• Mathias Flintrop
  • Isabelle Gaertner
  • steffis.traveldiary
  • Nike Dmsk
October 2021

Irgendwo in Afrika.

A 23-day adventure by Mathias, Isabelle, steffis.traveldiary & Nike Read more
  • Trip start
    October 4, 2021
  • Matamba Bush Camp

    October 4, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 18 °C

    Montag, 4.10. Flughafen Johannesburg zum Matamba Bush Camp
    Ui ui ui, die Anreise über Paris war Nervenkitzel pur. 4 Reisende aus 3 Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München) treffen sich in Paris, von dort aus geht's dann innerhalb von 10h nach Johannesburg: so der Plan! Doch eine Stunde Umstieg ist etwas knapp, sodass unsere leicht verspäteten Hamburger über den Pariser Flughafen rennen müssen, um noch pünktlich den Flieger zu erreichen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es gewesen wäre, schon gleich zu Beginn die erste Herausforderung zu erleben. Was das Thema Diebstahl angeht, hat Isabell schon vorgelegt. Noch 2 Tage vor der Abreise wurde ihr ihr Portemonnaie gestohlen. Somit passiert uns das die weiteren Tage nicht mehr. Keep the fingers crossed!
    Angekommen wurden wir gleich vom Tourveranstalter Bushlore abgeholt und mit unseren riiiiesigen Toyota Hillux mit 2 Dachzelten vertraut gemacht. Trockenübungen machen wir: Wagenheber groß, Wagenheber klein, Räder tauschen, Dachzelte aufbauen, Allrad dazu schalten, Kompressor anschließen, den Reifendruck dem Untergrund anpassen, Batterie überbrücken, Satellitentelefon benutzen... woop.woop.
    Mittags gings dann los. Nike lenkte sicher das riesen Gefährt durch die schmalen und chaotischen Straßen in Johannesburg im Linksverkehr. Kurzer Zwischenstopp für die Lebensmittelversorgung. 4h später über noch asphaltierte Landstraßen mit Wildzäunen rechts und links erreichen wir unsere erste Unterkunft: das Matamba Bush Camp. Schon am Zaun begrüßte uns die erste Giraffe, unsere Zelte bauten wir inmitten der Steppe auf, haben hier unseren Feuerplatz, im Hintergrund grasen Zebra, Giraffe, verschiedenen Antilopenarten ... der Wahnsinn! Die vielen Tiere schon gleich an Tag 1. Wir sind baff. Die Tiere waren zum Greifen nahe!
    Nachdem wir unser Zeltlager aufgebaut haben, drehen wir noch eine Runde. Zur goldenen Stunden sehen wir die Wildtiere nochmal hautnah ... Sogar einen Geparden! Was für ein Schreck. Ein lauter Schrei. Das Herz rast. Doch er bewegt sich nicht. Doch nur ein Dekogepard, der sich bestens im Laub tarnte... zur Feier des ersten Tages bekamen vom Camp Chef eine Bush Lasagne mit frischem Salat und warmen Brötchen serviert.
    Der Tag endete am Lagerfeuer unter der strahlenden Milchstraße.
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  • Woodlands Stop Over and Lodge

    October 5, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 25 °C

    Dienstag, 5.10., Einreise Botswana zum Woodland Stopover
    Unsere erste Nacht im Dachzelt variierte auf einer Skala von 100 zwischen 85 und 97. Auf jeden Fall: besser als erwartet! In die Bewertung floss der kräftige Wind, die tiefen Temperaturen, die Geräusche der Tiere, 60cm Bettbreite pro Person und die ungewohnte Atmosphäre mit ein.
    Um 7 Uhr drehte ich eine Runde, um die ersten 5000 Schritte zu sammeln, denn es lag ein langer Tag im Auto vor uns. In den Morgenstunden waren noch nicht viele Tiere zu entdecken. In der Ferne stand die Giraffenherde zusammen (schlafen sie nicht mit dem Hals am Boden? 🤨) und eine Oroxantilope beobachtete mich. Etwas mulmig war mir in diesen Moment schon.
    Zum Glück habe ich die Sable Rocks nicht erklommen, denn man sollte wohl immer nach Schlangen Ausschau halten. Das hätte ich doch glatt vergessen...
    Auch das Zusammenklappen der Dachzelte klappte fürs erste Mal schon erstaunlich gut, sodass wir uns gegen halb 10 zu unserer 6 stündigen Fahrt zum ersten Ziel in Botswana aufmachten. Heute saß ich hinterm Steuer und lenkte mich auf der linken Seite durch den Verkehr. Sehr ungewohnt, doch schon bald hatte ich meinen Spaß daran gefunden. Nur zwischendurch betätigen die Rechtsfahrer wie wir aus Versehen den Scheibenwischer statt den Blinker😁
    An der Grenze zwischen Südafrika und Botswana stauten sich die Lkws über 3km, doch wir fuhren einfach dran vorbei. In Südafrika standen wir schon verwirrt herum, bis wir die richtige Stelle fanden, um auszuchecken, fuhren gefühlte 10 Meter weiter, endeten im Chaos zwischen PKWS und LKWS, mussten unsere Füße und den Unterboden ein Desinfektionsbad verpassen, wurden im Health Care Center auf die obligatorischen Corona Dinge untersucht, stellten uns den Fragen am Immigration Office und bezahlten unsere Gebühr für den Mietwagen. Knappe 2h dauerte dieses Unterfangen und klaute uns kostbare Zeit. Nun musste Isa zügig über Francistown uns zum Ziel des Tages "Woodlands" führen. In Summe passierten wir 5 Baustellen, zahlreiche herrenlose Kuh- und Ziegenherden und einige Affen (genauer: Paviane).
    Wir wollten eigentlich immer im Hellen ankommen, doch schon an Tag 2 hat das nicht geklappt. So erreichten wir unseren Camping Platz im Dunkeln, waren schon Profis im Aufbauen und genossen Chili sin Carne unter der Lichterkette. Begleitet wurde das ganze von riesen Faltern, die Nike und Isa ständig attackierten. Getränketechnisch gabs neben dem Bier das in Botswana beliebte ROCK SHANDY, ein Erfrischungsgetränk aus Soda, Lemon und Angostura.
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  • Lekhubu Island

    October 6, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 34 °C

    Mittwoch, 6.10., zu den Makgadikgadi Pans
    Der gestrige Tage endete mit einer Runde Skipo und der neue startete schon zeitig durch lautstarkes Vogelgeschnatter. Vom Zelt aus konnten wir verschiedene Arten entdecken: einerseits weiße gepunktet mit orangenem Schnabel, andererseits schwarze, die im Sonnenlicht Petrolblau schimmerten. Nachts machten Isabelle und Mathias kaum ein Auge zu, da die Geräusche von Vögeln oder Affen oder auch anderen uns unbekannten Tieren ein wenig gruselig waren. Zugleich wurden wir am Vorabend vom Platzwart darauf aufmerksam gemacht, dass Affen hier gerne die Touris um ihre Lebensmittel bringen ...
    Bevor wir zu unserer 5 stündigen Tour aufbrachen, gab's Frühstück in der Morgensonne am kleinen Pool. Dieser Stoppver hatte schon etwas von einem uns bekannten Campingplatz.
    Als wir gerade über unsere ganzen Affenbegegnungen in verschiedensten Ländern der Welt berichteten, sahen wir eines dieser Tierchen von hinten an unser Auto pirschen. Wir sprangen auf, rannten um unser Leben, um die Frühstücksvorräten und die Kameras und Brillen zu retten. So verscheuchten wir sie und wir hatten unser erstes sportliches Highlight des Tages.200km unserer heutigen 268 km fuhren wir noch über Asphalt, bevor wir dann ins Nirgendwo in Richtung der Salzpfannen abbogen. Der Untergrund war sandig, kaum junges Grün, nur Dornensträuche und vertrocknet Gras. Die Wege gerade so breit, dass die Dornen links und rechts am Auto kratzten, der Sand unter uns so weich, dass wir den Reifendruck reduzieren mussten. Die Sträucher waren gräulich. Eine surreale und lebensfeindliche Landschaft. Langsam lichtet sich die Landschaft, erst blieb nur noch Gras übrig bis wir dann mit einmal die riiiiesig weite Makgadikgadi Pfanne erreichten. Vor uns erstreckten sich 10.000km2 trockener Seeboden. In der Regenzeit ist diese Fläche knöcheltief mit Wasser bedeckt, früher war der riesige Binnensee sogar 30m tief.
    Diesmal übernachteten wir auf der Lekhubu (kurz: Kubu) Island, einer Erhöhung, die auch in der Regezeit trocken bleibt, aber vollständig vom Wasser eingeschlossen wird. Unter Baobab Bäumen schlugen wir die Zelte auf, wurden vom einheimischen Guide über die Steine und 1000 Jahre alten Bäume geführt und genossen beim Sonnenuntergang den Blick über die unendliche, in der Hitze flackernde Weite.
    Die Stimmung zum Abendbrot (Nudeln mit Tomatensauce) wurden von den zahlreichen kleinen Käferchen und Grillen im Licht getrübt. Also schnell Feuer anmachen und hoffen, dass die Käfer bald das Interesse an uns verlieren...
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  • Elephant Sands

