2019 in Canada ⋅ ☁️ 16 °C

    Seit ein paar Tagen träume ich auf Englisch. Das ist ein gutes Zeichen. Ich bin wieder ganz gut in der Sprache angekommen. Habe ich erzählt, dass das kanadische Französisch ganz anders ist, als das europäische? Es klingt in etwa so, wie schweizer Deutsch für deutsche Ohren. Ich habe mich in Montréal und Québec ständig darüber beäumelt (ist das eigentlich Duden-Deutsch?). Ich fand es jedenfalls sehr, sehr lustig. Aber man kann sich einhören. Als ich gerade soweit war, sind wir aber auch schon wieder abgereist aus Québec.
    Heute haben wir (zumindest Ella und ich) einen Triathlon Vancouver Art absolviert: Yoga, Radfahren und Schwimmen (und Dirk eigentlich auch: Laufen, radfahren, schwimmen). Von 8 - 9h15 Rooftop-Yoga mit Thomas, einem Franzosen, der mit seiner Partnerin kanadischer Staatsbürger werden möchte. Ich habe noch nie morgens Yoga gemacht. Abends hatte sich erst eine Person dafür angemeldet. Wenn Ella und ich nicht mitgemacht hätten, wäre der Kurs evtl. ausgefallen aufgrund einer Mindestteilnehmerzahl von 3 Personen. Das konnte ich natürlich nicht zulassen. Sich aufzuraffen war nicht so einfach, aber es hat sich gelohnt. Man startet so herrlich geschmeidig und voller Energie in den Tag. Ella hat es auch Spaß gemacht.
    Danach waren Dirk und ich am Strand spazieren und haben prompt unter der Borrard Street Bridge, ganz in der Nähe des Hafens noch einen Gemeinschaftsgarten entdeckt - ein Blütenmeer, herrlich. 10 Minuten vom Hostel entfernt liegt der Hafen. In Hafennähe ist das Baden untersagt, aber nachmittags hatten wir uns zu einer geführten Radwanderung durch den Stanley Park angemeldet und sind auf dem Weg dorthin an schönen Stränden vorbei gekommen. Es gibt hier übrigens keine Strandkörbe, sondern 'logs' - große Baumstämme, die angeschwemmt werden und dann von der Stadtverwaltung für die Strandbesucher schön ordentlich aufgereiht werden. So hat man schöne Sitzreihen und auch etwas Schatten, da die Baumstämme sehr mächtig sind.
    Zwei Stunden Rundfahrt mit mehreren Fotostopps im Stanley Park, der auf einer Halbinsel im Norden von Downtown Vancouver in der English Bay liegt, zunächst an der Küste entlang, die teilweise sehr bretonisch aussieht, mit Felsstränden und dann noch durch den Regenwald mit seinen wirklich hohen Zypressen.
    Am Second Beach, mit dem Fahrrad 10 Minuten vom Hostel entfernt ist ein riesengroßes Freibad. Dort sind wir nach der Radtour noch extra für Ella hingefahren. Ich bin nur kurz eine Runde geschwommen, aber Ella hat bravourös ihren Triathlon gemeistert - 11 lange Bahnen!
    Bei der Radtour habe ich Cherrie kennen gelernt. Ich ja hatte erst überlegt, von Montréal aus mit dem Zug nach Vancouver zu reisen - vier Tage dauert die Fahrt. Einerseits hatte der Rest meiner Familie keine Lust dazu und die Fahrt wäre auch viel teurer gewesen als der Flug, andererseits hatte die Freundin einer Hausnachbarin diese Reise unternommen und fand sie eher langweilig, also habe ich gar nicht mehr darüber nachgedacht. Aber Cherrie lebt in Toronto und ist gestern mit dem Zug in Vancouver angekommen. Sie war die 'Musician' auf der Reise - hat die Gäste mit Gitarre und Gesang unterhalten und ist somit gratis gereist. Sie meinte, es gäbe da einige Möglichkeiten, gratis zu reisen. Ist das nicht toll? Corina und Michael - solltet ihr mal nach Kanada reisen... Und Regina, wenn ich wieder zu Hause bin, müssen wir gleich wieder Ukulele zusammen spielen. So. Heute müsste ich schlafen wie ein Stein. Liebe Grüße und gute Nacht!

