• Trabadelo

    May 28–29 in Spain ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach dem entspannten Tag gestern standen heute wieder 24 km auf dem Plan. Ich bin extra früher losgelaufen da ich die kühlen Temperaturen am Morgen ausnutzen wollte. Morgens um 7:30 Uhr hatte es schon 18 Grad und die Wetterapp sagte wieder über 30 Grad voraus.

    Zuerst ging es Richtung Cacabelos. Hier habe ich mir an einem Pilgerrastplatz einen Kaffee can leche gegönnt und ein Schokocroissant. Damit war das Frühstück erledigt. Nächster Stopp Villafranca del Bierzo. Ein netter Ort mit 2 Flüssen und vielen Kirchen.

    Für das Mittagessen hatte ich mir vorgestellt, dass ich am Fluss, der übrigens nur ca 30 cm tief war, eine Stelle finde an der ich ganz gemütlich mein Brot mit Käse und Obst essen kann. Währenddessen wollte ich meine Füße ins Wasser hängen. Pustekuchen. Nirgends gab es eine Stelle an der man ans Wasser kam. So musste eben eine Bank herhalten.

    Danach ging es weiter auf eine der wahrscheinlich hässlichsten Strecken des Caminos. 7 km immer an der N6 entlang. Die Sonne brannte vom Himmel und es gab keinen Schatten. Inzwischen gibt es daneben eine Autobahn. Somit fahren nicht mehr so viele Autos auf der N6. Dazu war die Straße jetzt mit einer Betonabtrennung vom Pilgerweg getrennt. Trotzdem gibt es schönere Strecken. Ich hätte in Villa Franca auch einen anderen Weg nehmen können dieser ist aber länger und hat einiges an Steigung nicht gerade das, was ich mir für einen Tag bei 34° vorgestellt hatte. Außerdem wären es dann nicht nur 24, sondern fast 30 km Strecke gewesen.
    An der N6 gab es tatsächlich 2 Rastplätze. Leider waren auch die in der prallen Sonne und der vorhandene Brunnen war außer Betrieb. Zum Glück hatte ich noch zwei Mandarinen, die ich essen konnte.

    So kam ich ganz schön durchgeschwitzt erst um 4:30 Uhr in der Herberge in Trabadelos an. Zum Glück hatte ich reserviert, denn das Haus war ausgebucht. Ich bekam das letzte Bett im 6-Bett Zimmer Nummer eins.

    So konnte ich endlich duschen und etwas trinken. Abends habe ich mir dann noch das Pilgermenü gegönnt. Das war wieder nicht so wirklich der Hit. In der Beschreibung der Herberge stand, dass sie auch für Vegetarier sei. Auf der Tafel stand aber Nix. Beim ersten Gang gab es noch einen Salat, für den 2. Gang mal wieder Hähnchen, Schweinefleisch oder Nudeln mit Bolognese zur Auswahl. Als ich nach einer vegetarische Alternative fragte, bekam ich Nudeln mit Tomatensoße. Wenigstens das Eis zum Nachtisch war lecker.

    Zurück in meinem Zimmer lagen alle schon im Bett. Ich habe also schnell noch Zähne geputzt und bin dann in mein schwankendes oberes Bett gekrabbelt um zu schlafen.
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