Danny und Lena

Joined February 2017
  • Day13

    Brüssel - Das Ende einer tollen Reise

    September 6, 2019 in Belgium ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach den verschiedenen belgischen Bieren (die meisten haben einen Alkoholgehalt jenseits der 6%) fiel das Aufstehen nicht ganz so einfach. Doch da wir das Parkhaus sowieso 24h bezahlen mussten und in Düsseldorf auch erst gegen 4 Uhr erwartet wurden, beschlossen wir noch ein paar Stunden die Stadt zu erkunden. Von der schönen Innenstadt ging es also weiter zum Königspalast und dem vorgelagerten "Parc de Bruxelles". Im Park waren mehrere große Zelte für ein kulinarisches internationales Fest vorbereitet, in dem schon fleißig Kochtöpfe aus allen Ländern der Welt vor sich her zischten. Für uns allerdings etwas früh. Vom Königspalast ging es weiter zum EU Parlament. Da dieses aber für Besucher nicht zugänglich ist, schauten wir im Besucherzentrum "Parlamentarium" vorbei. Und dort war es dann so interessant, dass wir in der kostenlosen Ausstellung beinahe die Zeit vergaßen. Interessant aufbereitet Geschichte der EU, interaktive Inhalte mit Multimedia-Guide und allerlei interessante Informationen über die Tätigkeiten und Abgeordneten rundeten unsere doch sehr geschichtlich geprägte zweite Urlaubshälfte ab.
    Zurück zum Auto und auf der Straße waren wir kurz nach 4 in Düsseldorf, wo Lena den Urlaub ausklingen ließ und Danny fuhr noch für zwei Tage nach Essen zum work[x] Festival (ehemals Pathfinder), sodass es schließlich Sonntag Abend Richtung Heimat ging.

    Und damit endet eine interessante Reise, welche so viele verschiedene Eindrücke hinterlässt, die in den kommenden Tagen doch erstmal setzen müssen. Bis bald! Die nächste Reise kommt bestimmt.
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  • Day12

    Brüssel

    September 5, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute verabschiedeten wir uns von Frankreich. Schön war es! Ein sehr vielfältiges und abwechslungsreiches Land mit vielen kulinarischen Leckereien. 😉 Und auf ins Land der guten Biere (nicht Deutschland 😉) und Waffeln- Belgien 🇧🇪 ! Als Zwischenstopp hatten wir Brüssel eingeplant, wo wir dann auch nach gut 4,5 Stunden Fahrt ankamen. Unsere Unterkunft lag direkt im Zentrum und so waren wir direkt im Trubel. Wir hatten ziemlich großen Hunger und so bestellten wir uns beide eine große Tüte belgischer Pommes - wahrscheinlich die besten von ganz Brüssel. Zum Essen setzten wir uns auf den Grand Place. Ein sehr schöner Platz, der rundherum mit beeindruckenden Gebäuden (Rathaus, Hotel, Banken) umgeben ist. Mitten auf dem Platz waren viele kleine Zelte aufgebaut- für das Bier-Wochenende! Wir bedauerten sehr, dass wir morgen schon wieder weitermüssen. Dafür gönnten wir uns dann erstmal ein belgisches Bier und gingen danach in einen ziemlich hippen Laden- Brew Dog. Die kommen eigentlich aus Schottland und machen ziemlich leckeres Craft-Beer, was wir direkt probierten. Zum Abschluss landeten wir in einer alten urigen Kneipe und ließen uns verschiedene belgische Biere schmecken. Auf dem Heimweg gingen wir noch an einer belgischen Sehenswürdigkeiten- Manneken Pis (eine trollige Figur eines pinkelnden Junge) vorbei und genossen noch eine belgische Waffel mit Erdbeeren und Schokolade und hatten so das kulinarische Trio von Belgien komplett. 😉😋Read more

