• Ruinen-Tour rund um Cusco 🧱🧱

    November 7, 2024 in Peru ⋅ ☁️ 13 °C

    Wenn die Peruaner eines können, dann Touren mit vielen Stopps veranstalten. Also auf ein Neues bei dieser sogenannten "City Tour", bei der verschiedene archäologische Highlights in und um Cusco angefahren werden.

    "Qosqo", die ursprüngliche Schreibweise Cuscos, bedeutet übrigens Nabel der Welt. Die Stadt wurde vom ersten Inka-König gegründet und hat seitdem einen zentralen Stellenwert für die Inka und deren Geschichte.

    Unsere Tour beginnt mit einem Halt in "Qurikancha", einer alten Tempelanlage im Herzen Cuscos, die heute kaum als solche zu erkennen ist. Sie gehört heute einem christlichen dominikanischen Orden, der in die Mitte der Tempel einen kolonial aussehenden Hof mit Bögen gebaut, aber die Tempel erhalten hat. Besonders ist hier die Passgenauigkeit und Glätte der Steine, die im Tempelbau eingesetzt wurden. Es wurde ein Lego-Prinzip angewendet, sodass kein Mörtel verwendet werden muss. Der Bereich besteht aus verschiedenen alten Tempeln, die je eine eigene Bedeutung haben:
    - Tempel der Blitze: Damals komplett mit Gold überzogen. Es wurde geglaubt, dass Menschen die von einem Blitz getroffen und überlebt haben, von den Göttern ausgewählt worden waren, um mit den Göttern zu kommunizieren.
    - Tempel der Sterne: Damals komplett mit Silber überzogen. Hier wurden Beobachtungen der Sterne und der Sonne gemacht, um Voraussagen auf Wetter, Ernte usw. treffen zu können.
    - Tempel der Sonne: Mumien der verstorbenen Könige wurde chronologisch sortiert hineingelegt und von den Dienern weiterhin mit Essen versorgt und geputzt.

    Die Aussprache der Ausgrabungsstätte Sacsayhuamán lässt uns immer wieder kichern (hört sich an wie sexy woman).
    1430 kam ein Inka-König hier an und beschloss, dass das Königliche Haus der Sonne hier gebaut werden sollte. Hier fanden Festivitäten zur Feier der Sonne und astronomische Untersuchungen statt. Die Mauern waren sehr hoch und glatt gearbeitet, sind heute aber nur noch halb so hoch, da die Spanier die Steine für den Bau der Kathedrale von Cusco genutzt haben.

    Als nächstes besuchen wir einen alten Mumifizierungsort. Der große Fels mit dem Tunnel und einem Steinaltar ist seltsam kalt. Etwas unheimlich ist der Gedanke dann doch, dass genau auf diesen Steinen Leichen mumifiziert wurden.

    Anschließen halten wir noch bei weiteren Ruinen, verschiedenen Aussichtspunkten, Verkaufsständen, Fotostopps mit Lamas und Alpakas.. das ganze Programm eben.

    Wir sind durch die Intensität der Touren bereits etwas gesättigt, dass es uns schwer fällt, die einzelnen Stationen angemessen wertzuschätzen und wir nicht nur "reihenweise gestapelte Steine" sehen.
    Am Ende des Tages sind wir jedoch froh, die Tour gemacht und mehr über die Geschichte Perus gelernt zu haben, vermissen aber den "sanften" Tourismus Boliviens.


    Kosten pro Person:
    - Tour (Transport, Guide): 6,20€
    - ‚Touristenticket‘: 16,10€ (32,20€ für eine Woche)
    - Eintritt Qorikancha: 5,00€
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