    October 7, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 34 °C

    Donnerstag, 7.10. Zum Elephant Sands Camps
    Was für eine Nacht! Nachdem uns am Abend zuvor tausende kleine Käferchen um den Verstand gebracht haben und wir deswegen auch vorzeitig ins Bett gegangen sind, zog nachts auch noch ein heftiger Wind auf. Auf dem einfachen Platz am Fuße der Lekhubu Insel zog es fürchterlich, sodass wir uns nicht sicher waren, ob wir nicht wegfliegen würden oder welches Reiseequipment in Mitleidenschaft gezogen wird.
    Schon um 8.30 Uhr machten wir uns wieder über die ewige Weite der Makgadikgadi Pfanne auf den Weg nach Norden. Am Rande wuchs auf dem Sand etwas vertrocknetes Gras, die Dornenbüschen nahmen zu und zerkratzten das Auto, der Boden war in Teilen verbrannt und ein zartes Grün kämpfte sich hindurch. Einige einsame Rinder fraßen dieses wieder auf. Einige wilde Strauße rannten aufgescheucht vor uns her (man sind die groß!). Dazu gesellten sich sowas wie Rebhühner, die um ihr Leben rennen wenn sie uns sehen. Auch zwei graue Ground Squirrels (Erdhörnchen) mit buschigem Schwanz konnten wir entdecken. Alles in allem: 120 km Offroad bzw 4 Stunden durchs Niemandsland. Eine schaukelige Fahrt, anstrengend für den Fahrenden, aber auch für die Mitfahrenden und deren Wirbelsäulen.
    Die letzten 60km durften wir zum Glück auf asphaltierte Straße fahren. Diese war gesäumt von zahlreichen Termitenhügeln, die aussahen wie große Haufen Zement, die einfach in der Wildniss ausgeschüttet wurden. Dieses grau neben dem goldenen vertrockeneten Gras passt so überhaupt nicht zusammen.
    Und was sehen wir mit einmal? ELEFANTEN! Erst einen, dann zwei, dann mehrere, dann Babies. Und das in der freien Wildbahn, während wir auf dem Highway fahren 😱
    Wenig später biegen wir dann zum Wasserloch Elephant Sands ab. Hier dürfen wir auch unser Zelt aufschlagen und genießen nun direkt am Wasserloch sitzend, wie die Elefanten baden, spielen, sich anbrüllen und mit Schlammwasser einsprühen. Die Elefanten kommen aus dem Busch angelaufen, spazieren zwischen den Hütten und den Zelten hin und her. Wer weiß wer hier zu erst war: das Wasserloch und die Elefanten oder die Menschen und die Lodge?! 🤔
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  • Kubu Lodge & Chobe River Cruise

    October 8, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 36 °C

    Freitag, 8.10. Auf den Spuren der Big Five
    (Vorab: die Big Five sind die 5 am schwersten zu fangenden Wildtiere: Elefanten, Leopard, Büffel, Nashorn, Löwe)

    Tschüss, liebe Elefantis! Es war schön mit euch! Zum Abschied spazieren sie nocheinmal vor unserem Zelt entlang und wir genossen mit der Müslischüssel in der Hand das morgendliche (etwas ruhigere) Treiben am Wasserloch.
    Die heutige Fahrt verlief über Asphalt. Einige Elefanten und Affen überquerten die auch für Notfälle als Landebahn genutzte Straße. Sonst haben wir bis dahin noch keine neuen Tiere entdeckt.
    Die Kubu Lodge, am Chobe (Grenzfluss zwischen Namibia und Botswana) gelegen, präsentierte sich als Paradies. Der Kontrast zwischen unseren letzten Campingplätzen hätte kaum größer sein können. Wir nächtigen in kleinen Chalets, die liebevoll hergerichtet sind, das Gelände wird gewässert, sodass es hier grüne Wiesen und blühende Sträucher zu finden gibt. Nur gut, dass unser Concierge darauf hinwies, dass wir nicht bis an das Flussufer gehen sollten. Kroko- und Hippoalarm!
    Im Gelände gibt's folgende Tiere zu sehen: Bambis (Bushbuck), Warzenschweine, Dwarf Mongoose und kreischende Vögel.
    Den Nachmittag verbringen wir auf dem Wasser: Sunset River Cruise im Chobe Nationalpark.
    Mit Kamera und Fernglas machen wir uns los, um Krokodile und Flusspferde zu entdecken. Und so kam es auch. Schon nach kurzer Fahrt sahen wir ein in der Sonne schlafendes Krokodil am Ufer. Am Himmel fliegt ein Adler mit Beute in den Krallen. Der Adler, braunes Gefrieder, weißer Bauch, gelber Hals und gelbe Auge trohnt über uns in den Bäumen und vernascht den Kopf eines Catfish. Auf einer 300km2 Insel im Chobe grasen Waterbucks. Mit dem Boot kommen wir ganz nah ran und können auch Jungtiere entdecken. Nicht ohne Grund tragen sie auch den Namen Toilettenantilope: am Hintern tragen sie einen runden weißen Kreis, als hätten sie gerade auf der Schüssel gesessen.
    Aus der Ferne können wir schon schwarze große Tiere wahrnehmen: es sind Büffel! Somit haben wir nun schon zwei der Big Five gesehen! Die schwarzen Büffel mit ihren nach unten geschwungen Hörnern glänzen in der Sonne. Und nur wenig später entdecken wir auch ein Augen- und Ohrenpaar, was aus dem Wasser guckt: ein Hippo! Schon bald entdecken wir im seichten Wasser immer mehr der großen und kräftigen Flusspferde. Eines tut uns sogar den Gefallen und grast in der Sonne. Auf seiner dicken Haut sitzen gelbe Vögel und putzen ihn. Wenn die Haut trocken wird, müssen die Hippos zurück ins Wasser. Bis zu 8 Minuten können sie tauchen.
    Überall am Flussufer sehen wir diverse Vogelarten, z.B. Snakebird, wattled Crane, eine Art Bachstelze, Enten, Hornbill ...
    Weitere Alligatoren schwammen im Wasser, groß und klein. Doch was entdecken wir mit einmal? Einen Löwen bzw. Eine Löwin! Stolz liegt sie in der Sonne und lässt sich von den Safarigästen aus nächster Nähe fotografieren. Doch sie sollte nicht die letzte sein: im Laufe unserer Flussfahrt sehen wir noch einige Löwinnen, wie sie am Ufer entlang wandern oder auch eine Antilope als neues Fressen auserkoren haben. Yes, 3 der 5 Big Five haben wir nun schon gesehen.
    Im Dunst der Abendsonne sehen wir auch Elefanten. Ein wirkliches Naturabenteuer!
    Der Abend endet mit einem 3 Gang Menü im feinen Dress und hohem Service. Etwas ungewohnt für uns 🙈
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  • Chobe National Park

    October 9, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 36 °C

    Samstag, 9.10.
    Auf in den Chobe National Park

    Nach einem leckeren Frühstück in unserer traumhaften Lodge, ging es heute weiter in den Chobe National Park.

    Die größte Herausforderung war es aber erst einmal für die nächsten sechs Tage einzukaufen, da wir in den nächsten Tagen fernab jeglicher Zivilisation sein werden.
    Aber mit einer guten Planung waren wir ruckzuck im botswanischen Supermarkt fertig. Zwar haben wir nicht alles bekommen, was wir wollten, aber wir haben dann ein paar botswanische Alternativen erworben. Mal schauen, wie die zubereitet werden...

    Dann an zur nächsten Tankstelle um unseren Dieseltank aufzufüllen. Leider hatte die angefahren Tanke keinen Diesel mehr, somit sind wir dann zur zweiten Tankstelle in Ort gefahren, in der Hoffnung dort Tanken zu können. Mehr Auswahl gab es in den nächsten 100 km nicht. Zum Glück lief dort alles reibungslos und wir könnten starten.
    Tja, so einfach ist das nicht, da wir noch feuerholz brauchten. Eigentlich hatten wir immer Strassenstände gesehen, die diese dort veräußert hatten. Nur heute war es wie verhext. Somit hatten wir Einheimischer eins gefragt. Er schickte uns zum Supermarkt... Dort gab es kein Feuerholz. Einheimischer Zwei sagte, wir sollen zur Tanke 1 (die ohne Diesel). Auch dort gab es kein Feuerholz... Aber Einheimischer drei empfahl uns Tanke 2. Wieder zurück wurden wir dort fündig und konnten auch unsere Feuerholz Vorräte auffüllen.
    Voll beladen ging es durch den Chobe National Park zu unserer nächsten Unterkunft. Hier haben wir auch eine Nacht in einem c
    Cottage bevor wir für 6 Tage in der Wildnis entschwinden.
    Nachmittags sind wir dann mit unseren Auto in den Nationalpark gefahren und haben einen kleinen Game Drive gemacht um weiter an unserer Liste zu arbeiten um noch weitere Tiere abzuhaken.
    Spannend war dort auf jeden Fall die vielen Knochen und Leichenteile von Tieren... Gruselig.
    Abends zurück in unserem Cottage gruselten uns eher die Insekten die uns bei unserem Abendessen besucht haben. Vor allem die großen Spinnen sorgten nicht für Begeisterung. Vor allem wenn eine denn Weg ins Badezimmer blockiert.

    Ab morgen geht es in den Chobe National Park sowie Moremi National Park.. Da es dort weder Essenmöglichkeiten sowie Tankmöglichkeiten gibt, gehen wir davon aus, dass auf unser Handyempfang nicht vorhanden sein wird.
    Deswegen nicht wundern, wenn es etwas bis zur nächsten Nachricht dauern wird.
    Aber Satellitentelefon ist dabei, falls wir den wilden Tieren begegnen.
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  • Chobe National Park, Savuti