  • Day11

    Cote d'Albatre

    September 4, 2019 in France ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute schliefen wir aus. Für den Vormittag war ohnehin Regen angesagt, der dann auch fiel - richtiges Ekelwetter bei dem man nicht draußen rumstromern will. Kurz nach 1 machten wir uns auf nach Étretat. Und tatsächlich- als wir dort ankamen, kam die Sonne raus 🙂. Étretat ist bekannt für die weißen Kreidefelsen und deren interessanten Formen. Wir erklommen erst die linke Seite mit dem bekannten Porte d‘Aval, Manneporte und dem einzelnen Felsen im Meer Aguilla. Es war wahnsinnig windig, so dass einem ab und an auch mal die Kopfbedeckung wegflog. 😬 Die Aussicht und die kleinen Steintore im Meer (die übrigens nicht durch Erosion durch das Meer, sondern durch einen Fluss, der einmal parallel zur Küste verlief, entstanden sind) sind sehr faszinierend. Nach unserem Abstieg und einem Spaziergang an der Uferpromenade entlang, ging es auf zur anderen Seite, wo das Porte d‘Amont liegt. Wir kämpften uns bei ebenso starken Wind hinauf, genossen die Aussicht und dann ging es durch das Städtchen zurück zum Auto. Wir kauften noch etwas ein und fuhren in unsere Unterkunft. Für den Abend hatten wir einen Tisch in einem französischen Restaurant „Le Daniel‘s“ reserviert. Wir nahmen beide ein 3-Gänge Menü. Das Essen war wirklich fabelhaft und ein passender Abschluss unseres Urlaubs in Frankreich!Read more

  • Day10

    Honfleur & Fécamp

    September 3, 2019 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute gibt es weniger zu erzählen - dafür schönere Bilder ;)
    Die Nacht war um einiges besser als die vorherige, da wir auch je zwei Schichten mehr Kleidung angelegt hatten. Gefrühstückt und alles verstaut könnten wir um 11 vom Campingplatz fahren und beschlossen, bevor es auf die Reise geht, noch das 360 Grad Kino des Ortes anzuschauen. Dort gab es einen 20minütigen Film zusammengeschnitten aus Originalaufnahmen vom D-Day und den späteren Wochen Krieg. Beeindruckend.
    Danach ging es Richtung Osten mit einem Stop in Honfleur. Lena hatte diese Perle eines Städtchen im Reiseführer entdeckt. Und so schlenderten wir am frühen Nachmittag durch eine wundervolle Altstadt und eine 500 Jahre alte Holzkirche (die älteste Frankreichs). Zum Abschluss gab es ein leckeres Eis und dann ging es weiter nach Ganzeville. Dieses Dorf soll unser letzter Stop in Frankreich werden. Unweit von Fecamp, einem kleinen Hafenstädtchen an der Nordküste, bezogen wir unsere kleine Wohnung im 500 Seelen Örtchen. Abends schlenderten wir noch durch Fecamp und saßen am Kiesstrand, bevor es zum Sonnenuntergang auf die Kreideklippen ging. Fantastische Aussicht.
    Gekocht wurde dann in der Unterkunft und - als ob es zur Tradition werden sollte - schauten wir uns einen "lokalen" Hollywoodkracher an. Der Soldat James Ryan mit Tom Hanks brachte uns noch einmal eindrücklich die Schrecken der ersten Kriegstage in der Normandie nahe.
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  • Day9

    D-Day

    September 2, 2019 in France ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Nacht im Zelt war wenig entspannend. Für die 10°C Nachttemperatur waren wir etwas zu dünn eingepackt und dementsprechend wenig erholsamen Schlaf gab es. Nach einer warmen Dusche und einem Restefrühstück ging es los, um dem D-Day etwas besser zu verstehen.
    Erste Station war das Overlord Museum.
    Operation Overlord war die groß angelegte Planung der Rückeroberung der Normandie, die letztendlich nach einem ganzen Jahr Planung und Vorbereitung am 6. Juni 1944, dem sogenannten D-Day, an den 100km langen Küsten der Landing Beaches, startete.
    Die ganze Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overlord
    Ein Auszug:
    Großbritannien, die USA, Kanada sowie Truppen der Franzosen, Polen, Norweger und anderen Alliierten trafen am Morgen des 6. Juni gleichzeitig mit 6393 Schiffen, 11.680 Flugzeugen und 159.000 Soldaten an der Normandieküste ein. Es sollte die größte Truppenlandung der Geschichte werden. Die verschiedenen Einheiten griffen unterschiedliche Küstenabschnitte (Utah Beach, Omaha Beach, Gold Beach, Juno Beach und Sword Beach) an. Zuerst wurden die Küsten von den Kriegsschiffen und anschließend von Flugzeugen bombardiert, um die deutschen Stellungen zu schwächen. Im Hinterland weiter westlich
    landeten Fallschirmspringer und sorgten für Verwirrung. Großangelegte Verwirrungskamapgnen, Fehlinformationen, Spionage und Sabotage im Vorfeld der Operation ließ die Deutsch glauben, der Angriff ginge auf die Region um Calais und größere Hafenstädte. Somit war die Normandie nicht ganz so stark gesichert.
    Die Luftangriffe auf den Omaha Beach verfehlten aufgrund einer dicken Wolkendecke ihre Wirkung und somit forderten intakte deutsche Verteidigungsanlagen nach nur 3 Stunden Kampf schon das Leben von 2000 US-Soldaten allein am Omaha Beach. Erst nach einer Woche war der gesamte Küstenstreifen gesichert. In Arromanches wurde ein künstlicher Hafen angelegt (Mulberry Habours), der in den kommenden Monaten Soldaten, Verpflegung und Artillerie aus Großbritannien an Land bringen sollte.

