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  • Day15

    Der letzte Tag

    October 22, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    Gestern kam überraschend eine Kollegin auf Bali an, die eigentlich nur auf Sulawesi (auch eine indonesische Insel) bleiben wollte um dort tauchen zu gehen. Deshalb sind wir gestern essen gegangen, was wir heute auch wieder vorhaben. Und irgendwann muss ich auch noch packen, da wir morgen nach dem Frühstück abreisen.

    Bali wirkt auf den ersten Blick durchaus ordentlich und sauber. Vor allem Montags...Sonntag werden hier nämlich die Bürgersteige gefegt. War recht lustig, als wir am Sonntag die Straße runter sind um irgendwo Abendessen zu machen.

    Ich hatte ja schon über den Kaffee hier geschrieben. Ich habe ihn mir dann trotzdem wieder bestellt, morgens ist einfach der Koffeinkick notwendig. Scheinbar ist der Bali Kaffee, auf indonesisch Bali Kopi hier recht bekannt. Auf der Karte in den Restaurants steht nicht Kaffee, sondern Bali Kopi, als ob es was besonderes wäre. Es ist ein fein gemahlener Kaffee der ohne Filter direkt in der Tasse aufgebrüht wird. Wenn man ihn süßt, kann man ihn trinken. Zumindest trifft das auf mich zu.

    Sonne haben wir hier definitiv genug abbekommen. Allerdings findet das meiste durchaus im Schatten statt, da es in der Sonne fast nicht auszuhalten ist. Wir waren eigentlich nur in der Sonne, wenn wir runter nach Ubud gelaufen sind oder im Pool hier im Homestay waren. Sandra ist derzeit eher Hummerfarben, während ich schon wieder eher bräunlich bin. Das geht so fix, das man es gar nicht mitbekommt bis es zu spät ist. Abends wird es hier recht schnell dunkel. Zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr wird es dunkel. Es gibt hier keine lange Dämmerung.

    Alex hat mir mal erklärt, das die Hupen der Fahrzeughersteller in Asien mindestens 10fache Hupkapazität, oder ware es 100fach? von europäischen Fahrzeugen brauchen. Das liegt an den Verkehrsregeln. Hier hält sich keiner dran. Hier gilt, wer zuerst hupt hat Vorfahrt. In China wurden die Hupen lang und ausdauernd benutzt, weshalb ich hier zuerst irritiert war. Hier auf Bali wird nur kurz die Hupe malträtiert. Wenn man das lange Hupen erwartet, ist dieser kurze Ton recht überraschend. Aber es funktioniert! Hier gibt es auch wenig Unfälle. Hier achtet man auf das, was die vor einem tun. Was hinter einem ist, ist das Problem der Leute die hinter einem sind.

    Bali hat sehr seltsame Relationen. Während der Vogelpark und z.B. der Bali Zoo ein gutes Stück teurer sind als in Deutschland ein Zoo, ist hier anderes extrem günstig, während einiges wieder vergleichsweise teuer ist. Für eine Postkarte mit Briefmarke habe ich 15.000 IDR bezahlt, davon waren 5.000 für die Karte und 10.000 für die Briefmarke. Wäscheservice dagegen war spottbillig, wir haben jede 3x Waschen lassen und insgesamt dafür 8 Euro bezahlt. Eine Wäscheladung von mir waren 6 T-Shirts, und 2 Shorts, diese haben 16.400 IDR, das ist 1 Euro, gekostet. Wenig mehr als die Postkarte. Ich verstehe einfach die Relationen nicht!

    Aktuell ist ja Oktober und kurz vor der Regenzeit hier. Einiges ist verdorrt und es gibt viele braune Flächen hier. Ich denke Bali sieht mich wieder. Mir gefällt es hier. Lustigerweise gefällt mir hier richtig gut das ganze Flair, das die Religion fest im Alltag integriert ist. Die Balinesen versuchen die Balance zwischen dem jetzigen Leben und dem nächsten zu finden. Und das von mir, die Religion grundsätzlich ablehnt. Ich mag das spirituelle hier. Wenn ich das nächste mal hierher komme (nicht gleich nächstes Jahr), mache ich das nach der Regenzeit. Ich denke dann ist es noch paradiesischer. Ich denke da an Mai. Dann auch nicht zwingend alles komplett in Ubud, sondern ca. 10 Tage Norden mit Strand und Ausflügen und Sehenswürdigkeiten und dann noch 4 Tage Süden...unweit vom Flughafen, damit der Transfer nicht so lange dauert....um sich dort nochmal umzusehen. Aber das nächste mal miete ich mir einen Roller. Ganz so schlimm finde ich den Verkehr hier nicht. Es geht auch weniger gegen das laufen, sondern mehr für den Gegenwind.
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