• MUSCAT - OMAN

    19.–20. nov. 2025, Oman ⋅ ☀️ 28 °C

    Von Deck 5 aus, in der Bugspitze stehend, beobachten wir das Einlaufen in den Hafen von Muscat. Schon von weitem sehen wir die Yacht des Sultan von Oman, die zweit größte Yacht der Welt, die 2015 in Genua vom Stapel gelaufen war. Backbord voraus ist der Weihrauchtempel zu sehen, der bei Dämmerung und Dunkelheit in den Nationalfarben weiß, grün, rot angestrahlt wird. In der Morgensonne schimmert er weiß-gelblich, und bestimmt hat der Kaptain den Tempel als Ansteuerung genommen. Im Sultan Qaboos Port liegen wir für 1,5 Tage vor der Corniche Muscat's, neben der zweit größten Yacht der Welt im Stadtteil MATRAH. Die Stadt Muscat erstreckt sich über 50 Kilometer, weshalb man bei der Reiseplanung auf die genaue Lage des POI achten sollte. Wir gehen von Bord, nehmen den vorgeschriebenen, kostenlosen Hafenshuttle und starten unseren Rundgang entlang der Corniche, der AL BAHRI ROAD, immer schön auf der Schattenseite. Es ist fast nichts los um diese Mittagszeit, wir schlendern nur ein wenig durch die Souqs auf der Suche nach einem kostenlosen WLAN. Vergebens. Ein Taxifahrer bietet uns eine Tour an, wir hören garnicht richtig zu. Nancy fragt ihn ganz kess erst einmal nach einem Hotspot. Gerne und mit arabischer Gastfreundlichkeit, gibt er uns sein WLAN frei. Wir können schnell unsere Nachrichten abrufen und laden. Sodann gehen wir doch auf das Angebot von BADAR, unserem Taxifahrer, ein. Er spricht sehr gutes Englisch, wir einigen uns auf einen fairen Preis für eine 2 stündige Tour zur Sultan Qaboos Grand Mosque und los geht es auch schon. Auf der Fahrt sehen wir das Regierungsviertel, das sich über 10 Minuten Autofahrt auf der rechten Straßenseite auftut. Es geht durch die Neustadt. Große neue Gebäude, alle aus Naturstein gebaut, alle geflaggt und sehr schön anzusehen. Die extreme Sauberkeit, die gepflegten Grün!anlagen fallen auf. Auch wenn Wasser (und Elektrizität) teuer ist im Oman, werden bzw. müssen alle Grünflächen gewässert werden. Das geschieht alles vollautomatisch. Badar erklärt jedes Gebäude, jede Moschee beim Passieren. Nach 25 Minuten Autofahrt erreichen wir die Moschee mit ihren 5 Minaretts. Das Gelände umfasst 41.000 m2. 91m hoch ist das Hauptminarett, 45 m hoch, die an den 4 Ecken der Moschee stehenden Miranetti. Für den Teppich in der Moschee benötigten 130 Frauen 6 Wochen. Der Außenbereich ist mit Omanischen Marmor, der Innenraum der Moschee mit Carrara Marmor belegt. Große Holzornamente kleiden die Decken auf dem Weg um Waschplatz und sind aus Teakholz geschnitzt. Beeindruckend. Und wenn man sich dann noch vorstellt, dass sich bis zu 8.500 Gebetsteilnehmern durch diese Moschee bewegen, dann erahnt man die Größe der gesamten Anlage. Natürlich gibt es auch den entsprechend großen Parkplatz, denn diesen, etwas abgelegenen Ort, kann man nur mit dem Auto erreichen. Besuchszeiten sind von 8 bis 11:30 vormittags. Da wir schon zuvor erfahren hatten, dass an den beiden folgenden 2 Tagen Nationalfeiertag in OMAN ist, hatten wir uns für den Besuch außerhalb der Besuchszeiten entschieden.
    Auf dem Rückweg hält Badar an einem Teeladen an und bestellt durch das geöffnetem Fenster arabischen Tee für uns drei. Weiter geht es durch die Altstadt zurück zum Schiff. 3 Stunden später holt uns Badar vom Tor vor dem Hafen nochmals ab. Wir möchten den Sultanspalast bei Nacht besuchen. Wegen des kommenden Feiertags sind alle Gebäude in der Stadt angestrahlt, Autos dürfen auf der Corniche schon seit 12 Stunden nicht mehr parken.
    Als wir vor 'dem' Palast stehen erzählt Badar, dass das einer von 4 Palästen in Oman ist.

    Den zweiten Tag in Muscat lassen wir langsam angehen und schlendern einfach durch die Souqs und die Fisch- und Gewürzhallen. Wir beobachten die Vorbereitungen für die angekündigte Parade für den Sultan; die Polizei Präsenz wird stark erhöht und gegen Mittag ist jedes 3. Fahrzeug auf der Corniche ein Polizei Fahrzeug. Spontane Kontrollen finden statt, Falschparker werden, unabhängig von der Fahrzeug Marke, abgeschleppt. Wir beobachten das Treiben und trinken, wie die Lokalen, einen Tee im Stehen. Erst einige Stunden später wird es ernst, Hubschrauber fliegen die Corniche ab und irgendwann mal ist die Corniche leer und ruhig. Wieder fliegen die Hubschrauber, aber dieses Mal begleiten sie die Fahrzeugkolonne des Sultans. 6 gleiche, rote Autos fahren in einer 100m langen Kolonne. Blaulicht, Sirenen, der Sultan fährt zu seinem Palast. Wir haben das Treiben vom 14. Stock aus dem Sauna Bereich beobachtet.

    Das Auslaufen aus Muscat ist unspektakulär, denn aus Respekt vor den Feierlichkeiten verlässt Mein Schiff 4 den Liegeplatz lautlos. Kein Tuten.

    Abu Dhabi, wir kommen!
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