    Das Museum erklärte anschaulich die Geschehnisse und zeigte zudem die zahlreichen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände. Am Ende gab es noch eine Galerie mit Veteranen und deren Geschichten. Alles in allem ein empfehlenswertes Museum!
    Danach ging es zum amerikanischen Soldatenfriedhof und eine kostenlose Führung brachte uns noch einige Einzelschicksale näher. Die Französin, die die Tour führte, sprach ausgezeichnetes Englisch und so erfuhren wir jede Menge über den Ort und verschiedene Soldaten und deren Geschichten. Zwischendurch gab es eine "Gedenkveranstaltung", zu der die amerikanische Nationalhymne gespielt wurde und sehr viele Amerikaner mitsangen. Schon irgendwie bewegend. So etwas passiert wohl mehrmals am Tag und wird von verschiedenen Gruppen initiiert. Diese gehörte wohl zu einer Normandie Kreuzfahrt- ob man wirklich eine Kreuzfahrt zu diesen bedeutenden Ort machen und das ganze so touristisch aufziehen muss, sei dahingestellt. Nach der Tour über den Friedhof waren wir ziemlich platt und hungrig. Wir besorgten uns was zum Snacken und speisten dann am Hafen in Port au Bessin- ein kleines Städtchen direkt am Meer. Da gerade die Ebbe begann, speisten auch zahlreiche Möwen im Hafenbecken, in welchem Massen von Muscheln lagen. Wir amüsierten uns eine Weile über das Schauspiel und den Kampf um eine kleine Flunder, die schlussendlich eine große Möwe mit viel Mühe runterschlang.
    Danach machten wir noch einen Abstecher nach Bayeux. Eine etwas größere Stadt in der Nähe mit einer schönen mittelalterlichen Altstadt, einer beeindruckenden Kathedrale und "den Teppich", auf dem die Eroberung Englands durch Whilhelm I gestickt ist (Danny ließ sich nicht überzeugen, sich einen Teppich anzuschauen 😉). Zurück auf dem Campingplatz holten wir uns noch eine leckere Pizza (einmal die Woche kommt ein netter Pizzabäcker vorbei) mit Camembert, Schinken und Kartoffeln (was für eine geniale Mischung) und ließen den Abend mit einer Flasche Rosé ausklingen.
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  • Day8

    Loire --> Normandie

    September 1, 2019 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute war Reisetag. Da der Weg von zwei Freunden (Maren&Björn), die schon länger nicht mehr in Dresden wohnen, sich heute zufällig mit unserem kreuzte, beschlossen wir ein Treffen in Villandry am frühen Morgen. Die zwei kamen aus Mainz mit zwei Kindern im Gepäck und hatten es am Vorabend bis Tours geschafft und sind unterwegs zur Atlantikküste. Wir fuhren halb 9 in Saumur los und waren eine Stunde später am vereinbarten Treffpunkt.
    Villandry ist ein kleines Schloss mit einem beeindruckenden Garten. Wir schlenderten und quatschen eine gute Stunde und erfreuten uns der bunten Pflanzen und Blumen, bevor wir uns verabschiedeten.

