• Tag 19

    17 мая, Германия ⋅ ☁️ 16 °C

    Um 06:20 Uhr klingt eigentlich mein Wecker. Ich bin allerdings vorher schon wach. Ich hab richtig Lust weiter zu laufen. Also noch schnell frühstücken in der Jugendherberge und dann ab zum Bahnhof. Um 07:40 Uhr stehe ich wieder auf dem Trail und latsche los. Alles nicht so spannend heute. Erst relativ viel Asphalt, dann Waldwege. Zwei mal verpasse ich den Abzweig und muss einen Umweg laufen. Egal. Meine Beine fühlen sich wieder frisch an, irgendwie gut. Gerade als ich an einem Fluss ankomme und den Blick durch die Natur schweifen lasse, übersehe ich ein Loch im Boden und knicke um. Wieder mein linker Fuß, wieder mein Außenband. Fuck. War’s das jetzt? Schnell halte ich meinen Fuß ins kalte Wasser zum kühlen. Bitte bitte bitte. Nachdem ich mich ein paar Minuten über mich selbst aufrege und fluche, gehe ich vorsichtig weiter. Ich spüre mein Band zwar, aber es tut nicht weh. Den restlichen Tag kann ich so weiter laufen. Der Knöchel schwillt zum Glück auch nur leicht an. Schon um 14:00 Uhr erreiche ich den Herrentunnel. Hier nehme ich den Shuttelbus einmal unter der Trave hindurch. Auf der anderen Seite werde ich bei der Marina am Stau rausgelassen. Da kenn ich doch jemanden. Hier liegt der Katamaran von Laura und Chris, auf dem die beiden auch leben. Ich hatte mich vorher schon angekündigt. Ich freu mich riesig die beiden wieder zu sehen. Seit über 3 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen. Wir trinken Kaffee und haben uns einiges zu erzählen. Sie laden mich zum Abendessen bei ihnen ein und fragen, ob ich heute nicht auf dem Boot schlafen möchte. Ich bin happy. Die beiden wollen mit dem Boot in 1,5 Jahren über den Atlantik segeln, und Emily und ich werden sehr wahrscheinlich Teil der Crew sein. Da gibt es einiges zu bereden und zu planen. Dann fall ich nur noch in meine Koje. Mein Knöchel sieht auch ok aus, sollte denke ich gehen.Читать далее