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TOSKANA-LIGURIEN-CÔTE D'AZUR

Gegen den Strom schwimmt man, wenn man die Quelle erreichen möchte. Wir reisen wieder einmal gegen den Strom und reisen mit unserem WoMo in den Süden. Im Winter, wenn fast alle anderen Wohnmobile geschützt zu Hause stehen und auf den Sommer warten. En savoir plus
  • Début du voyage
    21 janvier 2026

    ANREISE COMO & BELLAGIO NACH MAILAND

    21–26 janv., Italie ⋅ ☀️ 7 °C

    Albanien sollte es werden. Mit der Fähre von Italien nach Dürres, so war der Plan. Im Winter fahren aber nur Fähren nach Griechenland, also hätten wir eine Rückfahrstrecke von 2.200 km gehabt, ohne Umwege zu den vielen schönen Orten auf der Strecke. Und eine solche Gesamtstrecke über mindestens 3.500km in 4-5 Wochen zu fahren, war uns zu viel. Am Neujahrstag, bei einem Spaziergang durch Frankfurt, einigten wir uns dann auf SARDINIEN.

    Der TEDD ist für die Langstrecke vorbereitet: Getankt, gepackt und alles kontrolliert. Heute hat man ja genug Zeit dafür :-). Dennoch kommen wir 2 Tage später los, als ursprünglich angedacht. Dies und das kam noch dazwischen. So etwas blödes wie die Steuererklärung 2024, die unser Steuerberater erst jetzt fertigstellen konnte und ziemlich viele Fragen deshalb auch erst jetzt gestellt werden wollten. Am 21. Januar geht es dann los. Auf der staufreien Autobahn bis Basel versuchen wir die Mautgebühr für die Durchfahung der Schweiz per App zu erledigen. Immer wieder meldet das System, dass ein Fehler aufgetreten ist. Und da man die Abgabe immer schon vor der Einreise erledigt haben muss, vertrauen wir auf das geschriebene Wort der Schweizer Zollbehörde. "Sie können auch an der Grenze zahlen". Der nette Beamte wollte erst garnichts tun, denn, "das müssen Sie über die App machen". Erfreulicherweise hörte er dennoch zu und der Sachverhalt fürhrt nach Beweis der fehlerhaften Funktion zu der Aussage, "dann fahren Sie mal, aber machen Sie einen Screenshot von der Fehlermeldung, falls Sie angehalten werden". Zwei Stunden später passieren wir den Gotthardtunnel und fühlen uns schon sicher, denn nach dem Tunnel sieht alles so Italienisch aus, ist alles so italienisch. Jeder fährt zu schnell. Und tatsächlich passieren wir bald danach die Grenze. Die Rush-Hour um Lugano/Chiasso kostete uns eine halbe Stunde. Nancy hat das Stop & Go gut gemeistert, immer die richtige Fahrbahn erwischt, als der auffahrende Verkehr in Zweierreihe das Recht des Stärkeren ausübte. Nun sind wir ja groß. Nicht besonders lang aber beindruckend hoch. Das hält den einen oder anderen ":-) Autofahrenden:-)" schon mal ab, kurz vorher noch eben man einzuscheren. Wir fahren nach COMO. Irgendetwas steht da auf den Schildern. Irgendetwas wie "restricted area" mit dem Zusatz "nicht über 9m Länge". Nun, das passt doch. Wir sind zwar nicht restricted aber unter 9m lang. Wir kommen bei Dunkelheit in das dichte Gewusel. Wo kommen diese Autos alle her? Tempo halten, behutsam aber bestimmt die Linie verteidigen und an den vielen Kreisverkehren die Spur sichern. Am Ende fahren wir den kurzen Weg durch die Stadt COMO; den engen und vielbefahrenen Weg. Ohne Rempler und ohne Kratzer kommen wir auf dem Stellplatz in der VIALE ALDE MORO, 31, 10 Minuten vom COMER SEEUFER entfernt, um 19.00h an. Eine PIZZERIA um die Ecke ruft. Wir lieben es einfach. Die Pizzeria macht "Pizza" und bietet Kebap an. Keinen Salat und sonst auch nichts. Aber ein BIRRA PERONI aus dem Kühlfach rundet den Pizzagenuß ab. Die Pizzeria CÈRA UNA VOLTA COMO bekommt 10 von 10 Punkten für Frische & Geschmack, 10 für die Größe und 12 Punkte für das kühle Bier.

    Am nächsten Morgen (22.01.) gehen wir zum Seeufer. Ein Wochenmarkt belegt 1 km der Straße auf dem Weg zum Comer DOM, das italienische Flair ist sofort spürbar. Die Straßen sind noch leergefegt, es ist 9.00h; die Geschäfte öffnen erst um 10:00h. Wir lassen uns leiten von den schönen Gebäuden, die heute Morgen von der Sonne angestrahlt werden, mal nach rechts, mal nach links, aber irgendwie erreichen wir die VIA VITTORIO EMANUELLE II und dann die PIAZZA DEL DUOMO. Wir betreten den Dom, in dem gerade eine Messe für 12 anwesende Gläubige gelesen wird. Das ergibt 6 Gläubige pro Priester, denn es sind gleich 2 Priester im Amt. Die KATHEDRALE SANTA MARIA ASSUNTA ist eine schöne, im gothischen Baustiel erbaute Kirche. Wieder draußen angekommen zeigt uns die Einkaufsstraße den Weg zum Ufer des Comer Sees. Und dann liegt er vor uns; die Berge im Hintergrund sind schneebedeckt, der Himmel strahlt blau, das Wasser spendet Ruhe. Das ist es! Das ist Leben! Wir bleiben noch eine Viertelstunde am Wasser und gehen dann gezielt zum Stellplatz zurück. Einen Stop legen wir in den MARKTHALLEN (Nähe Bahnhof) ein. Frischer Fisch verbreitet den typischen "Smell" und überlagert den Käse und die Gemüsestände. In einer Bäckerei kaufen wir pane, beim Gemüsehändler Olive. Gefrühstückt wird in BELLAGIO. 31 km von unserer Position in COMO entfernt. Es geht am Seeufer entlang. Vorweg, diese Straße ist nur etwas für Fortgeschrittene. Was uns erwarten würde, war uns aber vor der Fahrt nicht so klar. Dass Uferstraßen eng sein können, und dass man sich ggfs mal einen Spiegel abfährt, das kennen wir. Aber diese Uferstraße kombiniert eine Passstraßenfahrt mit einer normalen norditalienischen Seeuferstraßenfahrt. Kurz, die Steigungen betrugen bis zu 14%, die Kehren der Serpentinen hätten ein Zurücksetzen in der engsten Kehre erfordert, wäre Gegenverkehr von oben gekommen. Spannend. 2 cm Platz waren zwischen dem eingeklappten Rückspiegel eines entgegenkommenden IVECO Transporters, als wir uns gegenseitig abwechselnd jeweils Zentimeter Platz verschaffen konnten. Rechts die Gebirgsmauer, links der Transporter. Ende gut, alles gut. In BELLAGIO kommen wir 1 1/4 Stunden später an. Nach 31 Kilometern, ein neuer Rekord. Und glaubt uns, als die Straße mal 200 m geradeaus ging, spielte unser 210 PS starker IVECO seine Leistung im Power-Modus so richtig aus. Was aber unbedingt erwähnt werden muss, ist die rezvolle Landschaft, die Aussicht von über 300 m Höhe auf und über den Comer See. Mit einem Motorrad oder Cabrio sicherlich auch sehr spannend. Wenn nicht diese Wohnmobilfahrer wären :-). [Im Sommer würden wir noch nicht einmal darüber nachdenken, mit dem WoMo eine solche Strecke anzugehen.]

    Einen Parktplatz finden wir in BELLAGIO direkt am Ufer vor der Ortsmitte. Frühstück ist angesagt, Brot und Oliven. Ist das nicht schön.... Es klopft. "Imossible, no parking, no." But.....". "No. Impossible. At one you leave". Da hatten wir das Schild doch wirklich nicht richtig gelesen. "Eccetto" Wohnmobile und Motorräder. Nicht "soltanto". So lernt man die Sprache am Besten, im Land und praxisbezogen. Grazie la Polizia Locale. Zum Frühstücken reichte die halbe Stunde Kulanzzeit.
    800 m weiter haben wir dann einen Parkplatz für Busse gefunden. Im Winter sind die Fahrpläne ausgedünnt. Wir gehen in den Ort. Unsere Erkenntnis: es ist nicht nur nach ChatGPT, sondern auch nach unsere Meinung eines der schönsten Orte in Nord Italien! Unsere Empfehlung: wer nur den Ort sehen und erleben möchte, kommt am Besten mit der Fähre (Auto- und Fußgängerfähre) von MENAGGIO oder CADENABBIA nach BELLAGIO. An der Promenade sind sehr schöne, restaurierte Gebäude. Es sind Sterne Hotels und teure Restaurants in der besten Lage, die diese Häuser bewirtschaften. Wer es besonders gut erleben möchte, dem empfehlen wir das Mandarin Orental in BLEVIO (halbe Strecke Como-Bellagio).
    Als wir wieder auf dem BUSPARKPLATZ ankommen, werden wir schon wieder weitegebildet. Die BusFahrlpäne sind garnicht so stark ausgedünnt. Als wir sehen, dass alle anderen 4 Busparkplätze mit gelben Linienbussen belegt sind, steigen wir fast unauffällig in unser Fahrzeug ein und fahren leise davon. Das nächste Abendheuer wartet auf uns. Wir nehmen nicht die östliche Seeuferstraße, da diese iregndwo auf dem Weg nach LECCO gesperrt sein soll. Es geht über die Berge! Rauf und runter, wieder enge Kehren, Steigungen, starke Gefälle. Spannend. In Mailand wählen wir einen Campingplatz aus, der 11 km vom Mailänder DOM entfernt ist.