    Kurz vor 12 ging es dann ins Auto bis wir vier Stunden später in der Normandie an einem kleinen Campingplatz namens Les Bas Carreux kurz vor dem Meer unsere Heringe in den zu harten Boden hämmerten. Im Sonnenschein stärkten wir uns nach dem 10-Grad Temperaturgefälle der letzten Nacht und machten uns dann auf zu einem Spaziergang ins nahegelegene Dorf Arromanches-les-Bains. Da wir heute die Gegend nur grob bestimmt und den Campingplatz spontan ausgesucht hatten, war uns das historische Ausmaß des Dorfes nicht gleich bewusst. Ein paar Kilometer weiter nördlich ist der Omaha-Beach, der geschichtlich ein weitaus größerer Begriff ist.
    Aber hier vor der Küste liegen noch Zeitzeugen des D-Days vom 6. Juni 1944 - zahlreiche Senkkästen aus Beton, die damals zu dem künstlichen Hafen "Mulberry Harbours" wurden und am "Golden Beach" die Versorgung der Alliierten sicherstellen sollte. Dazu wurden insgesamt 146 Zementblöcke von England angeschleppt und als Wellenbrecher im Halbkreis vor der Küste versenkt. In den drei Monaten nach Landung in der Normandie wurden an den Mullberrys 2,5 Millionen Männer, 4 Millionen Tonnen Ausrüstung und 500.000 Fahrzeuge entladen. Bei Ebbe kann man zu einigen der Betonruinen laufen. Irgendwie surreal, wenn man auf dem Meeresboden steht und sich vorstellt, was hier einmal passiert ist.
    Die Geschichte ist diesem Ort heute deutlich anzusehen. Straßen benannt nach Generälen, Plakate mit WWII Heros aus Großbritannien und zahlreiche Gedenk- und Bildungsstätte prägen die Stadt. 2019 jährte sich der D-Day zum 75. Mal. Soll er sich noch weitere Jahrhunderte jähren. Die Verbrechen von damals, die ein solches Eingreifen erst nötig machten, sollten heute und in Zukunft nie wieder geschehen. Wie passend, dass heute in Sachsen und Brandenburg Landtagswahlen sind...
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  • Day7

    La belle Loire

    August 31, 2019 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute wollten wir das Umland von Saumur erkunden. Der Reiseführer versprach einen der schönsten Abschnitte der Loire, wenn man Richtung Westen fährt. Aber zuerst wurden wir von Geflügel-Gegacker geweckt - direkt vor unserem Wohnzimmerfenster hatte der Geflügelmann Kisten voller Hühner, Küken und Gänsen aufgeschlagen. Offensichtlich ist samstags immer großer Markt in der Altstadt von Saumur. Also ab nach draußen auf der Suche nach einem Stand mit frischer Bäckerware. Wir waren etwas überwältigt von den vielen Leuten, fanden dann aber einen Stand mit frischen Baguette und packten für das Mittag noch eine kleine Quiche Lorraine, eine kleine Aprikosen Tarte und irgendein mit Creme und Pilzen gefülltes Blätterteigding ein, was ziemlich beeindruckend und lecker aussah. Danach starteten wir mit dem Auto und legten noch einen Zwischenstopp beim Winzer ein, wo wir gestern die Tour gemacht und auch ein paar Flaschen Wein erstanden hatten, den wir gestern nicht nach Hause tragen wollten 😉. Danach ging es auf einer Straße direkt an der Loire weiter. Wir fuhren durch sehr hübsche kleine französische Dörfer und dachten uns, dass es sehr schön sei, das mit dem Rad zu erkunden. Gedacht, getan - in Gennes liehen wir uns ein paar Räder und radelten nach Le Thoureil (einem wirklich schönen Dörfchen) und dann noch weiter Richtung Anger. Nach einem Zwischenstopp in St.Remy kehrten wir um, legten noch einen Getränkestopp in einem Café ein und gaben die Räder gegen späten Nachmittag wieder ab. Auf de Heimweg machten wir noch Halt in einem Mega-Einkaufszentrum in Saumur. Der Lebensmittelmarkt war riesig und entsprechend brauchten wir ziemlich lange, um nicht all zu viele Sachen einzukaufen. Zu Hause bereiteten wir uns 2 verschiedene Flammkuchen zu und genossen unseren Nachtisch (eine kleine Himbeer-Tarte und Macarons) mit einer Flasche Wein auf dem Gelände des Chateau Saumur bei Blick über die Stadt.Read more

