LA SPEZIA & LEVANTO
Feb 2–4 in Italy ⋅ 🌧 9 °C
Nüchtern betrachtet ist Cinque Terre ein 12 Kilometer klimabegünstigter Küstenstreifen der norditalienischen Riviera. "Punto".
Wer schon einmal dieses Gebiet bereist oder gar durchwandert hat, wird schon beim Aussprechen des Namens "CINQUE TERRE" ins schmunzeln kommen. Die Bilder der Landschaft, der Orte, des Wassers und die bunten, in die Berge eingemeißelten Häuser, erwecken in jedem etwas Romantisches. Und die, die das nicht so sehen, die waren noch nicht in Cinque Terre :-).
Wir stehen mit unserem WoMo, "TEDD", in LEVANTO, einem sehr schönen Küstenort, der ähnlich wie die 5 Gemeinden , den CINQUE TERRE, umrandet ist von den Bergen mit den an den Hängen gebauten Häusern und einem sehr schönen Strand am Ligurischen Meer. An unserem Ankunftstag regnet es, wir entscheiden uns, LA SPEZIA zu erkunden. Der Zug bringt uns 5 Gehminuten an die Innenstadt heran. Die Regenschirme sind aufgespannt, was auf unserer Laune keinen Einfluss hat. Ok, zugegeben, bei Sonnenschein wäre es schöner. Die Via del Prione ist die Einkaufsstraße von La Spezia, durch die wir mit unserem Ziel "La Spezia Marina" geführt werden. Der Regen spiegelt das Licht der Dämmerung auf den Natursteinen der Straße, viele Geschäfte sind geschlossen, Restaurants haben die Markisen auf Halbmast gesetzt; die Markisen sind voll ausgefahren auf 1 Meter Höhe über den gedeckten Außentischen herabgesenkt. Auf direktem Weg kommen wir durch den "GIARDINI PUBBLICI", einer sehr schon angelegten Grünanlage mit sehr alten, hohen Pinien, und Palmen. Wir kommen in die Nähe des Wassers, das spüren wir, bevor wir es gesehen haben. Die ersten Masten der Segelboote kommen in Sicht, der Hafen liegt vor uns. Die Brücke PORTO MIRABELLO verbindet zwei Hafenbecken und ist als Hebebrücke gebaut. Von der Brück aus sehen wir die Ausmaße des Hafens, der voller Boote ist, ungeachtet der Tatsache, dass es in Italien in den Wintermonaten auch schon mal heftige Stürme geben kann. Er guter Bekannter hat bei dem Supersturm im Herbst 2018 sein wundeschönes RIVA Boot im Hafen von PORTOFINO verloren, und nicht nur das, sondern es wurde auch sein auf Lebenszeit gekaufter Liegeplatz weggespült. [3 Jahre später lag an gleicher Stelle wieder ein neues 2*750 PS Boot :-)]. Wir gehen die Palmenallee der Hafenpromenade entlang in Richtung der neuesten Kirche in La Spezia, der Cattedrale di Cristo Re. Wo kann man sonst eine so neue Kirche finden? Wir erreichen die Kirche bei heftiger werdendem Regen und gehen in den imposamten Rundbau hinein. Und wer erwartet uns dort? Niemand geringeres als der Bischof. Der Bischof Luigi Ernesto Palletti führt eine Gruppe Priester an, die in der runden Halle (mit 50 m Durchmesser) des Flachbaus (mit 17 m Höhe) eine Runde der Prozession gehen. Wir sitzen auf einer der letzen Reihen, die anwesenden Gläubigen sind Nonnen und nur wenige normal gekleidete Christen. Es werden Kerzen verteilt. Auch wir bekommen Kerzen, wir werden durch Handzeichen eingeladen an der Prozession mit brennenden Kerzen um den Altar teilzunehmen. Das machen wir gerne. Die Kirche ist sehr modern interpretiert, ein sehr schlichter Marmor Altar, eine aus weißem Sichtbeton gefertigte Kanzel. Als die Predigt beginnt gehen wir lautlos ohne zu stören. Über einen "neuen Weg" gehen wir mit Umwegen zurück zur Via Pedroni und dann zum Bahnof.Read more