    Reisetag 3. Die Verkehrsanbindung ist gut. Die Haltestelle ist 5 Minuten vom unserem Stellplatz entfernt. Mit dem Bus 80 Richtung De Angeli M1 geht es bis zur Endstation, Umstieg in die Metro Linie M1 linea rosso bis zum DUOMO. Das ist ein Empfang! Wir stehen direkt am Mailänder Dom, auch DUOMO SANTA MARIA NASCENTE genannt. Die goldene Madonina thront auf 108 Meter Höhe und hat eine unglaubliche Strahlkraft. Kein Gebäude Mailands durfte höher sein als die Madonna, damit sie der darunterliegenden Stadt Schutz geben konnte. Unzählige Türmchen, Figuren und Ornamente machen sie zu einem beeindruckendsten Gebäude. Als Kölner sehe ich die Gemeinsamkeit mit dem Kölner Dom. Beide Kathedralen sind bedeutend für die Stadt. Was wäre Köln ohne den Dom? Beide Kirchen wurden über 600 Jahre lang gebaut und sind architektonische Geschichtsbücher. Beide sind berühmt für ihre riesigen, farbenintensiven Buntglasfenster, die das Innere in "biblisches Licht" tauchen. Einfach beeindruckend. Der Duomo besticht durch die hellen Fassaden aus Marmor und die filigranen 130 Fialen (Türmchen). Dafür ist der Kölner Dom eben Mal 50 Meter höher als der Mailänder Dom :-). Direkt neben dem Dom befindet sich die GALLERIA VITTORIO EMANUELE II. Ein Prachtbau an Eisen- und Glasbaukunst, welches vom damaligen König von Italien, Viktor Emanuel, 1867 eröffnet worden war. Von der Südseite her kommend ist die Passage am beeindruckendsten; man geht durch einen TROUMOHBOGEN und steht sodann auch bald unter dem runden, tonnenförmigen Glasgewölbe; seit meinem ersten Besuch vor 30 Jahren versuche ich jedes Mal im Zentrum unter der Glaskuppel auf dem Mosaikboden stehen zu bleiben, um für einige Sekunden die besondere Stimmung unter der Glaskuppel einzufangen; es ist die Mischung aus neoterenaissance Gebäuden, dem besonderen Lichteinfall und dem Trubel um einen herum, wenn man dort, direkt im Scheitelpunkt der Passage steht. Einfach beeindruckend. Heute fällt mir aber die Dichte der Menschenmenge auf. Noch nie habe ich so viele Menschen in der Passage gesehen (auch nicht auf dem Dom Vorplatz). Es sind Mailänder, die sich hier tummeln, im Luxus-Einkaufsparadies, wo die ältesten Boutiquen der Welt von Prada, Gucci und Louis-Vuitton zu finden sind. Wir gehen weiter und gelangen zur PIAZZA DE SCALA. Das berühmte Theater enttäuscht, wenn man die nüchterne Architektur sieht. Rittersport in einem graubraun Ton. Innen soll die Scala aber besonders schön sein. Leider haben wir keine Karten für eine Aufführung bekommen und müssen uns mit dem schlichten Anblick von außen begnügen. Wir gehen einmal quer über den Domplatz, gehen durch kleinere Sträßchen zu unserem nächsten Ziel, der VILLA NECCHI. Besonders interessant ist die Via St' Andrea, wo sich Mode Designer an Mode Designer reihen. Kleine exklusive Ateliers. Es steht immer nur der Name des Designers auf der Tür oder dem Schaufenster. Wir fühlen uns mit unseren Winterjacken bei den winterlichen Temperaturen fast schon falsch gekleidet. Aber, wie heißt es, "wer will sein fein, muss leiden Pein". Wir frieren nicht. Die Villa Necchi Campiglio ist ein architektonisches Juwel aus den 30ger Jahren. Das Anwesen besticht durch die damalige fortschrittliche Ausstattung wie einen beheiztes Außenschwimmbad, integrierter Garage und Tennisplatz in einer parkähnlichen Anlage. Das Gebäude selbst ist auf versetzten Ebenen gebaut. Die Empfangs und Wohnräume auf einer Ebene, Küche und Wirtschaftsraum um eine halbe Ebene nach unten versetzt. Die schiere Größe des Hauses ist beeindruckend, es passen 2300 Personen gleichzeitig in diese Villa. Der Deutsche Heinrich Prinz von Hessen-Kassel, bekannt als Enrico d'Assia, war ein Bühnenbildner, der seit den 60ger Jahren das Bühnenbild der SCALA verantwortet hatte, hatte hier ein lebenslanges Wohnrecht (1999 verstorben). Weiter geht's zur BASILICA DI SANTA MARIA DELLE GRAZIE. Ein Backsteinbau mit imposanten Wandgemälden und einem erhöhten Altar. Zum berühmtesten Wandgemälde, DAS ABENDMAHL von Leonardo da Vinci, gelangt man nur, wenn man Monate zuvor Tickets kaufen konnte.
    Das nächste Ziel sind die römischen Kollonaden COLONNE DI SAN LORENZO mit den 16 erhaltenen romanischen Säulen, die dort gefunden worden waren und an der heutigen Stelle wieder aufgebaut wurden. Die Säulen sollen Teil eines römischen Badehauses gewesen sein.
    Wir sind nun schon 5 Stunden zu Fuß unterwegs, Zeit, um an das Abendessen zu denken. Das Viertel PORTA NUOVA ist bekannt für die futuristischen Hochhäuser Mailands um den TORRE UNICREDIT herum, die Zentrale der gleichnamigen Bank, aber auch für nette Restaurants. Wir laufen einmal um das Karree, finden aber kein ansprechendes, geöffnetes Restaurant. Wir versuchen es im Innenhof des Gebäudekomplexes und bestaunen auf dem Weg dorthin die 2 BISCO VERTICALE Türme, den TORRE UNI CREDIT und den such in Richtung Himmel drehenden TORRE HADID oder auch Torre Generali genannt. Ein Food Court ist ausgeschildert. Auf dem Weg gehen wir an einem Lebensmittel Geschäft vorbei.... eben nochmal eine Besorgung erledigen. Wenige Minuten später höre ich einen Knall, dann laufen auch schon Angestellte in diese Richtung. Ich sehe nicht, was dort los ist, weil die Angestellten mit ihren weißen Kitteln die Sicht versperren. Hoffentlich ist es nicht meine Nancy...... Auf dem Boden sehe ich eine rote Lache! Ich sehe etwas schwarzes auf dem Boden. Die Angestellten rufen laut, es wied wild gestikuliert.... es ist meine Nancy, die dort längs in einem Gang auf dem Boden liegt. Oh, Gott. Die weiße gekleideten Männer reichen Tücher, ein Angestellter ist sehr bemüht, er ist dunkelhäutig, weiß gekleidet und hat rotes Blut an den bereits gebrauchten Tüchern. Erst jetzt kann ich meine Nancy ansprechen. Überall rote Soße, rote Tomatensauce mit grünen Oliven und..... Blut. Erst jetzt sehe ich die 4, Gott sei Dank, 4 kleine Schnittwunden. In dem Gang steht ein Zweiertritt, den ein Mitarbeiter zur Regalbestückung benutzt hatte. Über diesen Tritt ist Nancy gefallen. Die Aufregung legt sich, Nancy wird mit allem Versorgt, was nötig ist. Die Tomatensoße kaufen wir und gehen zur Metro.
    Zurück am Dom finden wir ein nettes Restaurant (Social Pizza) und essen zu Abend. Nach 9 Stunden "Mailand zu Fuß" beenden wir unsere besonders schöne City Tour mit Stunt Einlage. Unser Tipp: macht es uns nach oder plant mindestens 2 Tage ein.