    October 10, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 38 °C

    Sonntag, 10.10. Genau 1 Woche nach Abflug
    Heute Morgen haben wir zum ersten Mal ein typisches botswanisches Gericht gemacht: Porridge aus Sorghum, eine spezielle Getreideart. Mangels fehlendem Internet leider keine weiteren Informationen. War ganz lecker!
    Das wird es die nächsten Tage noch öfter geben, da wir in der Wildniss sind.
    Nach dieser Stärkung ging es für uns und unser mobiles Zuhause gen Süden in den Chobe Nationalpark. Mit 40km/h ging es über tiefe Sandpisten. Dreimal sind wir fast stecken geblieben, einmal dann aber richtig. Mit Schaufel und durch kräftiges Anschieben haben wir uns selbst befreit. It's part of the adventure!!
    Die Umgebung war wie immer furchtbar trocken, kahl und beige. Jedoch gibt es ganz vereinzelt grüne Bäume in der eintönigen Landschaft.
    Angekommen an unserem mager ausgestattet Camping Platz (Savuti) starten wir zu einem allein organisierten Game Drive. Nike und Isabelle mussten zu ihrem Glück erst gezwungen werden, da sie eine Runde Skipo und Hardcore Chillen bei 38 Grad im Schatten bevorzugten. Aber auf der Fahrt war das "Ohhh!" dann doch lautstark von der Rückbank zu hören. Wir besuchten zahlreiche Wasserlöcher, um diverse Tiere zu sehen, doch auch Gerippe, Gebeinen und Giraffen- und Elefantenüberresten säumten unseren Weg. Die Raubkatzen haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Badende Elefanten, trinkende Giraffen, stolzierende Offiziersvögel, lauernde Geier und bunt schillernde Vögel sowie mal wieder Impalas (langsam können wir verstehen, warum sie für die Löwen so leichte Beute sind: es gibt zu viele und sie stehen einfach nur dusselig rum) gab's zu sehen.
    Dann hieß es für uns mal wieder Zelte aufbauen, nachdem wir 2 Nächte und luxuriösen Absteigen, inkl. Bett, Küche, Bad, verbracht haben. Wir haben schon fast vergessen, wie das ging ;)
    Zum Abendbrot gab's heute Maccroni - andere Nudeln essen wir nicht mehr, da sie uns an die Käferplage in Lekhubu island erinnern. Jetzt sitzen wir am Feuer und warten vergeblich auf die Tüpfelhyänen und andere Raubkatzen, die nächtlich dem Camp gerne einen Besuch abstatten.
    Nachtrag 1:
    Und da war sie doch, die Hyäne! 😬
    Einmal kurz der Feuerstelle den Rücken zugekehrt, um den nächtlichen dunklen Sternenhimmel zu bestaunen, wieder umgedreht und mit dem Lichtstrahl der Stirnlampe erhascht. Etwa 10 Meter entfernt lief das Tier, etwa Schäferhund groß und mit fuchsartigem Schwanz an unserem Camp vorbei. Sie war recht unbeeindruckt, dass wir sie entdeckt hatten, zog sich dennoch gleich ins Unterholz zurück, sodass wir sie nicht näher beobachten konnten.
    Der Schreck hatte gesessen!
    Nachtrag 2:
    Schon wieder so eine verflucht windige Nacht!
    Es ist kaum vorstellbar, aber in unserem Dachzelt pfeift es nur so. Wir bekommen bei diesem Sturm kaum ein Auge zu. Es fühlt sich an, als fliegt uns gleich die Zeltplane weg oder als würden wir samt Zelt gleich in die Samaragdenstadt wegfliegen. Unangenehm!
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  • Chobe National Park, Savuti II

    October 11, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 33 °C

    Montag, 11.10. Wir halten die Botswaner auf Trapp.

    Früh morgens gings raus: 5.30 Uhr. Denn um 6.00 Uhr wurden wir zu unserem ersten geführten Game Drive abgeholt.
    Los ging es durch den Chobe Nationalpark, die ersten 2h allerdings sehr unspektakulär und ruhig, außer ein paar Antilopen haben wir nichts gesichtet. Und uns außerdem den Hintern abgefroren (kaum zu glauben aber wahr). Unser großes Ziel des Tages: einen Leoparden zu sichten. Für kurze Zeit schien das entfernte Ziel sogar erreichbar, denn unsere Guides haben über einen Funkspruch von einem gehört. So legten wir einen Sprint mit dem Safariwagen über die huckeligen und sandigen Pisten hin, doch dann die Enttäuschung: der 120km/h schnelle Leopard rannte bereits davon, nur noch seine Umrisse konnten wir erkennen. Ob das als Sichtung für die Big Five reicht? Wir sind uns noch uneinig.
    Dann das Highlight unseres Game Drives: 18 goldfarbende Löwen spazierten über den verbrannten schwarzen Boden des Marsh Areas auf uns zu und legten sich in den Schatten eines saftig grünen Baumes direkt neben unser Auto. Der Großteil der Löwen war sehr jung, erst um die 3 bis 5 Jahre (sie können bis zu 25 Jahre alt werden). Bei den Männchen war der Mähnenansatz bereits zu erkennen. Ca. 30 Minuten standen wir da und beobachteten ihr soziales Verhalten: kuscheln, sich umarmen, gegenseitiges Abschlecken, fauchen, gähnen und schlafen. Wie Katzen eben ... fun fact: die National Geographic Doku "Savage King" filmte genau dieses Rudel.
    Nördlich vom Fluss roch es sehr streng nach Verwesung. Der Grund: eine vor 5 Tagen erlegte Elanantilope, von der nur noch die Knochen und einige Hautfetzen zu sehen waren. Über ihr kreisten ca 50 Geier und fielen über ihre Reste her.
    Außerdem statteten wir einem anderen Löwenrudel einen Besuch bei ihrem Honey Moon (so wie unser Guide es bezeichnete) ab. Das Pärchen wurde von den 3 Löwenbrüdern bewacht.
    Nach 5 Stunden ging es zurück ins Camp, ersteinmal Frühstück.
    Weil uns die aufregende Tour nicht genug war, stiegen wir nocheinmal in unserer Gefährt. Siehe da,die 18 Löwen haben sich nicht fortbewegt. Wie auch unser Auto auf dem Rückweg unseres kleinen Ausflugs nicht mehr. Unsere Räder drehten sich nicht mehr. Erst dachten wir, wir wären im tiefen Sand stecken geblieben, doch nein, das Problem war größer. Während die Sonne langsam unter ging und ein riesiger Elefant an uns vorbeistapfte wurden wir nervös. Mit dem Satellitentelefon versuchten wir jemanden in unserem (zum Glück nur 2km entfernten) Camp zu erreichen. Doch vergebens. Welch ein Glück, dass wir direkt auf der "Straße" standen, welche zurück zum Camp führte. Das nächste vorbeifahrende Fahrzeug konnten wir anhalten, sodass der Schweizer Fahrer Hilfe für uns holen konnte. Diagnose: wahrscheinlich Kupplungschaden. Eine Weiterfahrt ausgeschlossen. Die Hilfe kam realtiv flott, jedoch hatte der Jeep zu wenig Power um unser vollbeladenes Auto mit 2 Zelten und 4 Personen zu bewegen. Ein LKW musste also her. Um Gewicht zu reduzieren, stiegen die Mädels in den LKW um, der stark nach Verwesung roch. Üblicherweise werden in ihm tierische Kadawer transportiert.
    Mit diesem Abschleppkomando kamen wir zurück zum Camp. Mittlerweile war es schon dunkel und wir hörten die Löwen beim Liebesspiel. Zum Schutz vor wilden Tieren sollten wir sofort das Feuer anmachen.
    Wir hatten noch versucht, eine Lösung für unser Problem zu finden, doch in Afrika heißt es "Hakuna Matata, das klären wir morgen".
    In der Nacht schlichen wieder wilde Tiere um unsere Zelte herum.
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  • Chobe National Park, Savuti III

    October 12, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 33 °C

    Dienstag, 12.10. Einfach so ausgetauscht!
    Matthias hat schon Züge auf dem Gewissen, nun folgte nach einer Woche und 1300 km auch das erste Auto. Demnächst ist eine Bootstour mit ihm geplant, nun haben wir Schiss.
    Trotz Hakuna Matata waren wir von dem schnellen Service begeistert. Innerhalb von 20h erhielten wir ein neues Fahrzeug hier in mitten des Nirgendwos. Die Autovermietung ist über 170km aus Maun angereist, um uns das neue Auto zu bringen und das alte durch tiefsten Sand abzuschleppen. Zum Leidwesen der Abschlepper haben wir mit penibler deutscher Gewissenhaftigkeit den Zustand des Auto bemängelt. Die Zeit bis dahin konnten Nike und Isa das langersehnte Hardcore Chilli Leben leben. Matthias wollte diese Zeit dem Hardcore saufen widmen, musste darauf aber leider verzichten, da wir unsere gesamten Biervorräten den tapferen Helferlein vermachten.
    Nachmittags sind wir noch eine Runde mit dem neuen Automatikauto ("extra ein Automatikauto, dann könnt ihr die Kupplung nicht wieder kaputt machen") durch die Gegend gefahren, um frisch erlegte Löwenbeute zu sichten. Leider vergebens, wor haben uns nur 5 Mal im Kreis gedreht. Nur 3 Strauße, ein paar Impalas und eine Giraffe liefen uns über den Weg.
    Bereits wie gestern Nacht hörten wir die Löwen brüllen und Elefanten tröten. Nur leider ist nicht einzuschätzen, ob sie hinter dem nächsten Busch stehen und auf uns lauern, doch in 2km Entfernung dem Honey Moon nach gehen oder gerade einen Elefanten angreifen. Fest steht, sie brüllen heute unverhältnismäßig oft und gestern Nacht wurden sie am Camp Rand gesichtet.
    Ständig blicken wir mit den Stirnlampen in den Busch und erwarten die funkelnden Katzenaugen. Was wir bei diesem Anblick jedoch tun würden, sind wir uns nicht so sicher. Entweder die Flucht ins Dachzelt oder der Sprung ins Auto. Beides nicht optimal, da das Mückennetz und die schmalen steilen Leitern unsere Flucht ins Dachzelt behindern oder unsere großen Rucksäcke die Sitze im Auro blockieren. Dödümm.
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  • Moremi Game Reserve

