• Günther B
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Mein Weg zum Ende der Welt

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  • Tag 32: Mondoñedo - Abadin 17km

    17 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 15 °C

    Bei der Tour de France würde man es als Königsetappe bezeichnen. Die Etappe mit den höchsten Anstieg. Von Mondoñedo (140m) auf dem Pass (560m) und nach Abadin.
    Ewig lang zog sich der Weg bis zum Ende vom Tal. Das Dorf dort liegt echt am Arsch der Welt.
    Irgendwie empfand ich den Anstieg gar nicht so schlimm. Klar strengte er an, Aber es ging.
    Interessant fand ich, dass auf halber Höhe, an einer nicht zu umfahrenden Engstelle, ein alter, verfallener Wachtturm steht. Sieht aus, als ob es hier mal ein Tor gab, das nur gegen Wegezoll passiert werden durfte.
    Beim kurzen steilen Abstieg vor Abadin, fiel mir mal wieder auf, dass das einem gar nichts mehr ausmacht. Am ersten Tag, beim Abstieg nach Pasai schmerzten die Oberschenkel bei jedem Schritt.
    Leider hatte es nur 16 Grad und war sehr windig. Wie immer hab ich geschwitzt wie sau und zu spät die Regenjacke drüber gezogen. Das durchgeschwitzte Shirt bei dem Wind war nicht gut. Habe mich leicht Erkältet. Am Abend fror es mich dauernd.
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  • Heute ist so ein Tag...

    18 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 21 °C

    ... an dem tatsächlich sowas wie Jakobswegfeeling aufkommt. Wie an den ersten Tagen im Baskenland.
    Der Weg ist wunderbar zu laufen. Ok, er ist flach, aber das ist es nicht. Er führt durch Wälder, an Kuhweiden vorbei, zwischen alten, mit Moos und Efeu überwucherten Steinmauern hindurch, über uralte Brücken. An einem einsamen Bauernhof gab es frische Walderdbeeren für 1.- Euro (auf dem Bild ist nur ein Drittel zu sehen). Wie im Baskenland als es Melone und anderes Obst gab.
    Man merkt, dass man hier in Galicien weit weg vom Tourismus ist und fast nur noch Pilger unterwegs sind (die depperten Radpilger - Radpilger sind keine Pilger - gibt es noch immer).
    Hier ist es völlig anders als in Asturien oder gar in Kantabrien.
    Die Leute freuen sich, dass du vorbei kommst. Weil es eben keine Touristen gibt.
    Habe heute vormittag an einer kleinen Herberge Rast gemacht und für 3.- eine große Tasse Kaffee mit gerösteten Croissant und Marmelade bekommen.
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  • Ich hasse diese...

    18 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 23 °C

    running Idioten.
    Bin gerade in der Herberge angekommen. Teile das Zimmer mit 3 anderen. Liegen, nachmittags um halb 4, zwei in den Betten. Dem Equipment nach zu urteilen, sind das so running Idioten die morgens um 6 losrennen, um 13 uhr in der Herberge sind und dann den rest vom Tag rumgammeln. Hirnfrei

    Um es auf Spitze zu treiben, ist auch noch eine 12köpfige Radlergruppe eingezogen. Deren Koffer werden von Herberge zu Herberge gefahren. Tagsüber haben die fast nix dabei. Anti-Pilger.
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  • Tag 33: Abadin - Vilalba 19km

    18 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 18 °C

    Aus Abadin raus ging es über schmale Straßen, dann weiter über Feldwege. Diese führten durch Wälder, zwischen Kuhweiden hindurch und wieder entlang von Eukalyptuswäldern. Über uralte Brücken und entlang von mehr oder weniger überwucherten Steinmauern. An einem abgelegenem Bauernhof gab es frisches Obst. Wie im Baskenland.
    Zwischendurch habe ich den Kilometerstein 130 passiert.
    Das war definitiv eine der schönsten Etappen. Schöne Wege, Landschaft wie daheim oder im Voralpenland.
    Vilalba dagegen ist eine wenig einladende Stadt. Alles wirkt grau und dreckig. Die Herberge ist schön und sauber, die Gäste (viele Radler, sagte ich schon, das ich Radler hasse¿) unmöglich.
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  • Tag 35: Baamonde - Sobrado 35km