    Am nächsten Tag, unserem 4. Reisetag, fahren wir nach PARMA. Eigentlich wollten wir hier nur einen Zwischenstop einlegen auf dem Weg nach Florenz bzw. Siena. Und nur weil wir so spät von Mailand weg kommen, entscheiden wir uns nach 2 3/4 Stunden Fahrzeit in PARMA zu bleiben. Eine sehr gute Fügung. PARMA bietet so viel mehr als den gleichnamigen Schinken und Käse. Direkt neben dem offiziellen Stellplatzes Area Sosta Camper Parma, stehen wir mit 5 anderen WoMos. Mit dem Bus fahren wir in das Zentrum. 15 Minuten und 2 Euro/Ticket später stehen wir in der Stadt an der "LA PILOTTA" und sehen einen Schild mit "Amici della Pilotta". Wir folgen diesem. Eine nette Dame spricht uns am Eingang der Versammlung der Freunde von Pilotra auf Italienisch an und ruft eine andere Dame dazu, die uns in perfektem Englisch die Organisation der Freunde der Pilotta und den historischen Gebäudekomplex mit archäologischen Museum, National Museum, Theater etc. erklärt und wo wir uns befinden. Wir stehen in der alten Hofreitschule der italienischen Cavallerie. Wir erfahren unter anderem auch, dass an jedem ersten Sonntag eines Monats der Eintritt zu allen Museen in Italien kostenlos ist. Das merken wir uns. Wie groß der Gebäudekomplex ist, sehen wir erst, als wir zum Haupteingang gehen. Das größte Gebäude war früher ein Gefängnis gewesen, das kann man auch heute noch an der Fensteranordnung erkennen. Wir verabschieden uns und gehen in die gemütliche Altstadt. Besonders toll sind der DOM aus dem roten Marmor, das achteckige BAPTISTERO DI SAN GIOVANNI BATISTA, die vielen schmalen und überraschend langen Straßen. Unser Tipp: besonders empfehlenswert.

    Wir legen einen Reisetag ein und fahren gute 3 Stunden nach FLORENZ. Am frühen Morgen unseres 5. Reisetages hören wir von den SCHLIMMEN UNWETTERN, die gerade über Kalabrien, Sizilien und SARDINIEN hinweg gezogen sind. Die Bilder und Berichte sind erschreckend. Es gibt für uns nur 2 Möglichkeiten. Hinfahren und helfen oder ein anderes Reiseziel akzeptieren. Wir wählen eine NEUE REISEROUTE. Heute geht es nach Florenz, dann werden wir einige Tage in der TOSKANA bleiben.

    Weiter geht es mit dem Bericht Phoenix in der Toskana.
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  • BELLAGIO

    22 janvier, Italie ⋅ ☁️ 3 °C

    Die Straße von Como nach BELLAGIO ist eng, stellenweise sehr eng. Die Serpentinen sind "spannend" zu fahren, die steilen Bergaufstrecken sind kein Problem für unsere Leistungsklasse mit 210 PS. Man soll das Glück nicht zwei Mal herausfordern, weshalb wir eine andere Strecke für die Abreise wählen. Nicht die Küstenstraße, sondern mitten durch. Aber die ersten 20 km der Straße von BELLAGIO nach Mailand sind nicht viel weniger herausfordernd.En savoir plus

  • TOSKANA STATT SARDINIEN

    26–27 janv., Italie ⋅ ⛅ 12 °C

    Sonntag, 25. Januar 2026. Wir fahren von PARMA nach FLORENZ. Nach 3 Stunden kommen wir bei Nieselregen und 10°C am Stellplatz FLORENZ PARK an. Heute legen wir einen Ruhetag ein. Die tollen Eindrücke der letzten Tage müssen erst einmal in Reiseberichten verarbeitet werden.

    Nancy hat eine Erkundungsrunde erstellt. Zu Fuß gehen wir am Montag Morgen vom Stellplatz über einen Anstieg bis zum Aussichtspunkt PANORAMA SU FIRENZE ( Via di Bellosguardo). Es geht an einem riesigen, mehrstöckigen Urnenfriedhhof vorbei, der von außen wie ein großes Parkhaus aussieht. Wir gehen über weite Strecken bergauf, die Straßen werden enger, je höher wir kommen. Wir haben teilweise freien Blick über weite Teile des Umlands. Zypressen stehen in Reihen angeordnet; sie scheinen beim Pflanzen zentimeter genau gesetzt worden zu sein. Die Toskana liegt vor uns. Auf unserem Weg kommen wir immer wieder an großen Eisentoren vorbei. Hier und da steht einmal ein Tor auf. Hinter den Toren befinden sich Anwesen mit tollen Gärten und Palazzi. Die Zufahrten sind beschwerlich, nur kleine Autos können diese Sträßchen passieren. Wir kommen am Aussichtspunkt vorbei, gehen aber weiter auf der Via Bellosguardo und passieren eine riesige Pinie, ca. 25 m hoch und 15 Meter Durchmesser, die wir den ganzen Tag als Orientierungspunkt über der Stadt werden sehen können. Die beste Aussicht auf Florenz erhaschen wir unmittelbar nach dem Erreichen des höchsten Punktes auf der Via Bellosguardo. Die Stadt liegt vor uns: Palazzo Vecchio, der Dom Komplex, der Campanile di Ghiotto. Wir gehen über die Ponte alla Carraia in die Altstadt. Das Besondere an Florenz sind die tausend Blickwinkel. Die Dichte der POIs, der Highlights der Stadt, ist überwältigend. Rom und Mailand sind schöne Städte. In Florenz aber gibt es so viele architektonische Highlights, dass wir nur sagen, "fahrt hin, erlebt die Stadt". 3 Stunden gehen wir durch die kleinen und abwechslungsreichen Straßen. Zum Torbogen an der Piazza della Repubblica, zum Palazzo dell'Arte della Lana, dem früheren Hautsitz der Wollzunft (Florenz als Textil Hauptstadt), zur Kirche Osmanmichele, zum Palazzo Vecchio, einem der Wahrzeichen der Stadt mit seinem 95m hohen Torre di Arnolfo, zum Dom Komolex. Direkt neben dem Dom, der Cattedrale di Santa del Fiori, finden wir ein nettes Kaffee. Bei tollstem Sonnenschein und 16°C genießen wir die weite Sicht über den Domplatz. Wir gehen weiter durch die Altstadt, kommen am Neptunbrunnen vorbei, der sich bei dem tollen Licht weiß strahlend zeigt, weiter am Fluß Arno entlang, um dann auf fast direktem Weg zu unserem mobilen zu Hause zu gelangen. Wenn es nicht immer irgendwo etwas zu entdecken gäbe, hätten wir den Rückweg wahrscheinlich 10 Minuten schneller geschafft. Tagesbilanz: ca. 16 km Fußweg zurückgelegt, 100 Kirchen, 200 Palazzi und 1.000e Menschen gesehen.

    Am nächsten Morgen fahren wir mit unseren Fahrrädern in die Stadt zum Palazzo Pitti mit seinen 4 Museen, zur Porta Romana, versuchen in den Giordano di Boboli zu gelangen, der aber 10.- Eintritt kostet und heute zeitlich nicht in unseren Plan passt, durch die kleinsten Sträßchen von Florenz zur Ponte Vecchio. Ein Jubel, denn die (Gold-)Läden auf der Brücke hängen über die Brückenbreite hinaus und zeigen sich in vielen hellen Farben. Im "Cafè dell'Oro" mit Blick auf die Ponte Vecchio genießen wir zum Abschluss unseres Florenz Besuchs eine heiße Schokolade, die so dunkel und dickflüssig ist, wie man sie selten bekommt.

    Wir fahren gleich weiter nach LUCCA.

    NOTSTAND AUF SARDINIEN
    Geplant war, dass wir um den 27. Januar von Livorno nach Olbia übersetzen würden. Gerade jetzt, am 26. Januar sitzen wir reisefertig im Tedd und hören, dass die Ministerpräsidentin von Italien, Georgia MELONI, soeben den Nationalen NOTSTAND über SARDINIEN, Sizilien und Kalabrien ausgerufen hat!!
    Der Zzyklon Harry und das Unwetter vor 3 Tagen haben schwere Schäden verursacht. Besonders betroffen ist die Küste im Nordosten von Sardinien. Weiterhin besteht eine Windwarnung bis 29. Januar mit Wind bis 95 km/h. Straßen sind verschüttet, Dörfer sind abgesperrt. Wir haben umdisponiert, wir fahren über Lucca/Pisa/La Spezia in Richtung Monaco.
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  • LUCCA