    October 13, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 35 °C

    Mittwoch, 13.10. Applaus für die Hyäne

    Endlich durften wir weiter ziehen, mlt einem Tag Verspätung! Es wartet auf uns der nächste Nationalpark: Moremi Game Reserve. Im Chobe Nationalpark haben wir verbrannte Erde hinter uns gelassen; selbst Flammen haben wir noch vom durch Blitz ausgelösten Buschbrand gesehen.
    Wir machten uns auf den Weg in Richtung Okavango Delta. Die Landschaft wird deutlich grüner, saftiger und das Gras wächst höher. Seit langem haben wir mal wieder einen Fluss überquert - das erste Highlight des Tages! Eine klapprige und schmale hölzerne Brücke trennt uns und den Nord-Eingang zum Nationalpark.
    Nach einem kurzen Mittagssnack, machten wir uns auf den Weg weitere Tiere zu entdecken. Mit Erfolg! Zum späten Nachmittag, wenn es langsam etwas kühler wird (statt 32 Grad, nur noch 31 Grad ...), ziehen die Wildtiere zum Fluss. Da dieser Nationalpark nur halb so groß ist, treffen hier am Wasser viele Arten aufeinander. So stehen in unmittelbarer Nachbarschaft Zebras, Elefanten, Antilopen, Flusspferde, Büffel und diverse Vögel.
    Highlight 2 des Tages: der Hippo Pool. Im Sumpf dümpeln die Flusspferde nur so vor sich hin. Zwei haben es uns besonders angetan: entweder waren sie beim Zahnarzt oder haben rumgeknutscht. Aus der Ferne konnte wir in ihr riesiges Maul schauen. Sie geben uns ein Hippo-Konzert, das der besten bayrischen Blaskapelle ebenbürtig ist.
    Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir unser Camp, um uns im Dämmern für einen Chilli-Abend einzurichten. In unserer kurzen Abwesenheit haben die Affen die Mülltonne geplündert. Kurz nachdem wir das Chilli serviert haben, besuchte uns die erste Hyäne. Plötzlich stand sie einen Meter neben uns am Esstisch. Vor Schreck sprangen wir alle auf. Uns rutschte das Herz in die Hose.
    Dabei ist es doch Chilli SIN Carne! Aus Disney Filmen wissen wir, Hyänen fressen nur Fleisch. Dies erklärt auch, warum vor 2 Wochen hier ein Tourist mit Grillfleisch in der Hand den Kürzeren im Kampf mit der Hyäne gezogen hat.
    Wie Paranoiten sitzen wir nun hier neben unserem Feuer. Alle Lampen und Leuchtmittel haben wir im Kreis um uns aufgestellt, um die uns auflauernden Hyänen auszumachen. Wir kommen kaum dazu, in Ruhe diesen Bericht zu schreiben. Sie schleicht im Kreis um uns herum. Sobald wir ihre grüne Augen in unseren Lichtstrahl entdecken, vertreiben wir sie mit Klatschen, Buh-Rufen, "du kannst nach Hause gehen"-Gesängen, Kochlöffel und Topfdeckeln.
    Dann entdecken wir eine zweite Hyäne - das ist jetzt genug Nervenkitzel. Ab ins Zelt. Gute Nacht!
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  • Third Bridge Camp

    October 14, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 36 °C

    Donnerstag, 14.10. Dumbo ist tot
    Die Nacht war wild - im wahrsten Sinne des Wortes. Kurz nach dem wir uns in die Zelte verkrochen hatten, kamen nun drei Tüpfelhyänen zurück und inspizierten in aller Seelenruhe unseren Platz. Jetzt gab es ja keine wild klatschenden und jaulenden Touris mehr, die sie auf ihrem Beutezug belästigen können. Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass auch unsere Campinglampen, Knicklichter und Teelichter auf ihrem Speiseplan stehen. Sie müssen wirklich verfressen sein, wenn selbst das Teelicht und die Aluhülle in seine Einzelteile zerlegt wird.
    Im Kampf gegen die Mücken steht es 22:1 - für uns! Nachdem sie uns gleich am Morgen belästigten, mussten diejenige, die sich in unserer Auto verirrt hatten, mit dem Leben bezahlen. Wir hoffen, sie schlagen nicht zurück.
    Die Fahrt über die holprige Sandpiste fühlt sich an wie eine Bootspartie auf rauer See. Dabei haben wir mehrere Verluste zu beklagen, u.a. 2 Tupperdosen, einen Wasserkanister von dem sich Deckel löste, aufgeplatzt Getränkedosen und Flaschen sowie ein offenes Gewürzglas. Ergo: heute heißt es, alle Vorräte aufessen.
    Vom Moremi North Gate, geht's über das South Gate zur Third Bridge. Auf dem Weg gibts die üblichen Verdächtigen zu sehen: Zebras, Tessebes, Antilopen, Elefanten, Geier, Storch, Giraffen, Enten, Flusspferde, Strauße ...
    Highlight heute: das verweste Elefantenbaby umzingelt von Geiern und Schakal. Die Wildnis ist nichts für Weicheier. (Team Löwe!)
    Vier Tage ohne Internet zermürben uns langsam. So muss die freie Zeit statt dessen mit Wäsche waschen und Karten spielen und 5 Mahlzeiten kochen gefüllt werden.
    Heute mal wieder ein bisschen Luxus nach dem gestrigen Hyänenüberfall: wir lassen den Abend auf der Terrasse unseres En Suite Tents ausklingen, im Hintergrund gruzen die Hippos. Doch auch hier gibt es wilde Besucher: ein Elefant, der uns erstaunlich nahe kommt.
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  • Thamalakane River Lodge

    October 15, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 38 °C

    Freitag, 15.10. Die Nachbarn machen Heliflüge, wir waschen Wäsche
    Wir werden langsam Safariprofis und starten mit Sonnenaufgang um 6.00 Uhr in den Tag. Somit sind wir auf den Beinen, wenn auch die Tiere die morgendlichen kühleren Temperaturen nutzen. Die Hippos grunzen wie wild, die Antilopen fressen genüsslich und die Giraffen zupfen das junge Grün von den Dornakazien. Um den Nationalpark richtig auszunutzen, drehen wir noch den 2 stündigen Mbomb Loop. Diese Strecke war, was den Kurvenreichtum und die Bodenwellen angeht, kaum zu übertreffen. Stellt euch einfach vor, ihr rast mit einen Speedboot über stürmische See. Wir und alles Equipment im Kühlschrank und im Kofferraum werden ordentlich durchgeschaukelt. Kurze Entspannung für den Nacken und die Wirbelsäule gab's Frühstück am Bootsanleger.
    Danach ging es zum nächsten stop: Thamalakane River Lodge. Unser Weg war zwischenzeitlich von einer Elefantenherde blockiert. Die Elefantenkühe und ihre Kälber chillten im Schatten am Wegesrand und fraßen genüsslich. Es war ihnen sichtlich egal, dass ihr Rüssel und ihre Stoßzähne auf den Weg ragten und wir uns damit nicht vorbei trauten. Gut 10 Minuten warteten wir geduldig, doch es bewegte sich nicht allzu viel. Bestimmt hätten wir hier bis zur Abenddämmerung ausharren müssen, wenn Matthias sich mit unserem Geländewagen nicht durchs Unterholz geschlagen hätte. Ein Juchei auf unseren Fahrer!
    Nach den tierischen Strapazen mit Hyänen, Löwen, Elefanten und Moskitos, lassen wir uns nun einen Abend verwöhnen. In der River Lodge genießen wir Pool, ein weiches Bett und einen Restaurantbesuch. Schön ist, mal nicht kochen zu müssen oder auch die Zelt aufzubauen, aber so ganz ohne Opfer bleibt dieser Luxusaufenthalt dennoch nicht: Schlangenbesuch bei uns im Bad und Isa zieht sich eine kostengünstige Lippenauffüllung beim Zusammenstoß mit der Glastür zu.

    Ps: kleiner Doku-Tipp (noch ungeprüft) von den ganzen Safari-Profis, die wir hier treffen: "Wild Earth" oder "Safari Live". Ein Äquivalent zum täglichen Alpenpanorama im Fernsehen
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  • Ocavango Delta - Mokoro Overnighter

    October 16, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 37 °C

    Samstag 16.10. African Glamping
    Nach einem leckeren Frühstück wurden wir abgeholt, um ins Okavango-Delta zu fahren. Mal wieder über holprige Sandpisten, vorbei an kleinen Dörfern mit Reet gedeckten runden Lehmhäusern. Diesmal mussten wir nicht selbst fahren, sondern durften die Szenerie aus dem offenen Safariauto betrachten. An diesem hing auch noch ein voll beladenen Anhänger. Verrückt, dass wir nicht im Sand stecken geblieben sind und auch die schmalen hölzernen Brücken unsere Last ausgehalten haben. Scheinbar sind die Straßenverhältnisse hier wirklich "normal".
    Es erwarteten uns doppelt so viele Menschen, als wir selbst waren. Jeder packte an, hiefte das ganze Equipment, was für einen Campingausflug ins Delta so benötigt wird, in die kleinen Fiberglasboote. Sie werden Mokoros genannt. Diese wurden traditionell aus einem Baum geschnitzt und werden durch das flache Wasser gestakt, also mit einem Stab abgedrückt und gelenkt.
    Mit diesen Booten glitten wir lautlos über das Wasser, durch Schilf und an Seerosen vorbei. Wir waren damit auf Augenhöhe der Hippos, die mit uns im gleichen Pool badeten. Unsere Füße und Hände durften wir jedoch nicht ins kühle Nass halten - Kroko-Alarm!
    Nach der zweistündigen Bootsfahrt sind wir auf "unserer Privatinsel" angekommen und die 7 köpfige Crew (alles Mitglieder aus dem kleinen Dorf) war schon dabei, unser Camp aufzubauen. Von der Feuerstelle, über unsere Tafel zum Essen, einem Toilettensitz über einem Loch bis hin zur Dusche war an alles gedacht. Kurze Zeit später hieß es sogar "your rooms are ready". So schlafen wir heute Nacht auf weichen Matratzen, dicken flauschigen Decken und den hübsch hergerichteten Handtüchern - ganz wie in einem Hotelzimmer.
    Die Siesta-Time wurde uns mit Keksen und über dem Feuer gekochtem Tee, Kaffee und Kakao versüßt.
    Danach ging es zu unserer ersten Fußsafari durch den Busch. Wir lernten so einiges über tierische Kacka, z.b. dass die Hippomännchen Dünnpfiff haben und den Dung zur Reviermarkierung im Umfeld verteilen. Der Elefantendung ist bestens geeignet, um ein Feuer anzuzünden oder mit dem Qualm Moskitos zu vertreiben. Wildbeest-Köttel sind größer als die der Impalas. Und bei Zebras sieht es aus wie bei Pferden. Auch werden wir im Spurenlesen ausgebildet. Zudem ist es sehr wichtig, dass wir uns mit der Windrichtung hinter den Wildtieren positionieren, damit sie uns nicht riechen. Bei direktem Löwenkontakt sollten wir ihm in die Augen schauen und brüllen. Vor Elefanten und Büffeln laufen wir am besten weg und verstecken uns hinterm nächsten Busch. Zebras und Antilopen sind hingegen solche Schisser, dass wir keine Verteidigungsstragegien benötigen; sie rennen eher vor uns weg.
    Neben den üblichen Verdächtigen, wie Elefanten, Zebras, Wildbeest und Giraffen, lernten wir auf dieser Tour so einiges über die kleinen Termiten (optisch nicht mit Ameisen zu verwechseln). Sie brauchen einige Jahren, um einen bis zu 2 Meter hohen Termitenhügel zu errichten. Die Zusammensetzung ähnelt Zement, sodass mit der Zugabe von Wasser Ziegelsteine für die umliegenden Dörfer aus diesem Material geformt werden. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Termitenhügel die Basis für die Inseln im Okavango Delta bilden: Elefanten nutzen die Hügel gerne als ihre "Kopfkissen", lehnen sich an ihnen an oder schnuppern sich an ihnen. Wenn sie dann mal aufs Klo müssen, verteilen sie die frische Elefantenkacka, welche mit Samen und Früchten der verschiedensten Pflanzen bestückt ist, in diesem Gelände. So entsteht langsam neues, artenreiches Land.
    Mit unseren fleißigen Helferlein lassen wir den Abend mit Spaghetti und Bush-Bolognese am Feuer ausklingen.Gemeinsam sitzen wir mot den Guides und soe beantworten unsere vielen neugierigen Fragen zur Tierwelt, ihren gefährlichsten Begegnungen mit Wildtieren, ihrem Leben im Dorf, wann und wie geheiratet wird und welche Feste sie feiern.
    Wir werden von vorne bist hinten verwöhnt. Hier im Busch muss man wirklich sagen, dass ist Glamping (Glamorous Camping) pur! Etwas unangenehm ist jedoch, dass wir behandelt werden wie die Könige: es wird uns alles hinter hergetragen, kein Wunsch bleibt unerfüllt, wir sitzen auf Stühlen an einem gesonderten Tisch mit Tischdecke, während die Guides und Helfer am Boden an einer anderen Seite des Camps sitzen. Diese Klassengesellschaft zwischen Schwarz und Weiß, Reich und Arm ist uns nun schon so oft aufgefallen. Aber was ist nun richtig? Einerseits finden wir es unangenehm und möchten nicht als was besseres behandelt werden, gleichzeitig bringen wir mit unserem Ausflug Geld und Jobs in diese abgelegen Regionen. Alles ein Für und Wider, über das sich lange diskutieren ließe. Ich wünschte mir, dass diese Grenzen täglich ein Stück unwichtiger werden.
    Eine Idee hier wäre tatsächlich, dass wir beim Campbau helfen könnten oder wir zusammen mit der ganzen Crew an gleichen Tisch die gleiche Gerichte essen würden. Das wäre für mich ein erster Schritt, auf Augenhöhe mit einander zu sein ....
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  • Baines Baobabs

