• Günther B
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Mein Weg zum Ende der Welt

En 47-dags äventyr från Günther Läs mer
  • Mit dem Zug von Santander...

    1 augusti 2018, Spanien ⋅ ☁️ 21 °C

    ... nach Boo de Pielagos.
    Es ist immer wieder verblüffend, welchen Aufwand wir in Deutschland für Korrektheit, Globalisierung und Randgruppen (Touristen sind auch Randgruppen) betreiben.
    In Spanien interessiert das keinen.
    Santander ist keine Großstadt, aber auch kein Dorf. Wie meistens in Spanien, interessiert den Typen an der Ticketinfo im Bahnhof einen scheiß das ich kein spanisch kann. Englisch interessiert ihn gar nicht.
    Da auf dem Fahrplan, es hängt sogar mal einer aus, kein Gleis steht auf dem der Zug fährt, sie haben immerhin 9 zur Auswahl, fragte ich den Typ an der Info. Der Typ meinte nur auf spanisch, ich solle 10 Minuten vorher da sein und auf die Durchsagen hören. Klar wenn ich kein spanisch kann. :-)
    Zum Glück ist der Zugverkehr überschaubar und es gibt eine Anzeigetafel die anzeigt welcher Zug auf welchem Gleis einfährt. Aber feste Zuordnungen wie in Deutschland gibt es nicht.
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  • Tag 16: Santander - Santillana de Mar

    1 augusti 2018, Spanien ⋅ ⛅ 22 °C

    Auf den Rat von Raphael dem Hospitaliero in Santander hin, bin ich bis Boo de Pielagos mit dem Zug gefahren. Das wären 10km durch Vororte und Industriegebiete gewesen.
    Von Boo aus, waren es noch immer 22km bis Santillana.
    Nach Boo erst mal die "verbotene" Abkürzung über die Eisenbahnbrücke genommenen. Darf man normalerweise nicht drüber laufen, aber da fährt nur alle 30 Minuten ein Zug. Spart aber 3km Umweg.
    Danach ging es ca. 20 km nur über Landstraße oder entlang von Bundesstraßen. Das war für meine Füße nicht gut. Bereits am frühen Nachmittag taten mir die Zehen am rechten Fuß wahnsinnig weh. Dazu kam, dass meine Schuhe von dem Regen gestern noch immer nass waren.
    Als ich ca 6km vor Santillana eine Pause machte, kam Sandra, die junge Schweitzerin, vorbei und wir liefen den Rest zusammen.
    Mit der Herberge hatten wir Glück, dass Raphael für uns reservierte. Sonst wäre es wohl wieder eng geworden mit einem Bett.
    Schöne Herberge in einem alten Nonnenkloster. Überhaupt ist Santillana sehr schön. Nur sehr alte Gebäude, alle sehr hergerichtet, richtig aufpoliert für die Touristen. Sieht alles aus wie geleckt.
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  • Nach 22km Santillana de Mar erreicht

    1 augusti 2018, Spanien ⋅ ⛅ 22 °C

    Warum das "de Mar" heißt weiß wohl keiner. Liegt nicht am Meer. Herberge ist in einem ehemaligen Kloster, aber ganz gut. Wäre wieder voll gewesen. Hätte Raphael, der Besitzer der Herberge in Santander nicht hier angerufen und für uns reserviert, hätten wir kein Bett bekommen.
    Bin die letzten 6km zusammen mit Sandra, der Schweitzerin die ich in Santander kennen lernte, gelaufen.
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  • Tag 17: Santillana - Cebreces 12km

    2 augusti 2018, Spanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Tageszusammenfassung erst jetzt. Habe gestern Abend in einer Bar am Strand gegessen und saß dann noch lange mit Jenny aus Hamburg und einer Flasche Vino Tinto.
    Der Weg tagsüber verlief wieder ausschließlich über Teerstraßen. Habe mir die erste Blase gelaufen. An der Fußsohle. Blöde Stelle. Mal schauen wie das beim Laufen stört.
    Herberge ist Bombe. Die Leute total entspannt. Surfer halt. :-)
    Sehr schöner Strand. Als die Flut kam, gab es ganz schön hohe Wellen.
    Gut geschlafen. Alleine im 6er Zimmer.
    Motto des Tages: Es geht auch langsamer!
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  • Tag 18: Cebreces - Comillas 11km

