• Heute geht's zum deutschen Bunkermusem Ostwall 🚐

    August 28 in Poland ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Burschener Schleife
    (poln. Peltla Boryszynska)

    Obwohl das größte unterirdische Bunkersystem Europas nicht weit von Berlin entfernt ist, ist der Ostwall in Deutschland fast völlig unbekannt. Dabei ist das gigantische System sowohl aus technischer als auch historischer Sicht hochinteressant und birgt immer noch viele kleine und große Geheimnisse.
    Der Ostwall wurde zwischen den beiden Weltkriegen zur Verteidigung der deutschen Ostgrenze gebaut. Die korrekte Bezeichnung lautet "Festung im Oder-Warthe-Bogen".
    In den Kriegsjahren
    wurden Kunstschätze
    zum Schutz vor Luftangriffen
    in die unterirdischen
    Räumlichkeiten des Ostwalls
    eingelagert.
    Der Ostwall besteht aus einem etwa 100 km langen und 2 km breiten Streifen, der sich zwischen den Flüssen Oder und Warthe in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Im nördlichen und südlichen Teil wird die Befestigung durch einzelstehende Bunker in Verbindung mit natürlichen Geländeelementen wie z.B. Seen gebildet.

    Im Zentralabschnitt sind die Ostwall Bunker sehr dicht angeordnet und teilweise unterirdisch durch ein System von Tunneln miteinander verbunden. Das unterirdische System des Zentralabschnitts beginnt im Süden mit der so genannten Burschener Schleife in der Nähe des Ortes Boryszyn (Polen) und erstreckt sich von dort aus ca. 12 km weit in den Norden.

    Das unterirdische System verbindet nicht nur die Bunker miteinander, sondern es enthält auch weitere Anlagen wie z.B Kasernen, Bahnhöfe, Werkstätten, Maschinenräume und Munitionslager und ist damit der interessanteste Teil der Festung im Oder-Warthe-Bogen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Ostwall zunächst von der Roten Armee und später von der Polnischen Armee genutzt. 1957 endete die militärische Nutzung und der Ostwall geriet in Vergessenheit.
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