• Central Kalahari Game Reserve

    October 20, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 29 °C

    Mittwoch, 20.10. Kalahari in Flammen
    Skorüion: alle 3 dus heb inspizieren, kalt und stonkend, Skorpion, wenig wassef
    (Wer diesen im schaukelnden Auto geschrieben Satz richtig übersetzt, der bekommt 3 Bällchen Zebrakacke. Challenge accepted.)
    Wir ließen den Makgadikgadi Pans hinter uns und setzen mit einem Ponton Boot über den Boteti River. Um auf das Floß zu kommen, mussten wir einige Meter durch das Wasser fahren. Ein Abenteuer. Auf die andere Seite ging es per Muskelkraft. Unser Bootsführer zog das Plateu mit Hilfe eines Seils händisch zum anderen Ufer. Die 3 minütige Überfahrt kostete uns 200 Pula (17 Euro).
    Mit 60km/h schlichen wir die 70 km bis nach Rakops. Schneller konnten wir nicht fahren, da 1,8 bar Reifendruck für die Sandstraßen und nicht den Asphalt gemacht sind. In Rakops sollte es eine Tankstelle geben. Somit rechneten wir auch mit einem Geldautomat, einem Kompressor, einem Liquorstore und Souvenirs. Doch von unseren Erwartungen müssen wir uns hier in Afrika wieder einmal verabschieden. Der Geldautomat war leer, der Kompressor kaputt, das Alkoholfachgeschäft fast leer gekauft und statt Souvenirs nur Süßigkeiten, Schuhe und Hosen. Dafür fanden wir eine kleine Bäckerei, in der wir das gesamte Sortiment (3 Teile) probierten. Tanken klappte dann doch noch; wir konnten sogar mit Karte bezahlen.
    Hinter Rakops biegen wir von der Asphaltstraße ab; auf geht's in die gefährlichste Wüste der Welt: die Kalahari. Wir erwarten Sand, Sand und noch mehr Sand. Doch vor uns liegt Sand, Strauch, Busch. Dicht am Wegesrand stehen Oryxantilopen, die uns mit ihrem Clownsgesicht und einem Körper gemischt aus Zebra, Antilope und spitzen Hörnern in den Bann zieht. Mit dieser Mörderwaffe können sie sogar den Kampf mit Löwen aufnehmen.
    Und dann passiert es wieder: Matthias am Steuer, stoppt das Auto für ein Oryx-Foto und will es wieder starten ... siehe da. Es streikt! Ein Warndreieck im Display blinkt, Bremsenfehler, es lässt sich von der Parkposition kein Gang mehr einlegen. Oh man, Matthias wird ab sofort die Fahrt mit "Hilli" (frisch getauft!) untersagt. Diesmal stehen wir 10km vor dem Camp, weit und breit keine Retter in Sicht. Also zücken wir wieder das Satellitentelefon, um bereit zu sein. Ein Wunder geschieht, Hilli springt mit einmal wieder an und zack, geht's nun zum Zeltplatz. Drücken wir die Daumen, dass das nur ein kurzen Aufmucken war.
    Im Nationalpark brennt ein großes Buschfeuer. Relativ unberechenbar, wie schnell es sich bewegt. Mit jedem Windhauch zieht es in eine neue Richtung und fackelt das goldene Gras ab. Die Bäume und Sträucher überleben das Feuer. Lieber Herr Offiziersvogel, können Sie nicht mal was gegen das Feuer machen?!
    Zum Nachmittag drehen wir unsere obligatorische Runde. Diesmal sogar mit einem Tipp von unserem direkten Platznachbarn (1,5km entfernt): einmal zum Deception Loop, dann kommt da so ein neuer Weg (was ist eigentlich ein neuer Weg?!), den nehmt ihr und hinter dem 3. toten Baum (was ist hier eigentlich tot und nicht nur vertrocknet?!) Lag vor 3h ein Leopard, ist aber schwer zu erkennen. Nun ja, mit dieser präzisen Beschreibung machten wir uns los und waren guter Dinge. 3 undefinierte Kreise zogen wir, bevor wir mit einmal tatsächlich Ohren im Schatten entdeckten. Sooo viel Aufregung, vorallem von Isa; "Oh, da ist er, oh man, ich werd verrückt. Ein Leopard. Der Wahnsinn. Schaut ihn euch an. So elegant, soooo hübsch, was für ein Tier. Ich werd verrückt!". Er tat uns sogar den Gefallen und richtete sich auf, schlich direkt am Auto vorbei und gähnte gelangweilt. Übrigens, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Gepard und einem Leopard? Ich glaub, ich werde mir das nie merken.... ;)
    Das Kulinarische Highlight des Tages ist die Zebrakacke. yamm yamm yamm.
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