    3 augusti 2018, Spanien ⋅ ⛅ 25 °C

    Ging den Tag entspannt an und startete erst um 10.30. Es war ja nur eine kurze Etappe über 11km nach Comillas geplant. Das sollte leicht in 3 Stunden zu schaffen sein. War auch kein Problem, trotz Blase. Leider hat sich daneben eine zweite gebildet.
    Da ich bereits vor 14 uhr in Comillas war, trank ich noch einen Kaffee. Laut meinem Buch öffnet die Herberge sowieso erst um 15 Uhr.
    Leider stimmte das nicht. Sie öffnete bereits um 14 Uhr und als ich um 14.30 dort ankam, war sie bereits voll.
    Fuck, jetzt hatte ich ein Problem. Ferien in Spanien, WE steht bevor und Comillas ist ein beliebter Urlaubsort.
    Alle Herbergen und günstige Pensionen per Telefon und Internet abgeklappert. Alles ausgebucht. Die einzigen halbwegs günstigen Unterkünfte waren 20 km zurück. Zu allem Überfluss war der Akku vom Handy leer.
    Nach 2,5 Stunden Suche u Akku laden, hatte ich ein Zimmer für 50. - o. Fr. gefunden. Allerdings im 15km entfernten San Vicente. Da es keine Busverbindung gab, musste ich ein Taxi nehmen. Nochmal 17.- Euro
    Wenigstens war es in die richtige Richtung und ich muß die 15km nicht mehr laufen. Dummerweise gehen mir dadurch zwei schöne Strände durch die Lappen.
    Ich dachte, ich mache es heute ganz clever, laufe eine kurze Strecke und bin rechtzeitig bei der Herberge. Wieder nix. Werde mich wohl doch aufs Vorbuchen konzentrieren.
    Morgen verlasse ich Kantabrien. Vielleicht ist es in Asturien etwas besser.
    Motto des Tages: Erstens kommt es anders, zweitens als du denkst.
    Auf dem einen Bild: am Horizont die Picos de Europa
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  • 7km "gerannt"

    4 augusti 2018, Spanien ⋅ ⛅ 24 °C

    Um heute ein Bett zu bekommen, bin ich jetzt die 7km zur nächsten Herberge fast gerannt. 7km in einer guten Stunde. Meine Zehen sagen das war zu schnell. Musste allerdings sein.
    Hab um 9uhr bei den Herbergen der nächsten Orte angerufen. Alles voll.
    Jetzt kann ich den ganzen Tag hier abhängen. In einen Kaff am Arsch der Welt. 5km zur Küste. Es gibt gerade mal eine Bar. Hab aber keine Wahl. Weiter laufen heisst evtl. kein Bett bekommen.
    Muss jetzt denTag über schauen, dass ich für Morgen eine Herberge klar mache.
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  • Tag 19: San Vicente - Serdio 7km

    4 augusti 2018, Spanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Nachdem ich morgens um 9 die Herbergen abgeklappert habe und kein Bett ergattern konnte, blieb mir nix anderes übrig, als möglichst schnell die 7km nach Serdio zu laufen. Mit der Hoffnung, dass die dortige, öffentliche Herberge noch ein Bett frei hat.In öffentlichen Herbergen darf man normalerweise nur eine Nacht schlafen und kann sie nicht vorbuchen.
    Nach einer guten Stunde war ich hier und war sogar der erste heute. Egal, ich hatte ein Bett für 6.- die Nacht.
    Wäre gerne noch weiter gelaufen, aber in allen erreichbaren Orten war alles ausgebucht.Das lag an einer Fiesta die in Colombres gefeiert wird.
    Habe den Nachmittag tot geschlagen und einen halben Tag verloren. Da das Kaff hier am Arsch der Welt liegt und ausser einer Bar nix hat, kannst auch nix machen. Wenigstens war das Essen gut. Menü des Tages für 10. - (Bohneneintopf, Fisch, Schokokuchen)
    Die Herbergen für die nächsten beiden Nächte sind vorgebucht, somit kann ich entspannt die Gegend genießen.
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  • Letzter Kaffee in Kantabrien

