Keine Croissants in Nizza
July 14 in France ⋅ ☁️ 32 °C
So schwer es uns fiel, in Italien Kaffee zu trinken, so schwer tun wir uns, in Frankreich Croissants zu essen. Aber nach dem üblichen Hin und Her am Morgen schauen wir uns heute zuerst Nizza an. Die Anfahrt ist kurz, aber die Parkplatzsuche nicht. Den heutigen französischen Nationalfeiertag hatten wir nur so semi auf dem Radar. Und viele der ach so schlauen Menschen, die Google-Bewertungen für Parkhäuser schreiben, geben wirklich nützliche Tips. Ob denn auch schöne Klo's im Parkhaus sind und ob das Personal im angrenzenden Café auch recht freundlich ist und natürlich der Fuck-Espresso jetzt nen Fuffziger mehr kostet als letztes Jahr. Alter, sind diese Menschen dumm! Für ein Parkhaus nützliche Fakten wie Öffnungszeiten, Kosten, Zufahrtsprobleme und vor allem HÖHE!!!! Waren diese Bewertungen für Sie hilfreich? Nee! Ich hatte eine gute (nützliche) Bewertung gefunden, die die Einfahrt mit Dachbox zulässt. Aber das zugehörige Parkhaus war von der Gendarmerie abgeriegelt. Warum? Nun, heute ist nicht nur der französische Nationalfeiertag, sondern auch der 10. Jahrestag des Terroranschlags in Nizza, bei dem 86 Menschen starben. Deshalb wird nicht nur der 14. Juli gefeiert sondern auch dieser Opfer gedacht. Und Emanuel Macron wird da sein. Daher sind Teile von Nizza blockiert. Aber die Stadt gefällt uns. Der Empfehlung einer Website folgend wollen wir nur einmal quer durch die Altstadt. Aber noch haben wir keinen Parkplatz. Denn die sind alle nur 1,90 m hoch. Zu wenig mit Dachbox. Wir sind mit 3 Navis fiebrig am Suchen und parken dann am Straßenrand, wo sich spontan eine Lücke auftut. Am Feiertag sogar for free. Jetzt bleibt nur der Kampf gegen die 32°C, die auch noch sehr feucht sind. Alles klebt! Bäääh! Deshalb waren wir viermal im Norden. Aber wir arrangieren uns .
Zuerst ins Café Brume und dann von der Place Garibaldi durch die Altstadt zur Place Messana inklusive Eis und sehr gutem asiatischem Essen. Unterwegs finden wir die Kathedrale, in der justament ein Orgelkonzert zum zehnten Jahrestag des Anschlags beginnt. Wir bleiben etwas und lauschen, doch große Freunde der Orgelmusik werden wir wohl nicht. Es fehlen Schlagzeug, Bass und E-Gitarre. Sorry, Bro! Aber dennoch geht erst hier bei uns die Lampe an, dass der Anschlag auf den Tag genau zehn Jahre her ist. Und der Zugang zur Place Messana bleibt uns verwehrt. Schwerbewaffnete wollen dann lieber Monsieur le President nebst Gattin statt uns. Naja!
Wir schlendern noch etwas auf der Promenade Anglais entlang und auch er letzte kann hier sehen, warum es Cote d'Azur heißt. Dann ist es unsere erwachsenen Reisebegleiterin Sina ein inneres Blumenpflücken, uns nach Monaco zu leiten. Finya toleriert es, vorsichtig formuliert. Es ist ein Erlebnis nach Monaco einzufahren. Tunnel und undeindeutiges Navi. Alles toll! Und ich merke, dass ich ganz schön müde bin oder zu alt für den Scheiß! Hier scheitert die Anfahrt zum Parkhaus erneut, denn wo das Objekt der Begierde sein sollte, klafft ein Loch im Fels. Aber Nummer 2 auf unserer Liste funktioniert. Man kann die neue Adresse aber nur schwer eingeben, denn da kannste nirgends mal anhalten. Also fahre ich solange eben zwischen 2 Kreisverkehren munter hin und her. Dann machen wir den kurzen Abstecher in den Hafen von Monaco. Was soll ich sagen? Eure Armut kotzt mich an!
Monaco spuckt uns wieder aus. Im Ferienhaus gibt es Nudeln (vgl. noch folgende Nudel-Liste). Aber dann marschieren wir alle vier zu unserem Strand von Cagnes sur mer um dort das Dunkelwerden im kühlen Meerwasser zu verfolgen. Als die letzten Lichtfetzen auf die müden Gesichter von Finya, Sina und Katrin fallen, fühle ich mich an diesem Ort in dieser Gesellschaft gerade sehr glücklich.
PS: Die Monaco Bilder gibt es heute extra.Read more

