    P.S.: So, wie ich mich nach einigen Tagen mit unserer Navidame dann doch noch ganz gut verstanden habe, geht es mir scheinbar auch mit FindPenguins: Ich habe heute ein paar Footprints, die ich privat geschaltet hatte, freigeschaltet. Zwischendurch habe ich immer 'privat' angeklickt, um sicher zu gehen, dass wirklich nur Freunde und Familie meine Einträge lesen können. Da habe ich es mit der Sicherheit wohl etwas übertrieben. Sorry. Dasselbe gilt für Fotos. Ach, zu Hause sollte ich wohl wirklich einmal einen kleinen Computer- und Internetkurs besuchen. :-)
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  • Day13

    Vancouver im Regen

    July 17, 2019 in Canada ⋅ 🌧 19 °C

    Laut FindPenguins sind wir gestern 3300 km geflogen. Drei Zeitzonen weit. Von Deutschland sind wir jetzt 9 Zeitzonen entfernt, d.h., zu Hause ist es jetzt 9 Stunden später. Hier beginnt der Tag gerade, zu Hause ist er bald schon vorbei. Eine komische Vorstellung. An der Ostküste waren wir in 10 Tagen ca. 1.300 km mit dem Auto unterwegs. Gar nicht so viel eigentlich, aber jetzt wollen wir uns erst einmal vom Autofahren ausruhen. Vancouver entdecken ist angesagt.