    27–28 janv., Italie ⋅ ☁️ 11 °C

    Die Stadtmauer soll das Highlight Luccas' sein. Mit den Fahrrädern fahren wir auf der breiten und rund 10 Meter hohen, "über der Stadt liegenden", Stadtmauer zuerst eine Runde um Lucca gegen den Uhrzeigersinn und sehen rechts davon Autos, die im Stau stehen und links eine fast Auto freie Innenstadt. Die ehemalige Festungsmauer ist bis zu 30m breit und sehr gut zu befahren. Nach unserer ersten Besichtigung geht's in das Städtchen. Beschaulich, ruhig und beeindruckend, denn das Straßennetz ist dicht und geordnet und überall gibt es kleine Geschäfte, Bars, Trattorias und vereinzelt auch Restaurants. Es ist Januar. Die meisten Restaurants haben geschlossen, dafür ist um so mehr Betrieb in den ganz kleinen Etablissements. Wir finden eine der ältesten "Backstuben", eine Pizzeria, die mit einem sehr besonderen Teig, 'da Felice', nur 8 Sorten Pizza anbietet. 40 cm groß ist die normale Pizza. Als wir EINE Pizza bestellen wollen, macht uns die ältere Dame auf die besondere Größe aufmerksam, sie warnt uns förmlich. Wir bestellen eine Calzone, die nur 30 cm groß ist. Diese Calzone ist ein Genuß und hat nichts mit bisherigen Pizzen gemein.
    Dazu trinkt man hier "Spuma", eine süße Limonade, das früher das Getränk der Armen war. Die anderen Gäste essen ein bis 2 Achtel der Riesenpizza, dazu .... Spuma. Wir lesen die eingerahmten Zeitungsartikel über "Felice" und bestaunen die uralte Innenausstattung. Hier wurde seit dem Gründungstag nichts verändert. Gut so, denn dieser Platz versprüht Charme.
    TIPP: Pizzaria Da Felice, Via Buia 12.
    Über die einfache Straßenanordnung, geschaffen von den alten Römern, finden wir ganz einfach den Weg zurück zum Stellplatz nur 500m von der Stadtmauer entfernt.
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  • PISA

    28 janvier, Italie ⋅ ☁️ 12 °C

    Den schiefe Turm von Pisa, wer kennt ihn nicht? Die Chinesischen, auf jeden Fall, lernen Pisa gerade kennen. Es ist Januar und die Touristen Busse bringen die chinesischen Gäste schaarenweise bis zum Busparkplatz, wo auch wir unseren Parkplatz für den Stadtbesuch gefunden haben.
    In Lucca waren wir eine Stunde zuvor losgefahren und haben uns über die kleinen Strada Provinciale nach Pisa geschlängelt. In Pisa gehen wir zu Fuß entlang der Stadtmauer zur Porta Nuova. Man geht durch das Tor und dann liegt er vor einem: der Torre di Pisa mit seinen 56m schiefer Höhe. Aber es ist nicht nur der Turm, der es ausmacht, es ist das runde, hohe Gebäude davor, die Kirche und dahinter liegt erst der Turm. Das runde Gebäude ist das Baptisterium und soll an die Heilige Grabstädte in Jerusalem erinnern; mit 54 Meter Höhe fast genau so hoch wie der Schiefe Turm. Im Umfang misst das Baptisterium 107 Meter und ist das größte in Italien und in der Welt! Gewaltig! Die Kirche ist der Dom von Pisa, die Santa Maria Assunta, mit einer himmlischen Kuppel und einem einmaligen Altar. Christus scheint uns intensiv von dem Kuppelgemälde anzusehen. Der Altar lädt zum Verweilen ein. "Wie ein Wohnzimmer", sagte jemand. Die Frage, die ich mir immer stelle wenn wir solche tollen Gemälde und Kunstwerke sehe, ist, wie viele Menschen zur damaligen Zeit diese besondere Fähigkeit des Malens und Schnitzens hatten. Nach Google wurden tausende Kirchen und Kathedralen zwischen 1150 und 1300 n.Chr. gebaut. Es müssen viele Künstler gewesen sein. Und alle waren schwindelftei und konnte die Decken in der Höhe liegend bemalen. Sagenhaft.

    Wir gehen durch Pisa, überqueren den Fluß Arno über die Ponte delle Cittadella, und plötzlich sind wir in einem anderen Pisa. Hier wird nur noch italienisch gesprochen, hier ist das Pisa der Pisaner. Die Studenten feiern hier heute ihre Examen. Die Absolventinnen tragen Blumenkränze als Kopfschmuck, die Absolventen dunkle Anzüge. Hier und da wird zünftig gefeiert. Das ist auch ein Anlass zum Feiern! Wir gehen einmal quer durch diesen Teil der Stadt bis zum Piazza di Repubblica, wo der frühere König von Sardinien und spätere König von Italien, VITTORIO EMANUELE II, steht. Wir finden noch eine tolle "Backstube", die "ALL' ANTICO VINAIO", wo seit 1991 eine besondere Spezialität zubereitet wird. Eine Art Fladenbrot mit den Spezialitäten der Toskana. Schinken, Trüffel, Käse und viele andere Leckereien. SCHIACCIATA heißt die Spezialität, die es in die weite Welt geschafft hat. WELTBERÜHMT, sagt man. Wir nehmen ein Prociutto Schiacciata "BOSS" und verstehen, warum dieses Sandwich weltweit gegessen und geliebt wird.
    Für uns geht es zurück zum Tedd und weiter nach MARINA DI CARRARA. Zumindest war das unser Plan.
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  • VIAREGGIO

    28–29 janv., Italie ⋅ 🌧 11 °C

    Wer kennt Viareggio? Wir kannten es bis zu dem Augenblick nicht, bis uns der Besitzer eines Campingzubehör Geschäftes sagte, in Viareggio könnten wir einen Gashändler finden, der unsere 11 kg Propangas Flasche füllen würde. Wir sind in Europa. Aus welcher Flasche in welcher Menge aus einer Propangasflache Gas fließen darf, wurde von der EU bedauerlicherweise noch nicht genormt. Eine italienische Flasche müssten wir kaufen, mit Adapter versehen und unsere eigene Flasche irgendwo im WoMo verstauen. Deshalb suchen wir seit Tagen eine Möglichkeit unsere 11 kg befüllen zu lassen. Wir finden einen solchen Spezialisten in Viareggio. An den ersten 4 Tagen standen wir "frei" auf Stellplätzen und mussten kräftig heizen, dann hält eine Glasflasche nur 3-4 Tage.

    "Domani Alle Nove" (morgem um 9:00h) dürfen wir die Flache wieder abholen. Wir müssen hier bleiben. VIAREGGIO stand nicht auf dem Plan, wir müssen improvisieren, wir stehen gerade mitten in der Stadt an einer vielbefahrenen Straße. Also wohin? Das Meer muss "um die Ecke sein", wir fahren los Richtung "Marina". Ein paar Meter weiter sehen wir riesige Hangars mit scheinbar noch größeren Luxusyachten darin. Das gefällt uns.... Wir staunen nicht schlecht, als wir die Namen der Werften lesen . BENETTI, AB YACHTS, CANTIERE NAVALE, ITALIA SUPERYACHTS. Namen, die wir auf der BOOT in Düsseldorf schon oft gelesen haben. Solche Yachten darf man nur als Interessent betreten, wahrscheinlich gegen Vorlage eines aktuellen Kontoauszugs. Unter 2 Mio. Euro gibt es hier kein "Boot" zu kaufen. Es sind Yachten der Extraklasse, hier werden tatsächlich die größten Yachten der Welt gebaut. Die Straßen in der Marina sind zugeparkt, es herrscht eine geschäftigen Hektik. Wir versuchen ohne Rempler durch die engen Straßen zu kommen und suchen gleichzeitig einen Stellplatz. Viareggio lebt vom Bootsbau; in jeder Straße sind Namen von Yachtausrüster zu lesen. Hier bekommt man alles, was in eine Yacht reingehört aber auch Dinge, wie einen Swimmingpool. Für eine Yacht! Im Hafen liegt die LADY II mit einem solchen Pool. Wow. Wir parken und laufen begeistert durch die Marina. So viele Superyachten haben wir noch nie gesehen. Nicht in Monaco, nicht in Cannes. Yachten mit 38 Fuß Länge gehen hier wohl als Beiboot, als Dinghy durch.

    Am nächsten Morgen fahren wir mit den Fahrrädern die Gegend ab und landen auf einer 2 Kilometer langen Promenade. Am Hafen kann man frisch gefangenen Fisch vom Kutter kaufen, wenig weiter kommen die Fisch Restaurants. Die Promenade selbst ist bestimmt 30 Meter breit, zum Strand hin Häuser gleicher Höhe mit max einer ersten Etage, die die vielen Geschäfte und Caffès beherbergen. Keine Hotelanlagen. Es ist beeindruckend, wie weitläufig die Promenade wirkt. Im Caffè NEWYORK legen wir eine Pause ein, bei Sonnenschein und 15 Grad lässt sich der Winter gut aushalten.

    Am Nachmittag fahren wir zum MUSEO DI CARNEVALE in Viareggio. Eine Rezension im Internet besagte, dass man auch als Kölner Karnevalsjeck begeistert sein würde. Nun, Jacken sind wir nicht, aber die Begeisterung ist groß, als wir die riesigen Hallen sehen, in denen gerade heute, 3 Tage vor dem ersten Karnevalsumzug in Viareggio die Wagen bei geöffneten Toren fertiggestellt werden. Spontan kaufen wir 2 Karten für eine Tribüne für den ersten Umzug am 1.2.26! Was machen wir bis dahin? Wir finden einen Campingplatz am Meer und bleiben hier. Aus einem spontanen Stopp wird ein 4 Tage Aufenthalt. Das ist Freiheit. Tun und lassen was man möchte. :-).

