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  • Day5

    Torres del Paine - Tag 1

    March 15 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Auf zum Nationalpark. Die Wecker klingelten halb 6 und kurz nach um verließen wir das Hostel mit vollen Rucksäcken und einem kleinen Lunchpaket unserer Gastgeber. Die 10 "Blocks" zum Busbahnhof zogen sich und trotzdem saßen wir rechtzeitig im gebuchten Bus nach "Pudeto" - dem Eingang für Wanderer, die bei Paine Grande starten. Nach 2h ging es auf den Catamaran, der uns zum Campingplatz Paine Grande brachte.
    Halb 10 waren wir dann endich vor Ort, bauten fix unser gemietetes Zelt auf und liefen direkt los Richtung Grey Gletscher.
    Was wir auch von anderen Treckern hörten, traf auch auf uns zu: Der erste Tag ist der Schlimmste.
    Schon nach wenigen Kilometern schmerzte meine (Dannys) Achillessehne (wie zuvor in Deutschland und eigentlich überstanden geglaubt). Zudem bließ uns der Wind die gesamte Zeit teils heftig ins Gesicht. "Strong Winds" war selsbt auf der Parkkarte für diese Route markiert. Auch den wenigen Bäumen konnte man den permanenten Wind ansehen - während der Stamm gerade nach oben ragte, waren die Kronen deutlich einseitig in die windabgewandte Seite gewachsen. Kaum ein Ast hatte es geschafft, dem Wind entgegen zu wachsen.

    Der Weg war daher recht kahl und durch den großen Brand 2012 gab es unzählige weiße, kahle Bäume. Gut zwei Stunden kämpften wir uns voran, bis wir endlich den Aussichtspunkt zum Grey Gletscher erreichten. Der Gletscher ist rund 270km2 groß und endet mit 3 "Zungen" im Lago Grey. Der Anblick war atemberaubend.

    Aufgrund der Zeit und den Wehwehchen kehrten wir um, ohne weitere 2h zum Gletscher abzusteigen. So waren wir gegen 15 Uhr schon wieder am Zeltplatz und gönnten uns zusammen eine Pizza mit zwei Bier bevor es frühzeitig gegen 8 ins Nest ging. Der lange Tag hatte Spuren hinterlassen. Und der nächste sollte um so schwerer werden.
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