    5 augusti 2018, Spanien ⋅ ☀️ 25 °C

    Noch 50 m über die Brücke und ich bin in Asturien. Kann nur besser werden. Kantabrien war scheisse.
    Cafe Americano und ein Pincho für 2,60.- ist schon unschlagbar. Das kostet bei uns schon der Kaffee.
    Hier im Cafe an der Straße sitzen, Herberge gebucht, da ist das ganze schon entspannter und hat was von "la dolce vita". Oder wie der Spanier sagt: "la vagancia"
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  • Tag 20: Serdio - La Franca 13km

    5 augusti 2018, Spanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Ein entspannter Tag. 13km lassen sich ohne Stress laufen wenn man sein Bett sicher hat.
    Leider war der kleine Strand hier total überfüllt. War zwar rechtzeitig hier und wollte mir etwas die Küste anschauen. Leider gibt es keine Wege entlang der Küste. Komischer Ort.
    Aber morgen geht es wieder an der Küste entlang.
    Merkwürdig war heute, dass ich ganz wenig Pilger gesehen habe. Für die Menge die aktuell unterwegs sind echt merkwürdig.
    Und endlich mal ein 2m Bett. Die sind hier alle nur 1,80m. Da schauen meine Füße immer raus.
    Motto des Tages: Entspannt geht auch. Hätte aber weiter laufen sollen.
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  • Tag 21: La Franca - Pendueles 7km

    6 augusti 2018, Spanien ⋅ ⛅ 24 °C

    Langsam in den Tag gestartet und gleich auf den Weg zur Küste gemacht.
    Den ganzen Tag auf schmalen Pfaden die wunderschöne Küste entlang gelaufen. Ein Ausblick schöner als der letzte.
    Den ganzen Tag nur eine Handvoll Pilger begegnet. Vom Küstenpfad aus habe ich ein paar mal Pilger gesehen, die dem offiziellen Weg entlang der Straße gefolgt sind. Ist halt wie immer. Die Masse rennt auf schnellstem Weg von einer Herberge zur nächsten. Die wissen gar nicht was ihnen entgeht.
    An dem kleinen schönen Binnenstrand war ich noch auf die rücksichtslosen spanischen Touris sauer. Einige Zeit später hatte ich eine kleine (Mini-) Bucht für mich alleine. Kristallklares Wasser und gerade noch rechtzeitig, bevor die Ebbe das Wasser aus der kleinen Bucht zog. Wunderschön.
    Lag wohl auch daran, dass niemand den extrem steilen Abstieg wagte. Glücklicherweise hatte jemand ein Tau oben befestigt an dem man sich festhalten konnte. War nicht einfach mit 12kg Rucksack. Der spätere Aufstieg erst Recht nicht. Ohne Tau wäre ich nicht mehr hoch gekommen.
    Irgendwie verstehe ich die ganze Sache hier nicht. Die ganze Zeit gibt es ein Problem mit den Betten. Für heute hatte ich reserviert und bin nun ganz alleine in der Herberge. 11 Betten sind leer.
    Bett, Frühstück und Abendessen (Salat, Zuchini-Mais-Omlett mit Reis, Joghurt) für 18.-
    Erkenntnis des Tages: Wer nicht mit dem Mainstream schwimmt, so manche Sache langsamer angeht, sich mal abseits der üblichen Wege bewegt und etwas wagt, wird auch mal belohnt.
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