  • Day6

    Chateau & Vin in Saumur

    August 30, 2019 in France ⋅ ⛅ 28 °C

    Wenn es ein leidiges Thema gibt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, dann ist es das Parken in Frankreichs Innenstädten. Schon in Orleans mussten wir aufgrund der tollen Lage unserer Wohnung innerhalb von zwei Stunden drei mal umparken. Da die kostenpflichtigen Parkplätze hier nachts kostenlos sind, schiebt man die Probleme gerne auf den kommenden morgen ;)

    So auch heute. Als um 9 der Wecker klingelte, waren nur noch ein paar Minuten auf der Parkuhr. Glücklicherweise gibt es gleich ein paar Meter weiter einen großen kostenfreien Parkplatz, wie wir gestern herausgefunden hatten. Und tatsächlich war auch noch ein Platz frei. Mit Baguette und Croissants ging es zurück zur Wohnung und gegen 11 hinauf zum alles überragenden Chateau de Saumur.
    Der Eintritt von 7 Euro p.P. war im Vergleich zu anderen Attraktionen günstig und wir hatten sogar noch extra Glück - es gab eine kostenlose Führung dazu auf Englisch... und die gab es sogar ganz privat für uns. Zu dritt schlenderten wir über die alten Steine und erfuhren etwas über die Geschichten der alten Gemäuer: 962 wurde hier das erste Festungsschloss erbaut, in den kommenden Jahrhunderten ausgebaut und 1368 von Herzog Ludwig I. von Anjou (dem jüngeren Bruder des damaligen Königs Karl V.) als Palast umgewandelt. Dabei wurden z.B. in die äußeren Hauptwälle Wohnräume eingebaut.
    1589 wird das Schloss zum Sicherheitsort der Protestanten um Philippe Duplessis-Mornay, der die alten Gemäuer erhält und restauriert. 1808 lies Napoleon I. das Schloss umfangreich restaurieren und in ein Gefängnis umbauen, später diente es noch als Waffenlager und seit 1912 ist es zu Besichtigungszwecken geöffnet. Seit vielen Jahren wird das Schloss aufgrund eines prunkvollen Bildes aus dem 15 Jh. restauriert und ergänzt. Bis es irgendwann mal (wieder) so aussehen wird, vergehen wahrscheinlich noch einige Generationen.
    Nach der Besichtigung ging es zur Stärkung nach Hause und anschließend zum Fahrradverleih um die Ecke, um den restlichen Tag das Tal per Velo zu erkunden. Aber nix. Urlaub, geschlossen mit dem Hinweis auf einen anderen Fahrradverleih. 30min Fußweg. Angekommen und müde von 33°C wurden wir wieder enttäuscht - permanent geschlossen. Welche nette Urlaubsvertretung 😑

    Um den Nachmittag zu retten, rief Danny beim Chateau Langlois an, um zu erfragen, ob heute noch eine englische Weinführung stattfand. Und tatsächlich - 15:15 Uhr ging es los. So liefen wir die nun nur noch weiteren 20 Minuten zum Weingut, da zumindest die Richtung bisher gepasst hatte.
    Und dann bekamen wir wieder eine tolle Führung - diesmal sogar für nur 5€ p.P. und beinahe wieder exklusiv - wir teilten uns die Tour mit einem älteren englischen Ehepaar. Wir lernen erst in einem hübschen Klassenraum die unterschiedlichen Herstellungsprozessse von rotem und weißen Wein, bevor es in die Fabrik ging. Viele, viele Metallfässer und auch einige Pressmaschinen warteten auf ihren Einsatz, die im September zur Weinernte erst richtig Fahrt aufnehmen werden. Danach ging es in einen Teil des kilometerlangen Tunnelsystems, das so gut wie alles in Saumur verbinden soll. Dort herrscht die perfekte Lagertemperatur von 12°C das ganze Jahr hindurch. Wir sahen uns insbesondere hauseigene Sekte / Cuvee an. Diese werden durch den Zusatz von Hefe zu einem zweiten Gärungsprozess gebracht, der den Zucker in Kohlensäure und Alkohol spaltet. Im langsamen Prozess setzt sich die Hefe und Tannin im Flaschenhals ab, der im letzten Schritt vor der Fertigstellung zu einem inneren "Korken" schockgefroren wird und so Rückständslos durch einen richtigen Korken ersetzt werden kann.