    Am Sonntag geht es zum Umzug 》》CARNEVALE DI VIAREGGIO.
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  • MARINA DI MASSA - MASSA

    31 janvier, Italie ⋅ ☁️ 12 °C

    9.30h, die Fahrräder draußen, wir trainieren heute unsere Beine und starten eine Fahrradtour nach MASSA, bekannt für dem MARMOR und das CASTELLO MANASPINA. Es geht entlang der Küstenstraße, auf der uns Rennradfahrergruppen :-) sehr langsam überholen, dann in Richtung Berge, den Apuanischen Alpen. Stetig geht es leicht bergauf, das aber für 6 km. Natürlich fahren wir ohne E-Unterstützung. Die Sonne scheint, es ist noch recht frisch, aber die Sonne scheint, die Bergspitzen sind schneebedeckt und strahlen in weiß, der Himmel ist wolkenlos und blau. Massa glänzt mit seinem PIAZZA DEGLI ARANCI und den vielen Orangenbäumen. Niemand erntet die Früchte, sie verfaulenneinfach so. Das CASTELLO trohnt über der Stadt auf den Felsen, darunter stehen Häuser, die in den Berg hineingebaut worden zu sein scheinen. Ein schönes Bild ergeben die farblich verschiedlichen Häuser und das gelb-braune Castello. Es geht weiter zur Pier von Massa, die als besonders weit ins Meer ragend beschrieben wird, jedoch ist die Pier baufällig und deshalb geschlossen. Fazit: eine kleine Stadt in der Toskana, die zwischen dem Ligurischen Meer und den "Marmoralpen" liegt.

    Für morgen steht "Karneval in Viareggio" mit den größten Karnevalsagen der Welt auf dem Plan. Karten haben wir schon.
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  • CARNEVALE

    1–2 févr., Italie ⋅ ☀️ 11 °C

    Was haben der Karneval in Rio und der Karneval in Viareggio gemein? Beide Mal muss man Eintritt bezahlen, wenn man den Karnevalsumzug sehen möchte, und beide haben die größten Karnevalsumzugswagen der Welt! :-). RIO in der "Klasse" der "Sambaschulwagen" und Viareggio in der "Klasse" der riesigen, mechanisch bewegten Pappmaschè Wagen. Und was unterscheidet den Karneval in Viareggio vom Kölner Straßenkarneval? In Viareggio wird kein Alkohol getrunken! Und das ist sehr angenehm.

    Der Umzug findet auf einem 1,2 Kilometer langen Rundkurs statt, der hermetisch abgesperrt ist. Die Straße, wo der Umzug stattfindet, ist ca.30m breit. Um auf das Karnevalsgelände zu kommen, zahlt jeder Besucher 22 Euro Eintritt. Dafür bekommt man aber auch etwas geboten!

    Wir haben unsere Karten bereits 3 Tage zuvor bei der Besichtigung des Museo die Carnevale gekauft und auf Empfehlung, Tribünenkarten.

    Vor dem Spektakel gehen wir der Aufstellung entlang und bekommen die ersten Eindrücke. Es ist bunt, die meisten Menschen sind voll verkleidet, auch die Gesichter sind perfekt geschminkt, Bestandteil der Kostüme. Die, die noch nicht geschminkt sind, lassen sich entweder gerade in der Maske schminken (einige kleine Zelte mit scheinbar professionellen Maskenbildnern) oder stehen in der Warteschlange vor der Maske. Alles geht ruhig und gelassen vor sich. Der Countdown läuft. Die Besucher strömen in Scharen auf das Karnevalsgelände. Es wird voll, wir müssen uns tatsächlich zu unserer Tribüne durchschlagen. Genau um 15.00h sitzen wir auf unseren Plätzen auf der Haupttribüne Süd, zweite Reihe von oben und damit rund 8 Meter über der Straße. Ein toller Blick. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, tausende Besucher in Kostümen bunt kostümiert, das ist Karneval. Und schon geht es mit 3 Böllerschüssen los. Der Moderator der "Show" steht ca. 80 m schräg vor uns auf der Moderatoren und TV Tribüne. Jede Gruppe und jrder Wagen wird vorgestellt, der Designer, der das Motiv erstellt hat , der Choreograph, das Thema und. Die Wagen der Großen, der ersten Kategorie, kommen vorbei. Wir hatten ja das Vergnügen, die Wagen teilweise schon in den Bauhallen im Museo di Carnevale zu sehen aber hier, während der Parade, sehen wir erst, dass die mechanischen Bewegungen zu einer solchen Größe führen können, das die Motive auf eine Größe von 20 m Höhe wachsen. Auch wir müssen unseren Hals Strecken. Ein sehr tolles Spektakel. Bemerkenswert ist die Größe der Fußgruppen, die zu den Wagen gehören und besonders das Zusammenspiel eines jeden Einzelnen und im Ganzen. Die 100 bis 200 schön kostümierten Menschen der Fußgruppe tanzen nach klassischer italienischer Opernmusikt wie Il Trovatore von Giuseppe Verdi vor dem Wagen, der Choreograph stimmt dabei die ersten Tänzer der Gruppe rückwärtsgehend an, die gesamte Gruppe tanzt , Menschen auf dem Wagen tanzen im Gleichklang mit. Die Bewegungen der Figuren auf den Wagen, die Menschen auf und vor den Wagen ergeben eine Gesamtchoreographie. Das macht es aus! Geschichten und Bilder werden erzählt. Alles läuft mehr als diszipliniert ab.

    Das alles zu beschreiben verfehlt den Footprint. Die Fotos geben Impressionen wider. Wer das erleben will, muss nach Viareggio fahren.

    Das Feuerwerk ab 18.20h ist das beste musikalisch untermalte Feuerwerk "ever seen". Knapp 25 Minuten Spektakel. Das von unserer Tribüne aus zu erleben, wäre den Eintritt allein Wert gewesen. Super, super toll.

    Tipp: Machen!!!!!
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  • LA SPEZIA & LEVANTO

    2–4 févr., Italie ⋅ 🌧 9 °C

    Nüchtern betrachtet ist Cinque Terre ein 12 Kilometer klimabegünstigter Küstenstreifen der norditalienischen Riviera. "Punto".
    Wer schon einmal dieses Gebiet bereist oder gar durchwandert hat, wird schon beim Aussprechen des Namens "CINQUE TERRE" ins schmunzeln kommen. Die Bilder der Landschaft, der Orte, des Wassers und die bunten, in die Berge eingemeißelten Häuser, erwecken in jedem etwas Romantisches. Und die, die das nicht so sehen, die waren noch nicht in Cinque Terre :-).

    Wir stehen mit unserem WoMo, "TEDD", in LEVANTO, einem sehr schönen Küstenort, der ähnlich wie die 5 Gemeinden , den CINQUE TERRE, umrandet ist von den Bergen mit den an den Hängen gebauten Häusern und einem sehr schönen Strand am Ligurischen Meer. An unserem Ankunftstag regnet es, wir entscheiden uns, LA SPEZIA zu erkunden. Der Zug bringt uns 5 Gehminuten an die Innenstadt heran. Die Regenschirme sind aufgespannt, was auf unserer Laune keinen Einfluss hat. Ok, zugegeben, bei Sonnenschein wäre es schöner. Die Via del Prione ist die Einkaufsstraße von La Spezia, durch die wir mit unserem Ziel "La Spezia Marina" geführt werden. Der Regen spiegelt das Licht der Dämmerung auf den Natursteinen der Straße, viele Geschäfte sind geschlossen, Restaurants haben die Markisen auf Halbmast gesetzt; die Markisen sind voll ausgefahren auf 1 Meter Höhe über den gedeckten Außentischen herabgesenkt. Auf direktem Weg kommen wir durch den "GIARDINI PUBBLICI", einer sehr schon angelegten Grünanlage mit sehr alten, hohen Pinien, und Palmen. Wir kommen in die Nähe des Wassers, das spüren wir, bevor wir es gesehen haben. Die ersten Masten der Segelboote kommen in Sicht, der Hafen liegt vor uns. Die Brücke PORTO MIRABELLO verbindet zwei Hafenbecken und ist als Hebebrücke gebaut. Von der Brück aus sehen wir die Ausmaße des Hafens, der voller Boote ist, ungeachtet der Tatsache, dass es in Italien in den Wintermonaten auch schon mal heftige Stürme geben kann. Er guter Bekannter hat bei dem Supersturm im Herbst 2018 sein wundeschönes RIVA Boot im Hafen von PORTOFINO verloren, und nicht nur das, sondern es wurde auch sein auf Lebenszeit gekaufter Liegeplatz weggespült. [3 Jahre später lag an gleicher Stelle wieder ein neues 2*750 PS Boot :-)]. Wir gehen die Palmenallee der Hafenpromenade entlang in Richtung der neuesten Kirche in La Spezia, der Cattedrale di Cristo Re. Wo kann man sonst eine so neue Kirche finden? Wir erreichen die Kirche bei heftiger werdendem Regen und gehen in den imposamten Rundbau hinein. Und wer erwartet uns dort? Niemand geringeres als der Bischof. Der Bischof Luigi Ernesto Palletti führt eine Gruppe Priester an, die in der runden Halle (mit 50 m Durchmesser) des Flachbaus (mit 17 m Höhe) eine Runde der Prozession gehen. Wir sitzen auf einer der letzen Reihen, die anwesenden Gläubigen sind Nonnen und nur wenige normal gekleidete Christen. Es werden Kerzen verteilt. Auch wir bekommen Kerzen, wir werden durch Handzeichen eingeladen an der Prozession mit brennenden Kerzen um den Altar teilzunehmen. Das machen wir gerne. Die Kirche ist sehr modern interpretiert, ein sehr schlichter Marmor Altar, eine aus weißem Sichtbeton gefertigte Kanzel. Als die Predigt beginnt gehen wir lautlos ohne zu stören. Über einen "neuen Weg" gehen wir mit Umwegen zurück zur Via Pedroni und dann zum Bahnof.
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  • CINQUE TERRE

