Sea Spirit
January 28 in Germany ⋅ ☁️ 4 °C
Die Sea Spirit gehört zu den kleineren Expeditionsschiffen die auf dem Markt sind. Mit max. 114 Passagieren, wir waren 104, ermöglicht es für alle Passagiere gleichzeitig einen möglichst langen Landgang. Besonders in der Antarktis ein für uns nicht wichtiges Detail der Reise. So hat jeder Gast Zeit die Natur in Ruhe zu genießen. Es ist beispielsweise vorgeschrieben, dass zeitgleich nur 100 Passagiere die Gebiete der Antarktis betreten dürfen. Bei großen Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffen müssen daher Rotationsverfahren angewendet werden, um alle Gäste eine Anlandung zu ermöglichen und wenn das Wetter sich ändert hat eine Gruppe auch mal Pech.
Poseidon Expeditions ist Mitglied der IAATO (International Association of Antarctica Tour Operators) und verpflichtet sich damit für den besonderen Schutz dieses einzigartigen Ökosysteme.
Die Reise ist angeboten als englisch-deutschsprachig. Die Vorträge werden simultan übersetzt, jeder hat ein Gerät mit Kopfhörer auf der Kabine.
Mein Englisch ist nicht so gut, mag mich gerne in deutsch austauschen, verstehe zwar viel, aber speziell die Vorträge besser mit Übersetzung.
Deutschsprachige Reisen gibt's nicht so viele. Mir ist nur Hapag-Lloyd (ca. 200 Paxe) bekannt, oder vielleicht noch HX Expeditions (ca. 300 Paxe?) englisch-deutsch.
Die Expedtionscrew besteht aus 16 Leuten, davon waren fünf deutsch. Die Anderen russisch (4), Chile (3), Brasilien (1), Kanada (1), England (1), China (1).
Somit ist auch das Verhältnis Crew zu Passagier sehr gut. Ein Bordfotograf, der immer irgendwo dabei ist, Tipps gibt für Einstellungen an der Kamera gibt, aber auch optimale Handynutzung. Am Ende der Reise bekommt jeder einen USB-Stick, worauf Links hinterlegt sind, für die Fotoslideshow, Routenkarten, Tagesprogramme und Vita der Expeditioncrew.
Das Schiff hat Eisklasse 1D, eher niedrig, aber ausreichend, wir sind im Sommer unterwegs und keine dichte Eisdecke zu erwarten. Die Neuen, z. B. mit dem X-Bow, haben Eisklasse 6 und können auch mal dickeres Eis knacken.
Das Schiff ist Bj. 1991, gut gepflegt, an manchen Stellen sieht man Rost, Es gibt keinen Mudroom, wie auf den neuen Schiffen, die Stiefel, Regenhose und Parka werden in der Kabine aufbewahrt.
Information übers Schiff gibt's auf der Internetseite.
Unsere Dreibettkabine 336, auf Deck 3, 21qm, kein Pullmannbett, war uns wichtig, keiner musste nach oben klettern und Kilian hatte sein eigenes kleines Reich.
Ich habe kein Foto gemacht. Auf der Internetseite von Poseidon sieht man die Kabinen sehr gut.
Wir hatten nur noch obengenannte Kabine zur Auswahl.
Die Kabine hat ein Doppelbett am Fenster, gegenüber Schminktisch.
Das dritte Bett war das umgebaute Sofa, gegenüber Schrank mit Kühlschrank und vielen Ablagefächern und Schubladen, kann durch einen Vorhang abgetrennt werden. für zwei perfekt groß.
Direkt an der Kabinentür rechts Eingang zum Bad, ausreichend groß, Dusche mit Vorhang (sauber), tolle flauschige Handtücher. Gegenüber Schrank mit vielen Bügeln, und ausreichend Platz aufhängen von entsprechender Kleidung.
Jeder hat einen Bademantel und Schlappen dort zur Verfügung.
Wir würden diese Kabine wieder wählen.
Wir würden keine auf Deck 2 nehmen, die sind mit Bullaugen, welche bei rauher See verschlossen werden. Auf unserer Reise war das oft so und keine auf Deck 3 im vorderen Bereich, werden entsprechend bei Bedarf von außen dicht gemacht, also quasi beide Optionen ohne Tageslicht.
Auf Deck 4 ist die Promenade, da laufen dann schon mal Leute vorbei, nicht unseres, und alles andere wie Balkon oder Suite (brauchen wir nicht) hätte unser Budget noch mehr strapaziert.
