• SANTA MARGHERITA L - PORTOFINO - CAMOGLI

    Feb 5–6 in Italy ⋅ ☁️ 11 °C

    Fragt man die KI, werden neben Sistre-Levanto und Cinque Terre die Orte Santa Margherita, Portofino und Camogli als die schönsten Orte an der Ligurischen Küste genannt. Sistre-Levanto und Cinque Terre haben wir bereits erkundet, nun sind es die 3 Orte auf der HALBINSEL VON PORTOFINO. Schon bei der Anreise über Rapallo und Santa Margherita Ligure werden wir über enge Sträßchen und dann entlang der noch engeren Küstenstraße geleitet. Im Sommer würden wir hier nie fahren, das vorweg. Wir sind zum Glück nur knapp länger als 7 Meter, denn mit 8 Meter Länge wären wir nicht an den engen Stellen vorbei gekommen. Unser Navi kennt unsere genauen Maße wie Länge, Breite, Höhe und zulässiges Gesamtgewicht und sucht uns nur Strecken aus, die wir befahren dürfen. Sollte irgenwo eine Brücke mit max. Befahrbarkeit von 5 to oder eine Unterführung mit weniger lichter Höhe als 3,5 Meter auf dem Weg liegen, zeigt uns das unser System an und wählt eine alternative, geeignete Strecke. Aber hier und da gibt es Tagesbaustellen, die insbesondere in der Touristen armen Zeit im Winter eingerichtet werden, unsere WoMo Reisezeit; anderereseits sind auch nur Ortskundige unterwegs und das hilft, denn die Italiener sind sicherlich Racer aber auch vorausschauend fahrend. Viele oder einige wenigstens. Wir hatten bisher immer Glück und in Kooperation mit dem Entgegenkommenden passte es bisher immer. Von den Bergen kommend werden wir nach Rapallo auf die Küstenstraße geleitet. Was für ein schöner Ort, jedoch wachsen die Bäume hier hoch :-) und in die Straße hinein, wir müssen einige Mal ausweichen, um unseren Aufbau nicht von den Ästen zerkratzen zu lassen. In Santa Margherita Ligure steht ein Baum dicht an der Straße und so schief, dass ein Verkehrszeichen (rund, blau mit weißem Pfeil nach rechts unten zeigend) auf ca. 3,5 Meter Höhe an den Baum getackert ist. Schnelles Ausweichen ist angesagt! In Santa Margherita reihen sich die tollsten Palazzi an der Küstenstraße aneinander, einer schöner als der andere, alle in Pastellfarben von grün über gelb bis rot und in Brauntönen. Auf der Seeseite liegen hunderte Boote, und die Boote scheinen fast auf der Küstenstraße vor Anker zu liegen, so eng sind die Straßen und der Hafenbereich. Wir fahren bis zu einem Stellplatz für unser WoMo und wechseln auf die Bikes. Regen zieht von der See kommend auf das Land und den Berg, den MONTE DE PORTOFINO. Trocken und bei leichtem Sonnenschein fahren wir die kurze, super schöne Küste in Santa Margherita ab; Hotels der Luxuskategorie, viele Restaurants und Bars. Im Sommer sieht das bestimmt alles noch viel besser aus, aber der Verkehr wird hier sicherlich täglich zum Erliegen kommen. Die Straße ist gerade mal 6 Meter breit, rechts und links Geschäfte mit Segel- und Seglerzubehör, die Hotels, die Restaurants, die Strandpromenade und dann fliegen hier auch noch die Vespas vorbei, auch im Winter. Der Regen kommt, wir sehen die Front schon frühzeitig vom Meer kommend, denn der Regen drückt die leichten Wellen platt. Wieder sind wir gezwungen ein Cafe anzusteuern. CAFE-CORRETTO-ZEIT (mit Grappa) und schon scheint wieder die Sonne.

    Im Sommer kann man die an der Küste liegenden Orte mit kleinen Personenfähren besuchen, im Winter benutzt man den Bus, oder wie wir, das Fahrrad. Wir fahren die schmale Küstenstaße. Rechts die Felsen, links das Meer, die Sonne straht, Was will man mehr? Gestern hatte es die ganze Nacht sehr stark geregnet, und das Wasser hat die schmalen Straßen teilweise überschwemmt. Wenn Autos entgegen kommen, muss man bremsen oder man wird naß. Die meisten Autos, die hier fahren, sind Fahrzeuge im Format Kleistwagen und viele APE Mobile, dreirädrige Rollermobile. Schnellere Fahrzeuge braucht man hier auch nicht, schneller als 40 kann man hier sowieso nicht fahren. Das Radfahren ist ein Erlebnis, viele tolle Buchten, versteckte Villen und Paläste, die man nur bei genauer Beachtung der zum Meer steil abfallenden Felsen sehen kann. Wir erreichen PORTOFINO, kommen auf den PIAZZA MARTIRI und staunen; es ist tatsächlich mindestens so schön, wie man überall lesen kann. Die Tiede ist hoch, es war gerade Vollmond, das Wasser überspült die Promenda. Die Promende ist nur wenige Meter breit. Gäste eines Restaurants kämpfen mit den Wellen, Aqua Naturale wird heute freihaus geliefert. Wir finden das alles so besonders, dass wir uns zu den andern Gästen gesellen. Sofort kommt der Kellner und stellt uns eine Holzkiste unter den Tisch, auf dem wir unsere Füße abstellen sollen. Der Nachmittag vergeht wie im Flug. PORTOFINO bekommt von uns definitiv 10 von 10 Punkten und einen Extrapunkt für das gute Restaurant "I GEMELLI". Einfach unvergesslich und traumhaft!

    Am nächten Tag versuchen wir CAMOGLI zu besuchen, was uns aber nicht gelingt. Wir finden einfach keinen Parkplatz für unser WoMo. Alle freien Parkplätze sind höhenlimitiert, Parkbuchten auf den Seitenstreifen sind auf die Maße eines FIAT 500 berechnet. Da unsere Etappe heute im 38 km entfernten FINALE LIGURE endet, entscheiden wir uns die Suche nach einem Parjplatz abzubrechen und direkt nach FL zu fahren.
    Read more