• Tag 6

    November 26, 2025 in South Africa ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute standen wir früh auf und machten uns auf den Weg zum Lion’s Head — einem der Berge rund um Kapstadt, der mit etwa 669 Metern Höhe immerhin schon ganz schön imposant über der Stadt thront. 

    Der Aufstieg war deutlich anspruchsvoller, als ich erwartet hatte. Der Weg schlängelt sich nach oben und verlangt vor allem gegen Ende ein bisschen Einsatz — man läuft über schmale Pfade, teilweise felsig, und muss hier und da sogar ein kleines bisschen klettern: mit Leitern oder Ketten an Felswänden, um steilere Abschnitte zu überwinden. 

    Wir waren ungefähr eine Stunde unterwegs bis zum Gipfel — und ich hatte vor Beginn wirklich Respekt davor. Doch je höher wir kamen, umso spannender wurde es. Dieses „Hinaufklettern“, das Spüren der Anstrengung, das erklimmende Tempo — und dazu die Energie der Umgebung: Menschen, die mit uns stiegen, der Geruch von Felsen und Meeresluft, das stetige Knistern der Spannung. Es war anstrengend, auf jeden Fall. Aber gleichzeitig war es ein unglaubliches Erlebnis. Das eigene Herzklopfen, der Schweiß, die Herausforderung — und die Aussicht am Ende, die alles wettmachte.

    Oben angekommen — wow. Der Ausblick war spektakulär: Über die Stadt, über das Meer, über Berge und Küste. Das Panorama fühlte sich fast noch beeindruckender an als das, was wir zuvor vom Tafelberg kannten. Ich konnte gar nicht ganz begreifen, wie weit man sehen kann — Kapstadt, Atlantik, Küste, ganz viel Natur und Stadt zugleich. Es war überwältigend.

    Die Wanderung auf den Lion’s Head war für mich nicht einfach ein „Ausflug mit Aussicht“. Es war eine Herausforderung — körperlich und mental — und ich war stolz, es geschafft zu haben. Der Aufstieg, das kleine Klettern, der Schweiß, dann dieser Augenblick oben … Es war ein richtig starkes Gefühl. Ich habe gelernt: Es lohnt sich, auch mal etwas Respekt vor einer Wanderung zu haben — weil gerade diese ehrlichen, fordernden Momente oft mit den schönsten Belohnungen enden.
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