Auf Deck 3 die Lounge, wo Recap und Vorträge stattfinden, eins höher die kleine Bar, mit Zugang nach draußen und auf Deck 2 hinten das Restaurant mit freier Platzwahl. Frühstück und Mittagessen gibt's als Buffet und abends á la carte, (Speisekarte auch in deutsch).
Auf Deck fünf hinten befindet sich der Raucherbereich und der Whirlpool. Dort findet schonmal eine tolles, leckeres Barbecue statt.
Tagesablauf steht im Tagesprogramm, wird bei Bedarf entsprechend angepasst.
Kleidung, ich bezeichne es als normal, kein Gala notwendig, und natürlich für draußen Mütze, Handschuhe, Schal, und was jeder sonst braucht für kaltes, nasses, windiges Wetter, warme Stiefel werden gestellt, Expeditionparka gibt's ebenfalls und gehört dir dann.
Ich hoffe das erklärt einiges.Read more
Fazit
January 28 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C
Fazit:
Bis zu dieser Reise glaubten wir, Antarktis muss nicht mehr sein, haben wir doch bereits in der Arktis wunderbare Natur erlebt, Flora und Fauna, Eisberge, und Polarlichter.
Müssen wir noch ans Ende der Welt reisen und von da noch weiter zu abgelegenen Gebieten dieser Erde.
Es war einfach nur grandios! Die wind und Wetter hat die Route bestimmt und unsere Expeditionscrew hat mit dem Kapitän die besten Möglichkeiten ausgeschöpft, um uns tolle Erlebnisse zu bieten.
Wir durften die ersten Pinguine in freier Natur erleben, Felsenpinguine, Magellanpinguine und Albatrosse mit ihren Küken auf den Falklandinseln,
Südgeorgien als ursprüngliche Insel, rau, ursprünglich, aber mit einer Tierwelt, die seinesgleichen sucht. Stolze Königspinguine soweit das Auge reicht, schicke Macaronipinguine, quirlige Eselpinguine, und elegante Zügelpinguine, Seelöwen mit ihren frechen, neugierigen Jungen und dazwischen faule Seeelefanten. Wir erfahren von seiner Geschichte zum Walfang und der Expedition von Sir Ernest Shackleton und seinen Männern. Bestimmt haben einige von euch, wie ich, in jungen Jahren diese Entdeckergeschichten gelesen.
Auf dieser Reise so markante Punkte, wie Point Wild, Elephant Island, zu sehen, umgeben von ungezähmten und tosendem Meer, holt diese Erinnerung wieder hoch.
Der Weg (hin-und zurück) in die Antarktis erfordert eine gewisse See- und Standfestigkeit am Schiff. Sie empfängt uns mit schneebedeckten Bergen, imposanten Gletschern, die bis zum Meer reichen und von wuchtigen Gletscherspalten durchzogen sind. Mächtige Eisberge begleiten immer wieder unsere Route, ebenso die Tierwelt des Polarmeers, wie Buckelwale, Orcas, Delfine, Pinguine, dazu noch Adeliepinguine, Pelzrobben und Seeleoparden. Ehrfürchtig betreten wir den 7. Kontinent und genießen die weiße Weite aus Eis und Stille. Die Sonne hüllt manchmal ( hier Charlotte Bay) alles in eine unwirkliche Glitzerwelt, absolut gigantisch!
Zwischen all unseren Unternehmungen wurden wir am Schiff bestens von der Küchen- und Servicecrew mit leckerem Essen versorgt. Die Kabine fanden wir jeden Tag perfekt gerichtet vor. Mit all den Vorträgen an Bord kommt keine Langeweile auf.
Wir waren drei unvergessliche Wochen unterwegs, mit dem richtigen Schiff, einer engagierten Expeditionscrew und trafen nette Leute aus vielen Ländern dieser Erde.
Diese Reise wird unvergesslich bleiben.Read more

































TravelerDanke Cilly für die ausführliche Beschreibung von eurer Kabine 🙋🏼♀️ und natürlich auch das andere drumherum, was sehr interessant ist.
TravelerGerne, ist ja nur ein kleiner Einblick, aber vielleicht für den ein oder anderen wichtig, für evtl. Planungen und finale Entscheidungen.
TravelerGanz herzlichen Dank, genau diese Erfahrungen und Beschreibungen sind sehr wertvoll, gerade die speziellen mit den Kabinen und ihren Vor- und Nachteilen. Den Footprint nehmen wir gleich mal auf die Bucket List, um es bei Bedarf nachlesen zu können.
Traveler👍, gerne