    October 17, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 35 °C

    Sonntag, 17.10. Knappe Geschichte!
    5.20 Uhr klingelte der Wecker - einmal auf dem Handy und gleichzeitig der Weckruf des Guides. Schnelles Frühstück aus Müsli, Baked Beans, Spiegelei und Bacon bevor wir uns wieder unsere Abenteurer-Klamotten überwarfen und den Busch erneut zu Fuß durchquerten. Am Horizont waren Löwen und Büffel zu entdecken. Die Flusslandschaft verändert sich täglich, sodass selbst unsere Guides davon überrascht waren, dass statt des geplante Weges nun ein Wasserloch vor uns lag. Aber kein Problem: mit dem Mokoro: konnten wir es überwinden. 5000 Schritte später, inkl. Elefant, Giraffe und Co, setzten wir mit dem Einbaumboot durch das seichte Wasser zurück. Angekommen am Dorf sahen wir noch eine Kuh mit ihrem ganz frischen Kälbchen. Es war erst wenige Stunden alt; selbst die Nabelschnur war noch zu sehen. Manch einer findet (Isa): "süßer als Zebras!". Unser (wir dachten es sei großzügig!) Trinkgeld wurde nur argwöhnisch betrachtetund so verabschiedeten wir uns mit einem durchmischten Gefühl.
    Durch den Fahrzeugtausch mussten wir noch einen Zwischenstopp beim Autovermieter Bushlore in Maun einlegen, um 3 kleine Reperaturen durchführen zu lassen und unsere Grenzpapiere abzuholen. Vor der Tür stellten wir fest, dass die Afrikaner Sonntags auch Ruhetag haben. Zu unserem Glück konnten wir den Mechaniker telefonisch erreichen, sodass wir nur 30 Minuten warten mussten. Die Supermärkte haben hingegen offen. Doch unser Problem: den Eingang zum Parkplatz zu finden. Nach 5 Schleifen entschieden wir uns für einen anderen Laden, hier gab's jedoch keinen Alkohol - den gibt es in Botswana nur in Liquor Stores, welche Sonntags aber geschlossen haben. Der Magen knurrte, sodass wir in der "Großstadt" in einer Fast Food Kette "Chicken Licken" einkehrten. Für die meisten Afrikaner ist das das Equivalent zu einem Restaurantbesuch. Richtige Restaurants oder auch Street Food Stände sind hier nicht zu finden. Das Tanken ist immer wieder ein Abenteuer: 5 Mitarbeiter winkten uns zu sich heran, prüften den Luftdruck, tankten voll, wischten alle Scheiben. Jedes Mal überlegen wir, ob wir entgegen der Empfehlung aus dem Reiseführer Trinkgeld geben sollten. Hier war es aber andersrum: für 120 Liter Sprit (ca. 100 Euro) gab's 2 Liter Cola gratis.
    Nun war es schon fast 16 Uhr, noch 3 Stunden Weg lagen vor uns. Für Souvenir-Shopping blieb also keine Zeit mehr (Sorry!).
    Ab 18.30 Uhr wird es langsam dunkel und der Einlass in den Nxai-Nationalpark (wie wird das eigentlich ausgesprochen?! Richtige Aussprache folgt in einer Sprachnachricht wir tun uns schwer dabei) wird untersagt. Ab 19.00 Uhr gilt dann sogar Fahrverbot; zu gefährlich in der Dunkelheit mit den wilden Tieren, dem tiefen Sand und den Schlaglöchern.
    Auf die letzte Minute erreichten wir unseren Campingplatz in der Nähe der Baines Baobab. Die Sonne war schon untergegangen. Nur die weiße Salzpfanne, die um uns herum lag, erstrahlte im Mondlicht.
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  • South camp Nxai Pan

    October 18, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 34 °C

    Montag, 18.10. Showdown am Wasserloch - König vs. Präsident
    Der Tag fing gut an: "Ausschlafen", ausgiebiges Frühstück in der Sonne, kleine Laufeinheit bei 32 Grad Celsius und vor uns die Weite der Nxai Salzpfanne. Gestern haben wir sie nur im Dunkeln erahnt, heute sehen wir am anderen Ende die großen bekannten Baines Baobabs und andere von goldenem Gras funkelnde Inseln.
    Die Salzpfanne lädt förmlich dazu ein, ein paar Poser-Fotos und lustige Videos mit unserem Auto zu machen. So zogen wir Kreise über den trockenen Boden, wedelten hinter uns den Staub auf, um Bushlore, unser Gefährt und uns selbst so richtig schön ins Szene zu setzen. Ai ai ai, wir rechneten nur nicht mit dem Parkranger, der scheinbar unsere Fahrkünste beobachtete. Erbost und aufgebracht kam er zu uns, baute sich vor uns auf und wollte uns schon fast des Parks verweisen. Außerhalb der Wege fährt man doch nicht! Was haben wir uns dabei bloß gedacht? Was soll das? Soll ich euch aus dem Park schmeißen? Ihr wisst schon, dass ich das kann? Okay, vielleicht war das etwas naiv von uns, aber zwischen den tausenden Spuren war eh keine Hauptstraße auszumachen und außerdem war das Fotomotiv einfach zu verlockend. Aber was solls, so geben wir klein bei, stecken straußenartig die Köpfe in den Sand und machen uns brav von dannen.
    Mittags wechseln wir den Campingplatz und fahren beim vom Pförtner empfohlenen Wasserloch vorbei. Für die Mittagshitze ein wildes Treiben vor Ort. Wir beobachten Impalas und Springböcke (der einzige Ort in Afrika, an dem diese beiden Tiere nebeneinander vorkommen!), die auf die Knie gehen, um im Wasserloch zu trinken. Wildebeest, die mit Zebras in Begleitung zum Wasserloch pilgern. Geier, die ihre riesigen Flügel ausbreiten und sich mit Adlern anlegen, Elefanten die Baden, Strauße, die eigenartig trinken und Schakale, die wie Füchse umher streunern.
    Auf dem Rückweg entdeckten wir im Schatten schlummernde Löwen. Diesmal haben wir sie auch ohne Guides entdeckt. Wir werden zu richtigen Safari-Profis! Unsere Skills als Afrika-Experten haben wir sogar schon am Morgen bewiesen, in dem wir diesmal nicht die notleidende Autofahrer waren, sondern einen stecken gebliebenen Einheimischen aus dem Sand zogen. CHACKA (LAKKA)!
    Im Gegensatz zu den Tieren, haben wir keinen Pool, um die 35 Grad erträglich zu machen. So setzen wir uns eher am Campingplatz in den Schatten, lesen, springen Springseil und spielen Kniffel. Scheinbar ist dieses Unterhaltungsprogramm auch für Elefanten interessant. So fressen sie neben uns die trockenen Sträucher, stapfen aus dem Busch, quer über den Zeltplatz, hinterm Auto und an den Waschhäusern vorbei.
    Irgendwie ist es schon verrückt, wie nah man diesen Tieren kommt. Jedes Mal rutscht uns (und insbesondere mir) das Herz in die Hose.
    Am zur Mittagszeit so gut besuchten Wasserloch war es zum Nachmittag doch recht ruhig. Und so standen wir, starrten in die Weite, ein kräftiger Wind zog auf, außer Bushchicken war weit und breit nichts zu sehen. Wie gut, dass wir Wizard dabei hatten und nun über die Mittelkonsole gelehnt uns gegenseitig in die Karten schauten ;) huch, was lenkt uns mit einmal ab? Das Löwenrudel, welches 4h zuvor noch im Schatten chillte, lief gemächlich zum Wasserloch. Wie Katzen schleichen sie elegant und beugen sich vorn über zum Wasser, um zu trinken. Die 12 Tiere sind mit einmal nun richtig aufgeweckt und spielten und schmusten miteinander. Was angenehmere Temperaturen so alles verändern ...
    Mit der untergehenden Sonne stapfte ein großer Elefantenbulle zur Wasserstelle. Wie wird das wohl ausgehen? Entgegen unserer Annahme, dass die Löwen ihre Wasserstelle verteidigen werden, ziehen die Könige von Afrika sich zurück und lassen dem großen Dickhäuter den Vortritt. Erst als sich der Präsident von Afrika (aka. Elefant) zurück zieht, ist es wieder Spielzeit für die Löwen am Wasser. Wir kannten deutlich sehen, dass sie großen Respekt vor dem Elefanten hatten. Die Löwen werden nun richtig wach, wir hingegen müssen nun ins Bettchen. Sandmännchenzeit! Was für eine Gemeinheit, jetzt beginnt das Schauspiel doch erst richtig!
    Mit der untergehenden Sonne zog auch ein fieser Wind auf, sodass das Kochen über dem Gaskocher eine halbe Ewigkeit dauerte. Viele Schakale statten uns am Campingplatz einen Besuch ab, schrecken uns nach der Begegnung mit den Hyänen aber nicht mehr auf. Safari-Profis eben! :)
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  • Makgadikgadi Pans