    3 février, Italie ⋅ ☁️ 12 °C

    Das PNCT Zugticket erlaubt es, einen Tag die Zugstrecke zwischen Sestri Levante und La Spezia zu befahren, so oft man möchte. Das ist schön gemeint, aber der Zug fährt pendelnd zwischen Sestri Levante und La Spezia, Das bedeutet, dass man immer nur in einem Abstand von mindestens einer Stunde den Zug zur nächsten Terre nutzen kann. Demenstprechend entscheidet man sich für eine oder zwei oder mehr Stunden Aufenthalt in einer der 5 Gemeinden des Parco Nazionale Cinque Terre. Die Zugstrecke führt über weite Strecken durch Tunnel, nur in der Nähe der Gemeinden bzw. an den Bahnhöfen kann man einen schnellen Blick erhaschen. Wir beginnen mit der aus Levante/Sestri Levante Sicht letzten Gemeinde.

    RIOMAGGIORE - Wir wollen nur eine Stunde bleiben. Wir folgen den Wegweisern , gehen durch den Fußgängertunnel und dann nicht zum Strand, sondern die steile Straße bergauf. Überall geht es bergauf oder bergab, flach ist es nur am Wasser. Die verschiedenen Farben der Häuser, meist in dezentem rot- oder gelb- oder grüntönen sind mit 5 Stockwerken recht hoch. Sonne kommt hier nur wenige Stunden am Tag in die Gäßchen. An einer Stelle geht eine Treppe hoch, die Scalinata della Valle. Wohin, wissen wir nicht; aber als wir die rund 55 Stufen hochgehen, wird die Sicht über Riomaggiore mit jeder einzelnen der letzten Stufen besser. Oben angekommen wird erst einmal fotographiert, denn das ist was wir von den Cinque Terre erwartet haben. Eine tolle Fernsicht, blaues Wasser, eine kleine Bucht, Häuser in Pastellfarben, die an die Felsen gebaut sind und gelbe und orangefarbene Punkte, die Zitronen und Orangen, die überall an den Bäumen hängen. Wir sind in dem Bereich des Ortes, wo Autos fahren bzw. parken dürfen. Wir gehen die "Hochstraße" entlang und finden einen Aufzug, der uns 20 m tiefer vor die Cathedralle San Giovanni Battista bringt. Es wird Zeit, wir gehen nun schnellen Schrittes zum Bahnhof. Dachten wir. Nach zwei kleinen unbeabsichtigten Schlänkern durch Sträßchen wissen wir, dass user Zug ohne uns abgefahren ist. Wir finden den richtigen Weg zum Bahnhof, gehen dann aber, wir haben nun ja noch eine Stunde Zeit, zum Strand. Gerne hätten wir unsere Wartezeit in einem Cafe verbracht, aber das Cafe, was geöffnet hat, liegt im kühlen Schatten. Also warten wir in der Sonne sitzend am Bahnhof. Tipp: Nach der Ankunft am Bahnhof am Bahnsteig 1 direkt den Aufzug "nach oben" benutzen: PIAZZA RIO FINALE - VIA SIGNORINI, dann zur Kirche, dann durch die Stadt und am Schluss zum Strand. Damit bekommt man zuerst den tollen Blick über den Ort und läuft von da an nur noch bergab.

    MANAROLO - Die Beschreibung der 5 Gemeinden lautet ungefähr gleich. Tolle Aussicht, wenn man über den Örtchen steht, blaues Wasser, ein mehr oder weniger kleiner Strand. Deshalb nur drei Highlights zu Manarolo. Die Boote der Einheimischen liegen (parken) im Winter vor deren Häusern. In der touristischen Fußgängerzone stehen überall abgedeckte Boote. Zweites Highlight ist die eine Sitzbank hinter dem Hafen, finden muss man sie. Dort lässt sich das dritte Highlight des Ortes am besten genießen: das Manarol Eis.

    VERNAZZA - Für uns der schönste Ort. Etwas größer als die anderen Terres, weitläufiger, viele Restaurants, Bars und Cafes.

    ChatGTP und andere KI Lösungen geben Euch alle Informationen zu jedem Ort, zu jeder Gegebenheit. Richtige und weniger richtige. TIPP: Das Erleben der Cinque Terre per Bahn, Fahrrad oder über Wanderwege gibt Euch das wahre Bild dieser tollen Landschaft und Natur.
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  • SESTRI LEVANTE

    4–5 févr., Italie ⋅ 🌧 8 °C

    Sestri Levante steht auf unserer Städteliste, weil dieses Städtchen in einigen Quellen als "die sechste Gemeinde" bezeichnet wird, die sechste der Cinque Terre. Von der Einwohnerzahl her ist Sestri Levante 3 bis 5 Mal so groß wie die 5 Dörfer der Cinque Terre zusammen. Und dennoch passt es, wenn man diese kleine Stadt mit den 5 Dörfern in Verbindung bringt. Steht man z.B. in der Nähe des Bahnhof, dann sieht man viele Hügel und kleine Berge, und alle sind bebaut; als wenn jede Familie einen eigenen Hügel in Beschlag genommen hat. Und auch hier sind die Fassaden der Häuser pastellfarben gestrichen. Ein schönes Bild, besonders wenn die Sonne die Landschaft in Szene setzt. Wir fahren mit den Fahrrädern kreuz und quer durch die Straßen und stehen plötzlich an einer Werft. Unsere schnelle Recherche ergibt, dass wir vor einer Werft des größten Europäischen Schiffsbauers stehen. FINCANTIERI baut alles was schwimmen kann: die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, Megayachten, Marineschiffe einschließlich Flugzeugträgern, Fregatten und U-Boote. Das hatten wir nicht gedacht, so eine Hightech Schmiede in Sestri Levante zu finden.
    Besonders schön sind die Buchten "BAIA DELLE FAVOLE" (nördlich der Altstadt) und die "BAIA DEL SILENZIO" (südlich der Altstadt). An der engsten Stelle, dort, wo die Halbinsel Portobello beginnt, sind die beiden Buchten nur 100 Meter von einander getrennt. Steht man an der "BASILICA DI SANTA MARIA", kann man beide Buchten durch die Altstadthäuserreihe sehen. Die Altstadt macht einen sehr sauberen, gepflegten Eindruck. Die ansässigen Geschäfte, Bars und Trattorias sind "klein und fein". Die Einkaufsstraße mit Palazzo Fascie Rossi ist abwechslungsreich und schön angelegt. TIPP: das Gewölbe im Café "LA CASA DELLE COMPERE".
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  • SANTA MARGHERITA L - PORTOFINO - CAMOGLI

