• Schweizer Wein

    July 22 in Switzerland ⋅ ☀️ 17 °C

    Die diesjährige Sommerreise der real fantastic 4 geht, wie der geneigte Leser bereits erfasst hat, durch mehrere Länder mit mehr oder weniger Begeisterung. Diesbezüglich liegt Frankreich aus Gründen auf dem letzten Platz, besonders bei der Jugend. Keine Ahnung, warum. Mein Vater wäre begeistert. Es ist wie in den wilden Neunzigern. Frühstück in Frankreich, Mittag in der Schweiz, Abendessen in Italien. Hochdiszipliniert um die Air BnB Bewertung nicht zu gefährden, räumen wir auf, packen und cruisen los. Die Tour soll uns heute durch das Schweizer Wallis über den Simplon-Pass an den Lago Maggiore führen. Bereits in Chamonix, also nach ca. 15 min werden wir gebremst von der französichen Police Municipal. Nein, alles gut. Diesmal kein Delikt. Da die Hauptroute raus aus dem Tal vor dem Mont Blanc verstopft ist, führt uns das Navi eine Alternativ-Route durch den Ort. Puh! Wir sind froh, nicht direkt hier gewohnt zu haben. Tourismus und Menschenmassen pur! Und die Police Municipal sperrt diese Route hochintelligent mitten im Ort. So fahren alle von der großen Straße runter in den Ort und werden dort zurückgeschickt. Das ist wirklich gar nicht mal so klug und kostet uns 30 Minuten. Egal! Zur Belohnung können wir wenige Minuten später Frankreich verlassen. Das wird dann schon ein bissl gefeiert. Die Mehrsprachigkeit der Schweiz beschäftigt erst mal nur Finya. Die Fahrt wird immer spektakulärer und Fotostop reiht sich an Fotostop. Im Wallis dann suchen und finden wir in einem ganz plattgedrückten ebenen Tal der Rhone einen Rasthof. Sehr leckere Vollkornbaguettes mit Ziegenkäse für einen wahrhaft fürstlichen Preis munden uns. Allerdings haben wir bei der Bestellung auch das Sprachenthema. Alles ist in Deutsch ausgekennzeichnet. Sprechen tut es hier aber keiner. Wir versuchen es mit Französisch. Auch schwierig. Naja, wir bekommen am Ende, was wir wollen. Wir schrauben uns hoch zum Simplon-Pass und das ist wirklich die spektakulärste Strecke bisher. Hinter Simplon geht es dann runter nach Italien. Feiern wir! Wir kommen an der Fähre in Verbania an, wo ein kleiner Italiener sehr wichtig ist und uns erst mal anbrennt, weil kein Bilghetto. Aber woher auch. Keine Hinweise. Man kommt aus den Bergen direkt vor die Fähre, muss dann aber ein Ticket haben. Si, si! Aber sonst funzt das und ist alles lösbar. Die Überhaft ist ruhig und schön und hat Italien-Vibes. Die Wohnung in Cittiglio (man spricht es Schittilio, wie Finya mich kompetent aufklärt) ist super schön. Das Glück des letzten Stops bleibt uns hold. Wir beziehen die Wohnung, trinken Espresso und beschließen eine Trattoria im Ort zu besuchen. Ein Volltreffer. Null Touris, kein Englisch, alles super entspannt. Da gehen wir noch mal hin. Nicht zuletzt die Pizzen sind toll. Ein ausgelassener Spaziergang nach Hause durch die Nacht schließt den Tag schön ab.
    Ach so! Die Erkenntnis des Tages ist, dass das Wallis eine Weinregion ist oder überhaupt die Schweiz ein Weinland ist. In dem Rhonetal finden wir auf der der Sonne zugewandten Seite einen Weinberg am anderen!
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