    October 19, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 26 °C

    Dienstag, 19.10. Morgenstund hat Gold im Mund - wurde aber nicht belohnt
    Ganz getreu der Überschrift packten wir nach dem Weckerklingeln das Zelt zusammen, um mit den Tieren um 6.30 Uhr am Wasserloch in den Tag zu starten. Aber denkste, Puppe! Entweder schlafen die Tierchen noch, sie sind alle von den Löwen in der Nacht erlegt worden oder ihnen geht der Wind so auf den Zeiger wie uns. So gab's für uns an diesem Morgen nichts zu sehen ...
    Wir verließen die Nxai-Pan und fuhren in den Makgadikgadi Nationalpark. Diese Seite des Parks ist nicht zu vergleichen, mit der Landschaft, die unser Einstieg in die Botswana-Tour war. Auf sandigem Boden wachsen Sträucher mit ersten grünen Blättern, Oryxantilopen mit ihren weißen Köpfen (leider haben wir kein richtiges Foto schießen können) und Zebras stehen am Wegesrand. Wenige Meter neben uns erstreckt sich eine Ebene tiefer der Boteti River. Die Flusslandschaft ist wie eine Oase in der sandigen Gegend. Saftig grün, Seerosen, funkelndes Wasser. Hier leben die typischen Verdächtigen: Elefanten, Zebras, Impalas, Geier, Enten, Störche, Schakale. Der Wegesrand ist gesäumt von zahlreichen tierischen Kadavern oder nur noch verbleibenden Knochen.
    Abends zog mal wieder ein kräftiger Wind auf (Warum ist es eigentlich so, dass es hier abends stürmisch wird, wobei zuhause es abends meistens windstill wird?!), der uns ins Auto vertrieb. Also wieder eine Runde Wizard über der Mittelkonsole, die Matthiad Haus hoch gewonn.
    Schön wäre es eigentlich gewesen, in Ruhe ums Feuer zu sitzen. Vor Hyänen und Schakalen haben wir nunmehr keinen schiss mehr. Dennoch gibt es jeden jeden neue unerwartete Geräusche. Im Hintergrund quietschten Tiere, so als würde ein Kleinkind schreien. Ansonsten trieben sich hier wohl Impalas, Elefanten und Affen rum.
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  • Central Kalahari Game Reserve

    October 20, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 29 °C

    Mittwoch, 20.10. Kalahari in Flammen
    Skorüion: alle 3 dus heb inspizieren, kalt und stonkend, Skorpion, wenig wassef
    (Wer diesen im schaukelnden Auto geschrieben Satz richtig übersetzt, der bekommt 3 Bällchen Zebrakacke. Challenge accepted.)
    Wir ließen den Makgadikgadi Pans hinter uns und setzen mit einem Ponton Boot über den Boteti River. Um auf das Floß zu kommen, mussten wir einige Meter durch das Wasser fahren. Ein Abenteuer. Auf die andere Seite ging es per Muskelkraft. Unser Bootsführer zog das Plateu mit Hilfe eines Seils händisch zum anderen Ufer. Die 3 minütige Überfahrt kostete uns 200 Pula (17 Euro).
    Mit 60km/h schlichen wir die 70 km bis nach Rakops. Schneller konnten wir nicht fahren, da 1,8 bar Reifendruck für die Sandstraßen und nicht den Asphalt gemacht sind. In Rakops sollte es eine Tankstelle geben. Somit rechneten wir auch mit einem Geldautomat, einem Kompressor, einem Liquorstore und Souvenirs. Doch von unseren Erwartungen müssen wir uns hier in Afrika wieder einmal verabschieden. Der Geldautomat war leer, der Kompressor kaputt, das Alkoholfachgeschäft fast leer gekauft und statt Souvenirs nur Süßigkeiten, Schuhe und Hosen. Dafür fanden wir eine kleine Bäckerei, in der wir das gesamte Sortiment (3 Teile) probierten. Tanken klappte dann doch noch; wir konnten sogar mit Karte bezahlen.
    Hinter Rakops biegen wir von der Asphaltstraße ab; auf geht's in die gefährlichste Wüste der Welt: die Kalahari. Wir erwarten Sand, Sand und noch mehr Sand. Doch vor uns liegt Sand, Strauch, Busch. Dicht am Wegesrand stehen Oryxantilopen, die uns mit ihrem Clownsgesicht und einem Körper gemischt aus Zebra, Antilope und spitzen Hörnern in den Bann zieht. Mit dieser Mörderwaffe können sie sogar den Kampf mit Löwen aufnehmen.
    Und dann passiert es wieder: Matthias am Steuer, stoppt das Auto für ein Oryx-Foto und will es wieder starten ... siehe da. Es streikt! Ein Warndreieck im Display blinkt, Bremsenfehler, es lässt sich von der Parkposition kein Gang mehr einlegen. Oh man, Matthias wird ab sofort die Fahrt mit "Hilli" (frisch getauft!) untersagt. Diesmal stehen wir 10km vor dem Camp, weit und breit keine Retter in Sicht. Also zücken wir wieder das Satellitentelefon, um bereit zu sein. Ein Wunder geschieht, Hilli springt mit einmal wieder an und zack, geht's nun zum Zeltplatz. Drücken wir die Daumen, dass das nur ein kurzen Aufmucken war.
    Im Nationalpark brennt ein großes Buschfeuer. Relativ unberechenbar, wie schnell es sich bewegt. Mit jedem Windhauch zieht es in eine neue Richtung und fackelt das goldene Gras ab. Die Bäume und Sträucher überleben das Feuer. Lieber Herr Offiziersvogel, können Sie nicht mal was gegen das Feuer machen?!
    Zum Nachmittag drehen wir unsere obligatorische Runde. Diesmal sogar mit einem Tipp von unserem direkten Platznachbarn (1,5km entfernt): einmal zum Deception Loop, dann kommt da so ein neuer Weg (was ist eigentlich ein neuer Weg?!), den nehmt ihr und hinter dem 3. toten Baum (was ist hier eigentlich tot und nicht nur vertrocknet?!) Lag vor 3h ein Leopard, ist aber schwer zu erkennen. Nun ja, mit dieser präzisen Beschreibung machten wir uns los und waren guter Dinge. 3 undefinierte Kreise zogen wir, bevor wir mit einmal tatsächlich Ohren im Schatten entdeckten. Sooo viel Aufregung, vorallem von Isa; "Oh, da ist er, oh man, ich werd verrückt. Ein Leopard. Der Wahnsinn. Schaut ihn euch an. So elegant, soooo hübsch, was für ein Tier. Ich werd verrückt!". Er tat uns sogar den Gefallen und richtete sich auf, schlich direkt am Auto vorbei und gähnte gelangweilt. Übrigens, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Gepard und einem Leopard? Ich glaub, ich werde mir das nie merken.... ;)
    Das Kulinarische Highlight des Tages ist die Zebrakacke. yamm yamm yamm.
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  • Central Kalahari Game Reserve