    5–6 févr., Italie ⋅ ☁️ 11 °C

    Fragt man die KI, werden neben Sistre-Levanto und Cinque Terre die Orte Santa Margherita, Portofino und Camogli als die schönsten Orte an der Ligurischen Küste genannt. Sistre-Levanto und Cinque Terre haben wir bereits erkundet, nun sind es die 3 Orte auf der HALBINSEL VON PORTOFINO. Schon bei der Anreise über Rapallo und Santa Margherita Ligure werden wir über enge Sträßchen und dann entlang der noch engeren Küstenstraße geleitet. Im Sommer würden wir hier nie fahren, das vorweg. Wir sind zum Glück nur knapp länger als 7 Meter, denn mit 8 Meter Länge wären wir nicht an den engen Stellen vorbei gekommen. Unser Navi kennt unsere genauen Maße wie Länge, Breite, Höhe und zulässiges Gesamtgewicht und sucht uns nur Strecken aus, die wir befahren dürfen. Sollte irgenwo eine Brücke mit max. Befahrbarkeit von 5 to oder eine Unterführung mit weniger lichter Höhe als 3,5 Meter auf dem Weg liegen, zeigt uns das unser System an und wählt eine alternative, geeignete Strecke. Aber hier und da gibt es Tagesbaustellen, die insbesondere in der Touristen armen Zeit im Winter eingerichtet werden, unsere WoMo Reisezeit; anderereseits sind auch nur Ortskundige unterwegs und das hilft, denn die Italiener sind sicherlich Racer aber auch vorausschauend fahrend. Viele oder einige wenigstens. Wir hatten bisher immer Glück und in Kooperation mit dem Entgegenkommenden passte es bisher immer. Von den Bergen kommend werden wir nach Rapallo auf die Küstenstraße geleitet. Was für ein schöner Ort, jedoch wachsen die Bäume hier hoch :-) und in die Straße hinein, wir müssen einige Mal ausweichen, um unseren Aufbau nicht von den Ästen zerkratzen zu lassen. In Santa Margherita Ligure steht ein Baum dicht an der Straße und so schief, dass ein Verkehrszeichen (rund, blau mit weißem Pfeil nach rechts unten zeigend) auf ca. 3,5 Meter Höhe an den Baum getackert ist. Schnelles Ausweichen ist angesagt! In Santa Margherita reihen sich die tollsten Palazzi an der Küstenstraße aneinander, einer schöner als der andere, alle in Pastellfarben von grün über gelb bis rot und in Brauntönen. Auf der Seeseite liegen hunderte Boote, und die Boote scheinen fast auf der Küstenstraße vor Anker zu liegen, so eng sind die Straßen und der Hafenbereich. Wir fahren bis zu einem Stellplatz für unser WoMo und wechseln auf die Bikes. Regen zieht von der See kommend auf das Land und den Berg, den MONTE DE PORTOFINO. Trocken und bei leichtem Sonnenschein fahren wir die kurze, super schöne Küste in Santa Margherita ab; Hotels der Luxuskategorie, viele Restaurants und Bars. Im Sommer sieht das bestimmt alles noch viel besser aus, aber der Verkehr wird hier sicherlich täglich zum Erliegen kommen. Die Straße ist gerade mal 6 Meter breit, rechts und links Geschäfte mit Segel- und Seglerzubehör, die Hotels, die Restaurants, die Strandpromenade und dann fliegen hier auch noch die Vespas vorbei, auch im Winter. Der Regen kommt, wir sehen die Front schon frühzeitig vom Meer kommend, denn der Regen drückt die leichten Wellen platt. Wieder sind wir gezwungen ein Cafe anzusteuern. CAFE-CORRETTO-ZEIT (mit Grappa) und schon scheint wieder die Sonne.

    Im Sommer kann man die an der Küste liegenden Orte mit kleinen Personenfähren besuchen, im Winter benutzt man den Bus, oder wie wir, das Fahrrad. Wir fahren die schmale Küstenstaße. Rechts die Felsen, links das Meer, die Sonne straht, Was will man mehr? Gestern hatte es die ganze Nacht sehr stark geregnet, und das Wasser hat die schmalen Straßen teilweise überschwemmt. Wenn Autos entgegen kommen, muss man bremsen oder man wird naß. Die meisten Autos, die hier fahren, sind Fahrzeuge im Format Kleistwagen und viele APE Mobile, dreirädrige Rollermobile. Schnellere Fahrzeuge braucht man hier auch nicht, schneller als 40 kann man hier sowieso nicht fahren. Das Radfahren ist ein Erlebnis, viele tolle Buchten, versteckte Villen und Paläste, die man nur bei genauer Beachtung der zum Meer steil abfallenden Felsen sehen kann. Wir erreichen PORTOFINO, kommen auf den PIAZZA MARTIRI und staunen; es ist tatsächlich mindestens so schön, wie man überall lesen kann. Die Tiede ist hoch, es war gerade Vollmond, das Wasser überspült die Promenda. Die Promende ist nur wenige Meter breit. Gäste eines Restaurants kämpfen mit den Wellen, Aqua Naturale wird heute freihaus geliefert. Wir finden das alles so besonders, dass wir uns zu den andern Gästen gesellen. Sofort kommt der Kellner und stellt uns eine Holzkiste unter den Tisch, auf dem wir unsere Füße abstellen sollen. Der Nachmittag vergeht wie im Flug. PORTOFINO bekommt von uns definitiv 10 von 10 Punkten und einen Extrapunkt für das gute Restaurant "I GEMELLI". Einfach unvergesslich und traumhaft!

    Am nächten Tag versuchen wir CAMOGLI zu besuchen, was uns aber nicht gelingt. Wir finden einfach keinen Parkplatz für unser WoMo. Alle freien Parkplätze sind höhenlimitiert, Parkbuchten auf den Seitenstreifen sind auf die Maße eines FIAT 500 berechnet. Da unsere Etappe heute im 38 km entfernten FINALE LIGURE endet, entscheiden wir uns die Suche nach einem Parjplatz abzubrechen und direkt nach FL zu fahren.
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  • FINALE LIGURE

    7–8 févr., Italie ⋅ ☁️ 13 °C

    Von Santa Margherita geht es steil über eine Serpentinen Straße auf die SS1, die VIA AURELIA, dann auf die Autobahn und in einem großen Bogen um Genua herum in Richtung Ventimiglia.

    Eigentlich wollten wir auf dem Weg noch CAMOGLI auf der westlichen Seite der Halbinsel Portofino kennenzulernen. Wir hatten vor, möglichst nah an Camogli heranzufahren, unser Womo abzustellen und die letzen 5 km mit den Rädern zu fahren. Camogli ist, wie auch Portofino, nur schwer zugänglich für Autos. Bei genauer Betrachtung stellen wir fest, dass wir 400 Höhenmeter bei einer Strecke über 5 km hätten überwinden müssen. Dann noch lieber gleich weiter nach Finale Ligure.

    Kurz vor FINALE LIGURE fahren wir auf der SS1 direkt am Strand entlang. Dank unserer hohen Sitzposition haben wir den besten Blick auf die Küste, mal ein Stück Strand, ansonsten Felsenküste. Wir können Finale Ligure schon sehrn, als rechts neben der SS1 ein WoMo Stellplatz auftaucht, den wir nicht auf dem Zettel hatten. Wir stehen dort für eine Nacht mit freiem Blick aufs Meer, die Wellen klatschen mit Wucht gegen die Kaimauer und das Wasser schießt in Fontäne bis auf die Straße. Bei geöffnetem Heckfester sitzen wir bei 16°, Sonnenschein und Wellenrauschen und trinken Kaffee. Besser geht es kaum.
    Finale Ligure ist bekannt für die wunderschönen Strände und ist ein Paradies für Mountainbiker und Sportkletterer. Uns haben begeistert die mittelalterlichen Gassen, der Marktplatz und insbesondere die Natur und die Strände auf unserer 10 km Radtour.
    Am nächsten Morgen fahren schon ab 6 Uhr morgens die Rennradfahrer Gruppen an unserem Stellplatz die Küstenstraße auf und ab.
    Bis mittags sitzen wir in der Sonne und genießen das Meer.
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  • CERVO, IMPERIA & DELIA MARINA

    8–11 févr., Italie ⋅ ☁️ 11 °C

    CERVO, eine charmante Altstadt, eine autofreien Zone, eine wunderbare Gelegenheit zum Besinnen, wenn man erst einmal die 66 Meter Höhenunterschied von der Via Aurelia, der SS 1, bis zum Kern des kleinen Ortes überwunden hat. CERVO kann man nur zu Fuß erkunden. Treppen und nochmals Treppen führen von Seehöhe über sehr kleine, schattige Wege nach oben. Überall sieht man etwas, was zum Fotostopp einlädt. Ein Haus, aus dem ein Felsen ragt, Pflanzen, die erstaunlicher Weise in diesen immer-schattigen Sträßchen blühen, versteckte Kunstgegenstände wie eine Krippe, die an einer Klingel bis heute überlebt hat. Und an jeder zweiten Stelle, der unerwartete Blick auf das Meer. Es ist Februar, andere Gäste sind nicht unterwegs, es ist mehr als leise, keine Autos, keine Menschen sind zu hören. Oben angekommen stehen wir vor der San Giovanni Battista; die Treppen laden uns ein, wir gehen in die Kirche, es scheint eine Messe gehalten zu werden. Der Gesang kommt vom Band, erzeugt aber gleich einen stimmungsvollen Eindruck. Die Kirche wurde zwischen 2000 und 2006 für knapp 2 Mio. Euro restauriert. Innen wurden alle Fresken und Gemälde, jeder Kronleuchter und der Altar restauriert, außen der Glockenturm und die Fassade. Verlässt man die Kirche wieder durch das Hauptportal wird man mit einem grandiosen Blick über das Meer belohnt. Die Gassen sind extrem eng, ebene Wege gibt es auf dem Hügel Cervo nicht.