    Good to know: Damals wurde die Hefe vorsichtig abgeschüttet - dabei ging mal mehr mal weniger Sekt verloren. Deshalb hatte man die schicken Etiketten am Flaschenhals angebracht, die heute noch bei allen Sekten verwendet werden. Der historische Grund dafür ist allerdings einfach: dem Käufer nicht zu zeigen, wie viel Sekt nun wirklich noch in der Flasche ist. 😀
    Nach der tollen Führung ging es noch zur Verkostung. Lecker. Leicht angetüdelt ging es eine gute Stunde zu Fuß nach Hause, wo wir heute selbst unser Essen zauberten und nun noch etwas über den Platz schlendern: es scheint dieses Wochende ein großes Stadtfest zu geben 🤔 gute Musik schallt von großen Bühnen. Wir bleiben gespannt. Herzlichen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben. :)
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  • Day5

    Auf nach Saumur

    August 29, 2019 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute frühstückten wir entspannt auf dem Campingplatz und danach ging es an‘s Abbauen unserer mobilen Unterkunft. Da die Sonne schon Vormittag ordentlich brannte, kam das Abbauen einer Sporteinheit gleich. 😑 Gegen 12 hatten wir alles mehr oder weniger gut im Auto verstaut und starteten Richtung Saumur- einem kleinen Städtchen an der Loire im Nationalpark Loire-Anjou-Toraine. Wir legten einen Zwischenstopp in Tours ein, liefen ein wenig durch die Stadt und schauten uns die Kathedrale an. Danach ging es weiter. Die Landschaft veränderte sich allmählich, es wurde grober und linker Hand war direkt die Loire mit ihren weiten Ausläufern. Am späten Nachmittag kamen wir in Saumur an und bezogen unsere wirklich hübsche Wohnung direkt in der Altstadt. Wenn man die Fenster öffnet, hat man direkt französisches Flair im Wohnzimmer 🙂. Gegen Abend machten wir uns auf zur Suche nach Abendessen. Wir landeten schließlich bei einem Mexikaner. Leider konnten wir nur drin sitzen, da draußen bereits alles reserviert war. Dafür hatten wir viel Spaß mit den Kellern, mit dem wir uns aus einem Mischmasch aus Englisch, Spanisch und Französisch verständigten. Den Abend ließen wir dann an der Loire mit einem leckeren Weißwein aus Saumur mit dem schönen Namen „Lena“ ausklingen....Read more

  • Day4

    Amboise

    August 28, 2019 in France ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir schliefen heute aus (soweit das auf einem Campingplatz möglich ist 😉) und frühstückten entspannt. Danach liehen wir uns zwei rustikale Citybikes vom Campingplatz und radelten Richtung Amboise - einer kleinen Stadt (etwa 12000 Einwohner) direkt an der Loire. Leider führte der Radweg nicht an der malerischen Loire entlang, sondern über Land. Das hieß erst einmal Berg hoch und dann von Dorf zu Dorf. Wir entdeckten viele Weingebiete- das erklärte auch die kleinen Dörfer, die teilweise nur aus 5 Häuschen bestanden, in denen wahrscheinlich die Winzer leben. Etwa 1 Stunde brauchten wir für die 12km nach Amboise. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Schloss (wie sollte es auch anders sein) und einem Anwesen, auf dem Leonardo da Vinci seinen Lebensabend verbrachte. Wir entschieden uns gegen eine Besichtigung und holten uns etwas zum Mittag, was wir dann am Ufer der Loire verputzten. Wenig später machten wir uns auf den Heimweg- die gleiche Strecke wie hinwärts (nur, dass wir beide das Gefühl hatten, dass sie rückwärts kürzer sei). Am Campingplatz angekommen gönnten wir uns ein Eis und entspannten. Zum Abendessen gab es selbstgemachten Bulgursalat, den wir mit einem leckeren Weißwein aus Amboise an der Loire genossen...Read more

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