    October 21, 2021 in Botswana ⋅ ☁️ 31 °C

    Donnerstag, 21.10. It's getting hot in here
    5.30 Uhr, der Wecker klingelt zur Morgensafari, der erster Satz, den Isa hört: "Wehe da sind heute keine Tiere!". 45 Minuten mit Zähneputzen, Zelt zusammen packen später, noch etwas verschlafen machen wir uns auf den Weg zum 40km (1,5 Stunden) entfernten Lethiau Wasserloch. In den Morgenstunden zwitschern nur ein paar Vögel. Sonst bleibt es die erste Stunde recht ruhig, was die Tierwelt angeht. Doch plötzlich schleicht ein kleiner Löwe von rechts nach Links über den Sandweg zu seiner Löwenfamilie. Was für eine Belohnung für das frühe Aufstehen! Vier kleine tapsige Löwenbabies gucken uns mit großen Augen an, gähnen in die Kamera und kuscheln sich an ihre zwei Löwenmuttis, die sichtlich unbeeindruckt von uns sind.
    Wenige Kilometer später schauen zwei graue Ohren aus dem goldenen Buschgras; ein Löffelhund zeigt sich.
    Vom in der Reiseroute beschriebenen Wasserloch ist nur ein Loch übrig. Wasser ist hier weit und breit nicht zu sehen; und das schon seit mehr als einem Jahr. Tiere dementsprechend auch nicht. Nur ein Safari-Auto mit richtigen Safari-Guides gesellt sich zu uns und fragt, ob wir schon was entdeckt hätten. Unsere gute Tat des Tages: mit den Koordinaten vom Schattenplatz der Löwenbabies können wir punkten. Doch die Guides haben kein GPS Gerät und so führen wir sie kurzer Hand zum Ziel. Tja, nun sind wir die richtigen Profis :)
    7 Stunden und einen platten Hintern später legte wir eine kurze Mittagspause ein. Fängt es gerade an zu tropfen? Wir sind doch in der Wüste! Bei dem Glück, "Regen" in der Wüste zu erleben, sollten wir wohl mal Lotto Spielen ;)
    Eine 2,5 stündige Tour setzten wir nochmal zum Nachmittag an. Diesmal sollte es zum Sunday Wasserloch gehen. Außer netten anderen deutschen Touristen (Deutsche sind einfach überall!) war weder auf dem Weg noch am wasserloch etwas spannendes zu entdecken. Das Nachmittagshighlight war dann nur das Baby einer Oryxantilope, welche von Form und Farbe überhaupt nicht zur Mutter passte. Nur anhand der auffälligen Bemalung an den Augen sind wir uns sicher, dass die beiden Tiere zusammen gehören. Das letzte Einhorn haben wir im Busch auch entdeckt: Oryx mit nur einem Horn.
    Am Abend machten die gehassten Käfer Nike und Isa das Leben schwer. Am Horizont loderte das Buschfeuer. Je später und je dunkler es wurde, färbte sich der Himmel in ein bedrohliches Rot und Wetterleuchten erhellten den Himmel. Zusätzlich ließ der Vollmund unseren Zeltplatz verhältnismäßig hell strahlen. Mit fortschreitender Stunde wurde das Feuer immer größer und wir immer nervöser. Wir waren zwar guter Dinge, dass es unseren Zeltplatz nicht erreichen würde und spätestens durch den Sandplatz vom Auto ferngehalten wird, aber das Risiko wollten wir nicht tragen. Immerhin hatten wir am Vortag schon erlebt, wie heiß die Buschfeuer sind und wie beißend der Qualm in der Luft liegt. So packten wir in einer Nacht und Nebelaktion alles Equipment und die Zelte zusammen. 2 km weiter schlugen wir dann alles wieder auf. Da auch dort die Flammen am Horizont zu erkennen waren, schoben wir eine Nachtwache. Zum Glück regnete es gegen Mitternacht erneut und wir konnten mehr schlecht als recht schlafen.
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  • Khama Rhino Sanctuary

    October 22, 2021 in Botswana ⋅ ⛅ 28 °C

    Freitag, 22.10. Ausflug in die Stadt
    Die letzte Nacht auf einem wirklich abgelegenen Campingplatz liegt hinter uns. Kein Wasser, kein Strom, kein Grill. Nur Sand, Feuerstelle, Plumsklo und Eimerduschen. Man merkt, es geht dem Ende zu. Ein wenig sentimental kann man da schon werden. By the way: wir sind nicht abgebrannt.
    Wegen der vielen Weiderindern (die Region rund um Rakops ist bekannt für das Freilandfleisch) sind wir ständig auf der Hut: sie grasen neben der Straße, stehen aber auch gerne auf ihr.
    Nach vielen Tagen in der Wildnis müssen wir nun einen Stopp in Letlakhane einlegen. Wir brauchen den berühmt berüchtigten PCR test für den Grenzübertritt. Das ganze Unterfangen dauerte wegen der Datenerfassung länger, doch der eigentliche Test war mehr ein Zungenstreicheln. Warten wir mal ab, wie das Ergebnis ausgeht.
    Auf der anderen Straßenseite werden wir von Musik lautstark beschallt. Kleine Stände mit Gemüse, Klamotten und sonstigen für uns nicht brauchbaren Dingen blockieren den Parkplatz. Im Supermarkt sind wir schlichtweg überfordert: zu viele Menschen, zu laut, zu viel Chaos. Es gab mal wieder keine Souvenirs, eher nur ein Feeling von einem ramschigen Flohmarkt. Langsam fangen wir an zu schwitzen, ob wir irgendwo noch etwas auftreiben können. Sorry.
    Letlakhane ist berühmt für seine Diamantenminen. Dass die Stadt deutlich reicher ist, als andere, die wir gesehen haben, merken wir schnell: größere Häuser, saubere Kleidung und teurere Autos. Es herrscht eine extrem hohe Dichte an deutschen Fahrzeugmodellen, wie BMW, Audi und Mercedes. Neben uns an der Tankstelle standen sogar zwei getunte 3er BMWs.
    Unser Mittag gab's auf dem Weg zw. Letlakhane und Kharma Rhino Sanctuary an einer Haltestelle, also eine Art Seitenstreifen, am dem per Anhalter auf Lastwagen Ein- und Ausgestiegen wird. Genau in dem Moment, als wir es uns auf dem Bordstein mit Nudelsalat gemütlich machen, rast ein dicker LKW auf uns zu. Hupen und wildes Gestikulieren zeigt uns deutlich, wir stehen im Weg.
    Das 1992 mit nur 2 Nashörner entstandene Kharma Rhino Sanctuary (Nashorn Schutzgebiet) beherbergt uns für die letzten 2 Nächte. Noch vorm Sonnenuntergang drehen wir unsere Runde und können mit Stolz verkünden: wir haben Nashörner gesehen! Big Five Check!
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  • Khama Rhino Sanctuary

    October 23, 2021 in Botswana ⋅ ☀️ 34 °C

    Samstag, 23.10. Keiner mag Klugscheißer.
    Nun liegen beinahe 3 Wochen hinter uns. Langsam müssen wir uns von Botswana verabschieden. Den letzten "richtigen" Tag verbringen wir im Kharma Rhino Sanctuary; diesmal aber ohne selbst gefahrene Safari und mit ganz viel Pool-Zeit zum Bruzeln in der 39 Grad warmen Sonne.
    In den Morgen starteten wir verschieden. Ich machte mich auf zu einem Nature Walk mit mit Guide. Endlich mal wieder die eigenen Beine bewegen, durch Fußabdrücke und Kacka die Tiere erkennen und deren Bewegungsrichtung auszumachen. Mit dem Auto kommt man dicht an die Tiere heran, die sich in der Nähe der Straße befinden; zu Fuß befindet man sich dagegen eher auf "Augenhöhe" und kann man sogar dicht ans Wasserloch, durch den Busch und sich mit der Windrichtung den Zebras, Wildbeest, Impalas und Nashörnern (White Rhino) nähern. Im Park leben nun wieder ca. 70 White Rhinos und 5 Black Rhinos. Die schwarzen (Spitzmaulnashorn) Rhinos sind sehr selten, nur die weißen konnten wir sehen. Sie werden bis zu 50 Jahre alt. Die älteste Rhinodame ist sogar schon 41 Jahre und hat 15x Nachwuchs in den Park gebracht. Nashörner werden wegen ihres Horns auch heute noch gerne gewildert. Ein Kilogramm bringen gut 600 US Dollar ein, ein Horn wiegt ca. 15kg. Also eine stattliche lohnenswerte Summe. Kein Wunder, dass Nashörner in vielen Landstrichen fast ausgestorben sind In Botswana ist die Wilderei jedoch verboten und die Armee bewacht das Gelände. Der Schutz der Tiere ist hier so erfolgreich, dass sogar Nashörner aus anderen Ländern hier her gebracht werden, aufgezogen und weitere Bestände später dann wieder umgesiedelt werden. Die Dickhäuter sind fast blind, können dafür aber gut hören und riechen. Bis zu 20m dicht können wir an soe heran. Als sie uns ausgemacht haben, hieß es einfach wie angewurzelt stehen zu bleiben. Etwas mulmig war mir dann doch ;)

    Statt geplanten 2 Stunden, waren es zum Ende 3 Stunden Fußmarsch. Die anderen scharrten wie Zebras bereits mit den Hufen. Das Sorghum zum Frühstück war fertig gekocht, und alle außer Steffi frisch geduscht. Und das nach 4 Tagen: endlich wieder Körperhygiene und Wäsche waschen. Hungrig (auch vor Sorge, dass es nie mehr essen geben wird) warteten und warteten die Drei.
    Nachdem wir wieder vollzählig waren ging es los zum Abenteuer in die Stadt, um unseren PCR Test auszudrucken. Ergebnis negativ. Den Ausflug hätten wir uns sparen können, wenn die Druckerpatrone im Camp voll gewesen wäre; so wurden eher krampfhaft die Dateien via Bluetooth zum nächst besten Copy Shop übermittelt. Danach schlenderten wir noch kurz über den Markt. Auch hier Souvenirs Fehlanzeige. Außer ihr wollt Tomaten und Zwiebeln, Maiskörner oder ein lebendes Huhn?!
    Zurück zum Camp ging es an den Pool. Der erste und letzte richtige Pooltag. Wir waren inspiriert vom Day Drinking unserer afrikanischer Poolnachbarn und zogen mit zwei Bier nach. Nachdem Isa und Nike endlich mal wieder Hardcore Chillen durften, ging es wieder auf den Zeltplatz. Hier sollten wir um 18 Uhr zum Abendessen und Game Drive abgeholt werden. 5 Minuten vor 6 fingen wir bereits an, nervös zu werden. Haben sie uns vergessen?! Wir haben Hunger und wollen Leoparden sehen!!!
    Nachdem sich um 20 nach 6 immer noch nichts tat wurden wir misstrauisch und waren uns nun sicher, dass wir vergessen wurden. Zur 4km entfernten Rezeption zu laufen war nicht möglich: zu weit, zu viele Tiere, bald zu dunkel. Mit dem Auto konnten wir auch nicht fahren, da die Zelte schon aufgebaut waren. Nocheinmal Abbauen und Aufbauen wollten wir beim besten Willen nicht. Also ging es zu unseren Campnachbarn, die zum Glück eine funktionierende Simkarte und Empfang hatten und für uns die Rezeption anriefen. Ob nun Vergessen oder doch die Wahrheit, aber angeblich war kein SafariAuto und Fahrer frei, sodass wir uns nur noch "kurz gedulden" mussten. Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung ging es los zum Restaurant, was eher einer Freibadkantine ähnelte. Der Kellner schien sichtlich überfordert von seinen einzigen 4 Gästen zu sein. Immerhin bestellten wir 5 Gerichte, davon eine Pizza zur Vorspeise und 4 Getränke (was dann doch alles gleichzeitig kam). Unser Safari Fahrer wartete ungeduldig auf dem Parkplatz, während wir schon "wir haben Hunger" sangen.
    Nun endlich, eine Stunde später als geplant, fuhren wir durch die stockdunkle Nacht. In den Nationalparks war dies immer verboten; nur hier in privaten Schutzgebieten mit Guides ist das nun möglich. Während Isa und Steffi gespannt in der vorderen Reihe Platz nahmen (typisch deutsch), saßen Nike und Matthias in der hinteren Reihe (die coolen sitzen immer hinten) und kippten sich eine Menge Gin und Tonic hinter die Binde.
    Auf unserem Streifzug durch die Dunkelheit begegneten wir abertausenden funkelnden Augenpaaren und sahen im Scheinwerferlicht Rhinos, Zebras, Impalas, Springböcke, Wildebeests, Eulen und unseren Favouriten, das afrikanische Känguru aka. Springhare.
    Wir fühlten uns schon als solche Safari Profis, dass wir die Tiere schon selbst beim Namen benannten und den Guide gar nicht mehr richtig Guide sein ließen. Als dann sein Auto nicht mehr ansprang, wussten wir natürlich sofort, was der Fehler war. Das teilten wir ihm auch ungefragt und lautstark mit. Mit unserer Lösung war der Fehler natürlich sofort behoben. Auf ein nächtliches Leopardenfoto mussten wir jedoch leider verzichten. Unsere Skills haben dafür dann doch noch nicht gereicht. Und die des Guides wohl auch nicht ;)
    Wir löcherten unseren Guide mit vielen Fragen, z.b. "was machen wildebeests nachts?" - "Tiersachen?!" Oder "auf wieviel Höhenmetern liegen wir hier?" - "keine Ahnung?!".
    Nach 2 Stunden wurden wir Klugscheißer wieder im Camp abgeladen und fielen totmüde ins Bett.
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  • Matamba Bush Campsite