    Unser Stellplatz ist in DIANO MARINA, einem sehr schönen kleinen Städtchen mit einer vergleichsweise großen Fußgängerzone. Im Sommer ist der Ort gut besucht, die längsten Sandstrände der westligurischen Riviera laden zum Badeurlaub ein. Diano Marina genießt ein sehr mildes Klima mit vielen Sonnentagen. Rund um den Ort findet man weite Olivenhaine. Die Magnolien schagen schon aus die Natur ist für Anfang Februar schon sehr weit.

    IMPERIA liegt etwa 7 km südwestlich von Diano Marina und ist eine durch den Fluß IMPERO zweigeteilt. Das moderne ONEGLIA und das alte PORTO MAURICIO. Wir kommen von Osten und fahren mit den Rädern auf einem rund 30 km langen Super-Radweg, denn der Radweg wurde entlang einer alten Trassenführung gebaut. Es geht nah an der Promenade auf dem neu gestalteten, neu verlegen Radweg auch durch die früheren Zugtunnel. Diese sind heute beleuchtet und in den längeren Radtunneln wird klassische Musik vom Band gespielt. Spannend sind die Tunnelfahrten; sind die Tunnel länger als 200 Meter, müssen sich die Augen umstellen, wenn es hinter der Dunkelheit in das Sonnenlicht geht. Uns gefällt das moderne ONEGLIA mit seiner besonders schönen Altstadt sehr gut. Viele kleine Restaurants findet man in den Nebengassen.

    DIANO MARINA ist dagegen "römisch-praktisch" gut. Zwei parallele Einkaufsstraßen leben von vielen kleinen Bekleidungsgeschäften. Überall findet man Bars und Restaurants/Pizzerias. An der Promenade findet man die besten Sonnenplätze und Kaffees.
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  • MONACO-MONTE CARLO

    13–14 févr., Monaco ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute geht es nach MONACO. Wir starten mit dem Zug von VILLENEUVE-LOUBET und fahren 45 Minuten nach MONACO-MONTE CARLO. Per Aufzug geht es hoch auf das Straßenniveau der Rue Grimaldi. Unser erstes Ziel ist das Casino, wo viele schicke und teure Autos die berühmte Straße auf dem Place du Casino fahren, um gesehen zu werden. Von dort fahren die Autos "auf die Rennstrecke", nämlich die Ave des Spuigiles runter und die Mirabeau runter. Selbst heute stehen in der Mirabeau viele Hobby Fotografen. Bentley, Ferrari, Lamborghini, Porsche, alle fahren diese Show Kurve. Am Tunneleingang vorbei gehen wir durch den Japanischen Garten, am Grimaldi Forum vorbei die Küste auf der Promenade du Larvotto Richtung Jimmy'z Monte-Carlo. Über 2 Fahrstühle geht es für uns auf die Ave. de Grande Bretagne, wo der Verkehr zähfließend ist. Die Metropole Shopping Monte-Carlo nehmen wie auf unserem Weg zurück über das Casino zur "Nouvelle Chicane" am Tunnelausgang mit und gehen zum Yacht Club de Monaco. Boris Herrman treffen wir gerade nicht an. Im Port Hercule bestaunen wir die vielen Super Yachten, gehen zum "Schwimmbad", die Rasecasse entlang zur Start und Ziellinie. Am Ende sind wir fast die ganze 3,337 km lange Runde des F1 Stadtkurses abgelaufen. Schöner kann eine City Tour doch garnicht sein. Der Zug bringt uns am frühen Abend zurück nach Villeneuve-Loubet.

    Tipp: Zug Tickets am Besten über die TER Webseite kaufen, die Automaten an den Bahnhöfen streiken gerne mal.
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  • MENTON- FÊTE DU CITRON

    15 février, France ⋅ ☁️ 14 °C

    Mit dem Zug reisen wir von VILLENEUVE-LOUBET nach MENTON zum großen Straßenumzug zum Zitronenfest. Die Zugfahrt dauert eine Stunde; zum Glück nehmen wir schon den 10.00 Uhr Zug, denn mit jedem Bahnhof füllt sich der Doppelstockzug. Schon ab Nizza/Flughafen (nach 15 Minuten Fahrzeit) müssen neue Gäste stehen. Der Umzug beginnt erst um 15.00h. 240.000 Besucher werden zum Fete du Citron erwartet; das wäre so, als wenn 7 Millionen Gäste den Kölner Rosenmontagsumzug sehen wollten, und da wäre das Chaos vorprogrammiert. In Menton leert sich der Zug, Endstation, alle wollen die eine Treppe vom Bahnsteig hinunter in die Stadt, es Knubbel sich, das Gedränge ist groß. Da wir Menton als Stadt und zum Umzug sehen wollen, gehen wir nicht im Takt mit dem Besucherstrom, sondern suchen uns kleine Straßen in Richtung Meer.

    Heute findet der erste Umzug von 3 Umzügen zum Zitronenfest statt. 10 Motivwagen geschmückt mit 165 Tonnen ! Zitronen und Orangen bewegen sich in der Stadt auf der Promenade du Soleil. Der Umzug führt über ein abgespecktes Oval von ca. 3 km Länge. Wir laufen die Strecke zuvor ab, um die Motivwagen zu bewundern; die Zitronen bzw. Orangen sind mit Gummie-Ringen so befestigt, dass alle Früchte nach den Umzügen verzehrt werden können. Eine Meisterleistung. Wir beobachten, dass auf den Bordsteinen des gesamten Zugwegs Leute sitzen, um ihre Erste-Reihe-Plätze zu sichern. Das war wohl auch der Grund für die Drängelei am Bahnhof. Eigenartig zu beobachten, dass die Leute wohl schon seit 2-3 Stunden dort sitzen und noch eigenartiger, dass niemand lacht und sich niemand zur Musik aus den Lausprecheranlagen bewegt. Wir haben den ein oder anderen mal angestubbbst, es waren keine Pappmaschè Figuren. Als der Umzug um 15.00h losgeht, kommt richtig Stimmung auf. Vor uns tanzt eine Brasilianische Tanzschule! Wow, das geht richtig ab, so perfekt getanzt, so perfekt gekleidet. Teilweise scheinen es tatsächlich Brasilianerinnen zu sein. Die Bodengruppen, die man ebensowenig wie die Tanzgruppen zuvor bei der Aufstellung nicht gesehen hat, turnen auf der Straße nach Choreographien. Das ist echte Kunst. An einem Motivwagen hängen Akrobaten in Seilen und seilen sich hier und da sehr schnell ab.... plötzlich hängt die Akrobatin auf Augenhöhe vor dem Publikum. Eineinhalb Stunden dauert die Show. Uns hat sie sehr begeistert.

    Wer das noch nicht erlebt hat.... wieder ein ToDo auf der Bucketliste.
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  • CANNOBIO-TODTNAUBERG

    21–22 févr., Italie ⋅ ☀️ 13 °C

    Morgens um 10.00h spielen die GUGGENMUSIKGRUPPEN in der Altstadt von Cannobio zum lokalen Karneval auf. Die drei närrischsten Tage finden im Piemont am Wochenende nach "unserem Rosenmontag" statt. Drei Musikgruppen spielen in dem Ort verteilt auf, sie warten auf den Umzug um 15.00h. Eine tolle Stimmung liegt über dem Ort, aber wir bleiben bei unserem Plan und fahren bevor die Straßen im Ort für den Umzug gesperrt werden ab in Richtung Schwarzwald; die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau bis wir aus dem Gotthardtunnel kommen. Der Winter hat uns wieder. Wären wir doch in Cannobio geblieben..... Das Schnee Zeichen leuchtet auf dem Display, 3 Grad, bewölkt. Schnell werden die Schneemengen rechts und links der Straße weniger, die Temperatur steigt wieder auf 12 Grad; das Wetter versucht zu verhindern, dass wir umdrehen und wieder Richtung Sonne -pur fahren. Und im Übrigen werden wir bereits im tiefsten Schwarzwald erwarter. Auf 1.044 Meter Höhe (über. N) stellen wir unser WoMo auf einem privaten Parkplatz ab.
    I. hat die Wohnung in Todtnauberg wegen des grandiosen Ausblicks bezogen. Heute sieht man leider nix. Die letzten 200 Höhenmeter fuhren wir durch Nebelwände. Wir feiern ein sehr schönes Wiedersehen bei Suchtbehinderung. Der Stimmung hat es nicht geschadet.

    Auch am nächsten Morgen zeigt sich nicht die Sonne und der grandiose Ausblick versteckt sich weiterhin.

    Erst am späten Nachmittag, wir sind schon fast zu Hause, wird der Ausblick bei I. wieder zum Erlebnis. Wir werden das hoffentlich beim nächsten Mal erleben dürfen.
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    Fin du voyage
    22 février 2026