Keine Zeit
July 14 in France ⋅ ☁️ 33 °C
Es ist so unfassbar paradox. Es ist 23.10 Uhr als ich dies schreibe. Heute war ein für unsere Verhältnisse sehr entspannter Urlaubstag. Aber weder hatte ich Zeit den Eintrag für gestern zu schreiben (habe ich grade eben erst) noch konnte ich zumindest mal den Karton mit der neuen Drohne aufmachen. Keine Zeit.
Endlich mal wieder ein Rührei zum Frühstück. Habsch mir gegönnt heute. Sina gibt von Stunde 0 an, also in meiner Welt isses da schon um 9, wieder die Gute-Laune-Nudel. Abi fertig. Hat sie sich verdient. Und heute umso mehr, als dass wir heute in die hiesige sehr gut bewertete Boulderhalle gehen, mit angeschlossenem Fitness-Studio. Katrin bleibt im Basislager und macht die Bilder schick.
Da die französichen Kletterfreunde die Routen ganz anders kennzeichnen, benötigen wir einen Moment, um das kognitiv zu erfassen und zu verarbeiten. Also ICH brauche einen Moment. Sina behauptet zwar, sie hätte auch ihre Probleme, aber ich glaube, sie war nur nett...
Jedenfalls rocken wir die Wand und gehen dann zum professionellen Stretching ins Gym. Dort staunen wir über viele halbnackte Menschen, die teils hart trainineren aber teils auch einfach nur muskulös hin- und herlaufen. Nach dem Training kehren wir ins Basislager zurück. Essen steht keins auf dem Tisch. Sina und Finya greinen nach Nudeln. Darauf haben plötzlich alle Bock. Also stehe ich am Herd. Dann heißt es auch schon, ja hier, wir haben ja schnorcheln versprochen, was denn nu, gehts los? (Frage: Kann man eigentlich volljährige Kinder straffrei in den Bergen aussetzen?). Also starten wir zu der Suche nach einem Schnorchel-Place. Am Kap Antibes. Die Herausforderung hier an der Cote d'Azur ist nicht die Badestelle zu finden, sondern den Parkplatz, hier im Land der Reichen und Schönen. Hatte ich im Genueser Arbeiterviertel mit dem Passat noch einen dicken Schlitten, so wird man hier mit Passat und Dachbox eher mitleidig angeschaut von Menschen mit Boot und Flugzeug. Diese Gegend strahlt das heftig aus, was es nicht unbedingt zu unserem Lieblingsplatz macht. Aber wir genießen das Baden. Finya und ich im Floaty, Katrin und Sina beim Schnorcheln. Allenthalben Zufriedenheit. Da eine halbwegs menschenfreie Zone gefunden.
Auf der Rückfahrt brauchen wir noch ein paar Kleinigkeiten. "Guck mal, da ist ein Intermarché, lass mal schnell rein". Naja, wir haben den gefühlt größten Supermarkt der Welt gefunden. Allein die Wasserabteilung hat die Ausmaße des Meißner Aldis. Im Übrigen kommt man schon ins Nachdenken, wenn man die Menge + Größe der Jachten hier sieht. Zuzüglich der Anzahl von Privatjets, die hier landen und starten. So ganz normal ist das nicht.
Bevor ich nun per Nachtschicht meinen Dokumentationspflichten nachkomme, haben wir ein sehr leckeres asiatisch-vietnamesiches Abendessen. Merci beaucoup!Read more