    October 24, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 33 °C

    Sonntag, 24.10. Tag ohne Highlight
    Nun ist es soweit: Unser letzter Tag in Botswana. Ja, wir wissen, ihr freut euch auf uns. Wir uns auch ein bisschen auf euch ;)
    Wie die Überschrift schon verrät, hielt der letzte Tag keine wirklichen neuen Highlights für ins bereit: der Grenzübertritt nach Südafrika verlief reibungslos und ohne Wartezeiten, die Fahrt zum Matamba Bushcamp war uns vom ersten Reisetag bekannt, die Baustellen auch noch die gleichen und da wir den Code fürs Matamba Camp Tor schon hatten, konnten wir auch gleich bis zum Stellplatz durch fahren.
    Südafrika macht uns den Abschied nicht allzu schwer. Die ganzen Tiere, die wir am Tag 1 gleich schon gesehen hatten, versteckten sich bei den herblistlichen Temperaturen zu gut, sodass wir sie selbst mit unseren Safari-Skills nicht auffinden konnten. Dabei hatten wir so fest damit gerechnet, uns nocheinmal von Giraffe, Zebra und Co zu verabschieden.
    Zum Abschied gab es die Bush Lasagne, die uns am ersten Tag begrüßt hatte. Und es fegte ein heftiger Sturm auf dem Platz, dass wir kurzzeitig Angst ums Feuer hatten.
    Aber alles in allem war es ein schöner Abschiedsabend am Lagerfeuer (das größte unserer Reise). Nur Schwimmen konnten wir wieder nicht spielen, da der Wind die Karten weggeblasen hätte.
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  • Johannesburg

    October 25, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Montag, 25.10. Good Bye Africa!
    Der Tag begann kalt und windig. Sind wir schon in Deutschland?!
    Nachdem wir ein letztes Mal (eine Monsterportion) Sorghum zum Frühstück kochten und alle Sachen verstaut waren, machten wir uns auf den Rückweg nach Johannesburg, um unser treues Auto Hilly abzugeben. Folgende Verluste haben wir zu melden: 1 komplettes Auto, 1 Schlafsackhülle, 1 Gabel, ~1 Messer~ (neu geklaut), 1 Schüssel, ~2 Tupperdosen~ (neu gekauft), 1 Schräubchen des Kompressors. Unser wichtigstes Equipment der Zeit: Stirnlampen, Müslischüsseln, Abschleppseil, GPS Gerät, Fernglas, Kameras, Gaskocher. Uns ist erspart geblieben: viele Mückenstiche und Malaria, beklaut zu werden, Verletzungen beim Auf- und Abbau der Zelte, Benutzung des Wagenhebers, Reifenwechsel.
    Südafrika/Johannesburg verabschiedete sich mit einem kräftigen Regenguss, Blitz und Donner. Am Flughafen gönnten wir uns noch leckere Cocktails und ein letztes Abschiedsessen. Dann war es soweit: von Matthias mussten wir uns verabschieden. Für ihn ging es in ein luxuriöses Hotel mot 2 Betten, Badewanne und Fitnessraum. So lebt es sich ungewohnt gut nach 3 Wochen Dachzelt. Alles Gute für die Weiterreise nach Mauritius!
    Für uns ging es ab in den Flieger und nun sitzen wir hier in Paris und verabschieden uns.

    Wir hoffen, ihr konntet an unserem aufregenden Abenteuer teilhaben.

    PS: unser Botswana ist Lied ist "es geht schon wieder los ..." von Roland Kaiser 🎶
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  • Soweto

    October 26, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 21 °C

    Dienstag 26.10. Die dunkle Seite des Reisen
    Jetzt wo die Hauptautoren das sinkende Schiff verlassen habe, übernehme ich (Mathiaslals Leichtmatrosen Autor das Ruder. Vor meinem Flug nach Mauritius habe ich noch zwei Übernachtungen in Johannesburg einplanen müssen. Flüge zwischen Süd Afrika und Mauritius sind noch Mangelware und schnell ausgebucht. Johannesburg wurde mir von vielen Seiten abgeraten und mir eine Übernachtung in Flughafen Nähe empfohlen. Wie zu erwarten ist
    das Hotel am Arsch der Heide und auf Grund von Kriminalität an ein Verlassen des Geländes alleine nicht zu denken. Deshalb habe ich mir eine geführte Tour inklusive Abholung im Hotel gebucht. Gleichzeitig stand ich im Austausch mit Mavhuthu einem Mitglied der Adidas Runners Joburg. Wir wollten eine Runde laufen gehen und "Trikots" tauschen. Am Morgen noch ambitioniert habe ich meine Laufsachen in den Turnbeurel gepackt und wurde um 8:30 von Albert dem Guide für die Tour durch Soweto abgeholt. Es stellte sich heraus das Albert ein großer Fan deutscher Fussball Mannschaften und deutscher Autos ist und aus dem Kongo stammt. Auf unserem Weg zum ersten Stop holten wir in Johannesburg noch ein Pärchen aus Kanada und Südafrika ab. Während wir auf Sie gewartet haben praste ein Sportwagen in einer 50er Zone mit 120 an uns vorbei, rammte beinahe ein anderes Auto und schoss auch nur knapp an Fußgänger vorbei die einen großen Karren mit Recycling Material (dazu später mehr) durch die Straßen schoben vorbei. Noch während ich darüber nachdachte wie gefährlich die Situation gerade war, hörte ich Polizei Sirenen und kurz darauf brauste die Polizei an uns vorbei. Meine erste Verfolgungsjagd! und der Sportwagen über alle Berge...
    Kurz darauf setzen wir unsere Fahrt los und fuhren nach Soweto. Wenn ich es richtig verstanden habe wurde Soweto in den Zeiten der Apartheid gegründet. Hier wurden die Menschen strikt nach ihrer Herkunft getrennt und in verschiedenen Bereichen "einquartiert", heute zählt die Stadt als Township (Slum) von Johannesburg und hat knall 1.3 Millionen Einwohner. Fast schon Makaber war das wir zum Beginn der Tour am WM Stadion vorbei fuhren, das jetzt von den Kaiser Chiefs (Fußball Club, nicht die Band) genutzt wird. Kurz darauf waren wir in Soweto und durften einem Local begleiten der uns durch das Township führte. Ein Besuch im Kindergarten (20 Kinder auf eine Betreuerin und das im Wechselunterricht) und in einer der Wellblech Hütten in denen die Familien hausen holt einen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir führen ein richtig priviligiertes Leben und können froh sein in Deutschland geboren zu sein. Durch das verdreckte Dorf zu laufen und Fotos zu machen war ziemlich Makaber. Ein tröstendes Gefühl war immerhin, dass durch unseren Besuch Geld in die Gemeinde kommt und so unter anderem der Kindergarten finanziert wird. Jeder der etwas, gegen Flüchtlinge hat, sollte hier mal ein paar Stunden verbringen.
    Nach diesem Besuch machten wir uns auf in das Haus von Nelson Mandela und lernten kurz darauf über die Studenten Revolte mit vielen Opfern, bevor es zum Mittagessen mit local Buffet ging. Auf der Speisekarte standen unter anderem Hühner Füße und Rind mit mehr Knochen als Fleisch. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar das ich es zu einem Lauf mit Mavhuthu nicht mehr schaffen werde. Also sagte ich ihm ab und vertröstete ihn auf ein anderes Mal. Kurz darauf entgegnete er mir das er in 15 Minuten da ist. Er tauchte tatsächlich in unserem Restaurant auf und wir hatten einen kurzen Plausch und tauschten unsere Adidas Runners jerseys aus. Schon verrückt wie schnell man zu anderen Menschen eine Bindung aufbauen kann ohne sie vorher jemals getroffen zu haben. Im Gegensatz zu mir trug er das AR Hamburg Trikot direkt durch Johannesburg spazieren. Als ich endlich am Hotel ankam hieß es für mich meinen nächsten Trip zu planen. Die ersten Unterkünfte für Mauritius mussten gebucht werden.
    Achja ich wollte noch etwas zum Recycling erzählen. Angrenzend an das Township war ein großer Recycling Hof der eher einer Müllhalde glich. Hier können die Bewohner Müll recyclen und sich ein paar Taler dazu verdienen. Die ist auch der Grund, warum wir viele mit Schrott beladen Karren gesehen haben, die von den Menschen durch die Gegend geschoben wurden. Alles in allem ein Erlebnis das einen erdet. 🥺
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    Trip end
    October 26, 2021