• Lange Anreise nach Fukuoka

    April 24 in Japan ⋅ 🌙 14 °C

    Am 23.04. ging es los nach einem hektischen Morgen zum Flughafen BER.

    So einen langen Flug hatte ich noch nie, ich war 24 h unterwegs und es war grenzwertig vom Anstrengungslevel. Aber es hat sich gelohnt: in Helsinki habe ich noch Leckereien eingekauft und den kleinen Nikosch (*3) kennengelernt, wir haben uns gut verstanden, auch wenn es finnisch war und ich nichts verstanden habe. Zur Begrüßung am Flughafen Helsinki wurde ich überraschend umarmt und im Flugzeug saß Nikosch mir gegenüber und hat ständig mit Winken und Zunge raus meine Aufmerksamkeit gesucht. War sehr süß und lustig.

    Das Essen im Flugzeug war auch sehr gut, aber ich konnte die ganze Zeit nicht schlafen, weil es so eng war.

    Nach der ewigen Anreise war ich schon etwas schwerfällig im Kopf und bin am Flughafen Tokio, dann in Fukuoka und später am Bahnhof Hakata mehrere Runden im Kreis gegangen bis ich endlich die Ausgänge oder die U-Bahn gefunden habe oder wusste, was ich eigentlich wollte. Spät am Abend hatte ich dann keinen Nerv mehr in der Schlange zu stehen, um den Kyushu Rail Pass abzuholen, also hab ich mir ein Eiersalat und Schrimp Sandwich vom 7Eleven gegönnt und bin mit dem letzten Zug und Bus zu meiner Unterkunft gefahren. Die befindet sich nicht in Fukuoka selbst, sondern etwas abgelegen im Norden an der Küste in Fukutsu. Hier hören dann auch die englischen Übersetzungen auf den Tafeln langsam auf. Super für mich, weil ich wieder Kreise gedreht bin im spießigen Einfamilienvorort. Die Unterkunft ist sehr versteckt, ein sehr traditionelles altes japanisches Haus, geleitet von einer älteren Dame Shiori. So spät um 23 Uhr war aber niemand da. Hier stehen alle Türen offen und ich konnte einfach reinspazieren und mein Zimmer sehen. Ich war sehr überrascht, wie einfach und japanisch dieses alte Haus ist. Es gibt aber alles was man braucht. Nach dem langen Tag war ich sehr überrascht und glücklich, als ich das Federbett auf dem kuschligen Futon gesehen habe, was mit einem Gerät extra für mich vorgewärmt wurde. Wie lieb kann man sein? Im japanischen Bad, klassich getrennt, Toilette und Duschwannen Raum habe ich den Flugzeug Schweiß weggewaschen und bin dann einfach nur noch ins Bett gefallen.
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