    20 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 22 °C

    Um einen Tag einzusparen, für Porto, bin ich die 35km nach Sobrado nicht gelaufen. Bin mit dem Zug nach Teixiero gefahren und von dort 15km nach Sobrado gelaufen.
    Das Kloster, mit Kirche, in Sobrado ist wirklich sehenswert. Alt, teilweise überwuchert sieht es an manchen Stellen aus wie Ruinen in Tomb Raider.
    In der Kirche traf ich Diana aus Münster.
    In Sobrado traf ich auch Sandra, die Schweitzerin und Corinna aus Hessen wieder. Zusammen mit Anthony aus London und Jörg aus dem Rheinland saßen wir bis Mitternacht in der Taverne bei Vino Tinto.
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  • Tag 36 Sobrado - Arzua 21km

    21 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Trupp von gestern Abend lief heute, mehr oder weniger zusammen, nach Arzua.
    Langweiliger Weg, viel Asphalt. Ab Mittag wurde es zur Qual. Es war sehr heiß und kein Lüftchen. Nicht wie am Meer wo immer Wind ging. Nein, die Luft steht und gibt uns einen Eindruck von dem was die Pilger auf dem Camino Frances, auf die wir in Arzua trafen, für Bedingungen haben.
    Hier in Arzua treffen sich beide Wege und führen als ein Weg bis nach SdC.
    Heute haben wir von den Menschenmassen noch wenig mitbekommen. Das wird sich morgen ändern.
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  • Komisches Gefühl

    22 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 27 °C

    Langsam beschleicht mich ein komisches Gefühl. Eine Mischung aus Wehmut, Trauer, Freude und Ungewissheit.
    7 Wochen beschränkten sich meine Tagesaufgaben auf morgenliches Rucksack packen, von A nach B laufen und dabei irgendwelchen gelben Pfeilen folgen. Ein Bett für die Nacht finden, Duschen, Wäsche waschen, Strecke für den nächsten Tag oder Tage planen.
    Kein Arbeiten, keine Termine, keine täglichen Aufgaben im Haushalt, keine alltäglichen Sorgen.
    Wären zwischendurch nicht die Probleme mit den Herbergen gewesen, wäre es fast eine unbeschwerte Zeit gewesen.
    Jetzt geht sie langsam zuende.
    Irgendwie schade. Ich kann ganz gut ohne Arbeit leben.
    Irgendwie endlich zuende. Es ist dann endlich geschafft. 930km gelaufen (ok, nicht ganz). Ich war mir nicht wirklich sicher ob ich durchhalte.
    Irgendwie freue ich mich. Endlich wieder daheim. Meine Kinder wieder sehen, gewohntes Umfeld.
    Irgendwie ängstlich. Was wird kommen? Was haben die 7 Wochen Auszeit mit mir gemacht? Kann ich so einfach und nahtlos dort weitermachen wo ich aufgehört habe?
    Ich weiß es nicht!
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  • Tag 37: Arzua - Pedrouzo 19km

    22 sierpnia 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 26 °C

    Bereits um 6.30 Uhr losgelaufen. Es war noch stockdunkel und Diana und ich liefen mit Taschenlampen. Aber nicht nur wir, alle anderen auch. Das ist total ungewohnt. So viele Menschen. Auf dem Küstenweg bin ich oft alleine gelaufen und habe tagsüber manchmal nicht mehr al 5 Pilger gesehen. Manchmal waren es 20 und erst in der Herberge traf man mehr.
    Hier laufen 20 Leute in der Minute an dir vorbei. Darunter massenhaft Pseudopilger (die mit dem 3kg Rucksack), Pseudoradpilger (Rucksack kleiner als 3kg), Touristenpilger (meist ohne Rucksack und käseweiss, da erst 3 Tage unterwegs).
    An jeder dritten Hausecke gibt es eine Bar oder Taverne. Für viele ist das Party pur. Hier ein Bier, da ein Foto, dort ein Andenken.
    Der ganze Rummel hat Ausmaße angenommen die dem Trubel am Ballermann in nichts nachstehen.
    In jedem Ort gibt es 1-2 Souvenirläden.
    Glücklicherweise waren wir bereits um 13 Uhr in Pedrouzo. Am Nachmittag wurde es unerträglich heiß.
    Morgen geht es nach Santiago. Da wird der Rummel ins unerträgliche steigen.
    Diana und ich werden wohl wieder sehr früh starten um der Hitze zu entgehen.
    Habe meine Kamera seit 3 Tagen nur in Sobrado ausgepackt. Es gibt nichts wirklich sehenswertes.

    Ach, wie schön ruhig und kühl war es auf dem Camino del Norte!!!
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