    In Vancouver regnet es häufig. Der Taxifahrer erklärte uns gestern, dass wir uns jetzt praktisch im Regenwald befinden. Bobby, so heißt er, kommt aus Nordindien und lebt seit 20 Jahren in Vancouver. Er liebt diese Stadt und hat uns gestern auf der Fahrt vom Flughafen zum Hostel (HI Vancouver Downtown) genau erklärt, wie Leben in Vancouver funktioniert: Alles geht für eine Großstadt (Vancouver hat gut 2,5 Millionen Einwohner) ruhig vonstatten. Am Wochenende fährt man zu einem der 50 Seen im Umkreis von 100 km, um zu Baden und sich von der Arbeitswoche auszuruhen. Manchmal wollen seine Frau und die Kinder auch zum Shoppen in die Mall in der Stadt. Auch dann geht man danach zum Strand, denn Vancouver liegt am Pazifik, aber baden könne man dort nicht. Das Wasser sei zu kalt, im Winter ca. 8 Grad und auch im Sommer würden keine Badetemperaturen erreicht. Nur die Touristen würden im Atlantik schwimmen. Man würde diese auch an den teuren Plastiktrinkflaschen erkennen. Der typischer Vancouveraner trinke Wasser aus dem Wasserhahn, seiner Meinung nach das beste auf der ganzen Welt. Ich finde, dass das Wasser hier nicht so gut schmeckt wie bei meiner Mama zu Hause oder etwa in Berlin oder Magdeburg, aber man kann es gut trinken im Vergleich zum sehr stark gechlorten Trinkwasser an der Ostküste Kanadas.
    Bobby hat uns in mein Reisetagebuch noch genau eingetragen, wie wir zu seinem Lieblingsurlaubsresort kommen und seine Telefonnummer, falls wir noch Fragen haben. Das ist die zweite Telefonnummer, die ich hier bekomme. Die erste war von Julie aus Montréal. 'Then you can text me.ˋ Da Dirks Telefone hier nicht funktionieren und er keine SMS schreiben, er aber das Internet nutzen kann, überlegt er sich jetzt, doch What's App zu benutzen, falls wir uns einmal verlieren. Ich denke, wir werden jetzt bald alle What's App-fähig sein - nicht nur Ella. Mal sehen, was die Sicherheitsbestimmungen hergeben... Und dann kann ich auch 'texten'.
    Beim Einchecken ins Hostel habe ich mich sehr über die Preise erschrocken. Hier bezahlt man fast doppelt so viel wie an der Ostküste. Auch die Preise im Supermarkt sind höher. Heute Morgen habe ich mich mit einer Familie aus Lille in Nordfrankreich darüber unterhalten, die mit 4 fast erwachsenen Kindern hier sind. Vor 4 Jahren waren sie auch in Québec und sind jetzt an der Westküste zum Wandern. Wenn wir mehr Kinder hätten und öfter verreisen wollten, bzw. auch einmal nach Kanada, müsste ich wohl eine ganze Stelle arbeiten. Die Französin ist auch Englischlehrerin, wie ich, aber an einem Gymnasium, an dem man dann in zwei Jahren nach dem Abitur noch einen Beruf erlernen kann.
    Heute und morgen soll es den ganzen Tag regnen. Für heute haben wir uns das First Nations Museum vorgenommen, wenn die zwei Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet sind.
    Ich nenne es das First Nations Museum, richtig heißt es Museum of Anthropology. Es geht dort nicht nur um die First Nations in Nordamerika (Indianer darf man nicht mehr sagen, genausowenig wie Eskimo, wozu man jetzt Inuit sagt), sondern auch um andere Ureinwohner anderer Kontinente. Mich hat aber besonders die Geschichte der First Nations an der Westküste Nordamerikas in der Region um Vancouver interessiert - schließlich sind wir gerade hier - und als wir gerade einmal 5 Minuten im Museum waren, begann eine Führung, an der ich teilnahm. Dirk und Ella wollten ihre eigene Tour machen. Ich liebe ja mittlerweile Museumsführungen. Hinterher hat man ja immer noch Zeit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und diese dauerte auch nur 30 Minuten und war sehr kurzweilig. Es wurde erklärt, wie die 'Indianer', also die First Nations Behältnisse herstellten - große Holzkisten aus rotem Zedernholz und geflochtene Körbe, die sogar wasserdicht waren, so dicht waren sie geflochten, wie ein Kanu hergestellt wurde und was die Totempfähle darstellen und welche Familienbräuche es gab. Auch zeitgenössische Indianische Kunst wird ausgestellt und erklärt. Auf ein Ausstellungsstück, das wie viele andere eigens für dieses Museum hergestellt wurde, ging die Führerin besonders ein. Dazu gibt es eine Geschichte - siehe Anhang.
    Das MOA ist auf dem Gelände der University of British Columbia (in diesem Staat liegt Vancouver), das mich sehr beeindruckt hat. Es gibt dort einen Rose Garden mit Ausblick auf den Atlantik - siehe Anhang. Wir waren zum Mittagessen in der Uni - aber statt Mensa ganz einfach aber gut ein xxx
    Vor dem Gebäude der Rechtswissenschaften waren Sprüche über Menschenrechte in den Boden gemeißelt, die mir sehr gut gefallen haben.
    Wir sind mit dem Bus bis zum MOA gefahren - auf der Hinfahrt hat uns der Busfahrer gratis mitgenommen, weil der Fahrkartenautomat defekt war - und wieder zurück. Heute wollten wir abends im Hostel Spaghetti kochen und sind noch einkaufen gewesen. Auf dem Weg zum Supermarkt gab es einen Stadtgarten - 100 Leute bearbeiten ihn, seit 10 Jahren, jeder muss dafür nur 10 Dollar im Jahr bezahlen (das zahlen wir in unserem Garten im Monat) - wunderschön und sehr gepflegt und doch kunterbunt, mit kleinen selbst gemachten Kunstwerken und Sprüchetafeln. Bald wird dort jedoch ein Gebäudekomplex entstehen. Das Grundstück ist nämlich 150 Millionen Dollar wert - da haben die Urban Gardener keine Chance. Einer der Gärtner sprach uns an und ermunterte uns, so viele Fotos wie möglich zu machen. Eine Passantin sprach mich an, als ich von der Straße aus in den Garten hinein fotografierte und erzählte mir, von wem die witzigen Sprüche stammen, selbst ganz begeistert davon. Irgendwie denke ich manchmal, hier sind viele Leute wie ich.
    Es gibt in Downtown jede Menge solcher Community Gärten, auch auf Hausdächern. Und Ella ist begeistert von den bunten Zebrastreifen, die es in jeder Stadt gibt, sie kennt das von Instagram, ich muss sie morgen noch einmal nach den Kürzeln dafür fragen - meine Familie ist nämlich schon schlafen gegangen und das mache ich jetzt auch. Hier ist es jetzt gleich 23 Uhr und ihr seid schon im neuen Tag und habt wahrscheinlich schon gefrühstückt. Witzig. Ich wünsche euch einen guten Tag!
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  • Day12

    Drei Flughäfen an einem Tag - Teil 1

    July 16, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 31 °C

    Der Wecker klingelt um 6h30. Duschen, Zähne putzen, kurzes Frühstück und Fahrt zum Flughafen Trudeau in Montréal. Wir konnten gestern leider den Check-In nicht übers Internet machen, weil letzteres in unserem netten Hostel leider fast gar nicht funktioniert hat. Das Navi meint, unsere Fahrt zum Flughafen würde 1 3/4 Stunden dauern. Dirk fährt. Ich bin müde. Große Verkehrsdichte, teilweise 5-spurig - auf der mittleren Spur die LKWs - riesige Trucks, die auch mal ohne den Blinker zu setzen einfach die Spur wechseln. Doch alles geht gut, wenn auch mit leicht erhöhtem Adrenalinspiegel kommen wir sogar noch eher als erwartet am Flughafen an. Auto zurück geben geht auch völlig einfach und als wir das Flughafengebäude betreten, stehen da schon drei junge Damen vom Bodenpersonal und eine bringt uns sogar persönlich zum Check-In-Schalter der Westjet (2017 Kanadas beliebteste Fluglinie). Check-In geht ganz schnell. Ich habe mittlerweile so viele Infomaterialien angesammelt, dass mein Koffer fast so viel wiegt wie Dirks. 23 kg sind erlaubt. Die haben wir bis auf wenige 100 g erreicht. In Vancouver muss ich dringend Materialien aussortieren. Eine gute Übung in Vorbereitung auf mein Büro und Zimmer nach unserer Reise... Wir haben dann trotz großem Zeitpuffer den Flug fast nicht mitbekommen, weil Ella und ich kurz vor Abflug noch mal aufs kleine Örtchen sind. Das war ein Spaß für alle Beteiligten, kann ich euch sagen. Aber am Ende hat alles gut geklappt und Dirk hat uns beim Eilen übers Rollfeld ;-) sogar noch fotografiert... Und dann waren wir sogar noch 10 Minuten eher als erwartet in Toronto. Da hätten wir ja eigentlich noch länger auf der Toilette bleiben können... just kidding! Haben wir natürlich alles nur gemacht, damit Dirk Englisch sprechen musste - hat er dann natürlich auch. :-)
    In Toronto mussten wir umsteigen in einen anderen Westjet-Flieger nach Vancouver. Mit diesem konnten wir aber erst mit 56 Minuten Verspätung starten, weil ein Gerät kurzfristig ausgewechselt werden musste. Damit hatten Ella und ich aber nichts zu tun. Ehrlich.
    Jetzt sind wir aber gut angekommen. Ella hatte bei der Landung nur heftige Ohrenschmerzen, die Arme. Nichts half. Aber jetzt ist wieder alles gut.

    Vancouver wirkt auf mich jetzt erstmal wie Marseille: Berge und Meer. Das könnte eine große Liebesgeschichte werden. Mal sehen. Wenn wir das Gepäck haben, wollen wir zum Downtown-Hostel. Mitten in der Stadt. Per Taxi. Ein bisschen Luxus muss sein. Habe keine Lust auf Kofferschlepperei.
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